{"id":10587,"date":"2021-04-01T00:00:00","date_gmt":"2021-03-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10587"},"modified":"2021-04-01T00:00:00","modified_gmt":"2021-03-31T22:00:00","slug":"die-umma-und-ihre-verantwortung-fuer-gegenwart-und-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10587","title":{"rendered":"Die Umma und ihre Verantwortung f\u00fcr Gegenwart und Zukunft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die islamische Geschichte ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie endete nicht mit der Abschaffung des Kalifats durch Mustafa Kemal Atat\u00fcrk und der Ausrufung der T\u00fcrkischen Republik. Die Geschichte der Umma geht weiter. Der desolate Zustand der islamischen Welt ist keineswegs irreversibel, denn Mustafa Kemal hatte zwar das Kalifat abgeschafft, nicht aber die islamische \u00dcberzeugung der Muslime. Den Islam konnte er trotz seiner intensiven Bem\u00fchungen nicht vernichten. Die Zukunft der islamischen Geschichte liegt daher in unseren H\u00e4nden. Wir d\u00fcrfen die Gestaltung unserer Zukunft nicht jenen \u00fcberlassen, deren Ziel eine Zukunft der Muslime ohne islamische Identit\u00e4t und ohne eigene islamische Schutzmacht ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umma ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte und nicht vergleichbar mit irgendeiner anderen Form von Gemeinschaft. Sie ist kein Volk und keine Nation und die Zugeh\u00f6rigkeit zur Umma h\u00e4ngt weder von der Abstammung ab noch davon, innerhalb welcher territorialen Grenzen ein Mensch geboren wurde. Es ist keine Frage des Zufalls oder \u00e4u\u00dferer Umst\u00e4nde, sondern der \u00dcberzeugung, auf die der Mensch bewusst Einfluss hat. Der Islam verbindet die Menschen \u00fcber die Volkszugeh\u00f6rigkeit oder die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Nation hinaus. Menschen mit unterschiedlicher Nationalit\u00e4t, Sprache und Geschichte sind, sobald sie die islamische \u00dcberzeugung annehmen, ohne Abstriche Teil der islamischen Umma. Es gibt keine Hierarchie der Menschen innerhalb der Umma, wie man es aus anderen Gemeinschaften kennt, in denen Rassismus und eine Herrenmenschenmentalit\u00e4t dominieren. Der geborene Muslim hat keine Privilegien gegen\u00fcber dem konvertierten Muslim. Als die Menschen den Islam auf der Arabischen Halbinsel annahmen, beendete der Islam die grausamen Stammeskriege der Araber um Macht und Dominanz und verband sie auf Basis ihres Glaubens. Nichts in der Geschichte ist vergleichbar. Wie sehr beispielsweise die alten R\u00f6mer ihr Reich ausdehnten und wie viele V\u00f6lker sie auch beherrschten, konnten sie die Menschen nicht zu einer Gemeinschaft zusammenschwei\u00dfen, was auch nicht ihre Intention war. Die Verbindung der V\u00f6lker, die unter der Herrschaft der R\u00f6mer standen, besteht heute einzig aus arch\u00e4ologischen Funden, die von der r\u00f6mischen Herrschaft zeugen. Im Gegensatz dazu existiert die Verbundenheit der Muslime als Umma, auch wenn sie unterschiedlichen V\u00f6lkern angeh\u00f6ren, bis heute. Jedes Volk, das in der Vergangenheit den Islam annahm, h\u00e4lt noch immer am Islam fest, obwohl die islamische Herrschaft abgel\u00f6st wurde von einer kapitalistischen oder kommunistischen. Nur in jenen Gebieten des ehemaligen Kalifats, in denen die Muslime vertrieben oder get\u00f6tet wurden, verschwand die muslimische Bev\u00f6lkerung, etwa auf der Iberischen Halbinsel. Dort findet man nur noch zugewanderte Muslime vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum einen sticht die Umma dadurch