{"id":10409,"date":"2019-08-29T00:00:00","date_gmt":"2019-08-29T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10409"},"modified":"2019-08-29T00:00:00","modified_gmt":"2019-08-29T00:00:00","slug":"die-hintergruende-der-vergangenen-und-der-aktuellen-ereignisse-in-aden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10409","title":{"rendered":"Die Hintergr\u00fcnde der vergangenen und der aktuellen Ereignisse in Aden"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center zentriert wp-block-paragraph\">Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center zentriert unterstrichen wp-block-paragraph\">Antwort auf eine Frage<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center zentriert wp-block-paragraph\"><strong>Die Hintergr\u00fcnde der vergangenen und der aktuellen Ereignisse in Aden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frage<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was sind die Hintergr\u00fcnde der vergangenen und der aktuellen Ereignisse in Aden? Und wie kann es zu Kampfhandlungen zwischen dem \u00dcbergangsrat al-Zubaidis und der Regierung Hadis kommen, obgleich Hadi selbst Aidarous al-Zubaidi als Gouverneur in Aden eingesetzt hatte. Und auch nachdem al-Zubaidi abgesetzt wurde, blieb er in Aden, ohne dass vonseiten der Hadi-Regierung Ma\u00dfnahmen gegen ihn ergriffen wurden. Mehr noch: Zubaidi zog seine K\u00e4mpfer unter den Augen der Regierung zusammen! Und schlie\u00dflich: Was ist aktuell zu erwarten, nachdem der S\u00fcdliche \u00dcbergangsrat (STC) die Kontrolle \u00fcber Aden \u00fcbernommen hat?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Dank und Respekt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Antwort<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum besseren Verst\u00e4ndnis m\u00fcssen folgende Punkte erl\u00e4utert werden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erstens<\/strong>: Seit Beginn der Milit\u00e4roperation \u201eSturm der Entschlossenheit\u201c war den Briten bewusst, dass die saudische Intervention in Form milit\u00e4rischer Luftschl\u00e4ge nicht wirklich der Zerschlagung der Huthis galt. Andernfalls h\u00e4tten sie Bodentruppen eingesetzt. Mit dieser Operation sollten vielmehr die Huthis, die sich den Milit\u00e4rflugzeugen entgegenstellten, als Besch\u00fctzer des Jemen dastehen. So erscheinen sie als diejenigen, denen Unrecht getan wurde und gleichzeitig als tapfere Helden, sodass sie unter der Bev\u00f6lkerung und in der \u00f6ffentlichen Meinung Anerkennung finden, und das sollte ihnen mit einer st\u00e4rkeren Beteiligung an einer Regierung im Jemen quittiert werden. Die Huthis waren n\u00e4mlich von einem einfachen Stamm aus der Region Sa\u00b4da zu einer Konkurrenz f\u00fcr die Regierung im ganzen Jemen avanciert! Und da den Briten dies bewusst war, sorgten sie daf\u00fcr, dass sich die Vereinigten Arabischen Emirate im Rahmen des Milit\u00e4rb\u00fcndnisses (Sturm der Entschlossenheit) an Saudi-Arabien hefteten, um den Emiraten die tats\u00e4chliche Konfrontation mit den Huthis zu erm\u00f6glichen. Gro\u00dfbritannien begann die Emirate zu mobilisieren, um zwei Ziele zu realisieren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das erste Ziel:<\/strong> Die Schaffung einer Alternative zu Abed Rabbo Mansur Hadi, der hilflos und so gut wie gefangen in Saudi-Arabien festsitzt. Die Briten wollten daher f\u00fcr sich in Aden eine Alternative zu Hadi schaffen, der allein ihnen \u2013 den Briten \u2013 unterworfen und kein Gefangener