{"id":10300,"date":"2018-08-24T00:00:00","date_gmt":"2018-08-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10300"},"modified":"2018-08-24T00:00:00","modified_gmt":"2018-08-23T22:00:00","slug":"bereitet-erdogan-die-ausrufung-des-kalifats-in-der-tuerkei-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10300","title":{"rendered":"Bereitet Erdogan die Ausrufung des Kalifats in der T\u00fcrkei vor?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufrichtig sehnen sich die Muslime nach dem Kalifat. Aus den Ruinen der Erniedrigung und Zerst\u00f6rung, die sich \u00fcber fast die gesamte islamische Welt ausgebreitet haben, richten sich die Blicke der Muslime heute erwartungsvoll in Richtung eines solchen Bebens. Es ist der Tag, an dem die Muslime sowohl in der T\u00fcrkei als auch in den arabischen und \u00fcbrigen L\u00e4ndern der islamischen Welt die Initiative wieder selbst in die Hand nehmen, nachdem sie ihnen abhandengekommen war. Keinem anderem werden sie ihre Loyalit\u00e4t schenken als Allah, ihrem Herrn. Sie werden von jedem System ablassen, das nicht ihrem Din, dem gro\u00dfartigen Islam, entspringt. Der Islam hob die Araber von der Stufe eines marginalisierten, unbedeutenden Volkes auf die Stufe einer f\u00fchrenden Macht, nachdem sie ihre internen Angelegenheiten mit den Gesetzen des Islam gel\u00f6st hatten. Sie stiegen in solch rasantem Tempo zu einer Macht auf, wor\u00fcber sich Denker und Politiker noch heute den Kopf zerbrechen. Die Muslime begannen umliegende Gebiete einzunehmen und den Islam zu verbreiten. Die arabischen St\u00e4mme auf der Halbinsel wandten sich der neuen Glaubensordnung zu. Noch bevor das erste Jahrhundert nach Errichtung des Staates, den Muhammad (s.) gegr\u00fcndet hatte, verstrichen war, stand der Islam auf festem Boden. Der Staat ging nun offensiv gegen die Gro\u00dfm\u00e4chte vor, die ihn umgaben. Die gro\u00dfe Frage, die sich die Muslime stellen und die sie sich leicht beantworten k\u00f6nnen, lautet: Wenn wir das Gleiche wiederholen und ein zweites Mal das Kalifat errichten, w\u00e4ren wir dann wieder in der Lage, Gleiches zu vollbringen wie im ersten Staat des Islam? Auch wenn die Muslime die Frage zweifellos mit \u201eJa\u201c beantworten, so ist den Denkern in den L\u00e4ndern des Unglaubens diese Tatsache sehr genau bewusst. Die Politiker der Gro\u00dfm\u00e4chte f\u00fcrchten die Wiederkehr des Islam. Und sie bef\u00fcrchten au\u00dferdem, dass die R\u00fcckkehr des Islam von einem heute starken Staat wie der T\u00fcrkei ausgehen k\u00f6nnte, deren Volk von einer Wiederkehr des ruhmreichen Islam tr\u00e4umt, zur\u00fcckblickend auf die osmanische Geschichte, als Istanbul Zentrum des islamischen Staates und der Umma weltweit war. Die R\u00fcckkehr des Islam k\u00f6nnte auch von einem starken Staat wie Pakistan ausgehen oder von \u00c4gypten, das \u00fcber eine gro\u00dfe Armee verf\u00fcgt und sowohl am Mittelmeer als auch am Roten Meer liegt. Auch befindet sich dort der Suez-Kanal, der Korridor des internationalen Handels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die amerikanischen und europ\u00e4ischen \u00c4ngste vor einem Beben des Kalifats zu begreifen: Der Westen nimmt wahr, dass sich die islamische Umma in einem Modus des Widerstandes befindet. Bislang war es dem Westen ein Leichtes, alles, und sei es noch so unbedeutend, in der islamischen Region zu kontrollieren. Er hatte alles fest im Griff. Doch mit Beginn dieses Jahrhunderts entfaltete sich in den Reihen der islamischen Umma ein neuer Zustand der Aufs\u00e4ssigkeit. 2001 machte sich dieser Zustand das erste Mal bemerkbar. Damals weigerte sich die Bewegung der Taliban in Afghanistan, sich von der Organisation der al-Qaida loszusprechen, die damals von den USA f\u00fcr die Anschl\u00e4ge vom 11. September verantwortlich gemacht wurden. Die Taliban zogen es vor zu k\u00e4mpfen und verloren mit der US-Besetzung Afghanistans ihre Macht. Damit abfinden wollten sie sich allerdings nicht; und das war nur der Anfang. Es folgte 2003 die amerikanische Besetzung des Irak. Nachdem die Amerikaner die siegreiche Beendigung des Irakkrieges erkl\u00e4rten, trat ihnen massiver Widerstand entgegen. Dieser Widerstand zeigte keine Angst vor dem amerikanischen Heer, sodass die Amerikaner im Morast des Irak versanken, bis sie beinahe bezwungen wurden. Dann kam das Jahr 2011, das den Beginn des Arabischen Fr\u00fchlings mit dem Ruf nach dem Sturz der Regime einl\u00e4utete. Im Grunde war es die Forderung nach dem Sturz der Marionettenregime Amerikas und Europas, Regime, die von F\u00e4ulnis zerfressen waren und die ihre Legitimation bei den V\u00f6lkern l\u00e4ngst verloren hatten. Diese Aufst\u00e4nde kamen f\u00fcr amerikanische und europ\u00e4ische Nachrichtendienste unerwartet. Und so schrillten bei ihnen die Alarmglocken, als der Zustand der Aufm\u00fcpfigkeit begann, sich Bahn zu brechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Aufstand in Syrien nahm allerdings eine Sonderstellung ein, denn dem Ruf nach einem Sturz des Regimes gesellte sich ein weiterer Ruf hinzu, n\u00e4mlich der nach dem rechtgeleiteten Kalifat (<em>al-\u1e2bil\u0101fa ar-r\u0101\u0161ida<\/em>). Es war ein Ruf, mit einer sehr brisanten Forderung. Gegen diese Rebellion gingen die USA mit wesentlich h\u00e4rteren Ma\u00dfnahmen vor. In dem Versuch, die Revolution niederzuschlagen, half man dem Assad-Regime mit Iranern und Russen aus. Gleichwohl traten die USA als Feinde des Regimes auf und als Gegner seiner russischen und iranischen Verb\u00fcndeten. Aus US-Sicht war dies eine notwendige Politik, um die Gefahr in den Griff zu bekommen, noch bevor die Dinge aus dem Ruder laufen und wom\u00f6glich explodieren. Kurzum: Die