{"id":10013,"date":"2015-11-17T00:00:00","date_gmt":"2015-11-17T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10013"},"modified":"2015-11-17T00:00:00","modified_gmt":"2015-11-17T00:00:00","slug":"ueberkompensation-als-staatsraeson","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10013","title":{"rendered":"\u00dcberkompensation als Staatsr\u00e4son"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir schreiben den 31.08.2015. Wie jeden Montagmorgen ist in der Lenn\u00e9stra\u00dfe nicht sonderlich viel los, wenig Fu\u00dfg\u00e4nger, etwas Verkehrsl\u00e4rm, Vogelgezwitscher \u2013 ein ganz normaler Tag wie es scheint. Doch hinter der eleganten Luxusfassade des B\u00fcrogeb\u00e4udes mit der Nummer Eins herrscht Ausnahmezustand!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort befindet sich die deutschsprachige Propagandaabteilung des Kreml \u2013 auch unter der Bezeichnung RT bekannt \u2013, in der die Mitarbeiter an diesem Morgen fieberhaft an ihren Rechnern sitzen und hechelnd durch die G\u00e4nge jagen! Die Devise lautet <i>\u201eGas geben!\u201c<\/i>, denn die \u00d6ffentlichkeit muss umgehend \u00fcber die neueste Machtdemonstration Wladimir Putins sowie dem erneuten Beweis russischer Souver\u00e4nit\u00e4t und staatlicher Dominanz informiert werden! Nach stundenlangem Ringen um ad\u00e4quate Wortwahl, Syntax und resultierender Dramaturgie steht die Schlagzeile endlich fest und ist bereit, samt Teaser das Licht der Welt zu erblicken: <i>\u201eSotschi: Putin und Medwedew zum gemeinsamen Krafttraining im Fitnessstudio &#8211; Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin und der russische Ministerpr\u00e4sident Dmitri Medwedew haben sich am Sonntag in Sotschi zum gemeinsamen Fitnesstraining getroffen und im Anschluss zusammen gefr\u00fchst\u00fcckt. Nach ein paar Aufw\u00e4rm\u00fcbungen begannen sie mit dem Krafttraining.\u201c<\/i> Die einzig m\u00f6gliche Erkenntnis, die aus diesem Akt russischer Selbstdarstellung gewonnen werden k\u00f6nne, formuliert indes der beeindruckte und zugleich begeisterte Teil der russophilen Leserschaft in nicht weniger als 142 Kommentaren: Putin ist stark, st\u00e4rker, am st\u00e4rksten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer nun glaubt, es handle sich hierbei lediglich um einen redaktionellen Ausrutscher, der irrt, denn das Tagesgesch\u00e4ft von RT besteht eben gerade in der Ver\u00f6ffentlichung eigenartiger, tatsachenverdrehender und verzerrender Artikel, die unaufh\u00f6rlich von der russischen Unverwundbarkeit und der kurz bevorstehenden Implosion seiner westlichen Feinde fabulieren. In dasselbe Horn sto\u00dfen auch s\u00e4mtliche Artikel, die sich mit dem f\u00fcr Russland traditionell eher unangenehmen Themengebiet der \u00d6konomie besch\u00e4ftigen. Demnach h\u00e4tten westliche Sanktionen weder die russische Wirtschaft lahmlegen, noch das Vertrauen der Investoren nachhaltig zerst\u00f6ren oder den Rubel-Kurs in den Keller st\u00fcrzen lassen k\u00f6nnen. <i>\u201eViele erwarteten, dass die Sanktionen und der niedrige \u00d6lpreis zu einem Kollaps der russischen Wirtschaft, einer Rubel-Abwertung, zu sozialen Unruhen und Hyperinflation f\u00fchren w\u00fcrden. Doch das ist nicht passiert.\u201c,<\/i> so der von RT zitierte Finanzminister Anton Siluanov. Verhindert h\u00e4tten dies insbesondere die von dem genialen Putin angeordneten Finanzma\u00dfnahmen, welche Anfang des Jahres in Kraft traten. Nachdem der Rubel im Laufe des Jahres 2014 \u00fcber 50% seines Wertes verloren hatte, sei Russland nun auf dem besten Weg, alles wieder wett zu machen. So sei der Kurs in den ersten drei Monaten um ph\u00e4nomenale 30% gestiegen und die verschreckten Investoren auf den russischen Markt zur\u00fcckgekehrt. Dies beweise, dass der Rubel <i>\u201eextrem stark\u201c<\/i> und die<i> \u201eam besten performende W\u00e4hrung\u201c <\/i>\u00fcberhaupt