der Saudis sein soll. Daher machten sich die Emirate Schritt f\u00fcr Schritt an die Hervorbringung einer Alternative ran. Im S\u00fcden des Jemen gab es den sogenannten \u201eHirak-al-Janubi\u201c (Bewegung des S\u00fcdjemen), der 2007 offiziell seine Gr\u00fcndung bekanntgab, dessen Vorsitzender der oppositionelle Aktivist Hassan Baoum war. Dieser hatte Verbindungen zu den USA und wurde vom Iran unterst\u00fctzt. Stets f\u00fcrchtete Gro\u00dfbritannien dessen Aktivit\u00e4ten. Doch diese Furcht verst\u00e4rkte sich erheblich, nachdem Ali Saleh zu Tode kam. Denn der britische Einfluss im Norden schwand zunehmend, nachdem es den Huthis gelang, ihren Einfluss im Norden zu etablieren. Daher begannen die Briten, ernsthaft zu \u00fcberlegen, eine eigene Macht im S\u00fcden aufzubauen, um ein Druckmittel in der Hand zu haben, das ihnen eine Pr\u00e4senz in der Regierung des gesamten Jemen m\u00f6glich machen sollte. Sollte dies nicht gelingen, so wenigstens im S\u00fcden des Landes. So begannen sie, sich ernsthafte Gedanken \u00fcber die Sicherstellung ihrer Vormacht zu machen, zumal sie sich nicht komplett auf al-Hadi verlassen konnten, der sich unter der Aufsicht Saudi-Arabiens befand. Und so nahm sich Gro\u00dfbritannien dieser Angelegenheit an, unter Zuhilfenahme der Emirate. Man wollte den eigentlichen \u201eHirak\u201c durchdringen bzw. marginalisieren, indem sich ein neuer \u201eHirak\u201c, der das Feld \u00fcbernehmen soll, herausbildet. Die Briten konzentrierten sich darauf, mithilfe der Vereinigten Arabischen Emirate und ihrer Helfershelfer eine Parallelbewegung zum Baoum-Lager zu bilden, der dem eigentlichen \u201eHirak\u201c in der S\u00fcdjemenfrage das Wasser abgraben sollte. In Aidarous al-Zubaidi fanden die Briten den geeigneten Mann. Er geh\u00f6rte zu den prominenten F\u00fchrungsfiguren in der S\u00fcdbewegung. Und da er der Briten-Clique nahestand, ernannte Pr\u00e4sident Hadi ihn am 7. Dezember 2015 zum Gouverneur von Aden, nur wenige Monate nach Beginn des saudischen \u201eSturms der Entschlossenheit\u201c (M\u00e4rz 2015). Das gilt als starkes Indiz daf\u00fcr, dass die Gro\u00dfbritannien-Vasallen ihm vertrauten. Zubaidi war hochangesehen in Aden, galt er doch als erfolgreicher Gouverneur in der Stadt. Denn er hatte wieder f\u00fcr Strom gesorgt, vertrieb die bewaffneten Gruppen aus der Stadt und f\u00fchrte einen Kampf gegen die Huthis. Er machte auf sich als bedeutende politische Pers\u00f6nlichkeit aufmerksam, die dem legend\u00e4ren F\u00fchrer der S\u00fcdbewegung Hasan Baoum zur Konkurrenz wurde. Milit\u00e4risch st\u00fctzt sich Aidarous al-Zubaidi auf Hani bin Brik, dem Gr\u00fcnder der Truppen des \u201eS\u00fcdg\u00fcrtels\u201c, der weithin als Mann der Emirate im S\u00fcdjemen bekannt war. <em>Er gr\u00fcndete die als \u201eSicherheitsg\u00fcrtel\u201c bezeichnete Miliz im S\u00fcden, die offen von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterst\u00fctzt wurde.<\/em> (Sasa Post, 02.11.2017) Sowohl al-Zubaidi als auch Brik hatten also einen gewissen Status im S\u00fcden. Doch da sie beide der Regierung Hadi angeh\u00f6rten und ihre Loyalit\u00e4t ganz offensichtlich den Briten gilt, was sie als Werbetr\u00e4ger f\u00fcr die S\u00fcdbewegung ausgeschlossen h\u00e4tte, bestand der erste Schritt darin, sie aus der Hadi-Regierung herauszutrennen, und das auf eine Weise, die sie (und ganz besonders Zubaidi) als gro\u00dfe Gegner des Hadi-Lagers erscheinen lassen. So w\u00fcrden sich die S\u00fcdbewohner um al-Zubaidi