{"id":10288,"date":"2018-07-12T00:00:00","date_gmt":"2018-07-12T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10288"},"modified":"2018-07-12T00:00:00","modified_gmt":"2018-07-12T00:00:00","slug":"buergschaft-versicherung-und-monopol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10288","title":{"rendered":"B\u00fcrgschaft, Versicherung und Monopol"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Antwort auf eine Frage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>B\u00fcrgschaft, Versicherung und Monopol<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frage:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>As-sal\u0101mu \u02bfalaikum. <\/em>Ich habe zwei Fragen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erste Frage:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Buch \u201eDas Wirtschaftssystem im Islam\u201c wird bei Untersuchung des Versicherungsvertrages ein Beispiel angef\u00fchrt, dass ich nicht verstehen konnte. Es wird gesagt, dass man einem W\u00e4scher Kleidung geben kann. Wird die Kleidung vernichtet, so gibt es einen B\u00fcrgen, einen, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird, und einen, und zwar den unbekannten W\u00e4scher, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird. Inwiefern unterscheidet sich diese Konstellation von einer Versicherungsgesellschaft? So existiert auch dort ein B\u00fcrge, n\u00e4mlich die Versicherungsgesellschaft, jemand, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird, n\u00e4mlich der Autobesitzer, und jemand, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, n\u00e4mlich das Auto auf der Stra\u00dfe und sein unbekannter Fahrer. Mit diesem Auto w\u00fcrde man eines Tages zusammensto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweite Frage:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wird der islamische Staat das Monopolisierungsproblem l\u00f6sen? Wird er den Monopolisten zwingen, seine Ware zu einem bestimmten Preis zu verkaufen? Das w\u00e4re aber eine Festlegung von Preisen, die ja verboten ist. Wie wird er also vorgehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00f6ge Allah dich f\u00fcr deine M\u00fchen belohnen und damit allen Muslimen Nutzen bescheren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Antwort:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wa \u02bfalaikum as-sal\u0101m wa ra\u1e25matull\u0101hi wa barak\u0101tuh!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Deine Frage bez\u00fcglich desjenigen, f\u00fcr den bei einer B\u00fcrgschaft geb\u00fcrgt wird, und bez\u00fcglich der Versicherung. Du sagst, dass du es nicht verstehen kannst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bruder, ich habe mir deine Frage angesehen. Nat\u00fcrlich ergibt sich das Versicherungsverbot nicht nur aus der Problematik hinsichtlich desjenigen, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, sondern aus zahlreichen islamrechtlichen Verfehlungen, wie z.&nbsp;B. das Nichtvorhandensein einer Verbindlichkeit, die entweder unmittelbar verpflichtend f\u00e4llig ist oder in eine verpflichtende F\u00e4lligkeit m\u00fcndet. Und das macht den Versicherungsvertrag ung\u00fcltig. Auch wird f\u00fcr die Versicherung ein Entgelt bezahlt, was den Vertrag ebenso ung\u00fcltig macht etc&#8230; In den entsprechenden Kapiteln (unserer B\u00fccher) wird dies erl\u00e4utert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es scheint aber, dass die Problematik bzw. das Missverst\u00e4ndnis, das sich bei dir ergeben hat, auf deine Annahme beruht, dass wir im Falle des Beispiels mit dem W\u00e4scher im Buch \u201eDas Wirtschaftssystem im Islam\u201c erw\u00e4hnen, dass derjenige, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, unbekannt ist, die B\u00fcrgschaft aber trotzdem g\u00fcltig ist. Im Falle der Versicherung hingegen h\u00e4tten wir &#8211; wie du meinst &#8211; ebenfalls erw\u00e4hnt, dass derjenige, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, unbekannt sei, aber den