{"id":10176,"date":"2017-08-09T00:00:00","date_gmt":"2017-08-09T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10176"},"modified":"2017-08-09T00:00:00","modified_gmt":"2017-08-09T00:00:00","slug":"die-auswirkungen-von-trumps-besuch-in-saudi-arabien-und-im-besetzten-palaestina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10176","title":{"rendered":"Die Auswirkungen von Trumps Besuch in Saudi-Arabien und im besetzten Pal\u00e4stina"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Antwort auf eine Frage<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Die Auswirkungen von Trumps Besuch in Saudi-Arabien und im besetzten Pal\u00e4stina<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Frage:<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der US-Senat will \u00fcber eine Ablehnung des 460-Milliarden-Dollar-Deals abstimmen, den Trump mit Saudi-Arabien abgeschlossen hat. Das berichtete Russia Today am 26.05.2017 auf ihrer Webseite unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach h\u00e4tten Mitglieder des US-Senats eine Resolution zur Ablehnung des zwischen US-Pr\u00e4sident Trump und Saudi-Arabien vereinbarten Waffendeals eingebracht. Der Senat solle dazu gezwungen werden, eine Abstimmung dar\u00fcber durchzuf\u00fchren. Wie kann es dazu kommen, obwohl, wie man wei\u00df, die USA von einem solchen Deal nicht einmal zu tr\u00e4umen wagten? Schlie\u00dflich stecken die USA mitten in einer Wirtschaftskrise. Weshalb sollte der Kongress den Deal ablehnen? Der Saudi-Arabien-Besuch Trumps hatte im \u00dcbrigen hohe Wellen geschlagen. Dieser traf mit einer gro\u00dfen Schar von Repr\u00e4sentanten und zahlreichen Staatschefs der Golfregion zusammen, bevor er anschlie\u00dfend weiter in das besetzte Pal\u00e4stina reiste. Hei\u00dft das, dass er hinsichtlich der Pal\u00e4stinafrage ein politisches Projekt in der Tasche hat? M\u00f6ge Allah dir Seinen Segen schenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Antwort:<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der im Kongress eingebrachte Vorschlag stellt lediglich ein politisches Scharm\u00fctzel dar. Auf den Deal wird er aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Einfluss haben, sondern vielmehr ihn in einem positiveren Licht erscheinen lassen. Dieser Deal wird der amerikanischen Wirtschaft zu neuem Aufschwung verhelfen. Er wird die US-Industrie beleben und neue Arbeitspl\u00e4tze schaffen, was ein sehnlicher Wunsch der USA mit all ihren Parteien ist. Um das Bild hinsichtlich einer Ablehnung bzw. eines Ablehnungsversuchs seitens des Kongresses zu verdeutlichen, wollen wir Folgendes darlegen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Mit viel PR und unter gro\u00dfem Rummel, der sowohl von amerikanischen Medien als auch in arabischsprachigen Fernsehkan\u00e4len betrieben wurde, traf US-Pr\u00e4sident Trump am 20.05.2017 in Riad, der Hauptstadt des Saud-Regimes, ein. Diese Visite wurde zu einem Vers\u00f6hnungsakt mit der islamischen Welt stilisiert. Die Treffen Trumps mit den Saudis seien von tiefer Warmherzigkeit gepr\u00e4gt gewesen, was sein Amtsvorg\u00e4nger Barack Obama offenbar vermissen lie\u00df. Trump w\u00fcrdigte Saudi-Arabien, den Monarchen und die saudische F\u00fchrungsriege mit \u00fcberschw\u00e4nglichen Worten der Bewunderung und Lobpreisung, die sie von keinem Pr\u00e4sidenten