scharen, mit der Folge, dass sich ein neuer \u201eHirak\u201c herausbildet. Und genauso geschah es. Am 27. April 2017 verf\u00fcgte der jemenitische Pr\u00e4sident die Entlassung al-Zubaidis als Gouverneur von Aden und Hani bin Briks als Staatsminister, wobei gegen Letzteren noch Ermittlungen durchgef\u00fchrt wurden. Tausende Jemeniten gingen daraufhin aus Protest gegen die Beschl\u00fcsse Hadis in Aden auf die Stra\u00dfe. Anschlie\u00dfend erkl\u00e4rte sich Zubaidi am 11. Mai 2017 in Aden zum Pr\u00e4sidenten des \u201eS\u00fcdlichen \u00dcbergangsrates\u201c (STC) und Hani bin Brik zu seinem Stellvertreter. Dem Rat geh\u00f6rten noch weitere 26 Mitglieder an. Und so brachten die Briten in Form des STC und mithilfe der Emirate eine Alternative zur Hadi-Regierung hervor, um den neuentstandenen Rat dann zum Einsatz zu bringen, wenn dessen Rolle ben\u00f6tigt wurde. Der STC blieb in Aden mit einer nicht zu untersch\u00e4tzenden Macht, gesch\u00fctzt von der emiratischen Armee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das zweite Ziel: Die Befreiung Hudaidas aus dem Griff der Huthis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Die Emirate drangen in den Jemen sowohl aus der Luft als auch vom Boden ein, da ein Luftkrieg alleine die Schlacht am Boden nicht entschieden h\u00e4tte, sondern erst mit dem Einsatz von Bodentruppen. Daher trieben die Emiratis ihre Streitkr\u00e4fte und ihre Helfershelfer in Richtung Hudaida, bis sie kurz davor waren, die Hafenstadt den Huthis zu entrei\u00dfen, h\u00e4tten sich nicht die Amerikaner mit dem Vorwand humanit\u00e4rer Unterst\u00fctzung entgegengestellt. Dass das Interesse an Hudaida so gro\u00df war, liegt daran, dass die Briten wussten, dass die Unterst\u00fctzung des Iran den R\u00fccken der Huthis st\u00e4rkt. Nachdem der Flughafen von Sanaa geschlossen wurde und die H\u00e4fen im S\u00fcden eingenommen wurden, blieb der Hafen von Hudaida eine der letzten Lebensadern zur Unterst\u00fctzung der Huthis aus dem Iran. Aus diesem Grund r\u00fcckten die Emiratis in Richtung Hudaida vor, um auch dort die Kontrolle zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Huthis ihrerseits sahen sich gro\u00dfen Gefahren ausgesetzt, n\u00e4mlich in Form einer nahen Eroberung der Stadt Hudaida und des Hafens durch Milizen, die von den Emiraten unterst\u00fctzt wurden und die schon vor deren Toren standen. So gestaltete sich die Schlacht um Hudaida und eine bevorstehende Einnahme des Hafens durch die Emirate und ihre Milizen zur gr\u00f6\u00dften Bedrohung f\u00fcr die Huthi-Herrschaft im Jemen. Um das zu verhindern, mobilisierten die Huthis all ihre Kr\u00e4fte, w\u00e4hrend die Amerikaner ihre Verantwortlichen mobilisierten, um die humanit\u00e4re Lage im Jemen zu beweinen: Der Hafen von Hudaida sei die Lebensader, um eine Hungerkatastrophe im Jemen noch verhindern zu k\u00f6nnen. Die Emirate und ihre lokalen Verb\u00fcndeten warteten nur auf Gelegenheiten von internationalem Format, um weitere Offensiven zu f\u00fchren und die Kontrolle endg\u00fcltig \u00fcber Hudaida zu erlangen, nachdem sie vor deren Toren standen. Das Aufhalten der emiratischen Offensive auf Hudaida wurde daher zur entscheidenden Angelegenheit f\u00fcr die Amerikaner, denn ein Entgleiten Hudaidas aus der Hand der Huthis, h\u00e4tte sie in Bedr\u00e4ngnis gebracht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Schlie\u00dflich kam es in Istanbul zu dem grausamen Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Kashoggi, was international