{"id":10294,"date":"2018-08-04T00:00:00","date_gmt":"2018-08-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10294"},"modified":"2018-08-04T00:00:00","modified_gmt":"2018-08-03T22:00:00","slug":"der-islam-in-den-medien-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10294","title":{"rendered":"Der Islam in den Medien (3)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angefangen hat das Interesse der Medien am Islam mit der so genannten \u201eIslamischen Revolution\u201c 1978\/79 im Iran. Damit begann im Grunde das weltweite mediale Interesse am Islam, das bis heute nicht nur anh\u00e4lt, sondern zunimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bildsprache hat sich seitdem aber nicht ver\u00e4ndert: Massenfotografien von Muslimen, verschleierte Frauen in Schwarz, Kalaschnikows, der Koran usw. direkt auf der Titelseite. Ganz beliebt ist die Farbe Schwarz als Hintergrundfarbe, etwa beim \u201eSpiegel\u201c. Auf der Titelseite der Ausgabe 13 aus dem Jahr 2007 sieht man den oberen Teil des Brandenburger Tores mit der Quadriga auf schwarzem Hintergrund, oben links ist der Halbmond mit Stern als Symbol f\u00fcr den Islam und in der Mitte platziert der Titel \u201eMekka Deutschland\u201c mit dem Untertitel \u201eDie stille Islamisierung\u201c. In der Ausgabe 52 desselben Jahres sieht man auf der Titelseite eine in Wei\u00df verschleierte Frau, so beleuchtet, dass besonders viele Schatten entstehen, auf ihrem Scho\u00df ein aufgeschlagener Koran, auf dem sich ebenfalls ein dunkler Schatten legt, und alles wieder vor einem schwarzen Hintergrund. \u00dcber dem Kopf der Frau, deren Gesicht man nicht erkennt, weil sie den Kopf nach unten neigt, als w\u00fcrde sie im Koran lesen, steht in gro\u00dfen Buchstaben der Titel \u201eDer Koran\u201c und darunter der Untertitel \u201eDas m\u00e4chtigste Buch der Welt\u201c. Eine weitere \u201eSpiegel\u201c-Ausgabe aus dem Jahr 2014 zeigt die neue westliche Vorstellung vom Sensenmann in Form einer Gestalt mit Kapuzenshirt, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, wo das Gesicht sein m\u00fcsste nur eine schwarze Leere, und auf dem Shirt steht \u201ela ilaha illallah\u201c in arabischer Schrift. Darunter ist das Siegel des Propheten. Der Hintergrund ist nat\u00fcrlich wieder schwarz. Nur durch das Licht- und Schattenspiel hebt sich die Gestalt von dem grau-schwarzen Hintergrund ab. Ganz unten steht in dicker roter Schrift \u201eDer Dschihad-Kult\u201c. Wieder eine andere \u201eSpiegel\u201c-Ausgabe aus diesem Jahr zeigt auf dem Titelbild ein Schlauchboot im st\u00fcrmischen Meer. Die Farbe Schwarz-Rot-Gold dominiert das Bild. Die Farbe Schwarz bildet den Bildhintergrund, eine rote Welle rei\u00dft das graue Schlauchboot nach oben und eine gelbe Welle ist im Vordergrund zu sehen. Rechts auf dem schwarzen Hintergrund titelt \u201eDer Spiegel\u201c in wei\u00dfer Schrift \u201eDie deutsche Frage\u201c. Im Untertitel hei\u00dft es: \u201eWie gehen wir mit Migranten um? Die Fl\u00fcchtlingskrise gef\u00e4hrdet Merkels Kanzlerschaft\u201c. Mit der Farbe Schwarz erzeugt \u201eDer Spiegel\u201c auf der Ebene des Unterbewusstseins ein Gef\u00fchl der Angst. Andere Magazine sind da nicht besser. Besonders beliebt beim \u201eStern\u201c ist die Frau mit Kopftuch, wenn es um das Thema Islam geht, oder aber auch Bildcollagen, um m\u00f6glichst viele bedrohliche Motive auf das Titelbild zu packen, um ein Gef\u00fchl der Angst vor dem Islam hervorzurufen. So finden sich auf dem Titelbild einer alten \u201eStern\u201c-Ausgabe Hassan Nasrallah, die Kaaba mit wei\u00dfgekleideten Pilgern, eine Kalaschnikow, eine Explosion, der Koran, ein Halbmond mit Stern und eine Moschee wieder. Der Titel lautet \u201eIslam\u201c und der Untertitel \u201eWarum wollen sie uns t\u00f6ten\u201c mit dem Zusatz \u201eDie Geschichte des Islams\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es