{"id":10293,"date":"2018-07-31T00:00:00","date_gmt":"2018-07-31T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10293"},"modified":"2018-07-31T00:00:00","modified_gmt":"2018-07-31T00:00:00","slug":"trump-und-der-nato-gipfel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10293","title":{"rendered":"Trump und der Nato-Gipfel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>\u0628\u0633\u0645 \u0627\u0644\u0644\u0647 \u0627\u0644\u0631\u062d\u0645\u0646 \u0627\u0644\u0631\u062d\u064a\u0645<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Antwort auf eine Frage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Trump und der Nato-Gipfel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcbersetzt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frage:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der NATO-Gipfel fand am 11. und 12. Juli 2018 in Br\u00fcssel, der Hauptstadt Belgiens und der Europ\u00e4ischen Union, statt. Sowohl der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten als auch die Staatsoberh\u00e4upter der restlichen 28 Mitgliedsstaaten der Allianz nahmen an diesem Gipfel teil. Die Auseinandersetzung zwischen Donald Trump und den \u00fcbrigen Staatschefs spitzte sich weiter zu. Ihr Gespr\u00e4ch beschr\u00e4nkte sich fast ausschlie\u00dflich auf die Frage nach einer Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben auf insgesamt 2% des Bruttoinlandsprodukts. Warum macht Amerika dies, und wie sieht die Zukunft dieser Allianz aus?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Antwort<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um diesen Sachverhalt in aller G\u00e4nze zu verstehen, m\u00fcssen folgende Punkte ausgef\u00fchrt werden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1) Das Verhalten des Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump weicht von dem des klassischen Staatsoberhauptes ab. Er verk\u00fcndet seine Ambitionen \u00f6ffentlich und setzt andere Staaten \u00f6ffentlich unter Druck. Hinter den Kulissen und bei privaten Treffen mit den Staatsoberh\u00e4uptern der anderen L\u00e4nder pflegt Trump denselben Umgangston, wie wenn er Dinge in der \u00d6ffentlichkeit anspricht oder fordert. Seine Unversch\u00e4mtheit und Arroganz \u00fcbertrifft selbst die George W. Bushs. Daher ist Trump, was seine Umgangsweise anlangt, das absolute Gegenteil von Obama, der hinter den Kulissen Druck auf andere Staaten aus\u00fcbte und sich politischer Man\u00f6ver bediente, so, als w\u00e4re er ein englischer Politiker! Obama hat den Mitgliedsstaaten der Nato im Jahr 2014 eine Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben auf 2% des Bruttoinlandsprodukts auferlegt und sie auf verschiedenste Art und Weise unter Druck gesetzt, damit sie sich an dieses Abkommen halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Menschen wurden \u00fcber den Umgang Obamas mit den anderen Mitgliedsstaaten benachrichtigt, ohne dass dabei gro\u00dfartig Aufsehen erregt wurde, damit die Allianz nach au\u00dfen hin, mit den Vereinigten Staaten als F\u00fchrer dieser Allianz, geschlossen auftritt. Und so schien es, als w\u00e4ren die Vereinigten Staaten mit dem Fortschritt der Nato-Mitgliedsstaaten bei ihren Milit\u00e4rausgaben zufrieden. Tats\u00e4chlich jedoch kam es unter ihnen zu ernsthaften Meinungsverschiedenheiten. So verpflichteten sich die Nato-Mitglieder in jenem Jahr, ihren Anteil f\u00fcr Milit\u00e4rausgaben bis 2024 auf 2% des Bruttoinlandsprodukts zu erh\u00f6hen. Tats\u00e4chlich jedoch liegt