zu einer anti-saudischen Stimmung f\u00fchrte, in deren Sog auch Donald Trump geriet, da er sich vor das K\u00f6nigreich Saudi-Arabien stellte. Amerika meinte nun, die internationale Aufmerksamkeit auf eine andere Angelegenheit lenken zu m\u00fcssen, die, so weit es geht, das Thema Kashoggi \u00fcberdecken und Saudi-Arabien ebenso wie die Trump-Regierung aus der prek\u00e4ren Lage befreien sollte. So kam der Jemen ins Spiel. Der US-Senat stimmte f\u00fcr eine Beendigung der amerikanischen Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr den Krieg im Jemen ab. <em>In einem historischen Schritt haben die Mitglieder des US-Senats mit einer Mehrheit von 56 Stimmen zu 41 Gegenstimmen f\u00fcr eine Beendigung der milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzung der von Saudi-Arabien gef\u00fchrten Operation im Jemen gestimmt.<\/em> (Reuters, 14.12.2018) Auf dieser Grundlage und um dem international in die Bredouille geratenen K\u00f6nigreich herauszuhelfen und Gras \u00fcber die Kashoggi-Angelegenheit wachsen zu lassen, riefen die USA dazu auf, binnen drei\u00dfig Tagen die Waffen ruhen zu lassen. US-Verteidigungsminister James Mattis, forderte die jemenitischen Konfliktparteien zu einer Waffenruhe innerhalb der n\u00e4chsten drei\u00dfig Tage im Jemen auf sowie zu ernsten Verhandlungen zur Beendigung des Krieges im Land. <em>\u201eDie Kriegsparteien im Jemen m\u00fcssen sich in Richtung Friedensbem\u00fchungen bewegen\u201c, betonte er. Er f\u00fcgte hinzu: \u201eDas ben\u00f6tigen wir binnen der n\u00e4chsten drei\u00dfig Tage. Ich glaube, dass Saudi-Arabien und die Emirate bereit sind, diese Sache anzugehen.\u201c<\/em> (al-Khaleej, 31.10.2018)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Es folgte das Schweden-Abkommen, mit dem das Jemen-Problem beigelegt werden sollte. Den Briten war bewusst, dass dieses Abkommen von Amerika gesteuert wurde &#8211; zugunsten der Huthis. Denn die Verhandlungspartner waren zum einen die Huthis und zum anderen al-Hadi, der ohnehin den Saudis ausgeliefert war. Es kursierten zwar Berichte dar\u00fcber, dass die Regierungsdelegation der Ansicht war, das Abkommen nicht zu unterzeichnen, da es nicht den Abzug der Huthis aus Hudaida vorsah. Doch auf Druck Saudi-Arabiens stimmte al-Hadi zu! Al-Jazeera berichtete Quellen zufolge, <em>die Regierungsdelegation habe Hadi, der sich \u201ein Riad aufhielt\u201c, ein Papier vorgelegt mit der Empfehlung, das Abkommen nicht zu unterzeichnen, da dort nicht explizit der R\u00fcckzug der Huthis aus der Stadt und aus dem Hafen von Hudaida festgelegt wurde. Doch der jemenitische Pr\u00e4sident wurde aufgrund des starken Drucks, der die vergangenen Stunden vonseiten Saudi-Arabiens auf ihn ausge\u00fcbt wurde, zur Unterzeichnung gedr\u00e4ngt<\/em>. (Al-Jazeera.net, 13.12.2018) Von amerikanischer Seite wurde dieses Abkommen selbstverst\u00e4ndlich offen begr\u00fc\u00dft. <em>US-Au\u00dfenminister Pompeo begr\u00fc\u00dfte das Abkommen und betonte, dass \u201eder Frieden im Jemen nun m\u00f6glich ist.