zuvor zu h\u00f6ren bekamen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Besuch wurde von einem bilateralen Gipfel zwischen Trump und dem saudischen K\u00f6nig Salman eingel\u00e4utet. Dem folgte am 21.05.2017 ein weiterer Gipfel mit den K\u00f6nigen und Emiren der sechs Zwergstaaten am Golf. Ebenfalls am selben Tag fand ein Gipfeltreffen mit den Staatsoberh\u00e4uptern von 55 islamischen L\u00e4ndern statt, das eher einem Lehrvortrag glich, den Trump vor ihnen hielt. Abseits davon kam es zu Vieraugengespr\u00e4chen zwischen Trump und einigen der anwesenden Staatsoberh\u00e4uptern. Man einigte sich darauf, ein globales Deradikalisierungszentrum (\u201eGlobal Center for Combating Extremist Ideology\u201c) mit Riad als Hauptsitz zu errichten. Dies ist in einem Artikel der sogenannten \u201eDeklaration von Riad\u201c, dem Abschlusskommuniqu\u00e9 des Gipfeltreffens, festgehalten, der eine enge Partnerschaft zwischen den anwesenden Staaten und den USA zur Bek\u00e4mpfung des \u201eExtremismus und Terrorismus\u201c vorsieht. Demzufolge wird Saudi-Arabien den Kampf gegen den \u201eTerrorismus\u201c, wie der Westen es formuliert und den Trump \u201eradikal-islamischen Terrorismus\u201c nennt, finanzieren. Die \u201eDeklaration von Riad\u201c umfasst ebenfalls eine Absichtserkl\u00e4rung zur Gr\u00fcndung eines \u201estrategischen B\u00fcndnisses in der Stadt Riad\u201c. Laut der Erkl\u00e4rung werde sich \u201eeine Anzahl von Staaten an der Verwirklichung von Frieden und Sicherheit in der Welt beteiligen\u201c. Die Gr\u00fcndung und Teilnahme werde im Jahr 2018 vollendet sein, hei\u00dft es dort ebenfalls.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Trotz dieser Treffen und trotz der Bedeutung eines solchen Zentrums und des B\u00fcndnisses stellt der Wirtschaftsdeal mit Saudi-Arabien aus Trumps Sicht die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Errungenschaft dar. Denn die amerikanische Wirtschaft steht nach einer Folge aus Krisen und Ersch\u00fctterungen ungeachtet der Tatsache, dass die USA weiterhin die f\u00fchrende Wirtschaftsmacht der Welt sind, auf dem entscheidenden Pr\u00fcfstand. Die Suche nach einer L\u00f6sung f\u00fcr das gigantische Schuldenproblem und der Drang nach Wirtschaftswachstum sind f\u00fcr Amerika besonders im Hinblick auf den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas zu einer Angelegenheit von h\u00f6chster Dringlichkeit geworden. Belange, die mit der Wirtschaft zu tun haben, stehen daher weit oben auf der Priorit\u00e4tenliste amerikanischer Pr\u00e4sidenten. Sie bilden ein Motiv, das &#8211; insbesondere in ihrer internationalen Wirtschaftspolitik &#8211; schneller als je zuvor an Bedeutung gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich hat Trump Ende 2016 durch Parolen, die im Wesentlichen die Wirtschaft betrafen, die Wahlen gewonnen. Dabei ging es darum, Jobs f\u00fcr US-Amerikaner zu schaffen und f\u00fcr wirtschaftliches Wachstum zu sorgen, indem US-Unternehmen an der Abwanderung ins Ausland gehindert werden. Dar\u00fcber hinaus ging es darum, von den Staaten dieser Welt \u201eSchutzgelder\u201c daf\u00fcr zu verlangen, dass Amerika ihnen diesen Schutz zur Verf\u00fcgung stellt. Und \u00fcberhaupt: Was die Republikaner dazu bewogen hat, Donald Trump als Pr\u00e4sidentschaftskandidaten zu akzeptieren, war die Tatsache, mit Trump