{"id":10023,"date":"2016-01-29T00:00:00","date_gmt":"2016-01-29T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10023"},"modified":"2016-01-29T00:00:00","modified_gmt":"2016-01-29T00:00:00","slug":"das-wird-man-doch-wohl-noch-fragen-duerfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10023","title":{"rendered":"\u201eDas wird man doch wohl noch fragen d\u00fcrfen!\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir schreiben den 31.12.2015. Voller Vorfreude auf den Rutsch ins neue Jahr steht Angela seit Stunden vor ihrem Spiegel und sinniert angesichts ihrer Problemzonen \u00fcber die ad\u00e4quate L\u00e4nge ihres Minis, der noch vor wenigen Tagen s\u00fc\u00df verpackt unter der Tanne lag. Dieses Silvester will sie sich nicht mehr den Vorwurf gefallen lassen, sie sei zu pr\u00fcde und kleide sich wie ein mittelalterliches Weibsbild! Jetzt noch die passenden Pumps und ein letzter Griff zum Haarspray und die Party kann beginnen! Ein Blick auf die Uhr verr\u00e4t auch schon, dass nicht mehr viel Zeit f\u00fcr das obligatorische Vorgl\u00fchen mit Julia und Ursula bleibt, schlie\u00dflich wollen die drei Blondinen das Jahr 2016 am K\u00f6lner Hauptbahnhof begr\u00fc\u00dfen. Mit einem Sack voll guter Vors\u00e4tze angekommen, begr\u00fc\u00dft sie jedoch nicht das gewohnte Partyvolk, sondern der nordrheinwestf\u00e4lische Ableger des IS, um Angela und ihre Artgenossinnen auszurauben, zu begrapschen und brutal zu vergewaltigen! Nach kurzer Lagebesprechung beschlie\u00dfen die drei freiheitsliebenden Partym\u00e4use, sich nicht die Stimmung von dem orientalischen Mob vermiesen und trotz allem um Punkt 00:00 Uhr auf der Domplatte die Korken knallen zu lassen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Schon wenige Minuten nach ihrer Ankunft beginnt ein Spie\u00dfroutenlauf, auf dem das blau\u00e4ugige Trio auseinandergerissen, von wildgewordenen Horden l\u00fcsterner Nordafrikaner umzingelt, ausgeraubt und bel\u00e4stigt wird. Doch Angela schafft es, sich aus den Klauen der fremden Peiniger zu befreien und k\u00e4mpft sich bis zum n\u00e4chsten Ordnungsh\u00fcter durch, dem sie v\u00f6llig aufgel\u00f6st von den \u00dcbergriffen berichtet. Der zun\u00e4chst gutgelaunte Polizeibeamte runzelt die Stirn und ermahnt Angela, sie solle gef\u00e4lligst mit dieser Hetze gegen Fl\u00fcchtlinge aufh\u00f6ren, sonst drohe eine Anzeige wegen Volksverhetzung!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Total \u00fcbertrieben? Ein wenig. Provokant? Vielleicht. Journalistisch v\u00f6llig unverantwortlich? Geschenkt. Doch die dargebotene Polemik l\u00e4sst sich nahtlos in die Schlagzeilen hiesiger Print- und Onlinemedien einreihen. W\u00e4hrend die BILD von einem <i>\u201eSex-Mob\u201c<\/i> sprach, titelte die Online-Plattform Epoch-Times: \u201e<i>K\u00f6lner Silvesterhorror und Sex-Attacken: Jetzt spricht die Polizei offiziell von 1000 Nordafrikanern\/ Arabern<\/i>\u201c. Die Welt-Redakteure sahen sogar das K\u00f6lner Symbol der j\u00fcdisch-christlichen Tradition gleich der Dresdener Frauenkirche in Rauch und Flammen aufgehen und berichteten von einem <i>\u201egezielten Beschuss des Doms\u201c<\/i>. Die Zust\u00e4nde in der \u201eAngstzone\u201c scheinen apokalyptischen Ausma\u00dfes gewesen zu sein: <i>\u201eRaketenfeuer auf Menschen, bandenm\u00e4\u00dfiger Raub, sexuelle Gewalt gegen Frauen und Verantwortliche, die schweigen &#8211; weil Fl\u00fcchtlinge beteiligt waren?