der Anteil, den etwa 15 Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, Kanada, Italien, Belgien und Spanien, entrichten, noch immer bei weniger als 1,4% ihres Bruttoinlandsprodukts. Somit ist es ihnen unm\u00f6glich, der urspr\u00fcnglichen Abmachung mit Obama nachzukommen, was Trump erz\u00fcrnte. Aus diesem Grund ergriffen die Vereinigten Staaten erneut die Initiative und stellten den sogenannten \u201e<em>Four 30s<\/em>\u201c-Plan auf. Im Rahmen dessen verpflichten sich die Nato-Mitgliedsstaaten bis 2030 dazu, innerhalb von 30 Tagen, 30 Bataillone, 30 Flugzeugstaffeln und 30 Kriegsschiffe verf\u00fcgbar zu machen, damit die Eingreiftruppe der Nato f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle imstande ist, Russland mit einer Milit\u00e4roperation zu trotzen. <strong>Die USA haben mit Russland einen imagin\u00e4ren Feind geschaffen<\/strong>, um Europa weiterhin unter ihrer Kontrolle zu halten und zu verhindern, dass es unabh\u00e4ngige milit\u00e4rische und politische Entscheidungen trifft. Damit versuchen sie, Europa zumindest milit\u00e4risch unter ihrer F\u00fchrung und Kontrolle zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2) Trump ist sich des schwierigen Umgangs mit seinen Verb\u00fcndeten bewusst. Deshalb gab er am 10.07.2018 den Nato-Gipfel in Br\u00fcssel betreffend auf Twitter bekannt, \u201edass das Treffen mit Putin in Helsinki (datiert auf den 16. Juli 2018) m\u00f6glicherweise leichter sein wird als der Nato-Gipfel.\u201c Seine Worte sind gr\u00f6\u00dftenteils richtig; da Russland wie ein Unterw\u00fcrfiger auftritt, der bereit ist, den USA Dienste zu erweisen, um einige seiner Interessen zu verwirklichen und um als Gro\u00dfmacht zu wirken, die &#8211; neben der Weltf\u00fchrungsmacht &#8211; \u00fcber einen globalen Einfluss verf\u00fcgt. Auch versucht Russland damit, die US-Gefahr von sich abzuwenden, insbesondere in seiner Umgebung und seinem Hegemonialbereich, den die USA unter ihre Kontrolle zu bringen trachten. Europa hingegen tritt gegen\u00fcber den Vereinigten Staaten als Gegner, Konkurrent und Rivale auf. Es rief die Europ\u00e4ische Union ins Leben, um den USA die Stirn zu bieten und mit ihnen zu konkurrieren. Aus diesem Grund ist die Haltung Amerikas der Europ\u00e4ischen Union gegen\u00fcber feindseliger Natur. Die USA machen keinen Hehl daraus, die Europ\u00e4ische Union zerschlagen zu wollen. Vor diesem Hintergrund unterst\u00fctzten sie den <em>Brexit<\/em>. So kritisierte Trump die Premierministerin des Vereinigten K\u00f6nigreichs Theresa May \u00f6ffentlich daf\u00fcr, dass sie nach dem Verlassen der Europ\u00e4ischen Union eine \u201eFreihandelszone\u201c mit der EU plane.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte dieser Plan in die Tat umgesetzt werden, \u201ew\u00fcrden wir es mit der Europ\u00e4ischen Union zu tun haben, statt mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich\u201c, sagte Trump. Diese Entwicklung w\u00fcrde ein bilaterales Abkommen zwischen den USA und Gro\u00dfbritannien \u201ewahrscheinlich t\u00f6ten\u201c. Weiterhin sagte er: \u201eIch habe Theresa May gesagt, dass ich mit dem Brexit anders umgegangen w\u00e4re. Ich habe ihr gesagt, wie sie es machen soll, aber sie hat nicht auf mich geh\u00f6rt. Sie zog es vor, einen anderen Weg einzuschlagen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump lobte den britischen Au\u00dfenminister Boris Johnson, der wegen seiner Kritik an Mays Plan zur\u00fcckgetreten war. Trump meinte, Johnson w\u00fcrde, <strong>\u201eein gro\u00dfartiger Premierminister sein\u201c.