Versicherungsvertrag in der Folge f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt. Nun hast du dir die Frage gestellt, wie es im Falle des W\u00e4schers erlaubt sein kann, im Falle der Versicherung aber nicht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bruder, wir haben nicht gesagt, dass derjenige, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, in beiden F\u00e4llen unbekannt sei. Vielmehr sagen wir, dass derjenige, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, im Falle des W\u00e4schers unbekannt, im Falle der Versicherung aber nicht vorhanden ist. Ich zitiere dir den Text aus dem Buch \u201eDas Wirtschaftssystem im Islam\u201c, wie er f\u00fcr beide Fallkonstellationen ergangen ist:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Im Falle des W\u00e4schers wird im Buch ausgef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Allerdings stellt es keine Bedingung dar, dass derjenige, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, als Person bekannt ist. Ebenso ist es keine Bedingung, dass derjenige, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird, bekannt ist. Die B\u00fcrgschaft ist g\u00fcltig, auch wenn dieser unbekannt ist.<\/em> <em>Wenn z.&nbsp;B. jemand zu einem anderen sagt: \u201eGib deine Kleidung einem W\u00e4scher.\u201c Der andere antwortet: \u201eIch f\u00fcrchte, dass er sie zerst\u00f6rt.\u201c, und Ersterer dann sagt: \u201eGib deine Kleidung einem W\u00e4scher und ich b\u00fcrge daf\u00fcr, wenn sie zerst\u00f6rt wird.\u201c, er aber den W\u00e4scher nicht bestimmt, so ist die B\u00fcrgschaft g\u00fcltig.<\/em> <em>Wenn nun Letzterer seine Kleidung einem W\u00e4scher gibt und sie zerst\u00f6rt wird, dann b\u00fcrgt der B\u00fcrge, auch wenn die Person, f\u00fcr die geb\u00fcrgt wurde, unbekannt ist.<\/em> <em>Ebenso w\u00e4re es g\u00fcltig, wenn jemand sagt: \u201eDieser Mann ist ein ausgezeichneter W\u00e4scher. Ich b\u00fcrge f\u00fcr ihn gegen\u00fcber jedem, der ihm Kleidung \u00fcbergibt, f\u00fcr jede Besch\u00e4digung.\u201c Dies, obwohl derjenige, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird, unbekannt ist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach f\u00fchrt der Verfasser den Beleg an und sagt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Aus dem Beleg f\u00fcr die B\u00fcrgschaft wird deutlich, dass bei einer B\u00fcrgschaft eine Verbindlichkeit einer anderen angeschlossen wird und dass es sich um die Gew\u00e4hrleistung eines Anspruches handelt, der verbindlich feststeht. Auch wird deutlich, dass ein B\u00fcrge existiert, einer, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, und einer, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird. Ebenso wird klar, dass die B\u00fcrgschaft ohne Entgelt erfolgt. Dabei ist es zul\u00e4ssig, dass derjenige, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, unbekannt ist. Auch kann derjenige, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird, unbekannt sein. Beleg f\u00fcr die B\u00fcrgschaft ist folgender Hadith, den Ab\u016b Daw\u016bd von \u011e\u0101bir tradiert. Dieser sprach:<\/em><\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0643\u0627\u0646 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0635\u0644\u0649 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0639\u0644\u064a\u0647 \u0648\u0633\u0640\u0644\u0645 \u0644\u0627 \u064a\u0635\u0644\u064a \u0639\u0644\u0649 \u0631\u062c\u0644 \u0645\u0627\u062a \u0648\u0639\u0644\u064a\u0647 \u062f\u064a\u0646\u060c \u0641\u0623\u062a\u064a \u0628\u0645\u064a\u062a \u0641\u0642\u0627\u0644: \u0623\u0639\u0644\u064a\u0647 \u062f\u064a\u0646\u061f \u0642\u0627\u0644\u0648\u0627: \u0646\u0639\u0645 \u062f\u064a\u0646\u0627\u0631\u0627\u0646. \u0642\u0627\u0644: \u0635\u0644\u0648\u0627 \u0639\u0644\u0649 \u0635\u0627\u062d\u0628\u0643\u0645. \u0641\u0642\u0627\u0644 \u0623\u0628\u0648 \u0642\u062a\u0627\u062f\u0629 \u0627\u0644\u0623\u0646\u0635\u0627\u0631\u064a: \u0647\u0645\u0627 \u0639\u0644\u064a\u0651 \u064a\u0627 