\u201c<\/i>. Wer an dieser Stelle einwendet, es handle sich um Sensationsjournalismus, welcher nur in gewohnter Manier darauf abziele, durch spektakul\u00e4re \u00dcberschriften und rei\u00dferische Artikel die Auflage zu erh\u00f6hen, der h\u00e4tte unter normalen Umst\u00e4nden recht &#8211; w\u00e4re da nicht die politische Spitze der Bundesrepublik. Denn anstatt sachlich und verantwortungsbewusst mit den Ereignissen umzugehen, \u00fcberboten sich Politiker partei\u00fcbergreifend in scharfer Rhetorik und forderten \u00fcbersprungartig knallharte Strafma\u00dfnahmen. Selbst die \u201e<i>antifaschistische<\/i>\u201c Sahra Wagenknecht nutzte die Gunst der Stunde, um den Geist stalinistischer Repressalien zu reanimieren. <i>\u201eWer sein Gastrecht missbraucht, der hat sein Gastrecht eben auch verwirkt\u201c<\/i>, so die PKK- und Assad-Sympathisantin. Justizminister Heiko Maas empfahl sich durch seine hollywoodreife Darstellung als k\u00fcnftiger Chefredakteur des Kopp-Verlags. Mit seiner Behauptung, dass von den T\u00e4tern bundesweit (!) <i>\u201eein bestimmtes Datum und zu erwartende Menschenmengen herausgesucht wurden\u201c<\/i>, ist dem SPD-Politiker neben as-Sahhaf, Karl-Eduard von Schnitzler und dem Baron von M\u00fcnchhausen ein Platz in der <i>Hall of Fame<\/i> der Fabulanten sicher. Mutter Merkel meldete sich am 7. Januar zu Wort und ersetzte in ihrer neuesten schizophrenen Episode die Wir-schaffen-das-Willkommenskultur mit der Warnung vor einem drohenden Kulturkampf! Da die <i>\u201eabscheulichen \u00dcbergriffe\u201c<\/i> nicht nur <i>\u201eEinzelf\u00e4lle sind\u201c<\/i>, m\u00fcsse nun endlich auch \u00fcber die Grundlagen des kulturellen Zusammenlebens gesprochen werden!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum lie\u00df die Kanzlerin von dem Multi-Kulti-Kadaver ab, kreisten bereits die ersten Aasgeier um die verbliebenen Fetzen und steckten <i>post-mortem<\/i> nochmal ihren Schnabel in eine Diskussion, in der ohnehin schon alles gesagt wurde. Federf\u00fchrend \u00fcbernahm Hamed Abdel-Samed wieder einmal die Rolle des Kronzeugen, der in popul\u00e4rwissenschaftlicher Manier \u00fcber vermeintliche Zusammenh\u00e4nge zwischen sexueller Gewalt und islamischer Kultur \u201ereferiert\u201c. In seinem Cicero-Artikel, dessen logische Schlussfolgerungen eher an den Hexentest Monty Pythons, als an die Denkstrukturen eines halbwegs gesunden Geistes erinnern, hei\u00dft es zun\u00e4chst: <i>\u201e<i>Ich war in \u00c4gypten und Marokko Zeuge einiger F\u00e4lle kollektiver Bel\u00e4stigung. Fast ausnahmslos handelte es sich dabei nicht um religi\u00f6se Jugendliche, sondern um kleine Gruppen, die oft unter Drogeneinfluss standen<\/i>. Es ist einem gl\u00e4ubigen Muslim untersagt, eine fremde Frau anzufassen, sogar wenn sie die eigene Verlobte ist. Strenggl\u00e4ubigen Muslimen ist es sogar untersagt, einer Frau die Hand zu geben.