eine kapitalistische Koryph\u00e4e in Sachen gewinntr\u00e4chtiger Gesch\u00e4fte zu haben. Denn er ist der Mann f\u00fcr wirtschaftliche Deals. Als er damit begann, diese Politik in die Tat umzusetzen, stellte er w\u00e4hrend des Besuchs Merkels in Washington am 28.03.2017 an Deutschland sogar r\u00fcckwirkende Forderungen in Milliardenh\u00f6he f\u00fcr den Schutz, den die USA der Bundesrepublik seit dem Zweiten Weltkrieg geboten h\u00e4tten. Er forderte auch S\u00fcdkorea dazu auf, die Summe von einer Milliarde Dollar f\u00fcr das auf s\u00fcdkoreanischem Boden installierte Raketenabwehrsystem \u201eTHAAD\u201c zu entrichten, jene Abwehrraketen, die die US-Armee nach den Raketentests Nordkoreas und der anschlie\u00dfenden Krise errichten lie\u00df. Deutschland lehnte es kategorisch ab, sich in Amerikas finanzielle Schuld f\u00fcr die milit\u00e4rische US-Pr\u00e4senz in Deutschland stellen zu lassen. Ebenso wies S\u00fcdkorea die Forderung zur\u00fcck, die Kosten f\u00fcr die Installierung amerikanischer THAAD-Raketen zu \u00fcbernehmen. Die USA scheiterten vielfach mit ihrer Vorstellung, Anspruch auf staatliche Schutzgelder zu haben. H\u00f6chsterfolgreich war Trump hingegen in Saudi-Arabien, dem die weitere Kleinstaaten am Golf folgten. Sichtbar wurde dies an den Mega-Deals, die Trump mit Saudi-Arabien unterzeichnete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hei\u00dft, der Schwenk der USA hin zu einer Politik der \u201eSchutzgeldforderung\u201c begann in Saudi-Arabien Fr\u00fcchte zu tragen. Die R\u00fcstungsgesch\u00e4fte, die die USA dort abgeschlossen haben, gelten als die gr\u00f6\u00dften in der Geschichte \u00fcberhaupt. Aljazeera.net berichtete am 20.05.2017: \u201eSaudi-Arabiens K\u00f6nig Salman bin Abdulaziz und US-Pr\u00e4sident Donald Trump haben am Samstag in der saudischen Hauptstadt Riad eine Reihe von Kooperationsabkommen unterzeichnet. Das Wei\u00dfe Haus k\u00fcndigte die Unterzeichnung von milit\u00e4rischen Kooperationsvertr\u00e4gen \u00fcber einen Betrag von 460 Milliarden Dollar an. Saudi-Arabiens Handelsminister Majed al-Qasbi erkl\u00e4rte, dass sein Land an 23 der gr\u00f6\u00dften US-Unternehmen Konzessionen zur Investition in Saudi-Arabien vergeben habe. Die Riad-Korrespondentin des Senders Aljazeera berichtete davon, dass Saudi-Arabien und die USA Verteidigungsabkommen schlossen, die einen Wert von 460 Milliarden Dollar umfassten, darunter 110 Milliarden Dollar aus fr\u00fcheren Waffendeals, im Zuge derer die saudische Seite umgehend von Washington die Waffen erhalten wird. Daneben kam es zu Kooperationsdeals im Bereich der Verteidigung im Wert von 350 Milliarden Dollar im Laufe der n\u00e4chsten zehn Jahre.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gigantische Volumen dieser Deals sorgte daf\u00fcr, dass die Indexe auf dem US-Aktienmarkt, wie der Dow Jones, Standard &amp; Poor und Nasdaq, weit nach oben kletterten. Der Grund sind die utopischen Summen, die Saudi-Arabien der US-Wirtschaft zu F\u00fc\u00dfen legt und die Arbeitsplatzchancen, die f\u00fcr US-Amerikaner dadurch entstehen &#8211; ganz nach Trumps Wahlversprechen. Wirft man einen genaueren Blick auf diese Deals, wird klar, dass Saudi-Arabien im Laufe der n\u00e4chsten zehn Jahre einen betr\u00e4chtlichen Teil seiner j\u00e4hrlichen Staatseinnahmen in die amerikanische R\u00fcstungsindustrie