syrische Revolution hat bei den Amerikanern \u00c4ngste ausgel\u00f6st. Es waren \u00c4ngste, dass man sich kurz vor jenem Beben befindet, das ein Kalifat nach dem Plane des Prophetentums ausl\u00f6sen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus ergaben sich zwei Sachverhalte: Der eine betrifft die Tatsache, dass die T\u00fcrkei damit begann, st\u00e4rker mit den USA zusammenzuarbeiten, um die syrische Revolution zu vereinnahmen. Der gro\u00dfe Bonus der T\u00fcrkei war n\u00e4mlich, dass die Regierungspartei AKP den Ruf hat, eine \u201eislamische\u201c Partei zu sein und sich Pr\u00e4sident Erdogan gro\u00dfer Beliebtheit erfreute, besonders bei den sogenannten \u201eislamisch-moderaten\u201c Bewegungen. Der zweite Sachverhalt hat mit der Ausrufung des falschen Kalifats in der Stadt Mossul zu tun. Basierend auf diesen beiden Sachverhalten hat sich in den USA eine neue Vision entwickelt, die den Namen \u201eOsmanische T\u00fcrkei<em>\u201c <\/em>tr\u00e4gt, welche als m\u00f6glicher Weg gesehen wird, der islamischen Welt die Widerspenstigkeit auszutreiben. Um zu unterstreichen, dass die Amerikaner es mit dieser Anschauung ernst meinen: CNN Arabi meldete am 12.06.2014: \u201eSeit Jahren spekulieren Experten dar\u00fcber, dass bestimmte Faktoren zus\u00e4tzlich \u00d6l ins Feuer einer explosiven Region gie\u00dfen k\u00f6nnten. Einige Faktoren sind in der Geschichte zu suchen. Andere h\u00e4ngen mit wichtigen Entscheidungen neueren Datums zusammen.\u201c Analysten des Nordatlantikrates warnten davor, dass das Chaos in der arabischen Region in die Idee m\u00fcnden k\u00f6nnte, \u201edie darauf basiert, dass ein Kalifatsstaat auf einem gro\u00dfen Territorium entsteht.\u201c 2016 warnten US-amerikanische Experten vor dem Ausbruch zweier gro\u00dfer Kriege, die gegen die USA gerichtet sein w\u00fcrden &#8211; einer im islamischen Raum, der andere mit China. Das bedeutet: Aus Angst um ihre Hegemonie und ihre internationale Position, nehmen die USA das m\u00f6gliche Beben eines Kalifats, das auch ohne erkennbare Vorzeichen vor deren Augen ausbrechen k\u00f6nnte, sehr ernst. Daher haben sie damit begonnen, Vorkehrungen zu treffen. Um den Sachverhalt zu verdeutlichen, muss ein Blick auf die wahre Natur der Herrschaft in der T\u00fcrkei geworfen werden ebenso wie auf die Frage der Loyalit\u00e4t Erdogans. Es muss beleuchtet werden, was es mit der Anziehungskraft Istanbuls und Ankaras auf die sogenannten gem\u00e4\u00dfigten Gruppierungen auf sich hat? Anschlie\u00dfend werden wir uns erneut der US-Vision einer \u201eosmanischen T\u00fcrkei\u201c zuwenden und der Frage nachgehen, wie ernst sie zu nehmen ist. Denn wie sieht es mit den Zugest\u00e4ndnissen aus, die der \u201eosmanischen T\u00fcrkei\u201c seitens der USA gew\u00e4hrt werden? Es werden zudem die Indikatoren f\u00fcr ein \u201eOsmanentum\u201c Erdogans unter die Lupe genommen. Zum Schluss kann dann der Ernst dieser gef\u00e4hrlichen Idee bewertet werden, um zu verhindern, dass Muslime sich von ihr t\u00e4uschen lassen und in eine gro\u00dfe politische Falle hineintappen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Wahrheit \u00fcber die Herrschaft in der T\u00fcrkei<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die Frage der Herrschaft in der T\u00fcrkei betrifft, so ist sie ganz klar laizistisch. Es ist das System, welches Mustafa Kemal Atat\u00fcrk auf den Tr\u00fcmmern des osmanischen Kalifats errichtete und das noch unver\u00e4ndert als System in der heutigen T\u00fcrkei herrscht. Gleichg\u00fcltig, ob es sich um die von Erdogan gew\u00fcnschte (und 2017 per Referendum durchgesetzte) pr\u00e4sidiale oder die parlamentarische Staatsform handelt, bei der ein Ministerpr\u00e4sident die Staatsgesch\u00e4fte lenkt. Beide Formen sind Auspr\u00e4gungen der kapitalistischen Ordnung und haben keinerlei Bezug zu unserer einzigartigen Lebensordnung (<em>d\u012bn<\/em>) noch besteht irgendein Ber\u00fchrungspunkt zwischen ihnen und dem Islam. Der Laizismus stellt, was die Regierungsform angeht, ein nichtislamisches System dar. Auch hinsichtlich der Politik, die im Inneren des Staates praktiziert wird, handelt es sich keinesfalls um islamische, sondern um kapitalistische Politik. Die Gesetze der heutigen T\u00fcrkei sind Gesetze, die von Menschen stammen und im Parlament beschlossen werden. Zu ihnen geh\u00f6ren \u2013 abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, die das Pers\u00f6nlichkeitsrecht betreffen \u2013 keine islamischen Rechtsspr\u00fcche (<em>a\u1e25k\u0101m \u0161ar\u02bf\u012bya<\/em>). Doch sogar die Mehrehe, die der Islam f\u00fcr M\u00e4nner erlaubte, wurde nach t\u00fcrkischem Gesetz aufgehoben und f\u00fcr verboten erkl\u00e4rt. Mehr noch: Einer muslimischen Frau ist es nach t\u00fcrkischem Recht gestattet, die Ehe mit einem nichtmuslimischen Mann zu schlie\u00dfen. Ebenso stammen die Gesetze der Justiz aus menschlicher Feder und basieren nicht auf der islamischen Jurisprudenz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn Erdogans AKP, die regierende Partei im Land, noch so oft als islamische Partei beschrieben wird &#8211; es ist nur der \u00e4u\u00dfere Schein. Nichts hat diese Partei an den von Menschen gemachten Gesetzen ge\u00e4ndert, nicht mal den Versuch dazu unternommen. Andere \u201eislamische\u201c Gruppierungen haben sich etwa der Idee des <em>tadarru\u011f,<\/em> des stufenweisen Vorgehens, angenommen. Die einfachste Bedeutung von <em>tadarru\u011f<\/em> (ungeachtet der islamrechtlichen Betrachtung) ist: Ein Staat, der den Islam \u00fcber den Weg des <em>tadarru\u011f<\/em> zu implementieren gedenkt, tut dies, indem er stufenweise, also nach und nach, islamische Gesetze (<em>a\u1e25k\u0101m \u0161ar\u02bf\u012bya<\/em>) zur Umsetzung bringt. Somit kommen jedes Jahr weitere islamische Gesetze hinzu. Das ist das einfachste Verst\u00e4ndnis von <em>tadarru\u011f.