\u201c<\/em> (BBC, 14.12.2018) Die Amerikaner waren daran interessiert, das Abkommen ohne einen Abzug der Huthis aus Hudaida durchzusetzen und gingen davon aus, dass dies m\u00f6glich ist. Denn beide Verhandlungsseiten, sowohl die Huthis als auch der in saudischer Hand befindliche Hadi, waren ihnen gegen\u00fcber gef\u00fcgig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zweitens: Gro\u00dfbritannien war der Ansicht, dass nun die aktive Rolle der Hadi-Alternative angebracht war<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wann immer es den USA gelingen sollte, die Macht der Huthis im Norden des Jemen zu etablieren, sollte es eine stabile britische Hadi-Alternative im S\u00fcden geben, sodass weder die USA noch Saudi-Arabien eine L\u00f6sung mit den Huthis finden k\u00f6nnen. Und das auch nicht in Gegenwart des britischen Vasallen Hadi, der ja von Saudi-Arabien, das wiederum mit den USA verbunden ist, beherrscht wird. Stattdessen w\u00fcrden sie im S\u00fcden einen starken britischen \u201eHirak\u201c als Hindernis vorfinden, der f\u00fcr Gro\u00dfbritanniens Interessen arbeitet und sich nicht in saudischer Gewalt befindet. Somit w\u00e4re Gro\u00dfbritannien Teil einer jeden L\u00f6sung f\u00fcr das Jemen-Problem. Auf diese Weise wurde die Alternative, d.&nbsp;h. der \u00dcbergangsrat al-Zubaidis, aktiviert, um die Ereignisse in Aden einzuleiten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Die j\u00fcngsten Ereignisse in Aden \u00fcberst\u00fcrzten sich in auff\u00e4lliger Form! Eine Eskalation zwischen dem STC und den Streitkr\u00e4ften der international anerkannten Regierung in Aden ging in Gefechte zwischen den Kr\u00e4ften des \u201eSicherheitsg\u00fcrtels\u201c und den Truppen der Regierung \u00fcber, was am 7. August 2019 seinen Anfang nahm. Und am Abend des 10. August, also nur vier Tage sp\u00e4ter, gab der \u201eS\u00fcdliche \u00dcbergangsrat\u201c nach viert\u00e4gigen Gefechten bekannt, die Kontrolle \u00fcber den Pr\u00e4sidentenpalast Maashik in Aden \u00fcbernommen zu haben. (France 24, 10.08.2019) Ebenso fielen weitere Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte und auch die Beh\u00f6rden in Aden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Was zur schnellen Entscheidung, \u201einnerhalb von vier Tagen\u201c, beitrug, war die Tatsache, dass sowohl die Hadi-Regierung und die Institutionen als auch der Pr\u00e4sident der Republik und sein Stellvertreter Gro\u00dfbritannien zugewandt sind, sodass sie dem STC die Durchf\u00fchrung seiner ihm von den Briten zugewiesenen Mission erleichtert haben! So war der \u201eS\u00fcdliche \u00dcbergangsrat\u201c imstande, die Angelegenheit rasch zu entscheiden. Es gibt einige Indizien, die genau darauf hinweisen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Ein Verantwortlicher aus den Truppen des \u201eSicherheitsg\u00fcrtels\u201c erkl\u00e4rte: \u201eWir haben den Maashik-Palast kampflos von der Pr\u00e4sidentengarde \u00fcbernommen.\u201c (France24, 10.08.2019)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Der jemenitische Innenminister Ahmad al-Maisari sagte: \u201eDas Schweigen des jemenitischen Pr\u00e4sidialamtes zu den Vorg\u00e4ngen in Aden ist omin\u00f6s und inad\u00e4quat.\u201c (Al-Jazeera, 11.08.2019)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Der Kommandeur der Special Forces der jemenitischen Regierung, Generalmajor Fadl Baesh, gab am Samstag, den 10.08.2019, bekannt, zum STC \u00fcbergelaufen zu sein. Dabei wurde ein Video \u00fcber Plattformen ausgestrahlt, die dem STC geh\u00f6ren, wo Fadl Baesh seine Lossagung von den regul\u00e4ren Regierungsstreitkr\u00e4ften und seinen Beitritt und den seiner Soldaten zu dem S\u00fcdlichen \u00dcbergangsrat unter Vorsitz von Oberst Aidarous al-Zubaidi bekanntgab. (Middle East online, 10.08.2019)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">d) Daneben gibt es die bedeutende Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate, die sich ebenso wie ihr