\u201c<\/i> Nur um wenig sp\u00e4ter zu folgern: <i>\u201eVor 40 Jahren trug kaum eine Frau in Kairo ein Kopftuch. \u00d6ffentliche sexuelle Bel\u00e4stigung gab es damals so gut wie nie. Heute ist kaum eine Frau unverschleiert und dennoch werden Frauen auf offener Stra\u00dfe bedr\u00e4ngt und begrapscht. Das gilt f\u00fcr Iran, Afghanistan, Pakistan und genauso f\u00fcr die meisten anderen islamischen L\u00e4nder, die auf der Top-Liste der sexuellen Bel\u00e4stigung in der Welt ganz oben stehen. Auch im reichen Saudi-Arabien ist das Ph\u00e4nomen weit verbreitet. Man k\u00f6nnte hier einen direkten Zusammenhang zwischen Verschleierung und sexueller Bel\u00e4stigung vermuten. Es hat mit dem real existierenden Islam zu tun [\u2026]<\/i>\u201c. Laut der Abdel-Samed\u2018schen Dialektik reiche ein Cocktail bestehend aus exzessivem <i>\u201ePorno-Konsum [\u2026], den Verf\u00fchrungen einer offenen Gesellschaft [\u2026] und konservativ-islamischer Erziehung\u201c<\/i> also aus, um eine Vergewaltigungsorgie in Gang zu setzen! Trotz seiner argumentativen Zweidrittelparit\u00e4t zugunsten der Muslime, kommt dem gest\u00e4ndigen P\u00e4dophilen und geisteskranken \u201eExperten\u201c nicht in den Sinn, die Ursache in der sexuellen Selbstbestimmung der westlichen Welt zu suchen. Mit einem Quantum an Sachlichkeit h\u00e4tte Abdel-Samed zumindest von einer Subkultur sprechen m\u00fcssen, so wie es Guido Steinberg tat. Letzterer widersprach ebenfalls Seyran Ates, die bei Maischberger behauptete, Sex-Mobs geh\u00f6rten in den Maghreb-Staaten zum gesellschaftlichen Alltag. Dass selbst ein renommierter Politberater und Vertreter transatlantischer Interessen vom Kaliber eines Steinbergs die irrsinnige Darstellung von Ates und Konsorten abschmettert, belegt, dass Erkl\u00e4rungsmodelle dieser Art bestenfalls in den K\u00f6pfen betrunkener PEGIDA-Anh\u00e4nger Sinn ergeben. Die Expertise scheint von den kruden Thesen eher peinlich ber\u00fchrt zu sein, schlie\u00dflich ist ihr nicht entgangen, wie stark sexuelle Gewalt <i>gerade <\/i>in der westlichen Welt verbreitet ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine einfache Gegen\u00fcberstellung der Zahlen zeigt, dass sich unter den Top 10 der L\u00e4nder mit den meisten Vergewaltigungen kein einziges muslimisches Land befindet, daf\u00fcr aber D\u00e4nemark und Finnland (Platz 10), Australien (Platz 8), Kanada (Platz 7), England und Wales (Platz 4), die USA (Platz 3) und das idyllische Schweden (Platz 2). Auch die 7.345 im Jahre 2014 bundesweit registrierten F\u00e4lle sexueller N\u00f6tigung und Vergewaltigung belegen, dass die glorifizierte sexuelle Selbstbestimmung nicht nur marokkanischen Asylanten ihre guten Sitten auszutreiben vermag, sondern ebenso die angeblich an Testosteronmangel leidenden Arier massenweise in Triebt\u00e4ter verwandelt. So verwundert es nicht, dass der nekrophile Serienm\u00f6rder Ted Bundy im Interview vor seiner Hinrichtung erkl\u00e4rte, die Pornographie h\u00e4tte dieses Monster aus ihm gemacht. Auch der weltber\u00fchmte Kriminalpsychologe Dr. Michael Stone attestierte der westlichen Kultur, ein Hort der Perversion und Psychopathie zu sein. Auf die Frage warum ausgerechnet die Vereinigten Staaten und Westeuropa immer wieder von Serienm\u00f6rdern und Triebt\u00e4tern heimgesucht werden, antwortete er n\u00fcchtern: <i>\u201eEs ist unsere Kultur, die diese Psychopathen produziert\u201c<\/i>. Wer nun glaubt, es handle sich bei den Betroffenen um Ge\u00e4chtete, die lediglich in den Zuchth\u00e4usern und Nervenheilanstalten dieser Republik anzutreffen seien, der muss eines Besseren belehrt werden. Ein Blick in die F\u00fchrungsgremien deutscher Unternehmen und Parteien offenbart, dass die hiesigen Gesellschaftsstrukturen das perfekte Milieu f\u00fcr Narzissten, Psychopathen und Menschen mit dissozialer Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung