{"id":10362,"date":"2019-03-21T00:00:00","date_gmt":"2019-03-20T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10362"},"modified":"2019-03-21T00:00:00","modified_gmt":"2019-03-20T23:00:00","slug":"die-bedeutsame-geschichte-des-monats-ra%c7%a7ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10362","title":{"rendered":"Die bedeutsame Geschichte des Monats Ra\u01e7ab"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Geschichte aller V\u00f6lker gibt es Zeiten von besonderer Wichtigkeit. Manchmal sind es einzelne Tage von besonderer Bedeutung, manchmal aber auch Wochen oder Monate. So gab es auch in der Geschichte der Muslime besondere Zeiten. Wirft man einen Blick auf die Geschichte der Muslime, so findet man tats\u00e4chlich sogar zahlreiche bedeutsame oder zumindest erw\u00e4hnenswerte Ereignisse. Diese Ereignisse sind derart wichtig, dass sie es wert sind, sich an sie zu erinnern. Dies ist nicht verwunderlich, da die islamische Zivilisation die Welt mit Beginn des siebten Jahrhunderts n. Chr. nachhaltig ver\u00e4nderte. Sie etablierte sich im Nahen Osten und brach von diesem Punkt aus auf, um L\u00e4nder zu erobern. Vor dem Hintergrund dieser Expansion trugen die Muslime ihr Wissen, ihre Kultur und infolgedessen auch einen sp\u00fcrbaren Fortschritt in die Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist bekannt, dass der Monat <em>rama\u1e0d\u0101n<\/em> f\u00fcr die Muslime von au\u00dferordentlicher Bedeutung und zugleich der heiligste Monat des islamischen Mondkalenders ist. Dieser Monat war sowohl zur Zeit des Propheten (s), als auch nach seinem Tod von zentraler Wichtigkeit. Aufgrund der immensen Bedeutsamkeit dieses Monats erscheinen andere Monate des islamischen Kalenders weniger bedeutend. Betrachtet man die Monate des islamischen Kalenders voneinander losgel\u00f6st, so l\u00e4sst sich jedoch feststellen, dass jeder von ihnen eine einzigartige Bedeutung hat. Im Rahmen dieses Artikels widmen wir uns dem Monat <em>Ra\u01e7ab<strong>, <\/strong><\/em>der f\u00fcr die Muslime ebenfalls von hoher Bedeutsamkeit ist. Im Monat <em>Ra\u01e7ab<\/em> ereigneten sich vier markante Ereignisse der islamischen Geschichte, die den Lauf der Geschichte aus unserer Sicht ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Himmelfahrt (<em>al-isr\u0101\u02be wa al-mi\u02bfra\u01e7<\/em>) des Gesandten Allahs (s) ereignete sich im Monat <em>Ra\u01e7ab<\/em> des zehnten Jahres des Prophetentums, im Jahr 620 n. Chr. In dieser Nacht reiste der Prophet (s) von Mekka nach Jerusalem, von wo aus er (s) seine Himmelfahrt begann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die spirituelle Bedeutung dieser Himmelfahrt l\u00e4sst sich an dem Zeitpunkt des Ereignisses festmachen. Der Prophet (s) befand sich in einer \u00e4u\u00dferst schwierigen Lage, da zun\u00e4chst sein Onkel Ab\u016b \u1e6c\u0101lib bin \u02bfAbd al-Mu\u1e6d\u1e6dalib und dann seine geliebte Frau \u1e2aad\u012b\u01e7a bint \u1e2auwaylid verstarb. Die Mekkaner begannen die Muslime zu Verfolgen und zu Foltern. Dies war der H\u00f6hepunkt des Kampfes zwischen <em>\u012bm\u0101n<\/em> und <em>kufr<\/em>. Zu diesem Zeitpunkt beschloss Allah (t), Seinem auserw\u00e4hlten Diener eines Seiner gr\u00f6\u00dften Zeichen zuteilwerden zu lassen, indem Er ihn in dieser Nacht nach Jerusalem f\u00fchrte und