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647\u060c \u0642\u0627\u0644: \u0641\u0635\u0644\u0649 \u0639\u0644\u064a\u0647 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0635\u0644\u0649 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0639\u0644\u064a\u0647 \u0648\u0633\u0640\u0644\u0645\u060c \u0641\u0644\u0645\u0627 \u0641\u062a\u062d \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0639\u0644\u0649 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0635\u0644\u0649 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0639\u0644\u064a\u0647 \u0648\u0633\u0640\u0644\u0645 \u0642\u0627\u0644: \u0623\u0646\u0627 \u0623\u0648\u0644\u0649 \u0628\u0643\u0644 \u0645\u0624\u0645\u0646 \u0645\u0646 \u0646\u0641\u0633\u0647. \u0641\u0645\u0646 \u062a\u0631\u0643 \u062f\u064a\u0646\u0627\u064b \u0641\u0639\u0644\u064a\u0651 \u0642\u0636\u0627\u0624\u0647\u060c \u0648\u0645\u0646 \u062a\u0631\u0643 \u0645\u0627\u0644\u0627\u064b \u0641\u0644\u0648\u0631\u062b\u062a\u0647\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Der Gesandte Allahs (s) pflegte kein Totengebet f\u00fcr jemanden zu vollziehen, der eine Schuld hatte. Eines Tages brachte man einen Toten zu ihm. Er (s) fragte: \u201eHat er eine Schuld?\u201c Man antwortete: \u201eJa, zwei Dinar.\u201c Und so sprach er (s): \u201eBetet f\u00fcr euren Gef\u00e4hrten!\u201c Da sagte Ab\u016b Qat\u0101da al-An\u1e63\u0101r\u012b: \u201eIch \u00fcbernehme sie, o Gesandter Allahs!\u201c \u011e\u0101bir berichtet: Und so verrichtete der Gesandte Allahs das Totengebet f\u00fcr ihn. Als Allah (t) dem Gesandten Allahs (s) das Tor der Gaben \u00f6ffnete, sprach dieser: \u201eIch bin jedem Gl\u00e4ubigen n\u00e4her, als er sich selbst. Wer eine Schuld hinterl\u00e4sst, so obliegt mir deren Tilgung. Und wer Verm\u00f6gen hinterl\u00e4sst, so geh\u00f6rt es seinen Erben.\u201c<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>In diesem Hadith wird deutlich, dass Ab\u016b Qat\u0101da die Verbindlichkeit des Toten seiner eigenen angeschlossen hat, und zwar in der Einhaltung eines finanziellen Anspruchs, der dem Gl\u00e4ubiger verpflichtend zusteht.<\/em> <em>Es wird ebenso deutlich, dass bei der B\u00fcrgschaft ein B\u00fcrge existiert, einer, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, und einer, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird. Auch wird deutlich, dass die B\u00fcrgschaft, die jemand eingeht, die entgeltlose Einhaltung einer Verbindlichkeit bedeutet.<\/em> <em>Ebenso wird klar, dass derjenige, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wurde, n\u00e4mlich der Tote, sowie derjenige, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wurde, dem B\u00fcrgen unbekannt waren. Der Hadith beinhaltet also die Bedingungen f\u00fcr die Richtigkeit der B\u00fcrgschaft und ebenso jene, f\u00fcr deren vertraglichen Vollzug.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus geht klar hervor, dass die Unbekanntheit desjenigen, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, sowie desjenigen, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird, nicht bedeutet, dass beide nicht vorhanden seien, sondern, dass sie in ihrer Identit\u00e4t nicht bekannt sind. So ist der Tote, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, vorhanden, allerdings kennt ihn der B\u00fcrge nicht mit Vor- und Familiennamen. Er ist aber als Person existent. Die Unbekanntheit betrifft also die Identit\u00e4t desjenigen, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, was aber nicht hei\u00dft, dass er nicht existiert. Daher ist die B\u00fcrgschaft g\u00fcltig, weil derjenige, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, vorhanden ist, auch wenn man ihn als Person nicht kennt. Gleiches gilt f\u00fcr den W\u00e4scher. So ist er im Wohnbezirk vorhanden, nur ist der Name des W\u00e4schers, dem die Person ihre Kleidung zum Waschen \u00fcbergeben wird, nicht bekannt. Dies hat aber auf die B\u00fcrgschaft keinen Einfluss, wie aus dem dargelegten B\u00fcrgschaftsbeleg im ob erw\u00e4hnten, bei Ab\u016b D\u0101w\u016bd tradierten Hadith von \u011eabir hervorgeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Bez\u00fcglich der Versicherung wird im Buch ausgef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Somit hat die Versicherungsgesellschaft sich f\u00fcr etwas verb\u00fcrgt, was weder sofort verpflichtend f\u00e4llig ist noch in eine verpflichtende F\u00e4lligkeit m\u00fcndet. Folglich ist die B\u00fcrgschaft nicht richtig und die Versicherung ung\u00fcltig (b\u0101\u1e6dil).