pumpen wird. Nach Angaben von Arabiya.net vom 22.12.2016 belief sich die H\u00f6he der realen Staatseinnahmen Saudi-Arabiens im Jahr 2016 auf 528 Milliarden Rial \u2013ca. 140 Milliarden Dollar. Damit hat die US-Administration unter Trump die L\u00f6sung f\u00fcr ihren gordischen Finanzknoten beim Regime der Al-Sauds gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Was den Kongressvorschlag betrifft, so ist dies als parteipolitisches Scharm\u00fctzel zu kategorisieren. Mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit wird er keinen Einfluss auf den Waffendeal haben, ihn wom\u00f6glich noch in besserem Licht erscheinen lassen. Der Deal wird die amerikanische Wirtschaft beleben. Die Industrie wird angekurbelt und neue Arbeitspl\u00e4tze werden zu Hauf entstehen &#8211; ein Ziel, das die USA \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg anstreben. Doch es geht, wie schon erw\u00e4hnt, um parteipolitische Man\u00f6ver. Trumps Absicht war es, die zahlreichen Aff\u00e4ren um seine Russlandkontakte und die eingeleiteten Verfahren gegen dessen Schwiegersohn und andere Personen seines n\u00e4heren Umfelds zu \u00fcberdecken. All dies wollte er durch eine wirtschaftliche Glanzleistung in Form solcher Deals \u00fcbert\u00fcnchen ebenso wie durch einen politischen Akt, der von \u00e4hnlich gro\u00dfem Kaliber ist. Letzteres wollte er erreichen, indem er eine gro\u00dfe Schar von Herrschern aus den entsprechenden L\u00e4ndern zusammentrommelt. Und so geschah es! In den USA waren der Besuch Trumps, dessen Treffen und die riesigen Waffengesch\u00e4fte mit Saudi-Arabien das gro\u00dfe Thema in der Berichterstattung. Und auch die Szenen mit den muslimischen Herrschern und K\u00f6nigen, die aus allen Richtungen herbeistr\u00f6mten, um der Rede Trumps aufmerksam zu lauschen und sich den Gehorsamsbekundungen gegen\u00fcber den Vereinigten Staaten hinzugeben, waren Mittelpunkt der Berichterstattung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All das sollte \u2013 und sei es nur vor\u00fcbergehend -die Folgen der Skandale mildern, f\u00fcr die Trump und sein Administrationsstab verantwortlich sind. Nun kann er sich als Urheber dieses Waffendeals pr\u00e4sentieren, sodass auch Erfolge \u00fcber ihn berichtet werden und nicht nur geleakte Nachrichten, Skandale und seine schwache politische Performance. Das ist f\u00fcr ihn unter den derzeitigen Umst\u00e4nden enorm wichtig. Auf diese Weise wird die hastige Organisation einer gro\u00dfen Teilnehmerzahl muslimischer Staatsoberh\u00e4upter und K\u00f6nige zum Empfang des US-Pr\u00e4sidenten in Riad verst\u00e4ndlich\u2013 zum ersten Mal in solch einem Umfang. Die Deutsche Welle berichtete am 19.05.2017: \u201eDas K\u00f6nigreich Saudi-Arabien unternimmt deutliche Anstrengungen zur Durchf\u00fchrung des erwarteten Treffens zwischen Donald Trump und den F\u00fchrern von etwa 55 Staaten, die nach Riad eingeladen wurden. Der Saudi-Arabien-Besuch Trumps steht hier im Fokus von Presse und Medien. Nach Ansicht von Beobachtern ist es Saudi-Arabien gelungen, die Aufmerksamkeit der Welt auf diese Visite zu lenken, indem solch eine gro\u00dfe Anzahl an muslimischen und arabischen Staats- und Regierungschefs zu einem Treffen versammelt wurde, das das erste seiner Art ist.