<\/strong> (The Sun, Zitat von BBC am 13.07.2018). Weiterhin forderte er andere L\u00e4nder \u00f6ffentlich dazu auf, die Europ\u00e4ische Union zu verlassen. Selbst dem Pr\u00e4sidenten Frankreichs, der ihn im letzten April besuchte, riet er dies. Washington Post berichtete am 29.06.2018, dass <strong><em>Trump seinem franz\u00f6sischen Amtskollegen w\u00e4hrend seines Besuchs im Wei\u00dfen Haus im April letzten Jahres anbot, die EU im Rahmen eines bilateralen Austauschabkommens mit den Vereinigten Staaten zu verlassen.<\/em><\/strong> Die Washington Post zitierte zwei europ\u00e4ische Beamte, <em>dass Trump Macron gefragt habe: \u201e<strong>Warum verl\u00e4sst du nicht die EU?<\/strong>\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3) Aus diesen Gr\u00fcnden kritisierte Trump die Europ\u00e4ische Union, insbesondere Deutschland. Die momentane Krise zwischen beiden L\u00e4ndern ist die wohl schwerwiegendste und h\u00e4rteste! In der Antwort auf eine Frage vom 07. Juni 2017 er\u00f6rterten wir die Gr\u00fcnde f\u00fcr das Eskalieren der Krise zwischen Deutschland und Amerika. So schrieben wir: <em>Deutschland ist die gr\u00f6\u00dfte Finanzmacht in Europa und die viertst\u00e4rkste Wirtschaftsmacht der Welt nach Amerika, China und Japan. Deshalb richtet Trump seinen Blick auf Deutschland, um von dort im Interesse der USA reichlich Geld einzunehmen, insbesondere dadurch, dass Amerika Russland als vermeintliche Bedrohung der deutschen Seite anbringt und Deutschland zu h\u00f6heren Zahlungen und einer st\u00e4rkeren Beteiligung an der NATO aufruft. (\u2026) Zudem stellt es sich bez\u00fcglich der geringen Beteiligung Deutschlands an der NATO so dar, dass Berlin 1,2 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr das Milit\u00e4r ausgibt (42 Milliarden Dollar). (\u2026) (Auch) die Handelsbilanz der USA mit Deutschland f\u00e4llt mit gro\u00dfem Abstand zugunsten Deutschlands aus: etwa 60 Milliarden Euro. Im Jahr 2016 erreichte das amerikanisch-deutsche Handelsvolumen 165 Milliarden Euro. Davon betragen die Importe Amerikas aus Deutschland 107 Milliarden Euro (\u2026)\u201c <\/em>Des Weiteren legten wir dar: \u201e<em>Innerhalb der europ\u00e4ischen Landschaft ist eine wachsende Bedeutung der deutschen F\u00fchrungsrolle auf politischer und wirtschaftlicher Ebene zu erwarten. Dies wird durch die Tatsache untermauert, dass die deutschen Verantwortlichen sich bei der Reaktion auf die amerikanische Politik an die vorderste Front stellten. Auch wird es durch die deutsche Ank\u00fcndigung best\u00e4tigt, den Streit mit den USA in die \u00d6ffentlichkeit tragen zu wollen. Sollte sich dies in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe ausweiten, k\u00e4me es zu einem starken Auseinanderdriften Europas und k\u00f6nnte letztlich zu einer schnellen Aufr\u00fcstung Deutschlands in gro\u00dfem Stil f\u00fchren.<\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4) Trump hat die Kampfansage Deutschlands allein an der Gleichg\u00fcltigkeit erkannt, die Deutschland ihm gegen\u00fcber an den Tag legt. Dies gilt besonders seitdem Trump seine Feindschaft gegen\u00fcber der EU \u00f6ffentlich gemacht hat. Deutschland betrachtet n\u00e4mlich die Europ\u00e4ische Union als gro\u00dfen Absatzmarkt f\u00fcr seine Produkte und als Gef\u00e4hrt, um damit auf die weltpolitische B\u00fchne zu gelangen und Einfluss auf die Weltpolitik zu nehmen. Deshalb richtete Trump seine Kritik insbesondere auf Deutschland und forderte