hervor, dass sie eine Gemeinschaft ist, deren Zusammenhalt ausschlie\u00dflich auf der gemeinsamen \u00dcberzeugung ihrer Individuen basiert, zum anderen hebt sie sich durch die Verantwortung, die sie den Menschen gegen\u00fcber tr\u00e4gt, von anderen Gemeinschaften ab. Die Ausbreitung des Islam war nie mit der Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung anderer V\u00f6lker verbunden, sondern immer nur mit der Verk\u00fcndung der Botschaft des Islam. Wir als islamische Umma tragen die Verantwortung daf\u00fcr, dass die Menschen die Gelegenheit bekommen, die Botschaft des Islam in ihrer reinen Form \u2013 unverf\u00e4lscht und ohne politische und mediale Diffamierung durch andere \u2013 kennenzulernen. Solange das konstruierte Islambild von der unterdr\u00fcckten Frau und dem islamistischen Terroristen dominiert und der Islam nicht die Gelegenheit hat, die Menschen im Rahmen seiner praktischen Umsetzung zu \u00fcberzeugen, geht die Mehrheit auf Distanz zum Islam und begegnet ihm zwangsl\u00e4ufig mit Hass. Die Wahrnehmung des Islam \u00e4ndert sich daher erst mit seiner vollst\u00e4ndigen Umsetzung. Das kann aber nur ein Staat vollbringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Menschen leben weltweit in einem Zustand kapitalistischer Ungerechtigkeit, den sie f\u00fcr den unver\u00e4nderlichen Normalzustand halten. Es ist keine von Gott, sondern eine vom Kapitalismus gewollte Ordnung. Der Kapitalismus hat die Menschen in Unterdr\u00fccker und Unterdr\u00fcckte eingeteilt und versucht diese Unterteilung mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten. Der Islam beabsichtigt das Gegenteil, denn er hebt die herrschende Ungerechtigkeit zwischen den Menschen auf. Er greift nicht auf leere, abgedroschene Worth\u00fclsen zur\u00fcck wie die Menschenrechte, die den Kolonialm\u00e4chten dazu dienen, ihre globalen Raubz\u00fcge zu tarnen. Seine Gerechtigkeit ist echt und umfasst nicht nur die Muslime, sondern erstreckt sich auch auf Nichtmuslime. Die Gerechtigkeit des Islam entfaltet sich aber erst in seiner Anwendung und seine Anwendung ist nur dann vollst\u00e4ndig, wenn sie in allen Bereichen erfolgt. Ohne einen Staat, der den Islam umsetzt, bleiben wesentliche Bereiche aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil die kapitalistischen Kolonialm\u00e4chte um ihre Macht f\u00fcrchten, mit der sie sich in der ganzen Welt an den Ressourcen und der Arbeitskraft von Menschen willk\u00fcrlich bedienen, waren sie nicht nur verantwortlich f\u00fcr die Zerst\u00f6rung des Kalifats. Sie haben Barrieren aufgebaut, um die Muslime daran zu hindern, zu dieser Staatsform zur\u00fcckzukehren. Man hat den Muslimen das Kalifat nicht nur mit Gewalt entrissen, man hindert sie daran, ihr Recht wahrzunehmen, ihre Staatsform selbst zu w\u00e4hlen. Ihnen wurden Diktatoren vorgesetzt, die sie im Auftrag der Kolonialm\u00e4chte an der Umsetzung des Islam hindern sollen. Als Mustafa Kemal das Kalifat zerst\u00f6rte, die T\u00fcrkische Republik ausrief und seine sogenannten Reformen durchpeitschte, wurde nichts davon vom Volk getragen. Es gab keine Volksbewegung, die gegen die islamische Herrschaft aufbegehrte, sondern eine kollaborierende Minderheit \u2013 eine Handvoll Verr\u00e4ter \u2013, die die Pl\u00e4ne der Kolonialm\u00e4chte mit deren Unterst\u00fctzung umsetzte. Der Wechsel von der islamischen zur s\u00e4kularen Herrschaft vollzog sich gegen den Willen der Umma. Es war nicht ihre Wahl und man verwehrt den Muslimen bis heute das Recht, ihr Staatsoberhaupt selbst zu w\u00e4hlen und sich f\u00fcr eine islamische