\u201c In der Folge kam es dann zu diesen politischen Scharm\u00fctzeln seitens einiger Kongressmitglieder, besonders der Demokraten unter ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Was die Herrscher am Golf anbelangt, so m\u00f6chte Amerika sie trotz seines Wissens um ihre Vasallentreue zu Gro\u00dfbritannien f\u00fcr sich vereinnahmen. Es will sie \u00fcber R\u00fcstungsgesch\u00e4fte und durch verst\u00e4rkte Intervention in diesen L\u00e4ndern\u2013unter dem Vorwand der iranischen Bedrohung \u2013 an sich ketten. Trump betonte in seiner Rede unter anderem: \u201eKatar, welches das US-Zentralkommando beherbergt, gilt als wichtiger strategischer Partner. Unsere langfristige Partnerschaft mit Kuwait und Bahrain sorgt weiterhin f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Sicherheit in der Region. [\u2026] Die Vereinigten Arabischen Emirate beteiligten sich am Kampf um die Herzen und Geister und legten zusammen mit den USA den Grundstein f\u00fcr ein Zentrum zur Eind\u00e4mmung der Hetze im Internet. Ferner arbeitet Bahrain daran, Rekrutierungen und Extremismus zu unterbinden.\u201c (CNN Arabi, 21.05.2017)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUS-Pr\u00e4sident Donald Trump erkl\u00e4rte, dass die Vereinigten Staaten und Katar einen Deal er\u00f6rterten, bei dem es um neue amerikanische Waffen geht. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press gab Donald Trump zu, dass er und der Emir von Katar \u00fcber den Kauf vieler \u2013 seinen Worten nach \u2013 \u201asch\u00f6ner Milit\u00e4rger\u00e4te\u2018 gesprochen h\u00e4tten. Trump und Shaikh Tamim, Emir von Katar, trafen sich am heutigen Morgen in Riad zu einem Vieraugengespr\u00e4ch am Rande des islamisch-amerikanischen Gipfels. Dabei unterstrich der US-Pr\u00e4sident, dass \u201aniemand bessere Waffen herstelle als Amerika\u2018. Er verwies darauf, dass der Deal \u201aArbeitspl\u00e4tze in den Vereinigten Staaten schaffe und die Sicherheit Katars verst\u00e4rke\u2018\u201c. (www.dotmsr.com, 21.05.2017)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die US-Politik der Eind\u00e4mmung der iranischen Gefahr in der Golfregion ist nichts anderes als sch\u00f6nes Gerede f\u00fcr die dortigen Herrscher, um sie mit anti-iranischen Phrasen in die amerikanischen Fallstricke zu treiben, die aus Waffengesch\u00e4ften, Milit\u00e4rbasen und freien Zug\u00e4ngen (f\u00fcr die US-Streitkr\u00e4fte) bestehen. Das alles soll aus den Kassen der Golfstaaten bezahlt werden, ohne dass Amerika auch nur einen einzigen ernsten Schritt gegen den Iran unternehmen w\u00fcrde. Die USA bauen noch immer auf den Iran in der Niederschlagung der Revolution in Syrien. Und noch immer verlassen sie sich \u2013 wie zu Zeiten Obamas &#8211; auf den Iran, die Huthis im Jemen mit Waffen zu versorgen. Auch verlassen sie sich auf ihn, wenn es darum geht, dass die Hegemonie der USA im Irak und im Libanon nicht angetastet wird. US-Pr\u00e4sident Trump sprach in seiner Riader Rede zwar von der libanesischen Hisbollah als einer terroristischen Organisation, lobte dann jedoch das libanesische Milit\u00e4r, das ja der Hisbollah bei ihrer Intervention in Syrien die komplette Deckung bietet und gemeinsam mit ihr gegen die syrischen Revolution\u00e4re in Jarod und Arsal k\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Herrscher sind sich n\u00e4mlich \u2013 genau wie die Herrscher Saudi-Arabiens \u2013 keineswegs sicher, dass