{"id":10149,"date":"2017-06-09T00:00:00","date_gmt":"2017-06-09T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10149"},"modified":"2017-06-09T00:00:00","modified_gmt":"2017-06-09T00:00:00","slug":"die-loyalitaet-der-vereinigten-arabischen-emirate-und-deren-position-zu-einigen-brisanten-angelegenheiten-in-der-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10149","title":{"rendered":"Die Loyalit\u00e4t der Vereinigten Arabischen Emirate und deren Position zu einigen brisanten Angelegenheiten in der Region"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Frage<\/b>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vereinigten Arabischen Emirate scheinen in ihrer Haltung einige Ungereimtheiten und Paradoxien zu bergen. Dazu geh\u00f6rt die starke Differenz in den Positionen der Arabischen Emirate und manch eines Gro\u00dfbritannien-Vasallen. Ebenso z\u00e4hlt dazu die Haltung der Vereinigten Arabischen Emirate zu Abed Rabbo Mansur Hadi (dem britisch-loyalen jemenitischen Pr\u00e4sidenten, Anm.), bei dem sich nachtr\u00e4glich herausstellte, dass ihm der Empfang in den Emiraten verweigert wurde. Auch dessen Entscheidung, den Flughafendirektor in Aden zu entlassen, wurde von den Emiraten nicht akzeptiert. Des Weiteren kam es zu Verstimmungen zwischen den Emiraten und Tunesien. Gleichzeitig zeigten sie sich auff\u00e4llig einvernehmlich mit den US-Vasallen. So beteiligten sich die Emirate etwa an der Operation <i>Decisive Storm<\/i> (\u201eSturm der Entschlossenheit\u201c) unter F\u00fchrung des US-Getreuen Salman (Saudischer K\u00f6nig). Sie positionierten sich ferner eng an der Seite Khalifa Haftars, des eingefleischten US-Getreuen in Libyen. Schlie\u00dflich ist da ihre grenzenlose Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung f\u00fcr den \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten Abdelfattah al-Sisi. Wie ist diese Haltung der Vereinigten Arabischen Emirate \u2013 kooperativ mit den Vasallen Amerikas und distanziert zu den Vasallen Gro\u00dfbritanniens \u2013 zu erkl\u00e4ren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Antwort:<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bestehen seit 1971 aus einer F\u00f6deration aus sieben Emiraten. Scheich Zayed bin Sultan \u0100l-Nahyan, Herrscher Abu Dhabis, wurde Oberhaupt der Emirate. Nach dessen Tod im Jahr 2004 wurde sein \u00e4ltester Sohn Scheich Khalifa bin Zayid al-Nahyan Oberhaupt des Landes. Das Land z\u00e4hlt neun Millionen Einwohner, davon 11 % Einheimische. Durch R\u00fcstungsk\u00e4ufe aus westlichen L\u00e4ndern und durch umfangreiche Investitionen in die Ausbildung der Soldaten der Vereinigten Arabischen Emirate sorgte Scheich Khalifa f\u00fcr eine St\u00e4rkung der milit\u00e4rischen Kapazit\u00e4ten der Emirate. Im Rahmen eines 6,4 milliardenschweren Deals mit den USA haben die Emirate bereits das erste von 80 Flugzeugen des Typs F-16E\/F Desert Falcon in Empfang genommen. Sp\u00e4ter erwarb das Land Apachi-Kampfhubschrauber, F-16 Bomber, gepanzerte Milit\u00e4rfahrzeuge und eine Reihe von Raketen und Munition. Von nun an stand die Rolle der Emirate nicht nur f\u00fcr politische, sondern auch f\u00fcr milit\u00e4rische Aktionen bereit. Geadelt wurde diese Rolle mit dem Besuch der britischen K\u00f6nigin in den Vereinigten Arabischen Emiraten 2010: <i>Die britische K\u00f6nigin Elisabeth II. traf gestern in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu einem Staatsbesuch ein, der in Abu Dhabi begonnen hat. Der britische Botschafter in Abu Dhabi Dominic Jermey sagte der franz\u00f6sischen Presseagentur: \u201eDie Queen verbindet mit den Herrscherfamilien in den Emiraten eine enge Freundschaft.