anschlie\u00dfend in den h\u00f6chsten Himmel emporstiegen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Monat <em>Ra\u01e7ab<\/em> ereignete sich zudem einer der ruhmreichen milit\u00e4rischen Siege des Gesandten Allahs (s), als er die Schlacht von Tabuk f\u00fcr sich entscheiden konnte. Die Schlacht von Tabuk fand im neunten Jahr nach der <em>hi\u01e7ra<\/em> statt und markierte jenen Punkt, an dem die Muslime die vollst\u00e4ndige Autorit\u00e4t \u00fcber die arabische Halbinsel erlangten. Trotz der Hitze und der langen Reise zog eine Armee von 30.000 Muslimen von Medina nach a\u0161-\u0160\u0101m (dem heutigen Syrien) aus. Die r\u00f6mische Armee schlug ihre Lager in Tabuk auf, um die Muslime von dort aus zu \u00fcberfallen. Als sie jedoch von der Gr\u00f6\u00dfe und St\u00e4rke der muslimischen Armee h\u00f6rten und mitbekamen, dass diese Armee vom Gesandten Allahs (s) pers\u00f6nlich angef\u00fchrt wurde, zogen sie sich ver\u00e4ngstigt ins Innere des Landes zur\u00fcck, um sich so die Sicherheit ihrer Festungen zunutze zu machen. Diese Ausgangssituation erm\u00f6glichte es dem Gesandten Allahs (s), Tabuk kampflos zu besetzen. Er blieb dort einen Monat lang und besch\u00e4ftigte sich unterdessen mit anderen kleinen Widerstandskr\u00e4ften. In diesem Zeitraum schickte er Briefe an die F\u00fchrer und Gouverneure der Region, welche sich unter r\u00f6mischer Kontrolle befanden. Sie schlossen mit ihm (s) Frieden und erkl\u00e4rten sich bereit, die <em>\u01e7izya<\/em> zu bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ferner marschierte \u1e62al\u0101\u1e25 ad-D\u012bn im Monat <em>Ra\u01e7ab<\/em> nach Jerusalem ein. Dieses Ereignis fand im Jahr 583 n. H. \u2013 1187 n. Chr. \u2013 statt. Er befreite Jerusalem aus den F\u00e4ngen der europ\u00e4ischen Kreuzritter, die Jerusalem zuvor eingenommen und fast ein Jahrhundert lang regiert hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eroberung Jerusalems ist nicht nur deshalb so besonders, weil Jerusalem aus Sicht der Muslime unverzichtbar ist, sondern auch weil es einen entscheidenden R\u00fcckschlag f\u00fcr die Bem\u00fchungen der Kreuzritter bedeutete, die sich daf\u00fcr einsetzten die muslimischen L\u00e4nder sukzessiv zu erobern. Einige Monate zuvor vernichtete \u1e62al\u0101\u1e25 ad-D\u012bn die Kreuzritterarmee von <em>Guido von Lusignan<\/em> und <em>Raimund III. von Tripolis<\/em> bei der <em>Schlacht von Hattin <\/em>(1187 n. Chr.). Dies war ein merklicher Verlust f\u00fcr die Kreuzritter und stellte zugleich einen Wendepunkt in der Geschichte der Kreuzz\u00fcge zugunsten der Muslime dar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Jahrhunderte sp\u00e4ter, im Jahr 1342 n. H. \u2013 1924 n. Chr. \u2013 ereilte die Muslime ein weiteres denkw\u00fcrdiges Ereignis im Monat <em>Ra\u01e7ab<\/em>. Diesmal war es im Gegensatz zu den Malen davor kein r\u00fchmenswertes Ereignis, aber trotz dessen eines, an das man sich erinnern sollte. So wurde das Kalifat am 28. <em>Ra\u01e7ab<\/em> 1342 \u2013 dem 03. M\u00e4rz 1924 \u2013 von Mustafa Kemal Pascha abgeschafft. Damit wurden die Muslime ihres Staates beraubt, der sie einte und die Scharia \u00fcber sie anwandte. Zum ersten Mal in der Geschichte hatten die Muslime nun keinen Staat mehr, der als Schutzschild f\u00fcr sie fungierte. Was danach an