die USA den Iran nicht gegen sie in Stellung bringt, um an ihren St\u00fchlen zu r\u00fctteln. Und so f\u00fcgen sie sich den W\u00fcnschen der USA, insbesondere dann, wenn sie von ihnen anti-iranische Parolen vernehmen oder wenn von einer iranischen Bedrohung geredet wird, auch wenn es nur hei\u00dfe Luft ist. So sagte Trump in seiner Rede: \u201eVom Libanon \u00fcber den Irak bis in den Jemen finanziert, bewaffnet und trainiert der Iran die Terroristen, die Milizen und die \u00fcbrigen extremistischen Gruppierungen, die Zerst\u00f6rung und Chaos in der Region verbreiten. Im Laufe der Jahrzehnte speiste der Iran das Feuer der konfessionalistischen Auseinandersetzung und den Terrorismus. Es ist eine Regierung, die offen von Massenmord spricht und f\u00fcr die Ausl\u00f6schung Israels und den Tod Amerikas einsteht sowie f\u00fcr die Zerst\u00f6rung vieler der F\u00fchrer und Nationen in diesem Saal. Unter den meisten Interventionen, die f\u00fcr Destabilisierung sorgten, war die Einmischung des Iran in Syrien. Assad hat durch die Unterst\u00fctzung des Iran unvorstellbare Gr\u00e4ueltaten begangen.\u201c (CNN Arabi, 21.05.2017). Als wenn nicht Amerika h\u00f6chstpers\u00f6nlich den Befehl dazu erteilt h\u00e4tte und die Golfregenten nicht dar\u00fcber Bescheid w\u00fcssten! Zwar rief Trump dazu auf, den Iran zu isolieren, doch kein einziger Schritt wurde seitens der USA unternommen, um Druck auf den Iran auszu\u00fcben. Trotz des lauten Gebr\u00fclls Trumps w\u00e4hrend des Wahlkampfs halten die USA weiter an dem Atomabkommen mit dem Iran fest. Das alles soll einzig und allein die Angst der Golfstaaten vor dem Schreckgespenst Iran sch\u00fcren, was dann dazu genutzt wird, die Golfstaaten weiter in die F\u00e4nge Amerikas zu treiben, und zwar durch den Abschluss von R\u00fcstungsdeals, den Betrieb von Milit\u00e4rbasen und die Erm\u00f6glichung freier Zug\u00e4nge f\u00fcr die US-Armeen \u2013 alles, wie bereits erw\u00e4hnt, finanziert aus den Kassen der Golfstaaten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Was nun das politische Projekt mit dem Zionistenstaat anbelangt und die Reise Trumps am 22.05.2017 in das besetzte Pal\u00e4stina, nachdem er seine Visite in Saudi-Arabien abgeschlossen hatte, und zur Frage, ob Trump einen Plan f\u00fcr eine politische L\u00f6sung der Pal\u00e4stinafrage bei sich hatte, so lautet die Antwort darauf wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts anderer Priorit\u00e4ten ist die Pal\u00e4stinafrage derzeit f\u00fcr Amerika nicht dr\u00e4ngend. In der Antwort auf eine Frage vom 12.05.2017 f\u00fchrten wir Folgendes aus: <i>Im Zuge der explosiven Lage in der arabischen Region, besonders in Syrien, und der Zuspitzung der Lage zwischen Amerika und Nordkorea ist die Pal\u00e4stinafrage nicht mehr das dr\u00e4ngendste Problem f\u00fcr die jetzige US-Administration. Daher haben es die USA nicht eilig, sich um dieses Problem zu k\u00fcmmern. Sie pr\u00fcfen die verschiedenen L\u00f6sungsaussichten und studieren die M\u00f6glichkeit der Aufnahme von Verhandlungen zwischen den Arabern, besonders den Pal\u00e4stinensern, und dem Zionistenstaat, und sie warten ab, was geschieht. Was dies untermauert, ist die Meldung der BBC vom 11.03.2017:<\/i> \u201e<i>Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert Nabil Abu Rudaina, Sprecher des Pal\u00e4stinenserpr\u00e4sidenten, wonach Trump zu Abbas gesagt habe, er wolle die Methode zur R\u00fcckkehr zu den Verhandlungen pr\u00fcfen. Er bekr\u00e4ftigte auch \u201aseine Einhaltung des friedlichen (Verhandlungs-)Prozesses, der zu einem wirklichen Frieden f\u00fchrt\u2018.