Meister (Gro\u00dfbritannien) der T\u00e4uschung bedienen. Denn die Emirate sind der Hauptunterst\u00fctzer von al-Zubaidi! Trotzdem haben sie nach jeder Aktion, mit denen sie die Pl\u00e4ne Saudi-Arabiens sabotierten, unverz\u00fcglich erkl\u00e4rt, Teil der von Saudi-Arabien gef\u00fchrten Koalition zu sein und gemeinsam f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Jemen zu arbeiten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Drittens<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es scheint, dass Saudi-Arabien nicht mit dieser Schnelligkeit gerechnet hat, mit der es zu einer Entscheidung gekommen ist, zumal sich das Land mitten in der Pilgerzeit befand. Der STC hat die Stadt Aden am 10. August eingenommen. Nun erst begann Saudi-Arabien die Sache zu realisieren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) <em>Die Koalition zur Unterst\u00fctzung der legitimen Regierung im Jemen forderte am gestrigen Tag zu sp\u00e4ter Stunde alle milit\u00e4rischen Teile und Formationen im Jemen, darunter die STC-Truppen und die Kr\u00e4fte des \u201eSicherheitsg\u00fcrtels\u201c, die die dortige Lage unter ihre Kontrolle gebracht hatten, zur sofortigen R\u00fcckkehr in ihre Standorte auf sowie von den von ihnen in den vergangenen Tagen eroberten Stellungen abzuziehen und kein \u00f6ffentliches und privates Eigentum anzutasten.(\u2026) Zudem rief die Allianz zur sofortigen Feuerpause in der jemenitischen Interimshauptstadt Aden auf, beginnend mit null Uhr der vergangenen Nacht. Die Allianz betonte, dass ihre Truppen \u201emilit\u00e4rische St\u00e4rke\u201c gegen jeden einsetzen werde, der sich dem widersetzen sollte. Der STC erkl\u00e4rte sich nur Minuten nach Ablauf der Frist mit der Feuerpause einverstanden und sch\u00e4tzte die Einladung Riads zu einem Dialog.<\/em> (Al-Sharq al-Awsat, 11.08.2019) Gleichwohl erkl\u00e4rte <em>der stellvertretende Pr\u00e4sident des \u00dcbergangsrates Hani bin Brik auf Twitter, der Rat sei nach wie vor der Allianz verpflichtet, bekr\u00e4ftigte jedoch, \u201ekeine Verhandlungen im Zeichen von Bedrohung\u201c zu f\u00fchren. Eine Quelle von verantwortlicher Seite aus der Arabischen Koalition bezeichnete die Erkl\u00e4rung des \u00dcbergangsrates zu der Feuerpause als gut, jedoch als nicht ausreichend und unterstrich die Notwendigkeit eines Abzugs des STC aus den Standorten, die er durch bewaffnete Handlungen eingenommen hatte. Laut der Quelle werde das Treffen zwischen den jemenitischen Seiten und Saudi-Arabien stattfinden, \u201esobald der \u00dcbergangsrat abgezogen ist und seine Truppen in ihre Stellungen zur\u00fcckgekehrt sind.\u201c<\/em> (Independent Arabiya, 11.08.2019)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Um der Verlautbarung der Koalition Glaubw\u00fcrdigkeit zu verleihen, griff das Milit\u00e4rb\u00fcndnis eine der St\u00fctzpunkte an. <em>Es zielte auf einen der Orte, von dem eine Gefahr f\u00fcr die international anerkannte jemenitische Regierung seitens der Separatisten in der provisorischen Hauptstadt Aden ausging. Laut der Allianz ist es die erste Operation dieser Art, der noch eine weitere folgen k\u00f6nnte, sollte die Waffenstillstandserkl\u00e4rung in Aden nicht eingehalten werden. In dieser wurde auch mit Einsatz von Gewalt gegen diejenigen gedroht, die dagegen versto\u00dfen.