bieten. Die fehlende Empathie, die f\u00fcr all diese Pers\u00f6nlichkeitsprofile kennzeichnend ist, stellt die Grundvoraussetzung f\u00fcr eine ganze Reihe destruktiver Verhaltensweisen dar \u2013 insbesondere f\u00fcr sexuelle N\u00f6tigung und Vergewaltigung. Gerade wenn sich die Gewinner einer Gesellschaft durch opportunistisch-pathologische Verhaltensmuster auszeichnen, machen diese Schule und mutieren zum Leitfaden f\u00fcr eine breitere \u00d6ffentlichkeit. So \u00fcberrascht es auch nicht, dass ein Buch monatelang die Bestsellerliste anf\u00fchrte, welches die Synthese von Gewalt und Sexualit\u00e4t zur h\u00f6chsten Stufe der Sinnlichkeit verkl\u00e4rt. Die anschlie\u00dfende Verfilmung von Fifty Shades of Grey sorgte f\u00fcr einen wahren Hype in Deutschland, in dessen Zuge es zu einem regelrechten Ausverkauf der Baum\u00e4rkte kam, die Kabel, Seile und andere potentielle Folterinstrumente im Sortiment hatten. Eine Erkl\u00e4rung, warum in der aktuellen Debatte nicht die enthemmende, ja sogar animierende Wirkung derartiger \u201eKunst\u201c thematisiert wird, bleibt eine Necla Kelek ihrem Publikum freilich schuldig. Stattdessen verschlie\u00dft die paranoide Soziologin beide Augen und versucht zwanghaft die Ursache f\u00fcr die K\u00f6lner \u00dcbergriffe im Qur\u2019an auszumachen \u2013 einem Buch also, welches Diebstahl, Raub, Alkoholkonsum und Unzucht strengest untersagt und unter Strafe stellt! Das Ausma\u00df an Impertinenz, mit dem Kelek, Ates und Abdel-Samed ihren verbalen Unrat auch noch als Wissenschaft verkaufen wollen, w\u00fcrde selbst einem Till Eulenspiegel die Schamesr\u00f6te ins Gesicht treiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die typische Schutzbehauptung <i>\u201eman d\u00fcrfe doch wohl noch kritische Fragen stellen\u201c<\/i> hat eine intellektuelle Trendwende eingeleitet, durch die T\u00fcr und Tor f\u00fcr jede noch so absurde Anschuldigung gegen Muslime ge\u00f6ffnet wurden. Da dieser Tage provokante Fragen hoch im Kurs zu liegen scheinen, wird ja wohl auch folgende Frage erlaubt sein: Statistisch gesehen hat Deutschland hundert Prozent aller Weltkriege begonnen und schmachvoll verloren. Liegt dies an einer genetischen Disposition oder an der Kultur und Tradition der Deutschen? Oder diese Frage: Warum ist der typische Serienm\u00f6rder statistisch gesehen wei\u00df, mitteleurop\u00e4isch oder nordamerikanisch? Oder diese: Warum hat der Fl\u00fcchtlingsmob ausgerechnet in Deutschland zugeschlagen? Weder in der T\u00fcrkei, noch im Libanon, Jordanien oder Griechenland wurden \u00e4hnliche F\u00e4lle gemeldet. Und warum handelte es sich bei den T\u00e4tern ausgerechnet um jene, die in den s\u00e4kularsten und \u201efortschrittlichsten\u201c Staaten des Nahen und Mittleren Ostens aufwuchsen und sozialisiert wurden? Fragen, die sich all jene gefallen lassen m\u00fcssen, die mit ihren konstruierten und aberwitzigen Unterstellungen gegen Muslime ihr t\u00e4glich Bier verdienen. Wir warten voller Vorfreude auf die Antworten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schreiben den 31.12.2015. Voller Vorfreude auf den Rutsch ins neue Jahr steht Angela seit Stunden vor ihrem Spiegel und sinniert angesichts ihrer Problemzonen \u00fcber die ad\u00e4quate L\u00e4nge ihres Minis, der noch vor wenigen Tagen s\u00fc\u00df verpackt unter der Tanne lag. 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