<\/em> Doch Pr\u00e4sident Erdogan mit seiner \u201eislamischen\u201c Partei hat nicht ein einziges der islamischen Gesetze (<em>a\u1e25k\u0101m \u0161ar\u02bf\u012bya<\/em>) umgesetzt &#8211; mit Ausnahme einiger weniger Gesetze aus dem Pers\u00f6nlichkeitsrecht, wie wir erw\u00e4hnten, und die ohnehin vor Erdogans \u00c4ra existierten. Trotz der seit 2002 w\u00e4hrenden Amtsf\u00fchrung Erdogans in der T\u00fcrkei ist kein einziges islamisches Gesetz zus\u00e4tzlich implementiert worden. \u00dcberhaupt: Erdogan selbst hat nie die Idee des <em>tadarru\u011f<\/em> propagiert oder zur Debatte gebracht. Islamische Rechtsspr\u00fcche hatten nie einen Platz in seinen Wahlprogrammen. Er ist ein erkl\u00e4rter Laizist, und er sch\u00e4mt sich seines Laizismus nicht. Mehr noch: Er rief die Muslimbr\u00fcder in \u00c4gypten zum Laizismus auf. \u201eDer t\u00fcrkische Ministerpr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan forderte die \u00c4gypter zum Aufbau eines laizistischen Staates auf und betonte, dass ein laizistischer Staat nicht gleichbedeutend mit einem atheistischen Staat sei. Das Prinzip der Trennung von Religion und Staat m\u00fcsse in der Verfassung \u00c4gyptens garantiert sein, sagte er in einem Interview mit dem \u00e4gyptischen Fernsehsender <em>Dream TV<\/em>. Er halte die T\u00fcrkei f\u00fcr das geeignete Vorbild eines laizistischen Staates.\u201c Dabei wies er darauf hin, dass er Muslim sei, obwohl er das Amt des Premierministers in einem laizistischen Staat bekleide. (DWA, 13.09.2011)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erdogan und seine Partei bek\u00e4mpfen sogar vehement islamische Gesetze. \u201eDie t\u00fcrkische Regierungspartei \u201eGerechtigkeit und Entwicklung\u201c entschied, zwei Abgesandte in die am Schwarzen Meer gelegene Stadt Rize zu entsenden, um ein offizielles Verh\u00f6r mit Khalil Bakrici, einem Parteimitglied und B\u00fcrgermeister der Stadt, durchzuf\u00fchren. Es geht dabei um \u00c4u\u00dferungen gegen\u00fcber Medien, in denen er die Erlaubnis der Mehrehe in der T\u00fcrkei vertrat, was einen Verfassungsversto\u00df darstellt.\u201c (Dot Masr, 14.11.2014)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem ist die t\u00fcrkisch-nationalistische Gesinnung ein integraler Bestandteil des Herrschaftssystems in der T\u00fcrkei. So sind kurdische und arabische Muslime geduldete Minderheiten im t\u00fcrkischen Staat. Bei der Besetzung der Stellen im Staatsdienst werden sie \u00fcbergangen. Diesen nationalistischen, islamfremden Charakter verbirgt der Staat nicht einmal. Als h\u00e4tte der Gesandte Muhammad (s) nicht gesagt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00ab\u062f\u0639\u0648\u0647\u0627 \u0641\u0625\u0646\u0647\u0627 \u0645\u0646\u062a\u0646\u0629\u00bb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lasst ab davon, denn es (der Tribalismus, Anm.) ist verrottet!<\/strong> Der Islam lehnt jede Form von <em>\u02bfa\u1e63ab\u012bya <\/em>(Nationalismus, Patriotismus, Tribalismus), die eine Spaltung in der islamischen Umma hervorruft, ab und erkl\u00e4rte sie f\u00fcr verboten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die t\u00fcrkische Au\u00dfenpolitik betrifft, so basiert sie definitiv nicht auf dem Islam. Nirgendwo im Ausland ruft der t\u00fcrkische Staat aktiv zum Islam auf. Wer sich davon beeindrucken l\u00e4sst, dass Erdogan hier und da eine Moschee in den USA errichten l\u00e4sst oder ein islamisches Zentrum im Westen er\u00f6ffnet, dem sei gesagt: Alle Regime der islamischen Welt tun das, etwa die Kleinstaaten am Golf, das \u00e4gyptische Regime oder andere. Dies ist also nicht spezifisch f\u00fcr die T\u00fcrkei. Denn die im Ausland lebenden muslimischen Gemeinden bauen Moscheen &#8211; mit und ohne Unterst\u00fctzung der Staaten in der islamischen Welt. Wenn es jedoch tats\u00e4chlich um die Belange der Muslime als Muslime geht, l\u00e4sst die T\u00fcrkei sie im Stich. Mehr noch: Die T\u00fcrkei unterh\u00e4lt diplomatische Beziehungen zum Zionistenstaat. Trotz der t\u00e4glichen Verbrechen, die dieser an der pal\u00e4stinensischen Bev\u00f6lkerung begeht &#8211; der Erdogan ja angeblich beisteht, wie er stets vollmundig behauptet &#8211; h\u00e4lt er an der milit\u00e4rischen Kooperation mit dem Zionistenstaat fest. Auch macht die t\u00fcrkische Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung Pal\u00e4stinas nicht mal ein Zehntel dessen aus, was irgendein europ\u00e4ischer Staat leistet. Ohnehin sind diese Hilfen Teil des westlichen Plans f\u00fcr eine Friedensl\u00f6sung mit dem Zionistenstaat. Und in Syrien hat Bashar al-Assad hunderttausende Menschen auf dem Gewissen. Die Interventionen kamen jedoch aus dem fernen Amerika und von dessen europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten sowie aus dem fernen Russland. Als dann endlich nach langen Jahren des Mordens die T\u00fcrkei begann, einzugreifen, kam es niemand anderem zugute als dem Schl\u00e4chter Bashar al-Assad. Denn die T\u00fcrkei \u00fcbt Druck auf Erdogan-treue Rebellengruppen aus, damit sie in Ankara, Astana, Genf und anderswo mit Assad verhandeln. Die T\u00fcrkei ist der Staat, der daf\u00fcr sorgt, dass die Rebellen aus den eigentlichen Kampfzonen abziehen und sich zu anderen Fronten begeben, um etwa gegen den IS (Operation \u201eSchutzschild Euphrat\u201c) oder gegen kurdische Verb\u00e4nde (Operation \u201eOlivenzweig\u201c) zu k\u00e4mpfen. Stets endeten die Interventionen der T\u00fcrkei mit dem Sieg Bashar al-Assads \u00fcber die noch