{"id":10606,"date":"2021-05-20T00:00:00","date_gmt":"2021-05-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10606"},"modified":"2021-05-20T00:00:00","modified_gmt":"2021-05-19T22:00:00","slug":"hoere-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=10606","title":{"rendered":"\u201eH\u00f6re, Israel\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einem Juden muss man nicht sagen, wie es ist, wenn barbarisches Unrecht geschieht und die ganze Welt dabei zusieht und die Verbrecher gew\u00e4hren l\u00e4sst. Er musste am eigenen Leib erfahren, zu welchen Gr\u00e4ueltaten der Mensch in der Lage ist, sobald Recht au\u00dfer Kraft gesetzt ist. Doch das Blatt hat sich gewendet und der Zionist profitiert heute davon, dass die kapitalistische Welt diesen Charakterzug des schweigenden Beobachters hat und Menschen- und V\u00f6lkerrechtsverbrecher unterst\u00fctzt. Mehr noch, die kapitalistische Welt hat die Weichen f\u00fcr die zionistischen Verbrechen gelegt und einen zionistischen Staat mitten in die islamische Welt gepflanzt, wo bereits Pal\u00e4stinenser \u2013 mehrheitlich Muslime \u2013 seit Jahrhunderten leben. Selbst den Namen Pal\u00e4stina erkl\u00e4rte der Westen zum politischen Tabu. Pal\u00e4stina hat eine islamische Geschichte und auch die Geschichte Pal\u00e4stinas vor der Er\u00f6ffnung durch die Muslime ist nicht j\u00fcdisch. Als der Kalif \u02bfUmar ibn al-\u1e2aa\u1e6d\u1e6d\u0101b im Jahr 637 n.&nbsp;Chr. die Schl\u00fcssel der Stadt Jerusalem \u00fcberreicht bekam, war es der Patriarch von Jerusalem, der sie ihm \u00fcbergab und ihn durch die Stadttore f\u00fchrte. Davon will der Zionist aber nichts wissen und eifert den Verbrechern nach, unter denen einst die Juden leiden mussten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als die Zionisten und ihr Wortf\u00fchrer, Theodor Herzl, Pal\u00e4stina zu ihrem Ziel erkl\u00e4rten und den Kalifen \u02bfAbdul\u1e25am\u012bd II. bedr\u00e4ngten, ihnen das Gebiet zu \u00fcberlassen, war Adolf Hitler noch ein Kind. Die Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten war also allenfalls ein Katalysator f\u00fcr die Auswanderung von Juden, die vorher gar nicht mit dem Gedanken gespielt hatten zu emigrieren. Viele waren assimiliert und wurden teilweise erst durch die Nationalsozialisten darauf aufmerksam, dass sie j\u00fcdische Vorfahren hatten. Deshalb darf der Holocaust nicht als Argument f\u00fcr einen zionistischen Staat dienen und schon gar nicht als j\u00fcdisches Anrecht auf Pal\u00e4stina, das, anders als die Zionisten es propagierten, keineswegs menschenleer war. Der Boden Pal\u00e4stinas war bereits im Besitz eines Volkes, auch nachdem das Kalifat, zu dem Pal\u00e4stina \u00fcber ein Jahrtausend geh\u00f6rte, zerst\u00f6rt wurde. Was viele ausblenden, ist die Tatsache, dass Pal\u00e4stinas Geschichte nicht erst mit dem Holocaust beginnt. Wer bei dem Thema mitreden will, sollte deshalb seinen historischen Horizont erweitern und jenseits des Jahres 1948 zur\u00fcckblicken und sich nicht auf die eindimensionale Berichterstattung \u00fcber den sogenannten Nahostkonflikt verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dimension des Unrechts wird am Grad der Tabuisierung deutlich, das Unrecht auszusprechen und Kritik zu \u00fcben, nachdem \u201eIsrael\u201c 1948 ausgerufen wurde. Je weniger man \u00fcber das Unrecht und die damit einhergehenden Verbrechen sprechen oder schreiben darf, desto gr\u00f6\u00dfer ist das Unrecht, das man vor den Augen der \u00d6ffentlichkeit verbergen will. Dieses Tabu ist so gro\u00df, dass selbst Juden keine \u201eIsrael\u201c-Kritik \u00fcben d\u00fcrfen und von Zionisten sogar als Antisemiten gebrandmarkt werden, wenn sie die Verbrechen \u201eIsraels\u201c gegen die Pal\u00e4stinenser anprangern. Die Zionisten k\u00f6nnen gegen einen Juden, der \u201eIsrael\u201c kritisiert, zwar nicht die Holocaustkeule schwingen, aber sie erkl\u00e4ren ihn zum Nestbeschmutzer und zur Persona non grata, denn gerade von Juden erwarten sie ein uneingeschr\u00e4nktes Bekenntnis zu \u201eIsrael\u201c und ein loyales Totschweigen seiner Verbrechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der j\u00fcdische Lyriker Erich Fried, der 1938 vor den Nationalsozialisten aus \u00d6sterreich fliehen musste, war ein intellektueller Kritiker \u201eIsraels\u201c, der