<\/em> (Al-Arabiya, 11.08.2019)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Laut der Quelle eines Verantwortlichen aus der Arabischen Koalition h\u00e4tten<em> die Kr\u00e4fte des S\u00fcdlichen \u00dcbergangsrates damit begonnen, sich aus einigen Regionen, die sie in Aden unter ihrer Kontrolle hatten, zur\u00fcckzuziehen, nachdem Streitkr\u00e4fte der Koalition eine Stellung des STC angegriffen hatten. Dieser Angriff kam nach Warnungen, die die F\u00fchrung der Koalition in einer Verlautbarung am Samstagabend (10.08.2019) ausgesprochen hatte, wonach eine sofortige Feuerpause in Aden gefordert wurde.<\/em> (RT, 11.08.2019)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Viertens<\/strong>: Voraussichtlich wird eine der zwei folgenden Optionen eintreten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erstens<\/strong>: Die Saudis, die beide Konfliktparteien zu einem Dialog aufgerufen haben, werden so weit es geht versuchen, al-Zubaidi und seinen Rat unter ihre Kontrolle zu bringen, \u00e4hnlich wie bei Hadi und seiner Regierung, wenngleich es nicht einfach ist, dies zu erreichen. Denn Gro\u00dfbritannien steckt hinter der Gr\u00fcndung des STC, da Hadi in die Gewalt Saudi-Arabiens geraten ist. Daher werden es die Briten nicht zulassen, dass der STC in die gleiche Grube f\u00e4llt, in die auch Hadi hineinfiel. Wahrscheinlicher ist, dass Saudi-Arabien bei al-Zubaidi und seinem STC mit Zuckerbrot und Peitsche vorgehen wird. Die Saudis werden al-Zubaidi mit der Aussicht k\u00f6dern wollen, an der Hadi-Regierung mit umfassenden Vollmachten beteiligt zu werden, w\u00e4hrend Hadi zwar weniger Vollmachten erhalten, jedoch zur Gesichtswahrung Pr\u00e4sident bleiben w\u00fcrde. Die Saudis w\u00fcrden andernfalls al-Zubaidi &#8211; sollte er ablehnen &#8211; mit milit\u00e4rischen Angriffen drohen. Es w\u00e4re nicht abwegig, dass das Treffen zwischen K\u00f6nig Salman und dem Kronprinzen von Abu Dhabi am 12.08.2019 diesem Zweck diente, damit die Dinge wieder so eingerenkt werden, wie sie urspr\u00fcnglich waren. Denn den Saudis ist vollkommen bewusst, dass die VAE hinter der Entstehung des \u00dcbergangsrates unter dem Vorsitz al-Zubaidis stecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zweitens<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte der STC sich weigern und die Bestrebungen Saudi-Arabiens somit ins Leere laufen, w\u00fcrden die Briten unmittelbar eingreifen, das Gespr\u00e4ch mit den USA suchen und diesen versichern, den \u00dcbergangsrat zu Verhandlungen mit den Huthis zu dr\u00e4ngen, um eine L\u00f6sung zu schaffen, bei der die Huthis gro\u00dfz\u00fcgig an der Regierung beteiligt w\u00fcrden. Es wird wohl kein Zufall gewesen sein, dass Muhammad al-Bukhaiti, Mitglied des politischen B\u00fcros der Huthis, am 11.08.2019, also gleich nachdem der \u00dcbergangsrat Aden eingenommen und Saudi-Arabien die Konfliktparteien zu einem Dialog aufgerufen hatte, auf seiner Facebook-Seite schrieb: \u201eWir laden alle politischen Kr\u00e4fte, besonders deren zentrale Elemente, verk\u00f6rpert durch Ansar Allah, die Kongresspartei, die Reformpartei und den \u00dcbergangsrat, dazu auf, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, um den Krieg zu beenden und sich auf die Bildung einer neuen \u00dcbergangsregierung zu einigen, in der alle repr\u00e4sentiert sind und sich sodann auf einen Vers\u00f6hnungsplan verst\u00e4ndigen.