{"id":14321,"date":"2022-04-04T07:00:00","date_gmt":"2022-04-04T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=14321"},"modified":"2022-04-04T07:00:00","modified_gmt":"2022-04-04T05:00:00","slug":"die-russische-invasion-in-der-ukraine-ihre-dimensionen-und-auswirkungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=14321","title":{"rendered":"Die russische Invasion in der Ukraine, ihre Dimensionen und Auswirkungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Antwort<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das Bild bez\u00fcglich dieser Fragen zu verdeutlichen, f\u00fchren wir folgende Punkte an:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erstens<\/strong>: <strong>Die vergangenen Tage haben zweifellos bewiesen<\/strong>, dass der russische Pr\u00e4sident an Gr\u00f6\u00dfenwahn leidet und glaubt, unter den gegenw\u00e4rtigen internationalen Umst\u00e4nden Russlands internationalen Status als Supermacht neben den USA wiederherstellen zu k\u00f6nnen. Er kritisiert scharf den unangemessenen Umgang des Westens mit Russland ebenso wie die Marginalisierung seines Landes in internationalen Fragen. Zudem kritisiert er das Vorr\u00fccken der Nato in Richtung Osten und fordert die Schlie\u00dfung der amerikanischen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte in den L\u00e4ndern, die der Nato nach 1997 beigetreten sind, d.&nbsp;h. Polen, Rum\u00e4nien und andere osteurop\u00e4ische Staaten. Was auf Putins Gr\u00f6\u00dfenwahn hinweist, ist Folgendes<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Putin empfing die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und des Iran auf diplomatisch ungeb\u00fchrliche Weise ebenso wie kurz davor den Pr\u00e4sidenten der T\u00fcrkei. Einige von ihnen mussten eine Weile in Hallen voller Symbole russischer Sieger auf ihn warten. Der russische Sicherheitsdienst verlangte von Frankreichs Pr\u00e4sident Macron bei seiner Ankunft am Flughafen, einen Corona-Test durchf\u00fchren zu lassen. Putin sa\u00df in einem Abstand von sechs Metern von ihnen entfernt, w\u00e4hrend er dies bei den Pr\u00e4sidenten von Kasachstan und Belarus nicht tat, die ihn im gleichen Zeitraum besuchten. Dem deutschen Bundeskanzler bedeutete er, hinter ihm zu laufen, als sie den Pressesaal verlie\u00dfen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Nach Putins unverbl\u00fcmter und unmissverst\u00e4ndlicher Ansicht sei die Ukraine kein Staat. Vielmehr habe ihr Russland Gebiete von seinem Territorium gegeben, um einen Staat zu bilden. Russland habe sie zudem \u00fcber Jahrzehnte mit 150 Milliarden Dollar unterst\u00fctzt. Putin beschrieb die ukrainische F\u00fchrung als Leute, die die Macht in Kiew besetzt halten. All dies deutet darauf hin, dass er in der eurasischen Region (der Zusammenfluss von Europa und Asien) nichts anderes sieht als Russland. Diese Sicht auf Eurasien und die zentrale Stellung Russlands darin haben Putin auch dazu animiert, Streitkr\u00e4fte aus den Staaten der Organisation des Vertrags \u00fcber kollektive Sicherheit (OVKS) in Kasachstan einzusetzen, um die dortigen Aufst\u00e4nde, die Anfang 2022 entbrannten, unter Kontrolle zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Putin scherte es nicht, s\u00e4mtliche europ\u00e4ische L\u00e4nder zu br\u00fcskieren, als er Sicherheitsgarantien f\u00fcr Russland von den USA in Europa forderte, trotz der umfangreichen Kritik von franz\u00f6sischer Seite und von einigen anderen L\u00e4ndern, die forderten, dass die Sicherheit Europas zuallererst in den H\u00e4nden Europas liegen sollte. Putin tat dies, weil er sich auf Augenh\u00f6he mit den USA sieht und nicht mit den europ\u00e4ischen Staaten. Als Macron w\u00e4hrend seines Besuchs in Russland anbot, zu vermitteln, antwortete Putin, Frankreich f\u00fchre die Nato nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zweitens<\/strong>: Der Kreml gab in einer Erkl\u00e4rung bekannt, dass der russische Pr\u00e4sident Putin seinem franz\u00f6sischen Amtskollegen Macron am 