\u201c Abdulrahman Ghanim al-Matyoui, Botschafter der Emirate in London, bezeichnete diese Visite als Kr\u00f6nung der Entwicklung der bilateralen Beziehungen beider befreundeter L\u00e4nder in allen Bereichen, w\u00e4hrend er den Besuch als \u201e\u00e4u\u00dferst wichtig\u201c beschrieb.<\/i> (Zeitung al-Sharq al-Awsat, 25.11.2010)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihren Part erf\u00fcllten die Emirate meisterhaft. Sie traten den kolonialistischen B\u00fcndnissen der Region ganz nach Vorgaben der britischen Politik bei, ob es die original britischen Allianzen waren oder die B\u00fcndnisse amerikanischen Ursprungs, denen sie nach britischer Methode beitraten, um als Gro\u00dfbritanniens Auge \u00fcber amerikanischer Politik zu fungieren. So k\u00e4mpfen und marschieren die Arabischen Emirate trotz ihrer loyalen Ergebenheit zu Gro\u00dfbritannien unter der Flagge und unter dem Schirm Amerikas bzw. dem seiner Vasallen, wozu eben auch ihr Beitritt zur arabischen &#8211; oder vielmehr zur amerikanischen &#8211; Allianz z\u00e4hlt, die von Salmans Saudi-Arabien angef\u00fchrt wird und die Operation \u201eSturm der Entschlossenheit\u201c im Jemen durchf\u00fchrt. Mit 30 Flugzeugen sind die VAE als zweitst\u00e4rkste Macht nach Saudi-Arabien an dieser Milit\u00e4roffensive beteiligt! Sich selbst pr\u00e4sentieren die Arabischen Emirate als B\u00fcndnispartner der USA. So sagte der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Washington Yousuf al-Utaiba: \u201e<i>Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die USA einen starken und ruhigen Partner, dessen Spitzname \u201aKlein-Sparta\u2018 ist.\u201c<\/i> (Washington Post, 09.11.2017) Nach Angaben eines Korrespondenten der Washington Post am 03.01.2017, der vom Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt der Vereinigten Arabischen Emirate al-Dhafra aus berichtete, starten \u201edie US-Flugzeuge von der Milit\u00e4rbasis al-Dhafra aus. Seit sechs Wochen machen sie sich von dort auf den Weg, ihre Munition \u00fcber Syrien und dem Irak abzuwerfen.\u201c Das Blatt f\u00fcgte hinzu, dass \u201eniemand wei\u00df bzw. wenige wissen, dass ca. 3500 US-Soldaten auf al-Dhafra stationiert sind, und dass es die einzige Milit\u00e4rbasis ist, die \u00fcber F-22-Kampfjets verf\u00fcgt\u201c. Die Zeitung zitiert den fr\u00fcheren Kommandeur der US-Streitkr\u00e4fte im Nahen Osten Anthony Zinni: \u201eDie Beziehungen der USA zu den Vereinigten Arabischen Emiraten sind st\u00e4rker als zu jedem anderen arabischen Staat heute.\u201c Somit scheint es so, als seien die Emirate ein starker B\u00fcndnispartner der USA\u2026 In Wahrheit spielen die Emirate aber eine sehr spezielle Rolle zugunsten der Briten. An den Kriegen Amerikas haben sie sich n\u00e4mlich nur auf Initiative Gro\u00dfbritanniens hin beteiligt, um nach typisch britischer Art \u00f6ffentlich den Unterst\u00fctzer der USA zu mimen und hinter den Kulissen zu sabotieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Erw\u00e4hnenswert ist, dass Gro\u00dfbritannien seit den Niederlagen von Ost-Suez, insbesondere 1956, und nach den herben Verlusten im Jemen-Krieg von 1963 sowie nach dem 1968 gefassten und 1971 umgesetzten Beschluss, sich milit\u00e4risch aus dem Golf zur\u00fcckzuziehen, seinen Status Quo nicht mehr aufrechterhalten konnte. Daher zogen die Briten es vor, sich milit\u00e4risch zur\u00fcckzuziehen und die Form des direkten Kolonialismus in eine andere umzuwandeln, wobei sie politisch, wirtschaftlich und im Bereich der Sicherheit weiterhin pr\u00e4sent blieben. So sind sie mit den meisten ihrer Kolonien umgegangen\u2026 Und seit jener Zeit, d. h., seit dem vollst\u00e4ndigen Abzug aus dem Osten des Suezkanals, war es den Briten nicht mehr