sei. Selbst der niedrige \u00d6lpreis k\u00f6nne der russischen Wirtschaft nichts mehr anhaben. Da die Regierung ganz genau w\u00fcsste, wie sie mit der derzeitigen Situation umzugehen habe, k\u00f6nne Russland <i>\u201eproblemlos bei einem um die 50 Dollar Marke fluktuierenden Preis pro Barrel \u00fcberleben\u201c<\/i>. Getoppt wird dieser schon surreal anmutende Optimismus lediglich durch den Meister selbst. Denn Putins scharfsinniger Analyse folgend, m\u00fcsse Russland den Spie\u00df einfach umdrehen, also die wirtschaftliche Not zur Tugend machen! Schlie\u00dflich h\u00e4tten die westlichen Sanktionen bereits jetzt dazu gef\u00fchrt, dass sich die stolze Nation st\u00e4rker auf die einheimische Landwirtschaft und <i>High-Tech<\/i>-Industrie konzentriert und daher die agrarwirtschaftliche Import- und energiewirtschaftliche Exportabh\u00e4ngigkeit des Landes gemindert. Diese Konstellation k\u00f6nne genutzt werden, um v\u00f6llig <i>\u201eneue Entwicklungsstufen zu erreichen\u201c<\/i>. Anstatt also st\u00e4ndig von der schw\u00e4chelnden Wirtschaft Russlands zu reden, sollte sich die \u00d6ffentlichkeit doch lieber auf die US-\u00d6konomie konzentrieren, die durch ihren baldigen Totalzusammenbruch die ganze Welt mit in den Abgrund zu rei\u00dfen droht! <i>\u201eDie Staatsschulden der USA sind mittlerweile gr\u00f6\u00dfer als ihr Bruttoinlandsprodukt, [\u2026] das ist sehr besorgniserregend und ein Warnsignal nicht nur an die [Vereinigten] Staaten, sondern f\u00fcr die gesamte Wirtschaft. Wir wissen nicht genau wie sich die Situation entwickeln wird.\u201c<\/i>, so der geistreiche Vollblut\u00f6konom Wladimir Putin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass all diese bizarren Erkl\u00e4rungsversuche nicht sonderlich viel mit der \u00f6konomischen Realit\u00e4t Russlands zu tun haben, verr\u00e4t ein einfacher Blick auf die Zahlen. Anstatt die W\u00e4hrungsentwicklung an intermedi\u00e4ren Trends festzumachen, offenbart eine l\u00e4ngerfristige Betrachtung die tats\u00e4chliche St\u00e4rke des Rubels. So hat die russische W\u00e4hrung in den letzten zw\u00f6lf Monaten 34,12% an Wert eingeb\u00fc\u00dft und in den letzten f\u00fcnf Jahren sage und schreibe 50,39% (Stand vom 19.10.15)! Der Rubel rollt also tats\u00e4chlich \u2013 die RT-Analysten haben sich nur ein wenig mit dem Vorzeichen vertan. Doch die Behauptung, Russland k\u00f6nne sehr gut mit einem \u00d6lpreis von ca. 50 $\/bbl leben, l\u00e4sst bef\u00fcrchten, dass die Experten des Kreml vollends von allen guten (Haus)Geistern verlassen sind. Die enorme Diskrepanz zum russischen Break-Even von 105 $\/bbl hat unl\u00e4ngst zu einer hektischen Vorverlegung der Moskauer Budgetdebatte gef\u00fchrt. Stratfor kommentierte die schwierige Finanzsituation am 22.06.2015 wie folgt: <i>\u201eF\u00fcr das Jahr 2015 wird ein russisches Budgetdefizit von 40 Milliarden Dollar erwartet \u2013 dies entspricht drei Prozent des Bruttoinlandproduktes [\u2026] Das Budgetdefizit der russischen Regierung betrug laut den Angaben des Finanzministeriums allein in den Monaten Januar bis Mai 19,2 Milliarden. Zwar wird f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte des Jahres mit einer Verlangsamung des wirtschaftlichen Niedergangs gerechnet [\u2026], doch dies wird nicht ausreichen, um die L\u00fccke im Budget zu schlie\u00dfen.