28. Februar 2022 in einem zwischen ihnen gef\u00fchrten Telefongespr\u00e4ch die Bedingungen Russlands f\u00fcr die Beendigung des Krieges mitgeteilt habe, die da lauten: \u201eAnerkennung der Souver\u00e4nit\u00e4t Russlands \u00fcber die Krim, Entmilitarisierung des ukrainischen Staates, dessen Entnazifizierung und die Garantie seiner Neutralit\u00e4t. (France Press, 28.02.2022) Wir hatten bereits in einer Antwort vom 22.12.2021 Folgendes erw\u00e4hnt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die aktuelle Krise zeigt, dass Russland das Ziel verfolgt, dass erstens der Verbleib der Krim als Teil Russlands nicht in Frage gestellt wird. Vielmehr noch, will es diesen Umstand als vollendete Tatsache durch internationale und europ\u00e4ische Anerkennung durchsetzen. Das zweite Ziel besteht darin, den ostukrainischen Teil au\u00dferhalb ukrainischer Souver\u00e4nit\u00e4t unter russische Herrschaft zu stellen. Und das dritte und entscheidendste Ziel ist, zu verhindern, dass die Ukraine der Nato beitritt, wof\u00fcr Russland &#8211; insbesondere nach den gemeinsamen Milit\u00e4r\u00fcbungen der Nato und der Ukraine im Schwarzen Meer &#8211; Garantien fordert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hob dies nochmal hervor und sagte, dass die russischen Streitkr\u00e4fte die milit\u00e4rische Sonderoperation in der Ukraine so lange fortsetzen w\u00fcrden, bis die gesetzten Ziele erreicht seien. Westliche L\u00e4nder sollten aufh\u00f6ren, milit\u00e4rische Einrichtungen in L\u00e4ndern der ehemaligen Sowjetunion, die nicht Mitglieder der Nato sind, zu bauen. \u201eDie westliche Welt benutzt das ukrainische Volk, um gegen Russland zu k\u00e4mpfen. Das Wichtigste ist, Russland vor der milit\u00e4rischen Bedrohung durch westliche L\u00e4nder zu sch\u00fctzen.\u201c (Anadolu, 01.03.2022) Daher stellt diese Krise eine der gr\u00f6\u00dften globalen Krisen der j\u00fcngeren Zeit dar. Und es wird eine bittere Auseinandersetzung zwischen Russland und dem Westen werden. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass Russland aufh\u00f6ren wird, solange es seine Ziele nicht erreicht hat, ansonsten w\u00e4ren die Verluste Moskaus verheerend. Ebenso ist es unwahrscheinlich, dass der Westen die gestellten Bedingungen akzeptiert. Daher hat sich angesichts der Schwere dieser Krise die aktuelle Lage zugespitzt, sodass sogar der Einsatz nuklearer Waffen angedroht wurde. So erkl\u00e4rte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, dass \u201ePr\u00e4sident Wladimir Putin angeordnet habe, die strategischen Abschreckungskr\u00e4fte der russischen Armee in eine klare und offene Kampfbereitschaft zu versetzen\u201c. (TASS, 28.02.2022) Diese umfassen nukleare Defensiv- und nicht Offensivwaffen. Strategische Abschreckungskr\u00e4fte werden n\u00e4mlich in strategische Offensiv- und strategische Defensivkr\u00e4fte unterteilt. Und vom russischen Verteidigungsministerium wurde mitgeteilt, dass es \u201edie strategischen Raketentruppen, die Nord- und Pazifikflotte sowie die strategische Luftwaffe in Alarmbereitschaft\u201c versetzt habe. (Novosti, 28.02.2022) Russlands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow bekr\u00e4ftigte noch einmal die russischen Forderungen und sagte: \u201eDie Verwirklichung rechtsverbindlicher Sicherheitsgarantien seitens der Nato-Staaten ist von grundlegender Bedeutung f\u00fcr Russland.\u201c (TASS, 01.03.2022) Daher gibt es in diesem Fall von russischer Seite kein Abr\u00fccken von ihren Zielen, es sei denn, die Ukrainer zeigen anhaltenden, massiven Widerstand, wie ihn die afghanischen <em>mu\u011f\u0101hid\u016bn<\/em> in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts gegen die Sowjetunion gezeigt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Drittens: Die amerikanische Position<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war unverkennbar, dass die USA h\u00f6chste Anstrengungen unternommen haben, um Russland mit List und Provokotion in den ukrainischen Sumpf zu