m\u00f6glich, Amerika offen entgegenzutreten. Ihre Amerika-Politik ist davon gepr\u00e4gt, nach au\u00dfen eine Art Zustimmung zu suggerieren, jedoch aus dem Verborgenen heraus zu sabotieren und dabei die Rollen an die eigenen Vasallen zu verteilen: So erscheint der eine den Amerikanern und deren Vasallen gegen\u00fcber loyal, daher ist er im Bilde \u00fcber die amerikanischen Pl\u00e4ne, die in diesem Milieu geschmiedet werden, w\u00e4hrend der andere sein wahres Gesicht zeigt und Gro\u00dfbritannien sowie seinen Vasallen gegen\u00fcber loyal auftritt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>3. Die Positionen der Vereinigten Arabischen Emirate lassen sich, was die oben gestellte Frage betrifft, folgenderma\u00dfen verstehen:<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>a) Die Rolle der Emirate im Jemen:<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00b7 Seit der saudischen Ank\u00fcndigung der Operation \u201eSturm der Entschlossenheit\u201c im M\u00e4rz 2015 beteiligen sich die Emirate an dieser Milit\u00e4roffensive gegen den Jemen. Doch trotz des \u00e4u\u00dferen Anscheins eines gemeinsamen Schulterschlusses \u2013 der Wahrheit entsprach es nicht. So wollte Saudi-Arabien die Operation \u201eSturm der Entschlossenheit\u201c auf Luftschl\u00e4ge beschr\u00e4nken. Die Emirate hingegen &#8211; mit ihrer massiven Beteiligung an den Bodenk\u00e4mpfen &#8211; vermitteln den Eindruck, dass sie die Allianz dazu genutzt haben, ein gro\u00dfes Kontingent an Bodentruppen in den Jemen zu bringen. Im Detail hei\u00dft das: Zwischen der saudischen Dementierung vom 05.04.2015, Bodentruppen im Jemen zu haben, und der Ank\u00fcndigung vom Ende der Milit\u00e4roffensive \u201eSturm der Entschlossenheit\u201c am 21.04.2015 und dem Beginn der Operation \u201eWiederherstellung der Hoffnung\u201c stellen wir fest, dass dies jene Zeitspanne war, in der eine Eskalation zwischen Saudi-Arabien und den Arabischen Emiraten stattfand. Saudi-Arabien wollte die Luftschl\u00e4ge als Pfad zur politischen L\u00f6sung verstanden wissen und das von ihnen verwendete Motto \u201eWiederherstellung der Hoffnung\u201c ist als Indiz daf\u00fcr nicht zu \u00fcbersehen. Die Emirate auf der anderen Seite wollen diesen Krieg zur tats\u00e4chlichen Verbannung der Huthi-Rebellen aus den St\u00e4dten des Jemen nutzen. W\u00e4hrend Saudi-Arabien lediglich das Ziel verfolgt, Druck auf die Huthis aufzubauen, um die Weichen f\u00fcr politische L\u00f6sungen zu stellen, gehen die Emirate mit einem Bodenkrieg gegen sie vor und dr\u00e4ngen die Huthis weiter zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00b7 Die saudisch-emiratischen Differenzen beschr\u00e4nken sich nicht nur auf diese Angelegenheit. Auch die Haltung zum entmachteten Ali Saleh ist eine geteilte. W\u00e4hrend eine Feindschaft zwischen Saudi-Arabien und dem abgesetzten Saleh besteht, h\u00e4ufen sich Meldungen dar\u00fcber, dass er im gleichen Atemzug von den Emiraten unterst\u00fctzt wird, ja dass sie ihn sogar vor einem der Bomabardements der Operation \u201eSturm der Entschlossenheit\u201c gerettet h\u00e4tten (!). Die Website Misr al-Arabiya hat am 04.04.2015 direkt darauf hingewiesen: <i>Ein ranghoher jemenitischer Verantwortlicher hat vor Misr al-Arabiya exklusiv aufgedeckt, dass es Differenzen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien gebe. Der Grund sei, dass der Sohn des Ex-Pr\u00e4sidenten Ali Abdallah Saleh von Abu Dhabi \u00fcber die bevorstehende Operation \u201eSturm der Entschlossenheit\u201c informiert worden sei &#8211; eine Stunde vor Beginn der Bombardierung Sanaas. In den Meinungsverschiedenheiten geht es auch um die Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate, dass es notwendig sei, an Ali Saleh festzuhalten und ihn f\u00fcr jede in Frage kommende L\u00f6sungsinitiative weiter zu behalten. Der jemenitische Verantwortliche enth\u00fcllte, dass das Zuspielen des genauen Zeitpunktes der milit\u00e4rischen Operation von den Emiraten an Saleh dessen Leben gerettet h\u00e4tte. Denn bevor es zum Bombardement kam, verlie\u00df er sein Haus und begab sich zu einem sicheren Ort in der Hauptstadt Sanaa.