Herrschaft und einen Kalifen zu entscheiden, der sich auf der Grundlage des Islam um ihre Belange k\u00fcmmert und nicht um jene der Kolonialm\u00e4chte. Sobald auch nur im Ansatz zu erkennen ist, dass die Wahl der Muslime auf eine Partei f\u00e4llt, die islamische Ambitionen zeigt, greifen die Kolonialm\u00e4chte ein. Als sich beispielsweise 1991 bei den Wahlen in Algerien abzeichnete, dass die Islamische Heilsfront (FIS) im zweiten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit siegen w\u00fcrde, griff das algerische Milit\u00e4r, unterst\u00fctzt durch Frankreich, ein und verhinderte die Macht\u00fcbernahme. Die FIS wurde anschlie\u00dfend verboten. In Syrien blickte man mit Sorge auf die islamischen Parolen des syrischen Volkes w\u00e4hrend des Arabischen Fr\u00fchlings und hinderte es daran, den Diktator Bashar al-Assad in die W\u00fcste zu schicken. Nach Plan der USA, die sich als Initiator bedeckt halten, mischten sich mehrere M\u00e4chte ein und f\u00fchren bis heute einen Krieg gegen die Syrer, um ihren politischen Willen zu unterdr\u00fccken und einen Machtwechsel zu verhindern. Der Westen ist stolz darauf, sich seiner absolutistischen Herrscher entledigt und das Recht auf freie Wahlen erk\u00e4mpft zu haben. Warum sollen ausgerechnet wir Muslime nicht das Recht haben, unseren Herrscher frei zu w\u00e4hlen? Wir brauchen nicht den Segen des Westens, wenn wir unserer islamischen Pflicht nachkommen und uns f\u00fcr das Kalifat als Staatsform und den Kalifen als Staatsoberhaupt entscheiden. Weder sind wir den islamfeindlichen Diktatoren, die uns tyrannisieren, verpflichtet noch den Kolonialm\u00e4chten, die sie auf uns gehetzt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Muslime sind ohne den Kalifen Freiwild f\u00fcr alle, wie man aktuell an den muslimischen Uiguren sehen kann, an denen China vor allen Augen einen V\u00f6lkermord begeht. Nat\u00fcrlich ist die Aufstellung eines Kalifen aus westlicher Sicht ein Worst-Case-Szenario, denn er fungiert als Schutzschild der Umma und der islamischen Welt. An ihm m\u00fcssten die Kolonialm\u00e4chte erst einmal vorbeikommen, wenn sie sich an den Bodensch\u00e4tzen der Muslime bedienen und deren Blut vergie\u00dfen wollen. Sie wissen aus ihrer historischen Erfahrung heraus, welches Potential in der Umma steckt, wenn es von einem Kalifen angef\u00fchrt wird. Die muslimischen Herrscher der Vergangenheit haben es bereits bewiesen, etwa Mu\u1e25mmad al-F\u0101ti\u1e25, als er 1453 Konstantinopel er\u00f6ffnete und das Byzantinische Reich einst\u00fcrzen lie\u00df. Er schaffte gemeinsam mit der Umma, was die Welt f\u00fcr unm\u00f6glich hielt, denn die Er\u00f6ffnung Konstantinopels wurde vom Gesandten Allahs (s) prophezeit, was Mu\u1e25ammad al-F\u0101ti\u1e25 dazu anspornte, derjenige zu sein, der die Prophezeiung verwirklicht. Sp\u00e4testens da nahmen die europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte den islamischen Staat als ebenb\u00fcrtige Gro\u00dfmacht wahr. Das Kalifat stieg in der Vergangenheit zur Weltmacht auf, die ihre B\u00fcrger sch\u00fctzte, und es war kein Selbstbedienungsladen f\u00fcr andere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Relevanz des Kalifen f\u00fcr den Islam und die Umma wurde von den Gelehrten immer wieder hervorgehoben. Ibn Taim\u012bya hielt fest: \u201eMan muss wissen, dass die Vertretung der Angelegenheiten der Menschen zu den gr\u00f6\u00dften Pflichten des Glaubens z\u00e4hlt. Die Verwirklichung der Glaubensordnung und der Angelegenheiten des Lebens erfolgt nur durch sie. Das Interesse der Menschen ist erst