locken:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Auf die russischen Forderungen nach Sicherheitsgarantien reagierten die Amerikaner nicht und arbeiteten darauf hin, Russland in einen Konflikt mit der Ukraine zu verwickeln. Sie sorgten daf\u00fcr, dass die ukrainische Regierung Russland mit Angriffen in der ostukrainischen Region Donbass provozierte. Die \u00c4u\u00dferungen Bidens verst\u00e4rkten diese Provokationen zus\u00e4tzlich. Dazu geh\u00f6rte die Aussage Bidens auf einer Pressekonferenz vom 19.01.2022: \u201eMeine Vermutung ist, er (Putin) wird einmarschieren. Er muss etwas tun. Russland wird zur Rechenschaft gezogen, wenn es einmarschiert. Es kommt darauf an, was es tun wird. Es ist eine Sache, wenn es sich um ein geringf\u00fcgiges Eindringen handelt, das m\u00f6glicherweise keinen hohen Preis hat, im Gegensatz zu einer gro\u00df angelegten Invasion.\u201c (CNN, 20.01.2022) Daraufhin sagte ein ukrainischer Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt wurde, gegen\u00fcber CNN: \u201eBiden gibt dem russischen Pr\u00e4sidenten Putin gr\u00fcnes Licht, nach Belieben in die Ukraine einzudringen.\u201c Kiew sei \u201eentsetzt\u201c angesichts solcher \u00c4u\u00dferungen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Als die russische Milit\u00e4roperation gegen die Ukraine startete, k\u00fcndigte US-Pr\u00e4sident Biden an, Amerika werde nicht intervenieren, sollte Russland in der Ukraine eingreifen. Die USA w\u00fcrden jedoch intervenieren, wenn es Nato-Staaten angreifen w\u00fcrde. Es seien etwa 7.000 US-Soldaten nach Deutschland entsandt worden, teilte Biden weiter mit. Zuvor hatten die USA rund 5.000 US-Soldaten in Deutschland, Polen und Rum\u00e4nien stationiert. Zudem k\u00fcndigte er ein Sanktionspaket gegen Russland an. \u201eUnsere Streitkr\u00e4fte sind nicht nach Europa gegangen, um in der Ukraine zu k\u00e4mpfen, sondern um unsere Nato-Verb\u00fcndeten zu verteidigen und unsere Verb\u00fcndeten im Osten zu beruhigen\u201c, sagte Biden. (Aljazeera, 24.02.2022) Das bekr\u00e4ftigte er erneut in seiner Rede zur Lage der Nation: \u201eDie Streitkr\u00e4fte unseres Landes werden nicht in den Kampf gegen Russland ziehen, aber sie werden die russischen Streitkr\u00e4fte daran hindern, nach Westen in Richtung anderer europ\u00e4ischer L\u00e4nder vorzur\u00fccken. Sie werden jeden Zentimeter des Bodens jedes Nato-Mitgliedstaates verteidigen.\u201c (Aljazeera, 02.03.2022) Er k\u00fcndigte die Sperrung des Luftraums der USA f\u00fcr russische Flugzeuge an ebenso wie es die EU und Kanada taten. Durch solche \u00c4u\u00dferungen des US-Pr\u00e4sidenten hat sich Russland zu seiner Milit\u00e4roperation in der Ukraine ermutigt gef\u00fchlt und sich dazu verf\u00fchren lassen, sie fortzusetzen. Im Anschluss folgten auch Aussagen seitens der Nato. So sagte Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg am 01.03.2022 bei einer Pressekonferenz mit dem polnischen Pr\u00e4sidenten in der Hauptstadt Warschau: \u201eDie Nato wird keine Partei dieses Konflikts sein. Aber sie wird der Ukraine jede Art der milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzung zukommen lassen. Kein Soldat wird dorthin geschickt. Das B\u00fcndnis dient der Verteidigung und sucht keine Konfrontation mit Russland. Wir versuchen, der Ukraine so viel wie m\u00f6glich zu helfen, und die Nato-Verb\u00fcndeten haben Russland einen hohen Preis auferlegt.\u201c (Anadolu, 01.03.2022) Damit gab er exakt die amerikanische Meinung wider.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Die USA gingen mit Russland in provokativer Weise um. So sah Russland einem Treffen zwischen dem Au\u00dfenminister Lawrow und seinem amerikanischen Amtskollegen Blinken entgegen, das f\u00fcr den 21.01.2022 angesetzt war. Doch Blinken sagte den Besuch ab. <em>US-Au\u00dfenminister Anthony Blinken teilte am gestrigen Dienstag mit, dass er das geplante Treffen zwischen ihm und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow abgesagt habe, nachdem Moskau die beiden separatistischen Regionen in der Ostukraine anerkannt und Streitkr\u00e4fte dorthin geschickt habe<\/em>. <em>Blinken erkl\u00e4rte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba in Washington: \u201eJetzt, da wir gesehen haben, dass die Invasion begonnen hat und Russland jede diplomatische Option klar abgelehnt hat, macht es \u00fcberhaupt keinen Sinn, dass wir uns im Moment treffen<\/em>.