\u201c<\/i><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres Indiz f\u00fcr die Unterst\u00fctzung Salehs durch die Vereinigten Arabischen Emirate ist die Tatsache, dass sie die per UN-Resolution gegen ihn verh\u00e4ngten Sanktionen missachten. Die sozialen Medien schwappen regelrecht \u00fcber vor Vorw\u00fcrfen, die sich gegen die Emirate richten, und zwar dar\u00fcber, dass sie Ali Abdallah Saleh und seiner Familie finanzielle und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung bieten und sie nach wie vor seine Verb\u00fcndeten seien. Und das alles, obwohl sich die Emirate, oberfl\u00e4chlich betrachtet, der von Saudi-Arabien gef\u00fchrten arabischen Koalition angeschlossen haben, die im Jemen gegen die Huthis und deren Verb\u00fcndeten Saleh Krieg f\u00fchrt. Ein Krieg, der sich \u201edie Wiederherstellung der Legitimit\u00e4t im Lande\u201c und die \u201eBeendigung des blutigen Huthi-Putsches\u201c als Ziel auf die Fahnen geschrieben hat. Was ebenfalls f\u00fcr diese Beziehung (zwischen Saleh und den Emiraten) spricht, ist folgende Meldung von Jemen Press am 22.10.2015: <i>Der Sohn des gest\u00fcrzten Pr\u00e4sidenten, Brigadekommandeur Ahmad Ali Saleh, wird seinen Aufenthalt in den Emiraten unter besonderem Schutz weiter fortsetzen, trotz des Krieges, der sich gegen die Huthis und Saleh richtet, an dem sich die Emirate beteiligen<\/i>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00b7 Und schlie\u00dflich steht auch Hadi selbst als Pr\u00e4sident auf einem wackeligen Ast, da UNO-Initiativen seine Absetzung fordern. Das hei\u00dft, Gro\u00dfbritannien bereitet im Jemen schon einmal andere Kr\u00e4fte und Spielkarten vor. Denn falls internationale L\u00f6sungen zu einer Verbannung Hadis von der politischen B\u00fchne im Jemen f\u00fchren, sollte dies nicht gleichzeitig die Verbannung des britischen Einflusses aus dem Jemen bedeuten. Denn dieser Einfluss wird durch die Existenz vieler weiterer Karten gew\u00e4hrleistet \u2013 Hadi ist dabei nur eine von vielen\u2026 Die Briten haben die Emirate dazu bewegt, Saleh zu unterst\u00fctzen, und beide, sowohl Hadi als auch Saleh, sind loyale M\u00e4nner Gro\u00dfbritanniens. Es geht eben darum, die Rollen gem\u00e4\u00df britischer Schl\u00e4ue zu verteilen. Die Missstimmung zwischen den Emiraten und Hadi ist also in diesem Rahmen zu verstehen und damit auch der kalte Empfang Hadis in Abu Dhabi und die Weigerung der Emirate, die von Hadi gewollte Absetzung des Sicherheitschefs des Adener Flughafens Salah al-Umairi (Abu Qattan) zu akzeptieren\u2026 Das hei\u00dft, der offensichtliche Missklang zwischen der Jemen-Politik der Emirate und dem Pr\u00e4sidenten Hadi als ein Gefolgsmann der Briten entspringt der britischen Betrauung der Emirate mit einer speziellen Mission, die diese Rolle erfordert. Die Emirate demonstrieren nun also nach au\u00dfen, dass sie nicht auf der Seite Hadis stehen, mit dem sie im Rahmen der Golf-Initiative zun\u00e4chst einverstanden waren. Tats\u00e4chlich aber stehen sie auf Seiten eines anderen Vasallen der Briten, n\u00e4mlich Ali Saleh. Die Arabischen Emirate spielen also im Jemen eine pro-britische Rolle, die dem saudischen Regime, das pro-amerikanisch handelt, die Dinge durchkreuzen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>b) Die