die Deutschen auf, f\u00fcr den Schutz, den die Vereinigten Staaten ihnen seit dem Zweiten Weltkrieg gew\u00e4hren, hunderte Milliarden Dollar zu zahlen. Vor dem Nato-Gipfel sagte Trump bei einem Treffen mit dem Generalsekret\u00e4r der Nato: \u201eDeutschland ist ein Gefangener Russlands, allein aus dem Grund, dass es Unmengen an Energie von Russland bezieht. Die Deutschen zahlen Milliarden von Dollar an Russland, w\u00e4hrend wir sie vor Russland besch\u00fctzen m\u00fcssen. Wie l\u00e4sst sich dies erkl\u00e4ren? Das ist einfach unfair.\u201c Weiterhin sagte er: \u201eDeutschland steht unter der vollst\u00e4ndigen Kontrolle Russlands, da 60-70% seines Energiebedarfs aus Russland stammt, hinzu kommt noch der Bau einer neuen Pipeline. Nun erkl\u00e4rt mir bitte, aus welchem Blickwinkel dies angebracht sein k\u00f6nnte. Ich denke, dass es das nicht ist und auch, dass dies sehr schlecht f\u00fcr die Nato ist.\u201c (BBC, 12. Juli 2018)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte mit den Worten: \u201eDeutschland verfolgt seine eigene Politik und trifft unabh\u00e4ngige Entscheidungen (\u2026). Ich habe selbst in jenem Teil Deutschlands gelebt, der von der Sowjetunion kontrolliert wurde. Ich bin sehr froh dar\u00fcber, dass wir, als Bundesrepublik Deutschland, vereint in Freiheit leben k\u00f6nnen. Aus diesem Grund k\u00f6nnen wir sagen, dass wir unabh\u00e4ngig von anderen Politik betreiben und auch unsere Entscheidungen unabh\u00e4ngig getroffen werden.\u201c Und der deutsche Au\u00dfenminister Heiko Maas sagte: \u201eWir sind keine Gefangenen, weder von Russland noch von den Vereinigten Staaten.\u201c (BBC, 12.07.2018) Trump und Merkel ignorierten einander, als sie gemeinsam durch den Korridor des Nato-Hauptquartiers liefen. Trump kritisierte wiederholt das Gaspipeline-Projekt <em>Nord Stream<\/em>, welches Russland mit Deutschland verbinden wird, und forderte, es aufzugeben. Das Projekt wird zudem von einigen europ\u00e4ischen Staaten abgelehnt, was zu innereurop\u00e4ischen Uneinigkeiten f\u00fchrt. So ist Polen der Ansicht, dass Europa ein solches Projekt nicht ben\u00f6tigt. \u201e<em>Nord Stream<\/em> ist das Projekt einiger europ\u00e4ischer L\u00e4nder, welche Russland Geld anbieten und ihnen Mittel und Wege er\u00f6ffnen, Polens Sicherheit zu gef\u00e4hrden.\u201c, sagte der polnische Au\u00dfenminister, Jacek Czaputowicz bei seiner Ankunft im Nato-Hauptquartier. (AFP, 11.07.2018)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Worte lie\u00df er klar im Auftrag von Trump verlauten. Das liegt daran, dass Polens Loyalit\u00e4t Amerika gilt und es innerhalb der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr die USA arbeitet. Die USA arbeiten also seit geraumer Zeit innerhalb der EU darauf hin, sie von innen heraus zu zerst\u00f6ren. Neu ist jedoch seit dem Amtsantritt Trumps, dass dieser nun direkt und \u00f6ffentlich auf die Zerst\u00f6rung der EU hinarbeitet. <strong>So hat er die zwangsweise Erh\u00f6hung der R\u00fcstungsausgaben der europ\u00e4ischen Staaten auf 2% ihres BIPs zur Schicksalsfrage erhoben, um so einen Erfolg zu pr\u00e4sentieren, der seinem Vorg\u00e4nger Obama verwehrt geblieben ist. Dieser hatte es n\u00e4mlich nicht geschafft, die Europ\u00e4er zu zwingen, ihre Verteidigungsausgaben auf 2% des Bruttoinlandsprodukts zu erh\u00f6hen. Trumps innenpolitische Lage w\u00fcrde sich dadurch verbessern, was die Chancen der Republikanischen Partei bei den Zwischenwahlen sowie seine eigenen Chancen f\u00fcr eine zweite Amtszeit erh\u00f6ht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5) Frankreich war f\u00fcr die Forderung der Vereinigten Staaten empf\u00e4nglicher. So sagte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Macron: \u201eFrankreich wird das von der Nato vereinbarte Ziel, die Milit\u00e4rausgaben bis 2024 auf 2% des Bruttoinlandsprodukts zu erh\u00f6hen, erf\u00fcllen.