verbliebenen, aufrichtigen Rebellen in der Region. Im Zuge der Rohingya-Trag\u00f6die, die die Menschen weltweit zu Tr\u00e4nen r\u00fchrte, betraute die T\u00fcrkei die barbarische Armee Myanmars damit, den Rohingya-Muslimen Hilfen zukommen zu lassen, von denen die T\u00fcrkei behauptete, sie geleistet zu haben. Doch die Stimmen europ\u00e4ischer L\u00e4nder scheinen um Einiges lauter zu sein als die Stimme der T\u00fcrkei, wenn es um den Beistand f\u00fcr die Rohingya-Muslime geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit sollte nun deutlich geworden sein, dass die T\u00fcrkei ein laizistischer Staat ist, sowohl hinsichtlich der Regierungsform als auch in seiner Innen- und Au\u00dfenpolitik. Der t\u00fcrkische Staat zeigt nicht die geringste Tendenz, das islamische Recht einf\u00fchren zu wollen, sodass man zumindest sagen k\u00f6nnte, er gehe die Idee des <em>tadarru\u011f<\/em> (ungeachtet der islamrechtlichen Vorbehalte) an. Da die Dinge nun so deutlich geworden sind, w\u00e4re es purer Selbstbetrug, weiter auf eine angeblich islamische T\u00fcrkei Erdogans hereinzufallen. Die T\u00fcrkei unterscheidet sich nicht von anderen Staaten der islamischen Welt. Tr\u00e4ger der islamischen Botschaft werden hier genauso verfolgt und inhaftiert wie dort. Der t\u00fcrkische Staat duldet den Aufruf zu einer Implementierung des Islam in der T\u00fcrkei nicht und stigmatisiert die Tr\u00e4ger &#8211; nicht anders als der Westen es tut \u2013 zu Extremisten und Terroristen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Gefolgschaft des t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Erdogan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die Frage der Gefolgschaft Erdogans in seiner Au\u00dfenpolitik betrifft, so bedarf es keiner besonders tiefgr\u00fcndigen Analyse. Die T\u00fcrkei war es vor Erdogan und sie ist es auch mit ihm &#8211; ein Mitgliedsstaat der Nato. Das hei\u00dft, sie untersteht offiziell der milit\u00e4rischen Befehlsgewalt der USA. Die T\u00fcrkei stellt mit der Basis in Incirlik einen der gr\u00f6\u00dften Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte der Nato zur Verf\u00fcgung. Von dort aus starten US-Flieger, um Luftschl\u00e4ge gegen die Muslime in Syrien und im Irak auszuf\u00fchren. Dies auf der einen Seite. Auf der anderen Seite bem\u00fcht sich die T\u00fcrkei seit Jahrzehnten um einen Beitritt in die EU und betrachtet sich als europ\u00e4ischer Staat. Den Bedingungen f\u00fcr ein Beitrittsgesuch hat sie sich gebeugt. Trotz der Weigerung, die die europ\u00e4ischen Staaten aufgrund der mehrheitlich muslimischen Bev\u00f6lkerung ihr gegen\u00fcber zeigen \u2013 und das ist ein Faktum -, r\u00fcckt die T\u00fcrkei nicht von der Forderung ab, vollwertiges Mitglied der EU zu werden. Demzufolge ist die T\u00fcrkei ein westlich orientierter Staat. An dieser Linie hat auch ein Pr\u00e4sident wie Erdogan nichts ge\u00e4ndert. Seine verst\u00e4rkten Beziehungen zur islamischen Welt sind zum einen schlicht die Reaktion auf den verwehrten Beitritt in die Europ\u00e4ische Union. Zum anderen handelt es sich um Beziehungen zu Regimen im Rahmen der bestehenden Ordnung, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, an diesem Status Quo etwas zu \u00e4ndern. Das ist offensichtlich und bedarf keiner besonderen Beweise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Politiker, die die Politik von Staaten hinterfragen, erkennen ohne gro\u00dfe M\u00fche, dass eine enge Bindung des t\u00fcrkischen Staates zu den USA existiert. Die USA waren es, die Erdogan und seiner AKP geholfen haben, die Regierungsmacht in der T\u00fcrkei zu erlangen, etwa durch vielerlei politische Mittel und durch finanzielles Entgegenkommen. Die USA wollten die Macht der pro-britischen Gener\u00e4le in der t\u00fcrkischen Armee beschneiden. Genau das ist nach dem gescheiterten Putsch von 2016 trotz der inszenierten Show um die Bezichtigung Fethullah G\u00fclens und trotz der Beschuldigung der USA, den Putsch unterst\u00fctzt zu haben, in Erf\u00fcllung gegangen. Doch die Syrien-Krise ist das markanteste Beispiel, welches die enge Bindung der Erdogan-T\u00fcrkei zu den USA offenbart. So wurden die aus der syrischen Armee desertierten Offiziere ganz offen vom t\u00fcrkischen Geheimdienst empfangen und das Seite an Seite mit dem amerikanischen Geheimdienst. Es waren die Bem\u00fchungen, den K\u00f6rper einer bewaffneten Opposition aufzubauen, wie \u201eHai&#8217;at al-Arkan\u201c (die Institution des Generalstabs) und die \u201eal-Qiada al-\u02bfuly\u0101 li-l-fa\u1e63\u0101\u02beil al-musalla\u1e25a\u201c Oberste F\u00fchrung der bewaffneten Fraktionen\u201c. So sollte die syrische Revolution und die bewaffneten Rebellengruppen von ihrer eigentlichen Linie, das Assad-Regime zu st\u00fcrzen und den Staat des Islam aufzubauen, abgebracht werden. Die T\u00fcrkei und die USA haben Hand in Hand und offen zusammengearbeitet. Das ist bei den Konferenzen der syrischen Opposition in Istanbul und Ankara offensichtlich geworden, die stets unter der Aufsicht des US-Botschafters in Syrien, Robert Ford, abliefen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als die USA nach der Amts\u00fcbernahme Trumps entschieden, den Syrien-Verhandlungen mit Russland fernzubleiben, setzten sie die T\u00fcrkei als ihre Stellvertreterin bei den Verhandlungen in Astana ein. Diese Verhandlungen lie\u00dfen den Traum von einem \u201eWaffenstillstand\u201c in Syrien, von den \u201eDeeskalationszonen\u201c und von der Idee der \u201eGarantiem\u00e4chte\u201c erwachen. Eine dieser Garantiem\u00e4chte ist die T\u00fcrkei, die f\u00fcr einen Waffenstillstand b\u00fcrgen sollte. Doch weder das Assad-Regime noch die Russen haben die Waffen ruhen lassen &#8211; und die T\u00fcrkei konnte f\u00fcr nichts garantieren. \u00c4hnlich ist die Rolle der USA im Sicherheitsrat, die dort ihre vermeintlichen Sorgen um die Zivilisten in Syrien zum Ausdruck brachten, w\u00e4hrend das syrische Verbrecher-Regime in West-Ghouta den Fluss Barada und in Ost-Ghouta Shaifuniya und andere Orte mit brutaler Gewalt unter seine Kontrolle brachte. Auch war Idlib Ziel der kriegerischen Angriffe. Das alles sind Regionen, die zu den \u201eDeeskalationszonen\u201c geh\u00f6ren und f\u00fcr die die T\u00fcrkei als Garantiemacht fungierte. Die Politik der USA deckt sich diesbez\u00fcglich mit der Politik der T\u00fcrkei, die da lautet: \u201eLasst das Regime siegen.