Rolle der Emirate in Libyen<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die den Emiraten zugedachte Rolle in Libyen ist einfacher zu verstehen, wenn man die Grundz\u00fcge ihrer anti-islamistischen Politik betrachtet, jener Politik, die unter dem Auge Tony Blairs, dem fr\u00fcheren Premierminister Gro\u00dfbritanniens, erarbeitet und umgesetzt wird. Die Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate ist einfacher nachzuvollziehen, wenn man die Beziehung der Emirate zum UNO-Gesandten L\u00e9on und zu jenen Kreise n\u00e4her betrachtet, die von den Emiraten aktiv unterst\u00fctzt werden. All das geschieht in einem stark vom britischen Einfluss gepr\u00e4gten Klima, was die Vielfalt an Spielkarten betrifft, die London \u2013 \u00e4hnlich wie im Jemen \u2013 ausspielen kann. Dies geht auf den enormen Einfluss zur\u00fcck, den Gro\u00dfbritannien in der \u00c4ra Gaddafis im Land hatte. Die Unterst\u00fcztung der S\u00e4kularisten und der Stammesf\u00fchrer durch die Emirate und deren Kampf gegen die \u201eIslamisten\u201c bedeutet den Schulterschluss mit der Gegenseite der Kr\u00e4fte, die von Katar in Libyen unterst\u00fctzt werden. Katar agiert im Milieu der \u201eIslamisten\u201c im Sinne der Briten, ebenso die Emirate, jedoch im Terrain der S\u00e4kularisten und der St\u00e4mme. Diese Verteilung der Rollen unter Katar und den Emiraten ist exakt das, was das US-Magazin Foreign Policy vermeldete. Die Website Arabi 21 meldete am 28.08.2014, also nach den Luftangriffen der Vereinigten Arabischen Emirate auf Libyen: <i>Das US-Magazin Foreign Policy wies darauf hin, dass die regionale Auseinandersetzung um die Hegemonie in Libyen 2011 ihren Anfang nahm, als der Aufstand gegen das Regime Muammar al-Gaddafis entbrannte. Der Staat Katar unterst\u00fctzte dabei die K\u00e4mpfer mit islamischer Orientierung, w\u00e4hrend die Emirate die tribal ausgerichteten Kr\u00e4fte unterst\u00fctzten, insbesondere die St\u00e4mme Zintans im Westen Libyens. <\/i>Das US-Magazin deckte namentlich die Gefolgsm\u00e4nner der Emirate in Libyen auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Emirate pflegten starke Beziehungen zum UNO-Sondergesandten in Libyen Bernardino L\u00e9on, einem Europa zugewandten Spanier. Sie arbeiteten mit ihm zusammen und versuchten, ihm in seinen Bem\u00fchungen um das Parlament in Tobruk und um Haftars Leute behilflich zu sein. Zeitungen deckten durch geleakte E-Mails die Korrespondenz zwischen L\u00e9on und dem Au\u00dfenminister der Vereinigten Arabischen Emirate auf und enth\u00fcllten sp\u00e4ter auch, dass dieser direkt nach Beendigung seines UNO-Mandats in Libyen f\u00fcr einen finanziell lukrativen Job in die Emirate wechselte. Und diese solide Beziehung zwischen den Emiraten und dem Sondergesandten, der die pro-britische Orientierung verk\u00f6rpert, liefert den Hinweis f\u00fcr Gro\u00dfbritanniens Zufriedenheit mit der Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate in Libyen. Es ist jene Rolle, die besonders markant zutage trat, nachdem die Emirate im August 2014 Luftangriffe gegen islamistische K\u00e4mpfer in Tripolis flogen. Die USA waren die Ersten, die diese von den Emiraten durchgef\u00fchrten Bombardements aufdeckten, welche zeitgleich mit der Verlegung des Parlaments nach Tobruk und nach der ersten Sitzung am 04.08.2014 stattfanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sei erw\u00e4hnt, dass es die Briten sind, die hinter der s\u00e4kularistennahen und \u201eislamisten\u201c-feindlichen Orientierung der Emirate stehen. Die Website von Misr al-Arabiya berichtete am 31.01.2017: <i>Auf der anderen Seite hat die britische Zeitung Daily Telegraph bereits fr\u00fcher