\u201c Weiterhin sagte er: \u201eEin weiterer Zusammenhalt der Allianz wird nur m\u00f6glich sein, wenn die Last gerecht verteilt wird. (\u2026) Trump hat das Bekenntnis der Vereinigten Staaten zur Nato bekr\u00e4ftigt, obwohl er zuvor Zweifel \u00e4u\u00dferte. W\u00e4hrend des Gipfels am Donnerstag drohte er nicht direkt mit einem R\u00fcckzug der USA.\u201c (Reuters, 12.07.2018)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu beachten ist, dass Frankreich derzeit etwa 1,8% seines Bruttoinlandsprodukts in Milit\u00e4rausgaben flie\u00dfen l\u00e4sst. Jedoch ist Frankreich bem\u00fcht, den USA gegen\u00fcber milde aufzutreten, damit diese ihm an ihrer Seite eine gr\u00f6\u00dfere weltpolitische Rolle zukommen lassen, um die Gro\u00dfmachtgel\u00fcste der Franzosen emotional zu befriedigen, ohne jedoch die Europ\u00e4ische Union aufgeben zu m\u00fcssen. Des Weiteren f\u00fcrchten sich die Franzosen vor dem Aufstieg Deutschlands. Aus diesem Grund arbeitet Frankreich in manchen Situationen mehr im Sinne der Europ\u00e4ischen Union, wie es beim j\u00fcngsten G7-Gipfel in Kanada der Fall war, als Trump seinen Handelskrieg verk\u00fcndete. Gleiches gilt auch f\u00fcr die Einhaltung des Atomabkommens mit dem Iran, obwohl die USA daraus ausgestiegen sind. In anderen Situationen versucht es wiederum, sich den USA anzun\u00e4hern, wie es der k\u00fcrzlich stattgefundene Nato-Gipfel in Br\u00fcssel gezeigt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6)&nbsp;<strong>Trump hat unmissverst\u00e4ndlich klargemacht, dass er bereit w\u00e4re, das Nato-B\u00fcndnis aufzugeben. Obwohl er dies zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt nicht getan hat, bleibt die Drohung bestehen.<\/strong> Seinen Verb\u00fcndeten und Feinden hat er gleicherma\u00dfen den Handelskrieg erkl\u00e4rt. Die amerikanische Politik schl\u00e4gt daher unter der F\u00fchrung ihres leichtsinnigen Pr\u00e4sidenten eine neue Richtung ein. Dieser ist n\u00e4mlich bereit, auch andere B\u00fcndnisse aufzuk\u00fcndigen. In unserer Antwort auf eine Frage vom 16.06.2018 sagten wir: \u201e<em>All das zeigt auf, dass die Akte Handelskrieg f\u00fcr die USA von \u00e4u\u00dferster Wichtigkeit ist, da die USA noch immer unter den Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 leiden. Auch haben die amerikanischen Staatsschulden eine H\u00f6he von 20 Billionen USD erreicht. Donald Trump versucht nun mit seiner kaufm\u00e4nnischen Denkweise und getreu dem Motto \u201eAmerika first\u201c, die Wirtschaft der USA vor dem Kollaps zu retten. So eine Herangehensweise kann jedoch das Auseinanderbrechen internationaler Institutionen einl\u00e4uten, die lange Zeit von den USA genutzt wurden, um ihren Einfluss global geltend zu machen. In der Folge k\u00f6nnte auch die derzeitige Weltordnung br\u00fcchig werden und eine neue internationale Lage entstehen. Die Vereinigten Staaten sind n\u00e4mlich nicht l\u00e4nger bereit, Opfer zu bringen, indem sie eine Handelsbilanz zugunsten anderer Staaten in Kauf nehmen, um dann mit deren Hilfe die eigene Position als Weltf\u00fchrungsmacht zu erhalten. Vielmehr denken sie nur noch an ihre F\u00fchrungsrolle gepaart mit wirtschaftlichem Gewinn, ohne dabei ihren Verb\u00fcndeten zu helfen, damit diese unter ihren Fittichen bleiben und sich weiterhin g\u00e4ngeln lassen.