den Einsch\u00fcchterungsversuchen widerstand und deutliche Worte fand, wodurch er sich den Hass der Zionisten zuzog. Unter dem Deckmantel der Kunst, so lehrt uns der Westen, darf normalerweise alles kritisiert, beschimpft und beleidigt werden. Die Kunst kennt keine Tabus und schont niemanden. Das bekommen die Muslime regelm\u00e4\u00dfig zu sp\u00fcren. Doch \u201eIsrael\u201c ist auch f\u00fcr die Kunst eine rote Linie und die meisten halten sich daran aus Furcht, als Antisemiten gebrandmarkt zu werden. Fried stellte sowohl als Jude als auch als K\u00fcnstler eine Ausnahme dar und musste viel Hass und Kritik einstecken. In seinem Gedicht \u201eH\u00f6re, Israel\u201c, dessen Titel Bezug nimmt auf das wichtigste Gebet im Judentum, scheut er sich nicht davor, die Zionisten und ihre Verbrechen gegen die Pal\u00e4stinenser mit den Nazis und deren Verbrechen zu vergleichen. Es ist ein doppelter Tabubruch, den Fried begeht: Er kritisiert nicht nur \u201eIsraels\u201c Politik, sondern zieht den Vergleich mit den Nationalsozialisten. In \u201eH\u00f6re, Israel\u201c hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eure Sehnsucht war<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>wie die anderen V\u00f6lker zu werden<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>die euch mordeten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Nun seid ihr geworden wie sie.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fried verdeutlicht seinen Standpunkt in der Einleitung zu seinem viel kritisierten Gedichtband \u201eH\u00f6re Israel \u2013 Gedichte gegen das Unrecht\u201c: \u201eSeit dem Judenmord des Hitlerfaschismus hat in Westeuropa ein begreifliches kollektives Schuldgef\u00fchl oft dazu gef\u00fchrt, dass man sich jede Kritik an Juden verbietet, wobei man noch dazu Juden und Zionisten meist kurzerhand gleichsetzt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade in Deutschland dominiert dieses Schuldgef\u00fchl und verhindert jeden objektiven Blick auf die Realit\u00e4t und die politischen Zusammenh\u00e4nge. Angesichts der aktuellen politischen Lage in Jerusalem und in Pal\u00e4stina insgesamt zeigt sich Deutschlands Wiedergutmachungsmentalit\u00e4t wieder einmal im Schweigen zu jeglichem Unrecht, das \u201eIsrael\u201c an den Pal\u00e4stinensern begeht, und in der Verdrehung der politischen und historischen Realit\u00e4t durch die Medien. Die Berichterstattung ist in peinlichem Grad einseitig und stempelt die pal\u00e4stinensischen Muslime wie \u00fcblich als Terroristen ab, w\u00e4hrend \u201eIsraels\u201c Gewalt gegen die Pal\u00e4stinenser durchweg als reine Selbstverteidigung dargestellt wird. Die journalistische Leistung besteht nicht in Recherche, sondern im Hervorkramen von Klischees zum Nahostkonflikt. Der Unterschied zwischen der Berichterstattung jetzt und jener aus den vergangenen Jahren f\u00e4llt gar nicht auf. Um auch die Muslime zum Schweigen zu bringen, deren Geschichte davon gepr\u00e4gt ist, dass sie verfolgten Juden Zuflucht gew\u00e4hrten, und die jetzt nichts weiter fordern, als bei der Wahrheit zu bleiben, brandmarkt man sie als Antisemiten und Terroristen, sofern sie sich nicht von dem Anliegen der Unterdr\u00fcckten und dem Widerstand ihrer Geschwister in Pal\u00e4stina distanzieren. Die Welt schweigt nicht nur, sondern sorgt auch f\u00fcr Schweigen und reinigt ihr Gewissen gegen\u00fcber Juden auf Kosten der Pal\u00e4stinenser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Zionisten und ihre Besatzungsmacht sorgen f\u00fcr Schweigen mit ihrer Instrumentalisierung des Holocausts. Fried kritisierte diesen Aspekt in seinem Gedicht \u201eEure Toten \u2013 Die Pal\u00e4stinenser an die Toten\u201c mit den Worten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Darum beruft euch lieber nicht mehr auf eure Toten,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>um die Welt schweigen zu machen jedes Mal, wenn ihr t\u00f6tet.