\u201c<\/i> Entgegen finanzstarken Akteuren wie Saudi-Arabien oder Katar ist Russland daher gezwungen, empfindliche K\u00fcrzungen und finanzielle Umschichtungen in gesellschafts- und machtpolitisch wichtigen Feldern wie dem Rentensystem, den R\u00fcstungsausgaben und Subventionsfonds vorzunehmen. Die zus\u00e4tzliche Ber\u00fccksichtigung des produktionskostenbezogenen Break-Evens f\u00fchrt die ung\u00fcnstige Situation der \u201eeurasischen Supermacht\u201c noch deutlicher vor Augen. W\u00e4hrend die Saudis mit ihren Produktionskosten von weniger als 10$\/bbl seelenruhig schlafen k\u00f6nnen, m\u00fcssen russische Produzenten zwischen 40 $\/bbl und 60 $\/bbl investieren. Fluktuiert der Roh\u00f6lpreis k\u00fcnftig weiterhin um die 50 $-Marke, k\u00f6nnte zumindest f\u00fcr einige Produzenten im rohstoffreichen Sibirien das Licht ausgehen. <i>\u201eWenn der \u00d6lpreis einmal diese Level erreicht, stehen einige Produzenten vor der schwierigen Entscheidung entweder weiter zu produzieren und dabei bei jedem Barrel Geld zu verlieren, oder die Produktion einzustellen und das Angebot zu reduzieren.\u201c<\/i>, so der Energie-Experte Robert Plummer. In diesem Kontext entpuppt sich die sogenannte \u00d6lpreisbindung als zus\u00e4tzliche Belastung f\u00fcr den weltweit gr\u00f6\u00dften Erdgasexporteur. Die auf die 1960er Jahre zur\u00fcckgehende Regelung gestattet den Gasproduzenten, ihre Preise mit einer zeitlichen Differenz von bis zu sechs Monaten an den \u00d6lpreis zu koppeln. Trotz der Liberalisierung europ\u00e4ischer Energiem\u00e4rkte spielt diese Preisbindung insbesondere bei langfristigen Liefervertr\u00e4gen im <i>midstream<\/i>-Bereich nach wie vor eine zentrale Rolle. Doch anstatt wie gewohnt stabilisierend auf den Gaspreis zu wirken, zieht die \u00d6lpreiskopplung selbigen nun in den Keller. Mit einer Verz\u00f6gerung von exakt f\u00fcnf Monaten reagierte auch der international gehandelte Erdgaspreis auf die \u00d6lkrise und brach in den darauffolgenden Monaten um 42,24% ein (Stand 18.10.15). Die von den Vereinigten Staaten und der EU verh\u00e4ngten Wirtschaftssanktionen versch\u00e4rfen die prek\u00e4re Situation zus\u00e4tzlich: <i>\u201eRussland, der Iran und Venezuela sind drei Exporteure, die sehr stark von den fallenden \u00d6lpreisen getroffen worden sind. Im Falle Russlands und Irans, muss der fallende \u00d6lpreis in Kombination mit den Sanktionen betrachtet werden, welche beiden L\u00e4ndern den Zugang zu Kapitalm\u00e4rkten erschweren und damit verhindern, dass sie sich einfach aus der derzeitigen Krise herausfinanzieren k\u00f6nnen.\u201c<\/i>, so Carlos Pascual \u2013 Senior Vice President der renommierten Denkfabrik IHS. Auch die \u00d6konomen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds scheinen den Optimismus der eingefleischten Putinanh\u00e4nger nicht zu teilen. W\u00e4hrend f\u00fcr das Jahr 2015 mit einem R\u00fcckgang von 3,4% des BIP zu rechnen ist, k\u00f6nnte sich die Lage 2016 erneut stabilisieren \u2013 vorausgesetzt es kommt nicht zu externen Schocks durch eine weitere Verschlechterung der geopolitischen Lage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem standardm\u00e4\u00dfig eingebrachten Einwand \u201eRussland k\u00f6nne die Krise doch einfach aussitzen und sogar gest\u00e4rkt aus ihr hervorgehen\u201c sei entgegnet, dass das sibirische Land in dem weder Milch noch Honig flie\u00dft, auch zuk\u00fcnftig immer wieder mit wirtschaftlichen Problemen dieser Art konfrontiert sein wird. Dies liegt vor allem an dem monostrukturellen Charakter der russischen \u00d6konomie und den daraus resultierenden Abh\u00e4ngigkeiten. Mit einem Exportanteil von \u00fcber 60% und einem BIP-Anteil von 30% ist der \u00d6l- und Gassektor die mit Abstand wichtigste Lebensader des Landes. <i>\u201eEine f\u00fcr Russland schwierige Angelegenheit ist seine extreme Abh\u00e4ngigkeit von den Einnahmen aus den Erd\u00f6lexporten [\u2026], 52% des russischen Budgets h\u00e4ngen direkt von \u00d6l und Gas ab.