<\/em> <em>Dar\u00fcber hinaus existiert beim Versicherungsvertrag keiner, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird (ma\u1e0dm\u016bn \u02bfanhu). Denn die Versicherungsgesellschaft hat f\u00fcr niemanden geb\u00fcrgt, demgegen\u00fcber ein verpflichtender Anspruch besteht, damit man es als B\u00fcrgschaft bezeichnen kann.<\/em> <em>Somit fehlt bei der Versicherung eine der grundlegenden Komponenten der B\u00fcrgschaft, die islamrechtlich unabdingbar notwendig ist, n\u00e4mlich die Existenz desjenigen, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird. Denn bei einer B\u00fcrgschaft ist es notwendig, dass ein B\u00fcrge (\u1e0d\u0101min) existiert, einer, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird (ma\u1e0dm\u016bn \u02bfanhu), und einer, demgegen\u00fcber geb\u00fcrgt wird (ma\u1e0dm\u016bn lahu).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie du siehst, sagen wir hier: \u201eexistiert (&#8230;) keiner (&#8230;)\u201c. Nachdem im Versicherungsvertrag niemand existiert, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird, ist er islamrechtlich ung\u00fcltig. Bez\u00fcglich desjenigen, f\u00fcr den die B\u00fcrgschaft geleistet wird (<em>ma\u1e0dm\u016bn \u02bfanhu<\/em>), wurde also gesagt, dass er nicht <em>existiert<\/em>. Denn es gibt keinen Autounfall, sodass man sagen k\u00f6nnte, der Fahrer m\u00fcsse einen Schadenersatz f\u00fcr den Unfall leisten, worauf die Versicherungsgesellschaft f\u00fcr ihn b\u00fcrgt. D.&nbsp;h. derjenige, f\u00fcr den geb\u00fcrgt wird (<em>ma\u1e0dm\u016bn \u02bfanhu<\/em>), existiert gar nicht. Es ist also nicht so, dass er vorhanden w\u00e4re und man ihn blo\u00df mit Namen und Herkunft nicht kennt. Aufgrund dessen ist der Vertrag nichtig, weil derjenige, f\u00fcr den geb\u00fcrgt wird, nicht nur unbekannt ist, sondern gar nicht existiert. Es scheint, dass du glaubtest, \u201enicht existent\u201c ist gleichbedeutend mit \u201eunbekannt\u201c. Daher war dir die Sache unklar, weil du meintest, dass der Sachverhalt in beiden F\u00e4llen derselbe sei, also unbekannt im Falle des W\u00e4schers und ebenso im Falle der Versicherung. Deshalb hast du dich gefragt: Wie kann es im ersten Fall korrekt und im zweiten ung\u00fcltig sein?!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie dargelegt, stellt sich der Sachverhalt aber so dar, dass im Falle des W\u00e4schers derjenige, f\u00fcr den geb\u00fcrgt wird, zwar in seiner Identit\u00e4t unbekannt, aber vorhanden ist. Im Falle der Versicherung hingegen ist er g\u00e4nzlich nicht vorhanden und nicht nur in seiner Identit\u00e4t unbekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hoffe, dass diese Ausf\u00fchrungen ausreichend sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Zum Thema Monopol:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wir im Buch \u201eDas Wirtschaftssystem im Islam\u201c dargelegt haben, sind Monopole verboten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Monopole werden generell verboten und sind islamrechtlich \u1e25ar\u0101m, weil dazu eine apodiktische Unterlassungsaufforderung in einer klaren Hadith-Aussage ergangen ist.<\/em> <em>So wird im \u201e\u1e62a\u1e25\u012b\u1e25\u201c-Werk von Muslim \u00fcber Sa\u02bf\u012bd ibn al-Musaiyab und Ma\u02bfmar ibn \u02bfAbdill\u0101h al-\u02bfAdaw\u012b berichtet, dass der Prophet (s) sprach:<\/em><\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0644\u0627 \u064a\u062d\u062a\u0643\u0631 \u0625\u0644\u0627\u0651 \u062e\u0627\u0637\u0626\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Nur ein S\u00fcnder monopolisiert.