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Instrument soll die Tatsache aus dem historischen Ged\u00e4chtnis l\u00f6schen, dass die Gr\u00fcndung \u201eIsraels\u201c nicht ohne die Massaker und die Massenvertreibung von Pal\u00e4stinensern erfolgen konnte, und es soll k\u00fcnftige Verbrechen legitimieren. Solche Menschenrechtsverbrechen waren n\u00e4mlich die Voraussetzung f\u00fcr die Staatsgr\u00fcndung. Die toten und vertriebenen Pal\u00e4stinenser bilden das Fundament \u201eIsraels\u201c, aber keiner soll diese Tatsache kritisieren und mit dem Finger auf \u201eIsrael\u201c zeigen. Mit barbarischen Methoden und der Unterst\u00fctzung der Kolonialm\u00e4chte setzten sich die Zionisten durch. Weil das Verbrechen so schwerwiegend war, setzten die Zionisten von Anfang an den Holocaust als Instrument ein und schlachteten ihn aus. Er dient nicht nur dazu, vergangene Verbrechen totzuschweigen, sondern auch die aktuellen. Das, was die meisten f\u00fcr Siedlungspolitik halten, ist in Wahrheit eine gnadenlose Vertreibungspolitik. Denn wo Juden siedeln wollen, m\u00fcssen zuvor Pal\u00e4stinenser enteignet und vertrieben werden. Dazu geh\u00f6rt auch die Vertreibung der Pal\u00e4stinenser aus ihren H\u00e4usern in Ostjerusalem, was unter anderem der Ausl\u00f6ser des gegenw\u00e4rtigen Konflikts war. Es soll nur niemand aussprechen, dass es so ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erich Fried beging einen weiteren gewaltigen Tabubruch in \u201eEure Toten\u201c, indem er die pal\u00e4stinensischen Opfer mit den Holocaustopfern gleichsetzte. Darin hei\u00dft es aus der Perspektive der Pal\u00e4stinenser, die das ganze Gedicht einnimmt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Glaubt ihr denn eure Toten w\u00fcrden euch wiedererkennen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>versteckt in eure Panzer und Kampfflugzeuge?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eure Toten sind \u00fcbergegangen zu uns<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Opfer zu Opfern<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Verfolgte zu Verfolgten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und einige Strophen weiter hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eure Toten sind nun zu Gast bei unseren Toten<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gesamte Gedicht ist eine scharfe Verurteilung der Verbrechen \u201eIsraels\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Jetzt aber seid ihr Machtanbeter und M\u00f6rder geworden,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>und werft Bomben auf eure Opfer, wenn sie sich wehren<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ihr vertreibt die Machtlosen aus ihren niederen H\u00fctten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ihr kommt rasselnd in rasenden Panzern.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ihr lasst das Spr\u00fchgift<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>aus euren Flugzeugen regnen,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>nieder auf unsere Felder<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>und euer Napalm auf unsere Frauen und Kinder.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem der Sechstagekrieg 1967 und die damit einhergehende Barbarei der Zionisten gegen die Pal\u00e4stinenser lie\u00dfen Fried endg\u00fcltig mit \u201eIsrael\u201c brechen. Er solidarisierte sich mit den Unterdr\u00fcckten, wodurch er sich viele zionistische Feinde machte und von ihnen diffamiert wurde. Sein Werk wird bis heute nicht in \u201eIsrael\u201c verlegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der amerikanische Intellektuelle Noam Chomsky, der die Politik der Besatzungsmacht \u201eIsrael\u201c immer wieder kritisiert, beschreibt diese wie folgt: \u201eIsraels Pl\u00e4ne f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser haben sich an den von Mosche Dajan formulierten Leits\u00e4tzen orientiert, die er vor 30 Jahren [\u2026] \u00e4u\u00dferte: Israel solle den Fl\u00fcchtlingen klarmachen, dass: \u201awir keine L\u00f6sung haben, und ihr wie Hunde weiterleben werdet, und wer gehen will, kann gehen\u2018. Auf Kritik antwortete er mit einem Satz Ben-Gurions: \u201aWer das zionistische Problem von einem moralischen Standpunkt aus angeht, ist kein Zionist.