in der Gemeinschaft realisiert, weil sie aufeinander angewiesen sind, und wenn die Menschen eine Gemeinschaft bilden, so brauchen sie einen Anf\u00fchrer. Denn der Prophet (s) sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"zentriert arabicfont wp-block-paragraph\"><strong>\u00ab\u0625\u0630\u0627 \u062e\u0631\u062c\u064e \u062b\u0644\u0627\u062b\u0629\u064c \u0641\u064a \u0633\u0641\u064e\u0631\u064d \u0641\u0644\u064a\u0624\u0645\u0650\u0651\u0631\u0648\u0627 \u0623\u062d\u062f\u064e\u0647\u064f\u0645\u00bb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wenn drei Personen zu einer Reise aufbrechen, so sollen sie einem unter sich die F\u00fchrung \u00fcbertragen.<\/strong> (Bei Ab\u016b D\u0101w\u016bd tradiert) Wenn bereits bei einem Zusammenschluss von nur drei Personen die Wahl eines Anf\u00fchrers islamisch verpflichtend ist, so trifft dies erst recht auf eine Gemeinschaft von Hunderten, Tausenden oder Millionen zu. Bei al-M\u0101ward\u012b hei\u00dft es: <em>Das Imamat ist festgelegt als Nachfolge der Prophetenschaft in der Wahrung der Religion und der Regelung der Angelegenheiten des Lebens. Und der Vertrag mit demjenigen, der diese Aufgabe in der Umma wahrnimmt, ist auf Grundlage des Konsenses Pflicht<\/em>. Al-Nawaw\u012b konstatierte: <em>Sie stimmten darin \u00fcberein, dass die Aufstellung eines Kalifen eine Pflicht f\u00fcr die Muslime darstellt<\/em>. Alle namhaften und seri\u00f6sen islamischen Gelehrten sind sich \u2013 so uneinig sie in vielen anderen islamischen Aspekten sein m\u00f6gen \u2013 absolut einig dar\u00fcber, dass die Aufstellung eines Kalifen eine Pflicht darstellt, der die Muslime nachkommen m\u00fcssen. Sie stellen klar, dass die Realisierung des Islam ohne die Existenz eines Kalifen unvollst\u00e4ndig ist. Die islamische Beweislage in dieser Angelegenheit ist eindeutig und bietet keinen Spielraum f\u00fcr unterschiedliche Rechtsmeinungen. So sind die islamischen Rechtsbelege unmissverst\u00e4ndlich in der Feststellung, dass es einen Kalifen geben muss:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u0648\u064e\u0645\u064e\u0646 \u0645\u064e\u0627\u062a\u064e \u0648\u064e\u0644\u064a\u0633\u064e \u0641\u064a \u0639\u064f\u0646\u064f\u0642\u0650\u0647\u0650 \u0628\u064e\u064a\u0652\u0639\u064e\u0629\u064c\u060c \u0645\u064e\u0627\u062a\u064e \u0645\u0650\u064a\u062a\u064e\u0629\u064b \u062c\u064e\u0627\u0647\u0650\u0644\u0650\u064a\u064e\u0651\u0629\u064b\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">[\u2026] Und wer stirbt und im Nacken keine bai\u02bfa tr\u00e4gt, der stirbt einen Tod der \u011f\u0101hil\u012bya.<\/span><span class=\"hadith-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"hadith-block-reference-content\">Muslim<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es liegt in der Verantwortung der heutigen islamischen Gelehrten, Position zu diesem Thema zu beziehen und den islamischen Standpunkt der breiten islamischen \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen, etwa in den Sozialen Medien. Die Rahmenbedingungen k\u00f6nnten nicht besser sein, um die Umma zu erreichen und sie dar\u00fcber aufzukl\u00e4ren, dass ihr Schicksal an der Verwirklichung des Kalifats h\u00e4ngt. Im Arabischen Fr\u00fchling versagten die Gelehrten und hinkten der Umma hinterher. Sie zeigten sich erst, nachdem die Menschen l\u00e4ngst auf den Stra\u00dfen gegen das Unrecht ihrer diktatorischen Regenten demonstrierten. Sie schlossen sich den Menschen an, statt sie anzuf\u00fchren und ihnen die Methode aufzuzeigen, die das Unrecht aufhebt. Was n\u00fctzt das