<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Auch berichtet al-Q\u0101sim von Ab\u016b Um\u0101ma, der sagte:<\/em><\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0646\u0647\u0649 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0635\u0644\u0649 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0639\u0644\u064a\u0647 \u0648\u0633\u0640\u0644\u0645 \u0623\u0646 \u064a\u064f\u062d\u062a\u0643\u0631 \u0627\u0644\u0637\u0639\u0627\u0645\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Der Gesandte Allahs (s) untersagte die Monopolisierung von Nahrung.<\/span><span class=\"hadith-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"hadith-block-reference-content\">\u1e24\u0101kim<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und Muslim berichtet in geschlossenem Strang von Sa\u02bf\u012bd ibn al-Musaiyab, dass Mu\u02bfammar sagte: <em>Es sprach der Gesandte Allahs (s):<\/em><\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0645\u0646 \u0627\u062d\u062a\u0643\u0631 \u0641\u0647\u0648 \u062e\u0627\u0637\u0626\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Wer monopolisiert, ist ein S\u00fcnder.<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die im Hadith beinhaltete Untersagung bedeutet eine Aufforderung zur Handlungsunterlassung. Derjenige, der monopolisiert, wird getadelt, indem er als S\u00fcnder bezeichnet wurde. Dies ist ein Indiz daf\u00fcr, dass die Unterlassungsaufforderung von apodiktischem Charakter ist. Demzufolge belegen die Hadithe das Verbot der Monopolisierung.<\/em> <em>Der Monopolist (al-mu\u1e25\u00adtakir) ist jemand, der die Ware hortet bzw. zur\u00fcckh\u00e4lt und darauf wartet, dass sie teurer wird, damit er sie zu hohen Preisen verkaufen kann. Dadurch wird der Kauf der Ware f\u00fcr die Menschen zur Not.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was nun die Frage anbelangt, wie das Problem der Monopolisierung behandelt wird, so wird der Monopolist einer richterlichen Abschreckungsstrafe (<em>ta\u02bfz\u012br<\/em>) unterzogen und gezwungen, seine Ware den Konsumenten anzubieten und sie ihnen zum Marktpreis zu verkaufen, ohne seitens des Staates einen Preis daf\u00fcr festzulegen. Denn die Festlegung von Preisen ist verboten, was ebenso im Buch erw\u00e4hnt wird:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der Islam hat die Preisfestlegung generell verboten. So berichtet Imam A\u1e25mad von Anas, der sagte:<\/em><\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u063a\u0644\u0627 \u0627\u0644\u0633\u0639\u0631 \u0639\u0644\u0649 \u0639\u0647\u062f \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0635\u0644\u0649 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0639\u0644\u064a\u0647 \u0648\u0633\u0640\u0644\u0645 \u0641\u0642\u0627\u0644\u0648\u0627: \u064a\u0627 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0644\u0648 \u0633\u0639\u064e\u0651\u0631\u062a. \u0641\u0642\u0627\u0644: \u0625\u0646 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0647\u0648 \u0627\u0644\u062e\u0627\u0644\u0642\u060c \u0627\u0644\u0642\u0627\u0628\u0636\u060c \u0627\u0644\u0628\u0627\u0633\u0637\u060c \u0627\u0644\u0631\u0627\u0632\u0642\u060c \u0627\u0644\u0645\u0633\u0639\u0631\u060c \u0648\u0625\u0646\u064a \u0644\u0623\u0631\u062c\u0648 \u0623\u0646 \u0623\u0644\u0642\u0649 \u0627\u0644\u0644\u0647\u060c \u0648\u0644\u0627 \u064a\u0637\u0644\u0628\u0646\u064a \u0623\u062d\u062f \u0628\u0645\u0638\u0644\u0650\u0645\u0629 \u0638\u0644\u0645\u062a\u0647\u0627 \u0625\u064a\u0627\u0647\u060c \u0641\u064a \u062f\u0645\u060c \u0648\u0644\u0627 \u0645\u0627\u0644\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Die Preise stiegen zur Zeit des Gesandten Allahs. Da sagte man zu ihm: \u201eO Gesandter Allahs, k\u00f6nntest du keine Preisfestlegung vornehmen?