ein Vertragsvolumen in der H\u00f6he von 35 Millionen Dollar zwischen dem \u201eTony Blair Consulting Center\u201c und dem Staat der Vereinigten Arabischen Emirate aufgedeckt, und zwar als \u201eGegenleistung f\u00fcr Beratung und Empfehlungen seitens des Blair-Centers f\u00fcr das Au\u00dfenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate\u201c, wie es im Vertragsentwurf hei\u00dft. Zu den hervorstechendsten Merkmalen der gemeinsamen Richtung und der Positionen beider Seiten geh\u00f6rt die Haltung gegen\u00fcber den islamischen Bewegungen und Parteien, die in jener Region aktiv sind<\/i>. Damit wird deutlich, dass Gro\u00dfbritannien die Rollen auf seine Vasallen so verteilt, dass sie widerspr\u00fcchlich erscheinen. Doch im Endeffekt erf\u00fcllt dieses Vorgehen die britischen Ziele. So setzt es nicht alle seine Vasallen auf eine Seite, besonders nicht in den L\u00e4ndern, in denen die Briten mehrere Spielkarten in der Hand haben, wie z. B. in Libyen. Katar etwa stellt sich gegen Haftar auf die Seite der pro-britischen Einheitsregierung, und die Emirate stellen sich nach au\u00dfen hin auf die Seite Haftars und bieten ihm starke Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>c) Die Rolle der Emirate in Tunesien<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im November 2015 sagte der tunesische Pr\u00e4sident Baji Caid Essebsi Folgendes: <i>\u201e[\u2026] die Emirate werden weiterhin an den Mitteln der Destabilisierung festhalten, weil sie glauben, dass sie gefeit sind (davor, zur Rechenschaft gezogen zu werden). Sie haben die n\u00f6tigen finanziellen Mittel, eine Macht zu erzeugen, ohne etwas bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Denn alle, unter anderem Europa, verlassen sich auf deren Reichtum.\u201c<\/i> (Middle East Eye, 30.11.2015)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beleuchtet man genauer die Haltung der Vereinigten Arabischen Emirate, die Tunesien gegen\u00fcber feindselig zu sein scheint (wobei Tunesiens Loyalit\u00e4t den Briten gilt), so stellt man fest, dass die sich scheinbar entwickelnden Spannungen zwischen den beiden L\u00e4ndern gespielt sind. Der Beweis daf\u00fcr ist Folgendes: Essebsi reiste in die Emirate, und inmitten des Geredes \u00fcber eine Eskalation zwischen Tunesien und den Emiraten wurde bekanntgegeben, dass die Vereinigten Arabischen Emirate einen Deal finanzieren w\u00fcrden, bei dem es um franz\u00f6sische Waffen und milit\u00e4risches Equipment f\u00fcr Tunesien geht, damit die Grenzen zu Libyen und Algerien kontrolliert werden k\u00f6nnen. Dies k\u00fcndigte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Hollande w\u00e4hrend seines Treffens mit Pr\u00e4sident Essebsi an. So erkl\u00e4rte er in einer gemeinsamen Pressekonferenz: <i>\u201eEs gibt zwischen den drei L\u00e4ndern eine Kooperation in diesem Bereich.\u201c Das war eine Antwort auf eine Frage zum dem Thema, nachdem franz\u00f6sische Zeitungen \u00fcber franz\u00f6sisch-tunesische Waffendeals berichtet hatten. Auch gab der tunesische Au\u00dfenminister bekannt, dass sein Land mit Frankreich und den Emiraten Verhandlungen f\u00fchre, um Tunesien beim Waffenkauf zu unterst\u00fctzen<\/i> (Doualia Newspaper, 07.04.2015). So finanzieren die Emirate auf der einen Seite den Tunesiern die Waffenk\u00e4ufe, w\u00e4hrend sie auf der anderen Seite ein angespanntes Verh\u00e4ltnis zu Tunesien vorgeben, was beweist, dass diese Eskalation nicht echt, sondern nur vorgegaukelt ist, damit die Emirate ihre Rolle zugunsten Gro\u00dfbritanniens in Tunesien und Umgebung, insbesondere in Libyen, erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Denn Tunesien steht gegen Haftar auf der Seite der libyschen