\u201c F\u00fcr eine solche L\u00f6sung scheinen die Rahmenbedingungen mittlerweile geeignet zu sein. Die USA m\u00f6chten die Jemen-Frage zu einem Ende bringen, wie aus ihren Erkl\u00e4rungen kurz vor Beginn der Schweden-Verhandlungen herauszuh\u00f6ren war. Und von saudischer Seite will man aus dem Sumpf im Jemen wieder herauskommen. Die Briten wiederum haben nun jemanden, der ihren Befehlen folgt, ohne unter Saudi-Arabiens Fittichen zu stehen, sodass auch sie mit Verhandlungen einverstanden w\u00e4ren und sie diesen nicht mehr im Wege st\u00fcnden, wie es fr\u00fcher der Fall war, da Hadis H\u00e4nde gebunden waren. Sollten sich die USA mit Gro\u00dfbritannien auf eine <strong>gemeinsame<\/strong> <strong>L\u00f6sung <\/strong>einigen, w\u00fcrden ihre jeweiligen Getreuen diese L\u00f6sung umsetzen, also die Huthis, der STC und Saudi-Arabien. Doch was einer gemeinsamen L\u00f6sung unter Kapitalisten stets im Wege steht, ist das Prinzip von Ausbeutung und Nutzen, welches regelrecht durch ihre Adern flie\u00dft. Denn die Priorit\u00e4t sowohl bei den Amerikanern als auch bei den Briten ist noch vor einer <strong>gemeinsamen L\u00f6sung<\/strong> die folgende: Dem anderen die L\u00f6sung aufzuzwingen, die den eigenen Interessen dient. Und das ist es, was die Verhandlungen in die L\u00e4nge ziehen wird, w\u00e4hrend der Huthi, der Saudi, Abed Rabbo Mansur Hadi und der STC auf der Wartebank sitzen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcnftens<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was schmerzt, ist die Tatsache, dass die Jemeniten imstande w\u00e4ren, ihre Angelegenheiten selbst zu l\u00f6sen, wenn sie Allah (t) gegen\u00fcber loyal und aufrichtig gegen\u00fcber dem Gesandten (s) w\u00e4ren. Wie k\u00f6nnen sie denn unseren Feinden die L\u00f6sung unserer eigenen Angelegenheiten \u00fcberlassen?! Die ungl\u00e4ubigen Kolonialisten er\u00f6rtern und studieren L\u00f6sungen, indem sie das Blut der Muslime flie\u00dfen lassen. Danach nehmen sie um das Schlachtfeld herum Platz, um eine f\u00fcr ihre Interessen g\u00fcnstige L\u00f6sung auszuw\u00e4hlen. Die Herrscher und ihre Handlanger in den muslimischen L\u00e4ndern irren indes in ihrem Fehlgang umher. So, als w\u00fcrde sich alles am Mond abspielen und nicht in den L\u00e4ndern der Muslime! Unsere Angelegenheiten in die H\u00e4nde der kolonialistischen Ungl\u00e4ubigen zu legen, damit diese sie l\u00f6sen, und der unterw\u00fcrfige Kniefall vor ihnen, stellen ein gewaltiges Verbrechen dar, das den T\u00e4tern nichts als Schande im Diesseits und schmerzhafte Strafe im Jenseits beschert.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\">\u0633\u064e\u064a\u064f\u0635\u0650\u064a\u0628\u064f \u0627\u0644\u064e\u0651\u0630\u0650\u064a\u0646\u064e \u0623\u064e\u062c\u0652\u0631\u064e\u0645\u064f\u0648\u0627 \u0635\u064e\u063a\u064e\u0627\u0631\u064c \u0639\u0650\u0646\u0652\u062f\u064e \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u0650 \u0648\u064e\u0639\u064e\u0630\u064e\u0627\u0628\u064c \u0634\u064e\u062f\u0650\u064a\u062f\u064c \u0628\u0650\u0645\u064e\u0627 \u0643\u064e\u0627\u0646\u064f\u0648\u0627 \u064a\u064e\u0645\u0652\u0643\u064f\u0631\u064f\u0648\u0646<\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Diejenigen, die \u00dcbeltaten begehen, trifft Erniedrigung bei Allah und eine harte Strafe f\u00fcr ihr falsches Spiel.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">6:124<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">12. \u1e0e\u016b l-\u1e24i\u01e7\u01e7a, n.&nbsp;H.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">13.08.2019 n.&nbsp;Chr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frage: Was sind die Hintergr\u00fcnde der vergangenen und der aktuellen Ereignisse in Aden? 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