\u201c (Al-Bayan, 23.02.2022) Damit galt das Treffen als gescheitert, noch bevor es stattfinden konnte, was eine Provokation f\u00fcr Moskau war. Dem folgten wiederholt provozierende Warnungen von amerikanischer Seite vor einer russischen Invasion in der Ukraine, w\u00e4hrend Russland abstritt, die Ukraine angreifen zu wollen. Alles, was aus Washington an Statements kam, stellte daher eine Provokation f\u00fcr Russland dar, so, als wollten die USA Russland geradezu zu einer Invasion der Ukraine animieren. Das steigerte sich noch mit der mehrfachen Ank\u00fcndigung der USA, sich keinesfalls auf einen Krieg in der Ukraine einzulassen, da es sich um kein Nato-Mitgliedsstaat handele. Gleichzeitig erh\u00f6hte Amerika die Lieferungen neuer Waffen an die Ukraine, die tagt\u00e4glich von US-Flugzeugen transportiert wurden, ebenso wie amerikanische Stinger- und Panzerabwehr-Raketen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Immer \u00f6fter sprachen die USA von einer bevorstehenden russischen Invasion, was auf Geheimdienstinformationen beruhe, wodurch das globale Gef\u00fchl einer drohenden Gefahr verst\u00e4rkt wurde. Fast st\u00fcndlich erwartete jeder angesichts der \u00c4u\u00dferungen, die sowohl von Biden als auch von seinen Au\u00dfen- und Verteidigungsminstern sowie ihren Sprechern und sogar von der amerikanischen Presse kamen, die russische Invasion. Das Kriegsrisiko f\u00fcr die Ukraine wurde von US-Seite sogar noch dadurch verst\u00e4rkt, dass sie beschlossen, ihre Mitarbeiter der OSZE-Mission in der zwischen der Ukraine und den prorussischen Separatisten umstrittenen Donbass-Region abzuziehen. Diese US-Mitarbeiter sind Teil der europ\u00e4ischen Sonderbeobachtermission. Russland empfand den Abzug als gro\u00dfe Gefahr. So betonte die russische Au\u00dfenamtssprecherin Sacharowa: \u201eEinige Staaten haben beschlossen, ihre an der Sonderbeobachtungsmission in der Ukraine beteiligten Mitarbeiter aufgrund der Verschlechterung der Sicherheitslage, zu verlegen.\u201c Sacharowa erg\u00e4nzte, dass diese Entscheidungen \u201euns nur ernsthaft beunruhigen\u201c und warnte davor, \u201edie Mission absichtlich in eine von Washington angeheizte milit\u00e4rische Hysterie zu ziehen und sie als Instrument f\u00fcr eine m\u00f6gliche Provokotion zu missbrauchen.\u201c (Sada al-Balad, 13.02.2022) Das hei\u00dft, Russland hat wom\u00f6glich wahrgenommen, dass die USA den hochbrisanten Konflikt im Donbass anheizen wollten &#8211; ein Konflikt, der seit 2015 auf Eis lag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Die zunehmenden amerikanischen Provokationen gegen\u00fcber Russland fielen mit der Mitteilung Amerikas zusammen, dass Gas f\u00fcr den europ\u00e4ischen Kontinent als Ersatz f\u00fcr russisches Erdgas so gut wie gesichert sei, da erwartet werde, dass von russischer Seite der Gashahn zugedreht wird bzw. ukrainische Versorgungsleitungen vom Krieg betroffen sein w\u00fcrden. Das bedeutet, Russland w\u00fcrde des europ\u00e4ischen Marktes beraubt und Alternativen in Form amerikanischen und katarischen Erdgases geschaffen werden ebenso wie man Gas von Importeuren aus Asien beziehen k\u00f6nnte, insbesondere von den Japanern, die Gasterminkontrakte (Futures) halten. Und das Ganze findet vor dem Hintergrund des abklingenden Winters und des nahenden Fr\u00fchlings statt, wenn der Bedarf nach Erdgas ohnehin zur\u00fcckgeht. Ferner kam es im \u00e4u\u00dfersten Osten Russlands zu einem Zwischenfall, der hochgradig gef\u00e4hrlich war. So meldete das russische Milit\u00e4r, dass ein amerikanisches Atom-U-Boot in russische Hoheitsgew\u00e4sser in der N\u00e4he der Kurilen-Inseln