\u201c Doch der Gesandte (s) sprach: \u201eAllah ist der Sch\u00f6pfer, Er ist der Nehmer und der Geber. Er beschert den Unterhalt und Er legt die Preise fest. Ich hoffe, Allah zu begegnen, ohne dass mich jemand f\u00fcr ein Unrecht (ma\u1e93lima) belangt, das ich ihm in seinem Blut oder Verm\u00f6gen angetan habe.<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch berichtet Ab\u016b D\u0101w\u016bd von Ab\u016b Huraira, der sagte:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0625\u0646 \u0631\u062c\u0644\u0627\u064b \u062c\u0627\u0621 \u0641\u0642\u0627\u0644: \u064a\u0627 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647\u060c \u0633\u0639\u0651\u0631. \u0641\u0642\u0627\u0644: \u0628\u0644 \u0627\u062f\u0639\u0648\u0627. \u062b\u0645\u0651 \u062c\u0627\u0621\u0647 \u0631\u062c\u0644 \u0641\u0642\u0627\u0644: \u064a\u0627 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647\u060c \u0633\u0639\u0651\u0631. \u0641\u0642\u0627\u0644: \u0628\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u064a\u062e\u0641\u0636 \u0648\u064a\u0631\u0641\u0639\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Ein Mann kam und sprach: \u201eO Gesandter Allahs, lege die Preise fest.\u201c Da sagte der Gesandte: \u201eRichtet lieber Bittgebete.\u201c Dann kam ein anderer und sprach: \u201eO Gesandter Allahs, lege die Preise fest.\u201c Doch der Prophet antwortete: \u201eVielmehr ist es Allah, der die Preise senkt und hebt.\u201c<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Hadithe belegen das Verbot der Preisfestlegung, die damit zu den Ungerechtigkeiten (ma\u1e93lima, Plural: ma\u1e93\u0101lim) z\u00e4hlt, f\u00fcr die eine Beschwerde gegen den Herrscher eingebracht wird, um sie zu beseitigen. Nimmt der Herrscher eine Preisfestlegung vor, so ist er s\u00fcndhaft bei Allah, weil er eine verbotene Handlung ausgef\u00fchrt hat.<\/em> <em>In diesem Fall hat jeder B\u00fcrger das Recht, eine Klage gegen ihn an das ma\u1e93\u0101lim-Gericht zu richten, sei der Herrscher ein Gouverneur (w\u0101l\u012b) oder der Kalif. Jeder B\u00fcrger kann sich beim Gericht \u00fcber diese Ungerechtigkeit beschweren, damit das Gericht gegen den Herrscher ein Urteil f\u00e4llt und diese Ungerechtigkeit beseitigt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass er die Ware zum Marktpreis verkaufen muss, ergibt sich aus dem Rechtsspruch bez\u00fcglich Kauf und Verkauf. Ist die Ware nur beim Monopolisten vorhanden, sodass er sie um den von ihm gew\u00fcnschten Preis verkaufen kann &#8211; er den Preis also bestimmt, weil die Ware nur bei ihm vorhanden ist &#8211; so hat der Staat in diesem Falle die Ware am Markt zur Verf\u00fcgung zu stellen. Sodann kann keiner der H\u00e4ndler den Preis bestimmen, weil die Ware am Markt ja verf\u00fcgbar ist und zum Marktpreis verkauft wird. Nun ist auch der Monopolist gezwungen, die Ware um den Marktpreis zu verkaufen. Die L\u00f6sung des Monopolproblems ist also die, dass der Monopolist eine Abschreckungsstrafe erh\u00e4lt und gezwungen wird, seine Ware am Markt anzubieten. Ist sie nur bei ihm vorhanden, hat der Staat sie am Markt zur Verf\u00fcgung zu stellen, so dass der Monopolist den Warenpreis nicht bestimmen kann. Das Buch hat diese Angelegenheit verdeutlicht. So wird im Kapitel \u201eDie Preisfestlegung &#8211; <em>at-Tas\u02bf\u012br<\/em>\u201c ausgef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Teuerungen bei Waren, zu denen es in Kriegszeiten oder in Zeiten politischer Krisen aufgrund deren Nichtverf\u00fcgbarkeit kommt, sind entweder auf deren Monopolisierung oder auf das mangelnde Angebot am Markt zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/em> <em>Wenn die Nichtverf\u00fcgbarkeit auf die Monopolisierung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, so hat Allah diese verboten. Ist sie auf ein mangelndes Marktangebot zur\u00fcckzuf\u00fchren, so hat der Kalif die Pflicht, die Interessen der Menschen zu betreuen. Er muss daf\u00fcr sorgen, dass die Ware am Markt verf\u00fcgbar wird, indem er sie aus anderen Gegenden anschafft. Auf diese Weise wird die Teuerung verhindert.