lie\u00dfen sich hier noch unz\u00e4hlige Beispiele anf\u00fchren. Die Bildsprache der Medien zum Thema Islam tr\u00e4gt viel zum Feindbild bei und sorgt daf\u00fcr, dass der Standpunkt des Lesers in Bezug auf den Islam bereits feststeht, noch bevor er auch nur eine Zeile zu dem Thema gelesen hat. Die Bilder legen fest, was der Rezipient \u00fcber den Islam zu denken hat. Sie schaffen im Unterbewusstsein eine Verkn\u00fcpfung zwischen Islam, Gewalt, Terror und Unterdr\u00fcckung. Der Leser soll blo\u00df nicht unvoreingenommen an das Thema Islam herangehen und sich wom\u00f6glich eine eigene Meinung bilden, die von dem Islambild der Medien abweicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Medien haben Stereotype geschaffen, von denen sich die \u00d6ffentlichkeit kaum noch l\u00f6sen kann. Rationale Mechanismen wurden ausgeschaltet. Der Fall Marwa El-Sherbini legt es offen. Im August 2008 wurde Marwa El-Sherbini auf einem Spielplatz in Dresden von einem Deutschen als \u201eIslamistin\u201c, \u201eTerroristin\u201c und \u201eSchlampe\u201c beschimpft. Es kam zur Anzeige und schlie\u00dflich zu einer Gerichtsverhandlung im Juli 2009. Als die schwangere Marwa El-Sherbini den Gerichtssaal nach ihrer Zeugenaussage verlassen wollte, t\u00f6te der Angeklagte Alex Wiens sie mit 18 Messerstichen vor den Augen ihres Mannes und ihres dreij\u00e4hrigen Sohnes. Der Ehemann wurde mit drei Messerstichen verletzt, als er seiner Frau helfen wollte. Ein Polizist schoss jedoch nicht auf den Angreifer, sondern auf den Ehemann, da es jenseits seiner Vorstellungskraft lag, dass der Muslim das Opfer und der Deutsche der T\u00e4ter war. Trotz des offensichtlichen fremdenfeindlichen Motivs und Islamhasses behandelten die deutschen Medien den Fall als pers\u00f6nliche Trag\u00f6die und unterschlugen das wahre Tatmotiv. Erst die Kritik an der Ignoranz der deutschen Medien durch die ausl\u00e4ndische Presse und der Druck aus dem Ausland f\u00fchrten dazu, dass die wahren Hintergr\u00fcnde in den deutschen Medien thematisiert wurden. Die Medien weigern sich schlichtweg, von ihrem negativen Islambild abzur\u00fccken. In dieses Bild passt der Muslim als Opfer nicht rein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich verh\u00e4lt es sich so, dass die \u00f6ffentliche Meinung \u00fcber den Islam und das Islambild, das die Medien vermitteln, identisch sind. Die Medien haben die Wahrnehmung des Islam in der \u00d6ffentlichkeit wesentlich beeinflusst. Und so kann das Bild der \u00d6ffentlichkeit vom Islam nur negativ sein und in Hass gegen die in Deutschland lebenden Muslime zum Ausdruck kommen. Die AfD hat es dadurch bis in den Bundestag geschafft, weil auch sie viel zu viel mediale Aufmerksamkeit mit ihrer Islamfeindlichkeit erhalten hat. Der Hass gegen den Islam ist der gemeinsame Nenner der Parteimitglieder, der sie \u00fcberhaupt erst verbindet. Heutzutage ist die Islamfeindlichkeit der Grundstein, um politische Karriere zu machen, weil die Medien diese mit ihrem Islambild gesellschaftsf\u00e4hig gemacht haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Islamfeindlichkeit in der Gesellschaft haben folglich zu einem gro\u00dfen Teil die Medien zu verantworten, die bewusst ein negatives Islambild geschaffen haben und aufrechterhalten, das die \u00d6ffentlichkeit eins zu eins \u00fcbernommen hat. Das setzt nat\u00fcrlich auch Politiker unter Druck, das Thema Islam aufzugreifen, in den Medien im Allgemeinen und in den Talkshows im Besonderen pr\u00e4sent zu sein und gegen die Muslime zu hetzen. Politik und Medien beeinflussen sich hier gegenseitig. Nicht ohne Grund spricht man von den Medien als vierte Gewalt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angefangen hat das Interesse der Medien am Islam mit der so genannten \u201eIslamischen Revolution\u201c 1978\/79 im Iran. 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