Einheitsregierung, die aus dem Scho\u00df Tunesiens hervorgegangen ist. Sie wurde von Tunesien betreut und zog sp\u00e4ter von dort nach Tripolis. Nach au\u00dfen Uneinigkeit mit Tunesien zu demonstrieren, erleichtert diese Aufgabe, oder besser gesagt, erleichtert das T\u00e4uschungsman\u00f6ver der Vereinigten Arabischen Emirate &#8211; also das britische T\u00e4uschungsman\u00f6ver &#8211; gegen\u00fcber Haftar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>d) Die Rolle der Emirate gegen\u00fcber Sisi<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Emirate und mit ihnen Saudi-Arabien waren seit dem Putsch al-Sisis gegen Mursi Mitte 2013 dazu ausger\u00fcckt, den \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten al-Sisi massiv zu unterst\u00fctzen und dessen Regime zu st\u00e4rken. In der \u00c4ra K\u00f6nig Abdullahs war das saudische Herrscherhaus den Briten zugewandt. Dieser Umstand ist aus der Perspektive zu verstehen, dass die Briten auf den Zug Amerikas aufspringen und sie von ihren Vasallen erwarten, analog das gleiche bei den Vasallen Amerikas zu tun. Denn diese haben die Oberhand in der Region, und Gro\u00dfbritanniens Getreue sind schw\u00e4cher als jene Amerikas. Folglich bringt Gro\u00dfbritannien seine Vasallen nicht in kompletter Besetzung in Stellung und auch nicht in offen feindseliger Haltung gegen\u00fcber den Vasallen Amerikas &#8211; au\u00dfer in besonderen F\u00e4llen, wie Katar es tut. Derart verfahren die Briten mit Sisi: Sie senden ihm manches Signal, das mit den Emiraten assoziiert wird und ihn in Sicherheit wiegen soll. Davon war auch in den britischen Nachrichtenbl\u00e4ttern die Rede. So zitierte am 25.06.2014 die Website al-Arabi al-Jadid aus einem Bericht der Financial Times Folgendes: <i>Manche Beobachter, die das Vorgehen Tony Blairs verfolgen, setzten Financial Times dar\u00fcber in Kenntnis, dass er ein Fachteam damit beauftragt habe, ein Gutachten \u00fcber die Muslimbr\u00fcder und die Vorw\u00fcrfe einer Verwicklung in terroristische Akte zu erstellen, die von der \u00e4gyptischen Milit\u00e4rf\u00fchrung und deren Unterst\u00fctzern am Golf gegen sie erhoben werden.<\/i> <i>Die Zeitung erw\u00e4hnte auch, dass Tony Blair in seinen Reden den Milit\u00e4rputsch in \u00c4gypten, der Mursis Sturz bedeutete, unterst\u00fctzen w\u00fcrde. Blair beschrieb in einer seiner Reden den \u00e4gyptischen Putsch als eine \u201ewichtige Rettungsaktion f\u00fcr das Volk \u00c4gyptens\u201c. Das Blatt sagt weiter, dass \u201esich diese Position exakt mit der Position der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate\u201c decke. Daher sind die Sisi-freundlichen Aktionen der Emirate Teil der britischen Linie, die vorgezeichnet ist und nicht verlassen werden darf.<\/i><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Zur Erinnerung: Wir sagten bereits in einer Antwort auf eine Frage vom 12.01.2016, dass \u201enicht zu erwarten ist, dass eine tats\u00e4chliche Auseinandersetzung ausbricht unter Vasallenstaaten bzw. unter Staaten, die sich in der Hemisph\u00e4re einer Gro\u00dfmacht bewegen, wenn es sich um ein und dieselbe Gro\u00dfmacht handelt. Das liegt daran, dass generell sie (die Gro\u00dfmacht) die Au\u00dfenpolitik (des Vasallenstaates) dirigiert, also \u00fcblicherweise jene Politik, die \u00fcber Auseinandersetzungen bestimmt. Dies gilt f\u00fcr Auseinandersetzungen an sich. Dass es zu Meinungsverschiedenheiten ohne Auseinandersetzungen kommen kann (was bei Hemisph\u00e4ren-Staaten deutlicher in Erscheinung tritt), so ist das in drei F\u00e4llen m\u00f6glich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Erster Fall<\/b>: Wenn es sich aus der Zuteilung der Rollen (an die Vasallenstaaten) im