<\/em> <em>Im Hungerjahr, das auch als Jahr der Trockenheit bezeichnet wird, als eine Hungersnot allein im Hi\u011f\u0101z ausbrach, weil es dort zu einer Nahrungsknappheit kam und dadurch die Preise in die H\u00f6he schnellten, hat \u02bfUmar ibn al-\u1e2aa\u1e6d\u1e6d\u0101b die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel nicht festgelegt. Vielmehr entsandte er Boten und holte Nahrungsmittel aus \u00c4gypten und den L\u00e4ndern a\u0161-\u0160ams herbei. Die Preise sanken, ohne dass eine Preisfestlegung notwendig gewesen w\u00e4re.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch f\u00fchrt der Umstand, die Ware nicht zum Marktpreis zu verkaufen, zur \u00dcbervorteilung (<em>\u0121ubn<\/em>). Die grobe \u00dcbervorteilung (<em>\u0121ubn f\u0101\u1e25i\u0161<\/em>) ist jedoch verboten. Sie bedeutet, die Ware \u00fcber den Marktpreis zu verkaufen, und zwar in einer Weise, die \u00fcber die unter H\u00e4ndlern \u00fcbliche leichte Preisanhebung oder -absenkung hinausgeht. Handelt es sich hingegen um eine gro\u00dfe Anhebung, auf die der Begriff \u201egrobe \u00dcbervorteilung\u201c zutrifft, so ist sie verboten. All das n\u00f6tigt den H\u00e4ndler dazu, die Ware um den Marktpreis zu verkaufen. Der Staat hat seinerseits die Pflicht, den Marktpreis herzustellen, sodass kein H\u00e4ndler irgendeine Ware kontrolliert. Ist die Ware bei keinem anderen H\u00e4ndler vorhanden, wodurch sich der Marktpreis automatisch einstellen w\u00fcrde, hat der Staat die Ware zu besorgen und sie am Markt zu verkaufen. Auf diese Weise ist kein H\u00e4ndler in der Lage, den Preis zu kontrollieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Buch \u201eDie islamische Pers\u00f6nlichkeit Teil 2\u201c wird im Kapitel \u201eDer Verkauf auf Schuld und Ratenzahlung\u201c ausgef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Bedingung ist jedoch, dass es beim Preis zu keiner groben \u00dcbervorteilung (\u0121ubn f\u0101\u1e25i\u0161) und damit zum Betrug kommt. Vielmehr muss der Preis dem Marktpreis bei Vertragsabschluss entsprechen, der bei der vereinbarten Lieferfrist \u00fcblich ist. Es gilt also nicht der Marktpreis zum Zeitpunkt der Aush\u00e4ndigung der Ware. Denn der salam <\/em>(Verkauf mit Zahlungsaufschub, Anm.) <em>ist ein Kaufgesch\u00e4ft, und die grobe, also betr\u00fcgerische, \u00dcbervorteilung ist bei allen Kaufgesch\u00e4ften verboten, somit auch bei einem salam-Gesch\u00e4ft.<\/em> <em>Genauso wie es verboten ist, eine Ware, die bei sp\u00e4terem Zahlungstermin sofort ausgeh\u00e4ndigt wird, mit grober \u00dcbervorteilung zu verkaufen, ist es auch verboten, dass eine sp\u00e4ter auszuh\u00e4ndigende Ware bei sofortiger Bezahlung mit grober \u00dcbervorteilung verkauft wird.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Buch \u201eDie islamische Pers\u00f6nlichkeit Teil 3\u201c wird im Kapitel \u201eDer Rechtsgrund &#8211; die <em>\u02bfilla<\/em>\u201c ausgef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Beispiel daf\u00fcr ist auch, was im Folgenden von Ab\u016b Huraira berichtet wird:<\/em><\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0646\u0647\u0649 \u0631\u0633\u0648\u0644 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0635\u0644\u0649 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0639\u0644\u064a\u0647 \u0648\u0633\u0640\u0644\u0645 \u0623\u0646 \u064a\u0628\u064a\u0639 \u062d\u0627\u0636\u0631 \u0644\u0628\u0627\u062f\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Der Gesandte Allahs (s) untersagte, dass ein Sesshafter einem W\u00fcstenbewohner verkauft<\/span><span class=\"hadith-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"hadith-block-reference-content\">Bu\u1e2b\u0101r\u012b<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Hadith untersagt, dass ein Sesshafter einem W\u00fcstenbewohner verkauft. Mit der Untersagung ist beim Verk\u00e4ufer die Eigenschaft erw\u00e4hnt worden, dass er ein Sesshafter, also ein Ortsans\u00e4ssiger, ist, und beim K\u00e4ufer die Eigenschaft, dass er aus der W\u00fcste kommt. In beiden F\u00e4llen handelt es sich um eine Beschreibung, die eine Begr\u00fcndung f\u00fcr das Verkaufsverbot zu verstehen gibt. Sie gibt zu verstehen, dass das Verbot deshalb ergangen ist, weil der W\u00fcstenbewohner die Markpreise nicht kennt. Dies belegt, dass die Eigenschaft, W\u00fcstenbewohner zu sein, einen Rechtsgrund (\u02bfilla) darstellt, weil der W\u00fcstenbewohner die Marktpreise nicht kennt, und das ist der kausale Aspekt (wa\u011fh at-ta\u02bfl\u012bl) in der Aussage.