\u201c Erdogan ist den USA gegen\u00fcber treu ergeben und betreibt seine komplette Au\u00dfenpolitik in enger Abstimmung mit den Amerikanern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Anziehungskraft der T\u00fcrkei auf die \u201egem\u00e4\u00dfigten\u201c Gruppierungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bem\u00fchungen der T\u00fcrkei, die gem\u00e4\u00dfigten Gruppierungen auf ihre Seite zu ziehen, sind augenscheinlich. Dabei geht sie nach dem Prinzip westlicher Politik vor: Teile und herrsche. Die T\u00fcrkei als ein gro\u00dfes \u201esunnitisches\u201c Land vermag es, \u201eislamisch-sunnitische\u201c Gruppierungen anzuziehen ebenso wie der Iran imstande ist, die \u201eislamisch-schiitischen\u201c Gruppierungen an sich zu binden und nach exakt der gleichen Politik des Westens (\u201eTeile und herrsche\u201c) zu agieren. Und weil der t\u00fcrkischen AKP der Ruf anhaftet, eine \u201eislamische\u201c Partei zu sein, erweist sich dieser Prozess als einfach. Arabische Gruppierungen, die als \u201eislamisch-moderat\u201c betrachtet werden, sind in der T\u00fcrkei daher besonders aktiv und Istanbul ist zu einer Oase f\u00fcr Muslimbr\u00fcder geworden, vor allem f\u00fcr die, die 2013 nach dem Putsch gegen Pr\u00e4sident Mursi vor dem Sisi-Regime aus \u00c4gypten fliehen mussten. Aus diesem Grund finden ihre Konferenzen dort statt, werden dort Stipendien vergeben und \u201eislamisch-gem\u00e4\u00dfigte\u201c Parteien gef\u00f6rdert. Es scheint eine neue Politik zu sein, die Erdogan adoptiert hat und die seit der dunklen \u00c4ra Atat\u00fcrks keiner seiner Vorg\u00e4nger jemals so betrieben hat. Durch die Unterst\u00fctzung der USA und durch deren Vereinfachungen, erfreut sich Erdogan unter den sogenannten \u201egem\u00e4\u00dfigten\u201c Gruppierungen in der arabischen Welt gro\u00dfer Beliebtheit und wird mittlerweile als der \u201egro\u00dfe islamische F\u00fchrer\u201c gefeiert. Rashid al-Ghannouchi, Vorsitzender der tunesischen Nahda-Partei, singt Loblieder \u00fcber ihn und al-Qardawi bezeichnete ihn gar als \u201eSultan\u201c. F\u00fcr viele Hamas-F\u00fchrer, die sonst vor verschlossenen T\u00fcren standen, wurde die T\u00fcrkei zu einem Zufluchtsort, insbesondere nach dem Bann Saudi-Arabiens und \u00c4gyptens gegen Katar und nach der anschlie\u00dfenden Aufforderung Katars an die Hamas-Funktion\u00e4re, das Land zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geht man ins Detail, stellt man fest, dass Staaten, die eine regionale Macht besitzen, stets versuchen, Einfluss auf interne Verh\u00e4ltnisse in den schw\u00e4cheren Nachbarl\u00e4ndern zu nehmen. Das tun sie mittels der Oppositionellen und der Parteien bzw. mittels der bewaffneten Gruppen in den Konfliktherden. Ist der Einfluss von Gro\u00dfm\u00e4chten auf kleinere Staaten stark, ist auch die Einflussnahme der kleinen Staaten auf die Parteien und Gruppierungen in den Nachbarl\u00e4ndern stark. Die T\u00fcrkei (und dahinter die USA) m\u00f6chte diese Gruppierungen &#8211; auch wenn im Verborgenen &#8211; auf ihre Seite ziehen, sodass diese zu keinem Hindernis f\u00fcr die Politik der USA werden. Die USA hoffen dar\u00fcber hinaus noch, sich diese Parteien als weiteres Werkzeug ihrer variablen Politik f\u00fcr die Zukunft einzuverleiben. Man f\u00f6rdert sie finanziell und politisch, stellt ihnen mediale Plattformen zur Verf\u00fcgung und vereinfacht es den F\u00fchrungskadern, die von den eigenen Regierungen verfolgt werden, ein sicheres Exil zu finden. So sollen folgende Ziele erreicht werden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. In Pal\u00e4stina wollen die USA, dass die T\u00fcrkei in Konkurrenz zu Katar Einfluss auf die Hamas nimmt, damit das Emirat \u2013 und damit Europa \u2013 amerikanische Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Friedensl\u00f6sung in Pal\u00e4stina nicht torpedieren kann. Die T\u00fcrkei kann das nur bewerkstelligen, wenn sie mit finanziellen Hilfen und diversen Zugest\u00e4ndnissen lockt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. In Syrien schaffte es die T\u00fcrkei durch Geld und durch den Ruf, einen \u201egem\u00e4\u00dfigten\u201c Islam zu vertreten, die meisten der bewaffneten \u201egem\u00e4\u00dfigten\u201c Rebellengruppen an den Verhandlungstisch zu Waffenstillstandsgespr\u00e4chen zu locken. Sie zitierte sie etwa nach Astana, um mit den Russen und mit dem Regime zu verhandeln und suggerierte ihnen, die T\u00fcrkei st\u00fcnde als \u201eGarantiemacht\u201c an ihrer Seite. Sie trieb sie zu verbotenen Schlachten hin, um etwa gegen die Kurden anstatt gegen das brutale Regime und f\u00fcr dessen Sturz zu k\u00e4mpfen. Das ist eines der Geheimnisse, warum das syrische Regime \u00fcberhaupt noch am Leben ist, denn die USA wollen das Regime mithilfe der T\u00fcrkei weiter am Leben erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Putsch in \u00c4gypten 2013 sind viele aus der F\u00fchrungsriege der Muslimbr\u00fcder wegen der vermeintlich islamischen