Dienste der Interessen der Gro\u00dfmacht ergibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Zweiter Fall<\/b>: Wenn die Meinungsverschiedenheit interne Motive hat, ohne Wirkung auf die Au\u00dfenpolitik der Gro\u00dfmacht, in deren Hemisph\u00e4re sich die betroffenen Staaten bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Dritter Fall<\/b>: Wenn es um die Unterst\u00fctzung eines Vasallen geht, indem ein eigentlich \u201eruhig\u201c ablaufendes Ereignis zwischen zwei Vasallenstaaten \u201eangeheizt\u201c wird und dann erneut Ruhe einkehrt, nachdem die Erfordernisse dieser Unterst\u00fctzung erf\u00fcllt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Vereinigten Arabischen Emirate, die ja Vasallen Gro\u00dfbritanniens sind, trifft der erste Punkt zu, wo es um eine Rollenverteilung geht. Sie spielen einen Part, den die Briten ihnen zugedacht haben, ebenso wie Katar eine Rolle im Sinne der Briten spielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Res\u00fcmee ist zu sagen, dass die Vereinigten Arabischen Emirate den Briten absolut loyal und ergeben sind wie alle Staaten am Golf, mit Ausnahme Saudi-Arabiens, das in der derzeitigen \u00c4ra Salmans Amerika treu ist. Die Vereinigten Arabischen Emirate spielen die Rolle, die die Briten ihnen vorgegeben haben, ob im Jemen, in Libyen oder in ihrer Unterst\u00fctzung f\u00fcr das \u00e4gyptische Regime. Die nach au\u00dfen scheinende Widerspr\u00fcchlichkeit ihrer Politik entspringt den Richtlinien, die Gro\u00dfbritannien ihnen aufgezeichnet hat, n\u00e4mlich die S\u00e4kularen zu unterst\u00fctzen und die Islamisten zu bek\u00e4mpfen. Hierbei handelt es sich um andere Richtlinien als jene, die die Briten etwa Katar vorgegeben haben. Die Emirate sind abgesehen davon f\u00fcr die Umsetzung einer spezielleren und tieferen britischen Politik zust\u00e4ndig. Sie agieren hinter dem R\u00fccken der US-Vasallen in der Region und offerieren aus dieser Position heraus den Briten ihre Dienste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unabh\u00e4ngig davon, ob nun Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate oder irgendein anderes Land der islamischen Welt den Interessen der ungl\u00e4ubigen Kolonialisten dient, so stellt dies ein gro\u00dfes Verbrechen dar. Alles, was sie betreiben, wird zugrunde gehen, und sie werden nichts Gutes daraus ernten, weder im Diesseits noch im Jenseits. Sie werden so sein, wie es der Gewaltige und M\u00e4chtige gesagt hat:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\">\u0633\u064e\u064a\u064f\u0635\u0650\u064a\u0628\u064f \u0627\u0644\u064e\u0651\u0630\u0650\u064a\u0646\u064e \u0623\u064e\u062c\u0652\u0631\u064e\u0645\u064f\u0648\u0627 \u0635\u064e\u063a\u064e\u0627\u0631\u064c \u0639\u0650\u0646\u0652\u062f\u064e \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u0650 \u0648\u064e\u0639\u064e\u0630\u064e\u0627\u0628\u064c \u0634\u064e\u062f\u0650\u064a\u062f\u064c \u0628\u0650\u0645\u064e\u0627 \u0643\u064e\u0627\u0646\u064f\u0648\u0627 \u064a\u064e\u0645\u0652\u0643\u064f\u0631\u064f\u0648\u0646\u064e<\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Diejenigen, die \u00dcbeltaten begehen, wird bei Allah Erniedrigung und strenge Strafe treffen f\u00fcr das, was sie an R\u00e4nke geschmiedet haben.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">6:124<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">12. Ra\u011fab 1438 n. H.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">09.04.2017 n. Chr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frage: Die Vereinigten Arabischen Emirate scheinen in ihrer Haltung einige Ungereimtheiten und Paradoxien zu bergen. 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