<\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">7) Unter den alliierten M\u00e4chten tobt also ein Krieg, was den Zusammenbruch ihrer B\u00fcndnisse erwarten l\u00e4sst und das Auflodern schwerer wirtschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen zwischen ihnen. G\u00e4be es da nicht die Angst vor dem Einsatz von Atomwaffen, w\u00e4re schon l\u00e4ngst ein Dritter Weltkrieg zwischen ihnen ausgebrochen. Diese Alliierten sind die Quelle allen \u00dcbels auf der Welt, da sie sich die unheilvolle kapitalistische Ideologie angeeignet haben; die den Nutzen zum generellen Handlungsma\u00dfstab erkl\u00e4rt und den materiellen Wert zum einzigen Wert, der in der Gesellschaft vorherrscht. Deshalb ben\u00f6tigt die Welt mehr denn je das Entstehen eines Rechtgeleiteten Kalifats gem\u00e4\u00df dem Plan des Prophetentums. Dieser Staat wird die spirituellen, ethischen und humanen Werte verbreiten und sich nicht nur auf die Verwirklichung des materiellen Wertes beschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allah (t) verf\u00fcgt \u00fcber Diener, die Ihm treu ergeben sind und die aufrichtig sind gegen\u00fcber dem Gesandten Allahs (s). Wir sagen das, ohne irgendjemanden Allah gegen\u00fcber loben zu wollen. Sie arbeiten Tag und Nacht daran, um dieses gro\u00dfe Ziel zu erreichen. Ein Ziel, das das Gute schlechthin verk\u00f6rpert. Ihre Zungen sind von der unabl\u00e4ssigen Erw\u00e4hnung Allahs (t) benetzt, ihre Gliedma\u00dfen stets mit dem Tragen der islamischen Botschaft besch\u00e4ftigt und ihre Herzen sind von der Sicherheit erf\u00fcllt, dass der Sieg Allahs kommen wird.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\">\u0625\u0650\u0646\u064e\u0651\u0627 \u0644\u064e\u0646\u064e\u0646\u0652\u0635\u064f\u0631\u064f \u0631\u064f\u0633\u064f\u0644\u064e\u0646\u064e\u0627 \u0648\u064e\u0627\u0644\u064e\u0651\u0630\u0650\u064a\u0646\u064e \u0622\u0645\u064e\u0646\u064f\u0648\u0627 \u0641\u0650\u064a \u0627\u0644\u0652\u062d\u064e\u064a\u064e\u0627\u0629\u0650 \u0627\u0644\u062f\u064f\u0651\u0646\u0652\u064a\u064e\u0627 \u0648\u064e\u064a\u064e\u0648\u0652\u0645\u064e \u064a\u064e\u0642\u064f\u0648\u0645\u064f \u0627\u0644\u0652\u0623\u064e\u0634\u0652\u0647\u064e\u0627\u062f\u064f<\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Wahrlich, Wir helfen Unseren Gesandten und denjenigen, die glauben, im diesseitigen Leben und am Tag, da die Zeugen auftreten werden.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">40:51<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. \u1e0e\u016b l-Qi\u02bfda 1439 n.&nbsp;H.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>17.07.2018 n. Chr.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der NATO-Gipfel fand am 11. und 12. Juli 2018 in Br\u00fcssel, der Hauptstadt Belgiens und der Europ\u00e4ischen Union, statt. Sowohl der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten als auch die Staatsoberh\u00e4upter der restlichen 28 Mitgliedsstaaten der Allianz nahmen an diesem Gipfel teil. Die Auseinandersetzung zwischen Donald Trump und den \u00fcbrigen Staatschefs spitzte sich weiter zu. Ihr Gespr\u00e4ch beschr\u00e4nkte sich fast ausschlie\u00dflich auf die Frage nach einer Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben auf insgesamt 2% des Bruttoinlandsprodukts. 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