\u2018 Er h\u00e4tte auch den ersten Pr\u00e4sidenten Israels, Chaim Weizmann, zitieren k\u00f6nnen, der das Schicksal von \u201aeinigen hunderttausend Negern\u2018 in der Heimat der Juden f\u00fcr \u201aeine bedeutungslose Angelegenheit\u2018 hielt. Seit langem erdulden die Pal\u00e4stinenser Folter, Terror, Zerst\u00f6rung von Eigentum, Verschleppung, Besiedelung ihres Territoriums und die \u00dcbernahme grundlegender Ressourcen, deren wichtigste das Wasser ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist der Kern der Politik \u201eIsraels\u201c. Die aggressive Vertreibungspolitik, die als Siedlungspolitik bekannt ist, soll Fakten schaffen, die dann nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen sind und die Situation verkomplizieren. Dar\u00fcber hinaus will man die nat\u00fcrlichen Ressourcen in den besetzten Gebieten unter zionistische Kontrolle bringen und die demographischen Verh\u00e4ltnisse zugunsten der Zionisten und zum Nachteil der Pal\u00e4stinenser verschieben. Chomsky geht davon aus, dass \u201eIsrael\u201c mit seiner Siedlungspolitik bewusst auf einen Konflikt mit den Pal\u00e4stinensern aus ist. Tats\u00e4chlich verh\u00e4lt es sich so. Jeder Widerstand der Pal\u00e4stinenser \u201erechtfertigt\u201c noch h\u00e4rtere Ma\u00dfnahmen, die der Welt\u00f6ffentlichkeit als reine Verteidigung verkauft werden. Das Vertreiben, Foltern und Morden erscheint dann sogar als Terrorbek\u00e4mpfung, wie es auch heute der Fall ist. Es ist Teil von \u201eIsraels\u201c Eskalationspolitik, wenn Pal\u00e4stinenser in Ostjerusalem aus ihren eigenen H\u00e4usern vertrieben werden sollen, damit Juden dort einziehen. Auf welchem Planeten dieses Universums versteht man ein solches Vorgehen als rechtm\u00e4\u00dfig und welcher geistig gesunde Mensch f\u00fcgt sich widerstandslos einem solchen Unrecht? Auf genau diesen Widerstand hat \u201eIsrael\u201c spekuliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die westliche Welt endlich ihr B\u00fc\u00dferhemd ablegen k\u00f6nnte, w\u00fcrde sie das Unrecht gegen die Pal\u00e4stinenser anerkennen und die Konsequenzen ziehen. Doch vielleicht will sie in der Rolle des B\u00fc\u00dfers bleiben, um eigene Interessen zu verwirklichen. Sie streitet zwar nicht ab, dass es sich um besetzten und annektierten Boden handelt, unterst\u00fctzt aber die Besatzungsmacht und ihre Verbrechen und h\u00e4lt ihre Tyrannei aufrecht, um ihren eigenen Kampf gegen den Islam und die Muslime voranzutreiben. Denn das ist der Hauptgrund f\u00fcr die Existenz \u201eIsraels\u201c mitten in der islamischen Welt. Das hei\u00dft, der Westen instrumentalisiert die Juden und ihr Schicksal f\u00fcr sich, nachdem er jahrhundertelang den Antisemitismus pflegte und die Juden verfolgte. Nach einer so langen Tradition des Antisemitismus in Europa sollen wir ernsthaft glauben, dass die Unterst\u00fctzung \u201eIsraels\u201c nur um der Juden willen geschieht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihre beste Zeit hatten Juden ohnehin unter islamischer und nicht etwa unter zionistischer Herrschaft. Das sagen nicht die Muslime, sondern die Juden selbst. Der einzige Ort, an dem sie in Europa sicher waren, war das islamische Spanien. Sie bezeichnen diese Phase als ihre Goldene Zeit. Ihre Ermordung und Vertreibung setzte ein, als die islamische Herrschaft in Spanien 1492 endete. Und um die Juden zu retten, entsandte der Kalif Beyazid II. Schiffe und nahm die Juden im Kalifat auf. Diese Sicherheit, die sie unter islamischer Herrschaft erfahren hatten, konnte ihnen bislang keine einzige Regierung \u201eIsraels\u201c bieten. Das friedliche Zusammenleben von Muslimen, Juden und Christen ist, das hat die Geschichte bewiesen, nur unter der Gerechtigkeit des Islam realisierbar und nicht etwa durch die Nahostpolitik der Kolonialm\u00e4chte, die das Problem \u00fcberhaupt erst in die Welt gesetzt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einem Juden muss man nicht sagen, wie es ist, wenn barbarisches Unrecht geschieht und die ganze Welt dabei zusieht und die Verbrecher gew\u00e4hren l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"author":92,"featured_media":3131,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[1367,2949],"class_list":["post-10606","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausland","tag-israel","tag-zionisten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10606","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/92"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10606"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10606\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3131"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}