Ausrichtung der Regierungspartei AKP ins t\u00fcrkische Exil gegangen. F\u00fcr die Politik der USA ist das von vitaler Bedeutung. Sie m\u00f6chten jeden einzelnen Schritt der Muslimbr\u00fcder nach dem Putsch gegen Mursi unter Kontrolle wissen und jede potentielle Gefahr f\u00fcr das Sisi-Regime ausschlie\u00dfen. Bleiben die Aktivit\u00e4ten n\u00e4mlich unter Beobachtung, kann ihnen entgegenwirkt und f\u00fcr ihr Scheitern gesorgt werden. Zudem m\u00f6chte man von US-Seite die Beeinflussung der Muslimbr\u00fcder nicht allein Katar \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Maghreb-Staaten sind die \u201egem\u00e4\u00dfigten\u201c Bewegungen, wie etwa die tunesische Nahda-Partei oder die marokkanische \u201ePartei f\u00fcr Gerechtigkeit und Entwicklung\u201c beeindruckt ob der Leistungen Erdogans f\u00fcr sein Land. Diese Erfahrungen in der Regierung m\u00f6chten sie erlernen und verst\u00e4rkt Beziehungen zur T\u00fcrkei aufbauen. Und genau das ist das Tor f\u00fcr eine t\u00fcrkische und somit US-amerikanische Einflussnahme auf die nordafrikanischen-Staaten. Es ist einer von vielen Schl\u00fcsseln, um sich Zugang zu den Maghreb-Staaten zu verschaffen. Und es ist der Versuch, die dortige britische bzw. franz\u00f6sische Hegemonie durch die amerikanische zu ersetzen. Es ist ein gef\u00e4hrliches Spiel der so genannten \u201egem\u00e4\u00dfigten\u201c Bewegungen, das dazu f\u00fchrt, dass sie sich auf dem Schauplatz internationaler und regionaler Auseinandersetzungen wiederfinden, die weder mit ihrer Glaubensordnung (<em>d\u012bn<\/em>) noch mit ihren selbsterkl\u00e4rten Prinzipien etwas zu tun haben. Und so laufen sie Gefahr, wie rein s\u00e4kulare Bewegungen auch, als Kanonenfutter in Konflikten zu enden, von denen die Umma keinerlei Nutzen hat. Islamrechtlich betrachtet ist das Ersetzen eines s\u00e4kularen Systems durch ein anderes s\u00e4kulares System an sich keine Ver\u00e4nderung. Doch in den internationalen Auseinandersetzungen ist ein solcher Wechsel von enormer Bedeutung, vor allem, weil die USA die Absicht tragen, jene Regime, deren Loyalit\u00e4t den Briten bzw. den Franzosen gilt, loszuwerden. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht, ob Wahlen oder Waffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch auf islamische Oppositionelle vieler anderer L\u00e4nder \u00fcbt die T\u00fcrkei eine Anziehungskraft aus, zumal sie immer wieder nach au\u00dfen kommuniziert, Zentrum des sunnitischen Islam zu sein. Das vermittelte die T\u00fcrkei etwa, als der Kampf um Mossul entbrannte. Denn diese Politik geh\u00f6rt mitunter zu den amerikanischen Projekten einer konfessionalistischen Teilung der Region.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Ernsthaftigkeit des Projektes \u201eosmanische T\u00fcrkei\u201c und die amerikanischen Zugest\u00e4ndnisse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem mit Mustafa Kemal jegliche osmanische Verbindung zur laizistischen T\u00fcrkei gekappt war, ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass Erdogan an diesem politischen Dogma in der T\u00fcrkei zu kratzen, ja sogar damit zu brechen begann. Mit diesen Versuchen st\u00f6\u00dft Erdogan allerdings auf den Widerstand der kemalistischen rechts-nationalen Str\u00f6mungen im Land, die auch ein Erdogan nicht untersch\u00e4tzt. Immer wieder wurde etwa Kritik an der Ehefrau des damaligen Pr\u00e4sidenten Abdullah G\u00fcl laut, die sich in der \u00d6ffentlichkeit mit Kopftuch zeigte. Die \u201eFirst Lady\u201c der T\u00fcrkei d\u00fcrfe nicht an den laizistischen Prinzipien des Landes kratzen, so die Auffassung der Kemalisten, denn das Kopftuch sei ein \u00e4u\u00dferes Merkmal des Islam. Doch in den vergangenen Jahren wagte Erdogan noch weitaus mehr. Nun werden auch typisch osmanische Symbole in der T\u00fcrkei \u00e4u\u00dferlich sichtbar, wie die Garde Erdogans, die sich in osmanischer Tracht pr\u00e4sentiert. Das \u201eosmanische Erbe\u201c erlebt sozusagen eine Renaissance. In diesem Zusammenhang berichtete die t\u00fcrkische Nachrichtenagentur Anadolu am 10.02.2018: <em>Am Samstag \u00fcbte der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan Kritik an denen, die der Geschichte Sultan Abdulhamids II, die reich an Errungenschaften ist, feindselig gegen\u00fcberstehen. Und er mahnte davor, Geschichte auf selektive Weise zu studieren.<\/em> Weiter verwies Erdogan darauf, dass es Leute gebe, die darauf best\u00fcnden, dass die Geschichte der T\u00fcrkei erst mit dem Jahr 1923 (dem Jahr der Gr\u00fcndung der t\u00fcrkischen Republik) beginne. \u201eEs gibt Menschen, die gr\u00f6\u00dfte M\u00fche daf\u00fcr aufwenden, uns unserer tiefen Wurzeln und Werte zu berauben\u201c, so Erdogan. Er sagte weiter: \u201eDas Lager, dem der Oppositionsf\u00fchrer angeh\u00f6rt (Kemal Kilicdaroglu, Chef der Republikanischen Volkspartei) hat einen Standard f\u00fcr die Treue zur Republik festgesetzt, der auf eine feindselige Haltung gegen\u00fcber den Vorfahren beruht.