<\/i> <i>Er (Trump) sagte ebenfalls in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Abbas im Wei\u00dfen Haus: \u201aIch werde alles N\u00f6tige tun (\u2026) Ich w\u00fcrde gerne als Vermittler, als Mediator oder als Schiedsrichter zwischen beiden Seiten fungieren, und dann werden wir das schaffen.\u2018\u201c<\/i> <i>(Russia Today, 04.05.2017) Das hei\u00dft, die USA haben momentan keine dezidierten Pl\u00e4ne zur L\u00f6sung der Pal\u00e4stinafrage im Angebot. Und das wird so lange anhalten, bis hinsichtlich des Krieges bzw. einer Beruhigung der Lage in Syrien und ebenso der Krise mit Nordkorea gro\u00dfe Fortschritte erzielt wurden. Es steht f\u00fcr Trump also weder fest, wie die R\u00fcckkehr zu den Verhandlungen aussieht, noch, welche Art von Friedensprozess er will. Er befindet sich in der Phase des Suchens, des Sondierens und des Plauderns mit den Konfliktparteien in Pal\u00e4stina. Au\u00dferdem m\u00f6chte er, dass beide Seiten direkt zusammentreffen, um sich auf L\u00f6sungen zu einigen, die sie gerne h\u00e4tten oder, genauer gesagt, die der Zionistenstaat gerne h\u00e4tte. Daher fordern die USA direkte Verhandlungen:<\/i> \u201e<i>Die UN-Botschafterin der Vereinigten Staaten Nikki Haley traf den pal\u00e4stinensischen Vertreter Riad Mansour am vergangenen Dienstag zum ersten Mal. Sp\u00e4ter berichtete sie via Twitter, dass die Pal\u00e4stinenser sich mit den Israelis treffen sollten \u201ain direkten Verhandlungen, anstatt auf die Vereinten Nationen zur\u00fcckzugreifen, um zu Ergebnissen zu gelangen.\u2018\u201c<\/i> (BBC, 11.03.2017) Ende des Zitats<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Abschlie\u00dfend sei gesagt: Es ist wahrlich eine schlimme Sache, dass die USA, die aufgrund ihrer verdorbenen Werte und ihrer faulen Kultur von innen her zersetzt werden, eine Bedeutung in den L\u00e4ndern der Muslime haben und nach Belieben darin schalten und walten k\u00f6nnen, wobei die selbsternannten Regenten in der Bedienung amerikanischer Interessen miteinander wetteifern. Ein Fingerzeig der USA oder auch nur ein Blick von ihnen gen\u00fcgt, und 55 dummdreiste Herrscher eilen herbei, um ihre Loyalit\u00e4t und ihren Gehorsam einem Verbrecher darzubringen, der sich schwer am Islam und den Muslimen vergangen hat. Es schmerzt, dass die Reicht\u00fcmer der Muslime daf\u00fcr aufgewendet werden, der amerikanischen Wirtschaft auf die Beine zu helfen, den USA Leben und Aufschwung zu bescheren und deren Arbeitslosigkeit zu bek\u00e4mpfen. W\u00e4hrend sie mit unserem Verm\u00f6gen reicher werden, grassiert in den islamischen L\u00e4ndern die Arbeitslosigkeit. Dieses Verm\u00f6gen, das nach dem Gesetz Allahs \u00f6ffentliches Eigentum der Muslime ist, wird von den Vasallenherrschern den eigentlichen Besitzern geraubt. Sie legen es Trump zu F\u00fc\u00dfen, der sich damit f\u00fcr seine Massaker in den L\u00e4ndern der Muslime st\u00e4rken kann. Der Grund ist wohlbekannt. Wir sagen es immer und immer wieder: Es ist das Fehlen eines Kalifen, eines Imams, hinter dem man sich sch\u00fctzt. Ab\u016b Huraira berichtete vom Gesandten (s), der sprach:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0625\u0650\u0646\u064e\u0651\u0645\u064e\u0627 \u0627\u0644\u0652\u0625\u0650\u0645\u064e\u0627\u0645\u064f \u062c\u064f\u0646\u064e\u0651\u0629\u064c\u060c \u064a\u064f\u0642\u064e\u0627\u062a\u064e\u0644\u064f \u0645\u0650\u0646\u0652 \u0648\u064e\u0631\u064e\u0627\u0626\u0650\u0647\u0650\u060c \u0648\u064e\u064a\u064f\u062a\u064e\u0651\u0642\u064e\u0649 \u0628\u0650\u0647\u0650\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Wahrlich, der Imam ist ein Schirm, man k\u00e4mpft hinter ihm und sch\u00fctzt sich durch ihn.<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Muslim, der Allah und Seinen Gesandten liebt, muss dies als seine Schicksalsfrage ansehen: Die ernsthafte und intensive Arbeit, um das rechtgeleitete Kalifat zu errichten, und zwar in voller Aufrichtigkeit gegen\u00fcber Allah und Ehrlichkeit gegen\u00fcber Seinem Gesandten. Die Prophezeiung des ehrenwerten Propheten wird nach der jetzigen Gewaltherrschaft in Erf\u00fcllung gehen, so, wie der folgende <i>\u1e63a\u1e25\u012b\u1e25-<\/i>Hadith es erw\u00e4hnt, der bei A\u1e25mad und a\u1e6d-\u1e6cay\u0101lis\u012b in geschlossener Kette tradiert wird, wobei der hier zitierte Wortlaut der bei a\u1e6d-\u1e6cay\u0101lis\u012b ist:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab&#8230;\u062b\u064f\u0645\u064e\u0651 \u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064f \u062c\u064e\u0628\u0652\u0631\u0650\u064a\u064e\u0651\u0629\u064b\u060c \u0641\u064e\u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064f \u0645\u064e\u0627 \u0634\u064e\u0627\u0621\u064e \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u064f \u0623\u064e\u0646\u0652 \u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064e\u060c \u062b\u064f\u0645\u064e\u0651 \u064a\u064e\u0631\u0652\u0641\u064e\u0639\u064f\u0647\u064e\u0627 \u0625\u0650\u0630\u064e\u0627 \u0634\u064e\u0627\u0621\u064e \u0623\u064e\u0646\u0652 \u064a\u064e\u0631\u0652\u0641\u064e\u0639\u064e\u0647\u064e\u0627\u060c \u062b\u064f\u0645\u064e\u0651 \u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064f \u062e\u0650\u0644\u064e\u0627\u0641\u064e\u0629\u064c \u0639\u064e\u0644\u064e\u0649 \u0645\u0650\u0646\u0652\u0647\u064e\u0627\u062c\u0650 \u0627\u0644\u0646\u064f\u0651\u0628\u064f\u0648\u064e\u0651\u0629\u0650\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">[\u2026] Sodann wird eine Gewaltherrschaft folgen. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen l\u00e4sst. Dann wird Allah sie aufheben, wenn Er sie aufheben will. Sodann folgt ein Kalifat gem\u00e4\u00df dem Plan des Prophetentums.<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach werden die Muslime zu Gr\u00f6\u00dfe gelangen und die ungl\u00e4ubigen Kolonialisten werden Erniedrigung erleiden und sich aus den L\u00e4ndern der Muslime in ihr Kerngebiet zur\u00fcckziehen &#8211; falls ihnen dann ein Kerngebiet noch \u00fcbrig geblieben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Rama\u1e0d\u0101n 1438 n. H.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">27.05.2017 n. Chr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frage: Der US-Senat will \u00fcber eine Ablehnung des 460-Milliarden-Dollar-Deals abstimmen, den Trump mit Saudi-Arabien abgeschlossen hat. 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