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Gleiches gilt f\u00fcr die Untersagung, \u201eherankommende Ware zu \u00fcbernehmen\u201c (talaqq\u012b al-\u011falab). Hierbei ist der kausale Aspekt offen erw\u00e4hnt worden. So wird von Ab\u016b Huraira berichtet, der sprach:<\/em><\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0646\u064e\u0647\u064e\u0649 \u0635\u0644\u0649 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0639\u0644\u064a\u0647 \u0648\u0633\u0640\u0644\u0645 \u0623\u064e\u0646\u0652 \u064a\u064f\u062a\u064e\u0644\u064e\u0642\u064e\u0651\u0649 \u0627\u0644\u0652\u062c\u064e\u0644\u064e\u0628\u064f\u060c \u0641\u064e\u0625\u0650\u0646\u0652 \u062a\u064e\u0644\u064e\u0642\u064e\u0651\u0627\u0647\u064f \u0625\u0650\u0646\u0652\u0633\u064e\u0627\u0646\u064c \u0641\u064e\u0627\u0628\u0652\u062a\u064e\u0627\u0639\u064e\u0647\u064f\u060c \u0641\u064e\u0635\u064e\u0627\u062d\u0650\u0628\u064f \u0627\u0644\u0633\u0650\u0651\u0644\u0652\u0639\u064e\u0629\u0650 \u0641\u0650\u064a\u0647\u064e\u0627 \u0628\u0650\u0627\u0644\u0652\u062e\u0650\u064a\u064e\u0627\u0631\u0650 \u0625\u0650\u0630\u064e\u0627 \u0648\u064e\u0631\u064e\u062f\u064e \u0627\u0644\u0633\u064f\u0651\u0648\u0642\u064e\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">Der Gesandte Allahs (s) untersagte, dass man herankommende Ware \u00fcbernimmt. \u00dcbernimmt sie jemand und kauft sie, so hat der Besitzer der Ware die Wahl, wenn er zum Markt kommt.<\/span><span class=\"hadith-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"hadith-block-reference-content\">Tirmi\u1e0f\u012b<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Problem der Monopolisierung folgenderma\u00dfen zu l\u00f6sen ist:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Monopolist erh\u00e4lt eine richterliche Abschreckungsstrafe (<em>ta\u02bfz\u012br<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er wird gezwungen, die Ware in seinem Gesch\u00e4ft anuzubieten, um sie den Menschen zum Marktpreis zu verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Befindet sich die Ware nur bei ihm und wird sie von den Menschen ben\u00f6tigt, so hat der Staat die Pflicht, die Ware in ausreichender Menge zur Verf\u00fcgung zu stellen. Der Marktpreis wird sich daraufhin einpendeln, ohne dass irgendein H\u00e4ndler ihn bestimmen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So kann das Problem gel\u00f6st werden, ohne eine Preisbestimmung vorzunehmen, denn Preisbestimmungen sind verboten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">26. Rama\u1e0d\u0101n 1439 n.&nbsp;H.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">11.06.2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frage: Im Buch \u201eDas Wirtschaftssystem im Islam\u201c wird bei Untersuchung des Versicherungsvertrages ein Beispiel angef\u00fchrt, dass ich nicht verstehen konnte. Es wird gesagt, dass man einem W\u00e4scher Kleidung geben kann.<\/p>\n","protected":false},"author":45,"featured_media":12395,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[370,1812,2754],"class_list":["post-10288","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-islamrechtliche-fragen-und-antworten","tag-buergschaft","tag-monopol","tag-versicherung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/45"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10288"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10288\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}