islamische Wissen zwischen zwei Buchdeckeln, wenn es keinen Effekt in der Realit\u00e4t hat und die Menschen keinen Nutzen daraus ziehen k\u00f6nnen? Was die Gelehrten in der Vergangenheit verpasst haben, k\u00f6nnen Sie jetzt wiedergutmachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man muss aber kein Gelehrter sein, um ein Unrecht als Unrecht zu erkennen. Gerade in den islamischen L\u00e4ndern konzentriert sich das Unrecht, unter dem die Muslime am meisten zu leiden haben. Folter, Tod und Vertreibung sind dort an der Tagesordnung. Der Islam akzeptiert kein Schweigen und verpflichtet dazu, das Unrecht zu benennen und das Rechte zu gebieten. Denn Allah (t) sagt:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\">\u0648\u064e\u0644\u0652\u062a\u064e\u0643\u064f\u0646\u0652 \u0645\u0650\u0646\u0652\u0643\u064f\u0645\u0652 \u0623\u064f\u0645\u064e\u0651\u0629\u064c \u064a\u064e\u062f\u0652\u0639\u064f\u0648\u0646\u064e \u0625\u0650\u0644\u064e\u0649 \u0627\u0644\u0652\u062e\u064e\u064a\u0652\u0631\u0650 \u0648\u064e\u064a\u064e\u0623\u0652\u0645\u064f\u0631\u064f\u0648\u0646\u064e \u0628\u0650\u0627\u0644\u0652\u0645\u064e\u0639\u0652\u0631\u064f\u0648\u0641\u0650 \u0648\u064e\u064a\u064e\u0646\u0652\u0647\u064e\u0648\u0652\u0646\u064e \u0639\u064e\u0646\u0650 \u0627\u0644\u0652\u0645\u064f\u0646\u0652\u0643\u064e\u0631\u0650 \u06da \u0648\u064e\u0623\u064f\u0648\u0644\u064e\u0626\u0650\u0643\u064e \u0647\u064f\u0645\u064f \u0627\u0644\u0652\u0645\u064f\u0641\u0652\u0644\u0650\u062d\u064f\u0648\u0646\u064e<\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">M\u00f6ge aus euch eine Gemeinschaft entstehen, die zum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Unrecht anprangert, und dies sind die Erfolgreichen.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">3:104<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"zentriert arabicfont wp-block-paragraph\">Es muss also wenigstens eine Gruppe von Muslimen geben, die diese Aufgabe wahrnimmt, und es sollte angesichts der gegenw\u00e4rtigen Lage der Muslime einleuchten, dass eine Unterst\u00fctzung dieser Gruppe durch die Umma erforderlich ist, weil die Aufgabe, die Allah (t) festgelegt hat, nur durch gegenseitige Unterst\u00fctzung realisiert werden kann. Selbst der Prophet (s) war auf die Unterst\u00fctzung seiner Gef\u00e4hrten angewiesen, und es waren vor allem junge Muslime, die sich engagierten. Viele waren nicht einmal zwanzig, als sie den Islam annahmen. Es waren keine alten, wei\u00dfb\u00e4rtigen M\u00e4nner, die sich um den Propheten (s) scharten, sondern die junge Generation, die ein beeindruckendes Potential an den Tag legte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute hat weder Jung noch Alt das Kalifat bewusst erlebt. Nach islamischer Zeitrechnung liegt sein Ende inzwischen 100 Jahre zur\u00fcck. Das bedeutet, dass wir seit 100 Jahren unsere islamische Pflicht nicht erf\u00fcllt haben. F\u00fcr eine nicht erf\u00fcllte Pflicht ist das ein sehr langer Zeitraum, an den wir uns nicht h\u00e4tten gew\u00f6hnen d\u00fcrfen. Die letzten 100 Jahre waren f\u00fcr die Umma die schlimmsten ihrer Geschichte. In Relation zur Zeitspanne, in welcher das Kalifat existiert hat, sind die 100 Jahre ein \u201ekurzer\u201c Ausnahmezustand islamischer Geschichte. Das Kalifat ist hingegen der Normalzustand f\u00fcr die Umma, zu dem die Muslime unbedingt zur\u00fcckkehren m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die islamische Geschichte ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 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