Ereignissen folgte, war aufgrund dieses Umstands zu erwarten. Ohne ihren sch\u00fctzenden Schild waren die Muslime, ihre Ressourcen und ihre L\u00e4nder nurmehr Kriegsbeute in den Augen des ungl\u00e4ubigen Kolonialisten, die sich zuvor mit allen erdenklichen Mitteln f\u00fcr die Zerst\u00f6rung des Kalifats einsetzten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese vier Ereignisse sind von \u00e4u\u00dferster Wichtigkeit, da sie den Lauf der Geschichte in eine bestimmte Richtung lenkten. Es sind Ereignisse, die unserer Erinnerung und unseres Gedenkens w\u00fcrdig sind. Jedoch gedenken wir einem solchen Ereignis nicht, wie man es in den L\u00e4ndern des Westens kennt. Statt n\u00e4chtlichen Feiern, ausufernden M\u00e4rschen und dem Bau von Statuen und Denkm\u00e4lern, gedenken die Muslime einem Ereignis, indem sie sich Allah (t) in aufrichtiger Anbetung zuwenden, Ihn f\u00fcr seine Gaben und Gnaden lobpreisen und um Vergebung f\u00fcr ihre Fehler bitten. Unser Gedenken manifestiert sich zum Beispiel in Form von freiwilligen Gebeten, sowie im Lesen und Rezitieren des Koran. Auch gedenken wir indem wir \u00fcber die heutige Situation der Muslime nachsinnen und sie \u2013 sowohl im Individuellen als auch als Umma \u2013 im Lichte unserer islamischen Verpflichtungen bewerten. So gedenken wir solchen Ereignissen am besten, indem wir uns nach bestem Gewissen der Erf\u00fcllung unserer Verpflichtungen widmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir befinden uns nun im Monat <em>Ra\u01e7ab <\/em>des Jahres 1440 n. H. Wir sollten uns mit unserer gro\u00dfartigen Geschichte vertraut machen und die Erkenntnisse, welche wir aus den zuvor erw\u00e4hnten Ereignissen gewinnen k\u00f6nnen, nutzen, um das Wohlgefallen Allahs (t) zu erlangen. Wir sollten \u00fcber die Himmelfahrt (<em>al-isr\u0101\u02be wa al-mi\u02bfra\u01e7<\/em>) des Gesandten Allahs (s) nachsinnen und uns fragen: sind wir bereit uns im Kampf zwischen <em>\u012bm\u0101n<\/em> und <em>kufr<\/em> aufzuopfern, damit der Islam obsiegt und \u00fcber alle anderen \u00dcberzeugungen vorherrschen kann? Auch sollten wir \u00fcber die Befreiung Jerusalems durch \u1e62al\u0101\u1e25 ad-D\u012bn nachsinnen und uns fragen, inwiefern wir uns abm\u00fchen, um die heilige Stadt Jerusalem zu befreien. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass Jerusalem nun seit \u00fcber f\u00fcnfzig Jahren erneut besetzt wird. Wo ist der \u1e62al\u0101\u1e25 ad-D\u012bn der Neuzeit? Wir sollten \u00fcber die Zerst\u00f6rung des Kalifats nachsinnen und uns fragen, was wir f\u00fcr das Erwachen der islamischen Umma tun und inwiefern wir uns daf\u00fcr abm\u00fchen, dass das islamische Kalifat wiedererrichtet wird. Was tun wir, um unseren Verpflichtungen gegen\u00fcber Allah (t) nachzukommen? Was tun wir daf\u00fcr, dass wir vom Islam regiert werden und der Menschheit im gesellschaftlichen Sinn ein Vorbild sind?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche und \u00e4hnliche Fragen m\u00fcssen wir uns stellen. Daher m\u00fcssen wir aus unserer eigenen Geschichte Lehren ziehen, die wir dann daf\u00fcr nutzen, um in Zukunft voranzuschreiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Geschichte aller V\u00f6lker gibt es Zeiten von besonderer Wichtigkeit. 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