\u201c<\/i>, so Pascual. Die durch fallende Preise erlittenen Verluste k\u00f6nnen aufgrund mangelnder Diversit\u00e4t nicht ausgeglichen werden. W\u00e4hrend f\u00fcr die Vereinigten Staaten durch die \u00d6lkrise sogar Wachstumseffekte erwartet werden, fehlt es der russischen Volkswirtschaft an produzierendem Gewerbe, welches aus den niedrigen Energiepreisen profitieren und auf diese Weise mehr produzieren k\u00f6nnte. Die energiewirtschaftliche Konzentration f\u00fchrt zu einem Ungleichgewicht mit weitrechenden Folgen. Laut Investopedia beeinflusst der \u00d6lpreis in starkem Ma\u00dfe auch den russischen Import:<i> \u201eDa das Land ein Netto-Importeur von nahezu allen G\u00fctern au\u00dfer Erd\u00f6l und Wodka ist, f\u00fchrte der von der Rubelentwertung verursachte Anstieg der Einfuhrpreise zu einer starken Inflation, der die russische Regierung durch die Anhebung des Leitzins auf 17% entgegenzuwirken versuchte.\u201c<\/i> Und selbst die russische R\u00fcstungsindustrie bekommt die Folgen der \u00d6lpreiskriese immer deutlicher zu sp\u00fcren: <i>\u201eRusslands R\u00fcstungsindustrie wird durch die fallenden \u00d6lpreise und den schwachen Rubel negativ belastet [\u2026]. In Zentralrussland, in dem die meisten R\u00fcstungsunternehmen angesiedelt sind, verzeichnete das Nizhny Novgorod Machine-Building Plant (NMZ) \u2013 Teil des Almaz-Antey Konzerns \u2013 in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 2015 einen Nettoverlust von 1,2 Milliarden Rubel (18 Millionen USD) [\u2026].\u201c<\/i>, so die Milit\u00e4rexperten der britischen Denkfabrik IHS Jane\u2019s 360. Das Problem der russischen Nation besteht daher nicht lediglich in einer vor\u00fcbergehenden Wirtschaftskrise, sondern in der Monostruktur der eigenen Volkswirtschaft und den damit einhergehenden strategischen Nachteilen. Um dieser strukturellen Unzul\u00e4nglichkeit nachhaltig entgegenzuwirken, bedarf es angesichts der schwach ausgepr\u00e4gten zivilen Wirtschaft einer massiven Kraftanstrengung. Die vor dem Muskelprotz Putin liegende Herausforderung fasst IHS folgenderma\u00dfen zusammen: <i>\u201eUm zu [langfristigem] Wachstum zur\u00fcckzukehren muss Russland seine Wirtschaft diversifizieren und sich von der einseitigen Energieabh\u00e4ngigkeit befreien. Hierf\u00fcr werden jedoch massive Kapitalinvestitionen ben\u00f6tigt. Der technologische Fortschritt \u2013 von den \u00d6konomen totale Faktorproduktivit\u00e4t genannt \u2013 ist verglichen mit anderen westlichen Staaten von schwachen Wachstumsraten gepr\u00e4gt. Die \u00fcberlastete und zugleich veraltete Infrastruktur sowie die rudiment\u00e4ren Produktionskapazit\u00e4ten der anderen Sektoren begrenzen das Wachstumspotential der russischen \u00d6konomie.\u201c<\/i><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der ebenso geopolitischen wie \u00f6konomischen Unzul\u00e4nglichkeiten <i>M\u00fctterchen Russlands<\/i>, bietet die Individualpsychologie das wohl beste Erkl\u00e4rungsmodell f\u00fcr die skurrilen Auftritte Wladimir Putins. Getrieben von Minderwertigkeitskomplexen aller Art, l\u00e4sst der ehemalige KGB-Agent keine Gelegenheit aus, durch Reitk\u00fcnste, Judogriffe und Bizepsumfang die eigene Macht und \u00dcberlegenheit unter Beweis zu stellen. Die Berichterstattung RTs sowie das eigenartige Verhalten prorussischer Parteig\u00e4nger legen jedoch den erschreckenden Befund nahe, dass die politische Kultur der ganzen Nation von einem pathologischen Drang der \u00dcberkompensation gepr\u00e4gt ist. Da es sich hierbei um eine soziopolitische Form der indirekten Kompensation zu handeln scheint, durch die weder den strukturellen noch den tempor\u00e4ren <i>Organminderwertigkeiten <\/i>entgegnet werden kann, w\u00e4re der von ehemaligen Kollegen <i>\u201eBotox\u201c<\/i> getaufte Staatschef gut damit beraten, die aberwitzige Utopie des <i>\u201eNeuen Gro\u00dfrusslands\u201c<\/i> endlich zu begraben und die untergeordnete Rolle seines gedem\u00fctigten Heimatlandes stillschweigend hinzunehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schreiben den 31.08.2015. Wie jeden Montagmorgen ist in der Lenn\u00e9stra\u00dfe nicht sonderlich viel los, wenig Fu\u00dfg\u00e4nger, etwas Verkehrsl\u00e4rm, Vogelgezwitscher \u2013 ein ganz normaler Tag wie es scheint. 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