\u201c \u201eF\u00fcr sie ist die T\u00fcrkische Republik etwas Neues und repr\u00e4sentiert nicht die Fortf\u00fchrung dessen, was die Seldschuken und Osmanen begr\u00fcndeten, die sechs Jahrhunderte lang die Weltordnung bestimmten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soviel zu dem, was die T\u00fcrkei im Inneren betrifft. Hinsichtlich der Zugest\u00e4ndnisse, die seitens der USA geboten werden, um der Erdogan-T\u00fcrkei ein \u201eosmanisches\u201c Antlitz zu verleihen, so l\u00e4sst sich dies aus folgenden Aspekten herauslesen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die USA machen es der T\u00fcrkei sehr leicht, eigene ausw\u00e4rtige Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte zu errichten. Dazu geh\u00f6rt, dass man die T\u00fcrkei als gro\u00dfen Staat inszeniert. Angefangen hat es 2014, als die T\u00fcrkei Streitkr\u00e4fte in das nordirakische Ausbildungslager Bashiqa verlegte, um Peshmerga-Einheiten zu trainieren. Anschlie\u00dfend und inmitten der Katar-Krise entsandte die T\u00fcrkei Truppen in eine neu errichtete t\u00fcrkische Milit\u00e4rbasis im Emirat Katar. Auff\u00e4llig war, dass 2017 t\u00fcrkische Soldaten in al-Adid, dem riesigen US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt in Katar, Halt machten, was ohne Einverst\u00e4ndnis der Amerikaner undenkbar w\u00e4re. Offenbar wollen die USA gem\u00e4\u00df der Strategie von 2012, an ihrer Stelle zuverl\u00e4ssige Staaten wie die T\u00fcrkei in einige St\u00fctzpunkte stationieren, zumindest in Teilen davon, wie in al-Adid. In der Strategie von 2012 war von Pl\u00e4nen die Rede, zwei Drittel der US-Streitkr\u00e4fte in den Raum China zu verlegen. Auch in Somalia verf\u00fcgt die T\u00fcrkei mittlerweile \u00fcber eine Truppenbasis. Kleinere Staaten haben im Ausland normalerweise keine eigenen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte, denn diese stehen symbolisch f\u00fcr eine Gro\u00dfmacht. Doch sollte es jemandem in den Sinn kommen, dass die T\u00fcrkei damit eine Gro\u00dfmacht sei, so bewiese er ein schlechtes politisches Denken. Die T\u00fcrkei erweist sich sogar als unf\u00e4hig, die Probleme vor der eigenen Haust\u00fcr zu l\u00f6sen, die von vitalem Interesse f\u00fcr sie sind. Ein Beispiel ist, dass die Kurden in Syrien von den USA mit Waffen versorgt werden, und zwar f\u00fcr deren eigenes nationales Interesse. Die T\u00fcrkei ist nicht imstande, effektiv im Nachbarland Syrien einzugreifen, wie es etwa der Iran, Russland und die Allianzpartner der USA getan haben. Und wenn die T\u00fcrkei schon unf\u00e4hig ist, ihre vitalen und n\u00e4chst gelegenen Probleme zu l\u00f6sen, so ist sie umso weniger imstande, nationale Interessen in Katar, in anderen Golfstaaten oder in Somalia aufzubauen. Folglich sind ihre milit\u00e4rischen St\u00fctzpunkte in jenen L\u00e4ndern nur als Dienst an Amerika zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 24.12.2017 besuchte Erdogan auf seiner Sudan-Reise die Insel Sawakin. Dort wurde ein Projekt zur Restaurierung osmanischen Kulturguts angek\u00fcndigt. Die Insel war zu osmanischer Zeit eine zentrale Hafenstadt am Roten Meer. Das Sawakin-Abkommen soll jedoch einigen Berichten zufolge Geheimzus\u00e4tze enthalten, wonach die Insel in einen t\u00fcrkischen Truppenst\u00fctzpunkt umgewandelt werden soll. Beim Treffen beider Staatschefs erkl\u00e4rte Bashir, er sehe in der Person Erdogan \u201eRelikte des osmanischen Staates\u201c. So bereist Erdogan also Staaten, die den USA treu ergeben sind, wie den Sudan, um das neue osmanische Bild der T\u00fcrkei in den Vordergrund zu stellen. Dieser Vorgang wird Erdogan enorm vereinfacht, was ohne die USA, die ihm den Weg dazu ebnen, niemals funktionieren w\u00fcrde. Und wer glaubt, arabische Regenten h\u00e4tten die Freiheit zu entscheiden, der T\u00fcrkei oder anderen Staaten Platz f\u00fcr Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte zu bieten, der irrt. Denn jeder von ihnen dient der Politik seines jeweiligen Meisters &#8211; Bashir in diesem Fall der Politik Amerikas. Das Entgegenkommen Bashirs gegen\u00fcber Erdogan ist ausschlie\u00dflich im Rahmen der amerikanischen Politik zu verorten. Gegenw\u00e4rtig besteht sie darin, der T\u00fcrkei ein bestimmtes Image zu verschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend seines Besuches im Tschad verwies Erdogan darauf, dass \u201edie Beziehungen beider L\u00e4nder bis ins 16. Jahrhundert reichen, als die Region dem Einflussbereich des osmanischen Staates unterstand.\u201c Der Pr\u00e4sident des Tschad, Idris Ebi, antwortete mit den Worten: \u201eDie T\u00fcrkei ist ein gro\u00dfer Staat, der tiefe Wurzeln hat. Es ist ein Staat, der international bekannt und ber\u00fchmt ist. Es ist ein wichtiger Staat, der im Laufe der Geschichte eine bedeutende Rolle im Namen der Menschlichkeit und der islamischen Gesellschaft gespielt hat.\u201c (Anadolu, 26.12.2017) All das illustriert die neue Ausrichtung der T\u00fcrkei, indem das Bild einer \u201eneo-osmanischen T\u00fcrkei\u201c pr\u00e4sentiert wird. In den ersten Jahren der Amtsf\u00fchrung Erdogans existierte all das nicht, vielmehr ist es erst in den letzten Jahren zu beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bleibt noch die Frage, wie ernst es die Amerikaner mit dem Projekt \u201eneo-osmanische T\u00fcrkei\u201c meinen. Uns ist bewusst, dass die \u00c4ngste der USA vor dem Beben eines Kalifats real sind und dass die USA deshalb eine Politik betreiben, die von h\u00f6chsten offiziellen Stellen umgesetzt wird. Die \u00c4ngste sind nicht einfach Ideen, die aus amerikanischen Forschungsinstituten oder den Think-Tanks kommen. Wenn die USA aus Baghdadis Ausrufung eines vermeintlichen Kalifats in Mossul profitieren konnten, dann insofern, als dass dies zu einem Chaos vor allem in Syrien gef\u00fchrt hat, wo die Rufe nach dem Kalifat gleicherma\u00dfen zu vernehmen waren. Das \u201eKalifat\u201c Baghdadis pr\u00e4sentierte sich jedoch als eine Mischung aus Blutr\u00fcnstigkeit, sexueller Ausbeutung von \u201eSklavinnen\u201c und Rechtsspr\u00fcchen, die mit dem Besuch von Friedh\u00f6fen, Grabst\u00e4tten und Schreinen zu tun haben. Auf diese Weise stellte man ein verheerendes Bild des einzigartigen Kalifats zur Schau. Dies auf der einen Seite. Auf der anderen Seite scheiterte die Politik der USA und des Westens allgemein in dem Vorhaben, Vertreter des \u201emoderaten Islam\u201c regieren zu lassen. In Tunesien scheiterte die Nahda-Partei bei der Regierungsbeteiligung ebenso wie die \u201eislamisch-gem\u00e4\u00dfigte\u201c Partei im Jemen. Auch erwies sich das Experiment in Gaza wie das der Muslimbr\u00fcder in \u00c4gypten als fehlgeschlagen. Aus amerikanischer Sicht waren es haupts\u00e4chlich deshalb Misserfolge, weil die Regierungs\u00fcbernahme durch diese Gruppierungen nicht dazu gef\u00fchrt hat, dem sogenannten \u201eextremistischen Islam\u201c Einhalt zu gebieten. Denn das war das Ziel, das hinter dem gr\u00fcnen Licht der USA steckte, die \u201egem\u00e4\u00dfigten islamischen Gruppen\u201c an die Macht zu lassen. Die USA r\u00fcckten daher wieder von der Idee ab, solche Gruppen regieren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein dritter Aspekt ist, dass der Widerstand der islamischen Umma immer gr\u00f6\u00dfer wird und die USA bef\u00fcrchten, von etwas \u00c4hnlichem wie dem Arabischen Fr\u00fchling \u00fcberrascht zu werden. Die USA als Gro\u00dfmacht testen stets unterschiedliche Pl\u00e4ne aus, entweder selbst oder \u00fcber ihre Getreuen, bis sie ihre internationalen Interessen in Sicherheit wissen. Daher gilt es als sicher, dass Amerika nach einer neuen L\u00f6sung f\u00fcr das Problem der Aufs\u00e4ssigkeit in der islamischen Welt sucht, damit die Entwicklungen nicht zu \u00dcberraschungen f\u00fchren wie dem gro\u00dfen Beben, dem wahren Kalifat nach dem Plane des Prophetentums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die USA haben sehr wohl gro\u00dfen Nutzen aus Baghdadis vermeintlichem Kalifat in Mossul gezogen. Daher sind Einw\u00e4nde nicht haltbar, die in Abrede stellen, dass sich so etwas wie ein \u201efalsches Kalifat\u201c, das von der USA gef\u00f6rdert wird, wiederholen k\u00f6nnte. Es kamen von Erdogan genug Andeutungen, in denen er eine Verbindung zwischen der T\u00fcrkei von heute und dem osmanischen Kalifat von vor 1923 (dem Jahr seiner Abschaffung) herstellte. Und die USA vereinfachen der T\u00fcrkei den Zugang zu Staaten, die den USA zugewandt sind, wie z.&nbsp;B. dem Sudan. M\u00f6glich, dass sich das amerikanische Projekt noch in der Anlaufphase befindet und Erdogan M\u00f6glichkeiten sondiert, dieses Projekt umzusetzen. Was ebenfalls daf\u00fcr spricht, sind die \u201eScharm\u00fctzel\u201c, die sich die T\u00fcrkei \u2013 \u00e4hnlich wie in osmanischer Zeit &#8211; mit den europ\u00e4ischen Staaten liefert. So hat Erdogan Deutschland und die Niederlande als \u201eNazi-\u00dcberbleibsel\u201c bezeichnet und ihnen ungewohnter Weise den R\u00fccken gekehrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fazit: Es w\u00e4re nicht klug, s\u00e4mtliche Indizien zu ignorieren, die auf ein hochgradig gef\u00e4hrliches amerikanisches Projekt hindeuten, wonach die T\u00fcrkei in eine Art \u201eFake-Kalifat\u201c umgeformt werden soll, als Bollwerk gegen ein wahres Kalifat, welches die Welt erbeben lassen w\u00fcrde. Das Projekt eines \u201egef\u00e4lschten\u201c Kalifats w\u00fcrde bei den Muslimen Verwirrung stiften, besonders unter den Anh\u00e4ngern des sogenannten gem\u00e4\u00dfigten Lagers, deren F\u00fchrer daran arbeiten, das Vertrauen in Erdogan aufzubauen. Manch einer bezeichnet ihn als Sultan, obwohl er selber aus seinen Beziehungen zu den Ungl\u00e4ubigen keinen Hehl macht, unter anderem auch zu dem Zionistenstaat. Es ist unm\u00f6glich, Projekte wie diese innerhalb weniger Monate in die Tat umzusetzen. Sie bed\u00fcrfen einer umfassenden Vorbereitung &#8211; sowohl intern mit den kemalistischen Parteien als auch extern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch das Wichtigste ist: Von den Aufrichtigen, die vereint der reinen und klaren Linie des Islam gem\u00e4\u00df seiner Rechtsquellen folgen, deren T\u00e4tigkeit allein Allah gewidmet ist, wird gefordert, dass sie sich ernsthaft und entschlossen f\u00fcr den Aufbau des richtigen und starken islamischen Staates einsetzen, dem zweiten rechtgeleiteten Kalifat nach dem Plane des Prophetentums. Die Loyalit\u00e4t dieses Staates wird ausschlie\u00dflich Allah gelten. Seine Gesetze werden allein der Offenbarung entnommen sein. Dieser Staat wird die USA und den Westen erbeben lassen. Er wird unmittelbar damit beginnen, sowohl den Einfluss als auch die Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte der Weltm\u00e4chte aus der islamischen Region zu beseitigen. Er wird den K\u00f6rper der islamischen Umma von den Vasallen befreien. Dieser Staat wird die Gesetze des einzigartigen Islam zur Anwendung bringen. Die Menschen werden das Gl\u00fcck und den Segen sp\u00fcren, der ihnen zuteilwird. Das Blatt wird sich f\u00fcr die Umma von heute zum Guten wenden, so, wie es sich einst f\u00fcr sie zum Guten wandte. Der Staat wird die Energien der Umma b\u00fcndeln, ihre St\u00e4rke wiederherstellen und ihren Feind sowie den Feind Allahs in Angst versetzen. Dies liegt nicht in weiter Ferne, vielmehr hat alles seine zeitliche Bestimmung. Und so bitten wir Allah, uns das Kalifat bald zu bescheren. Denn eines Tages werden sich die Gl\u00e4ubigen \u00fcber den Sieg Allahs freuen und \u00fcber den Triumph des gro\u00dfartigen Islam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: Die Zeitschrift al-Waie, Ausgabe 378\/379\/380, 33.Jahrgang, Rajab\/Shaban\/Ramadan 1439 n.H. (April\/Mai\/Juni, 2018 n.Chr.)&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufrichtig sehnen sich die Muslime nach dem Kalifat. Aus den Ruinen der Erniedrigung und Zerst\u00f6rung, die sich \u00fcber fast die gesamte islamische Welt ausgebreitet haben, richten sich die Blicke der Muslime heute erwartungsvoll in Richtung eines solchen Bebens. 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