eingedrungen sei und nicht auf russische Warnungen reagiert habe. Russische Schiffe h\u00e4tten dann \u201eangemessene Ma\u00dfnahmen ergriffen\u201c, um es zum R\u00fcckzug zu zwingen. Die Prozedur, das U-Boot au\u00dferhalb russischer Gew\u00e4sser zu dr\u00e4ngen habe drei Stunden gedauert. Bei den Kurilen handelt es sich um japanische Inseln, die w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs von Russland besetzt wurden und noch heute von Japan beansprucht werden. Und weil Russland auf Japans Forderungen nicht reagiert, hat Tokio seit 1945 kein Waffenstillstandsabkommen mehr mit Russland unterzeichnet, was bedeutet, dass sich Japan seit 1945 offiziell im Kriegszustand mit Russland befindet. Damit k\u00f6nnte die Angst Russlands vor den USA zugenommen haben. Wird es also dazu kommen, dass Amerika Japan dazu dr\u00e4ngen wird, die Kurilen zu besetzen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Und so werden die Dinge in Richtung Provokation und Eskalation weiterschreiten. Schritt f\u00fcr Schritt wird es so lange weitergehen, bis Russland tief im ukrainischen Morast versunken ist. Bis dahin werden sich die Provokationen von amerikanischer ebenso wie von britischer Seite fortsetzen, denen sich auch die Europ\u00e4er angeschlossen haben. So hat etwa Deutschland Nordstream 2 gestoppt. Die USA werden Russland weiterhin dazu verf\u00fchren, den Krieg in der Ukraine fortzusetzen. Denn sie drohen Russland nicht auf wirklich effektive Weise, sondern begn\u00fcgen sich lediglich mit der Absicht, Sanktionen zu verh\u00e4ngen. Auch nannte US-Au\u00dfenminister Blinken die russischen Milit\u00e4rvorbereitungen einen Auftakt zu einer \u201eerfolgreichen\u201c Invasion der Ukraine! Dies von einer Seite. Auf der anderen Seite haben die Rufe der Ukraine nach einem Nato-Beitritt zugenommen ebenso wie die Forderungen an den Westen, mehr Waffen zu liefern, was das Gefahrenpotential f\u00fcr Russland immer weiter erh\u00f6hte und auch die Gefahrenentwicklung beschleunigte. Und das setzte sich so lange fort, bis es f\u00fcr Russland nur noch einen Ausweg gab, um die Sicherheitsrisiken in Bezug auf die Ukraine zu \u00fcberwinden: einzumarschieren und Krieg zu f\u00fchren, um dann im Sumpf zu versinken. Und genau das wollen die USA, die die Ukraine gerade in ein Fallensystem f\u00fcr Russland verwandelt. Und es sieht nicht danach aus, dass Russland derzeit in der Lage w\u00e4re, diese Entwicklung zu stoppen, nachdem es sich in den Stricken seines eigenen t\u00f6richten Planes verfangen hat!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Viertens: Die europ\u00e4ische Position<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sei \u201eein schwarzer Tag f\u00fcr Europa\u201c, sagte der Hohe Vertreter der Europ\u00e4ischen Union, Josep Borrell, am 22.02.2022. Es war der Tag, an dem Russland die Republiken Donezk und Luhansk anerkannte. Gro\u00dfbritanniens Premierminister Johnson sagte vor einigen Tagen, man sei in einen neuen strategischen Wettbewerb mit Russland eingetreten, der sich \u00fcber eine ganze Generation erstrecken k\u00f6nne. All das l\u00e4sst die T\u00fcr f\u00fcr s\u00e4mtliche Optionen offen, von denen die nukleare Bedrohung nicht ausgeschlossen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem hat Europa versucht, die Lage zu deeskalieren und eine Einigung mit Russland zu erzielen. So haben die Staats- und Regierungschefs Deutschlands und Frankreichs das Gespr\u00e4ch mit dem Kreml gesucht. Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron reiste nach Moskau, und er telefonierte mehrmals mit Putin, zuletzt nach Beginn des russischen Milit\u00e4reinsatzes in der Ukraine. Aus dem Elys\u00e9e-Palast wurde verlautet, dass Macron \u201ein dem Gespr\u00e4ch, die Forderung der internationalen Gemeinschaft wiederholte, den russischen Angriff auf die Ukraine zu stoppen, und er bekr\u00e4ftigte, dass ein sofortiger Waffenstillstand in Kraft treten solle, alle Angriffe und Attacken auf Zivilisten und ihre Wohngebiete eingestellt sowie die ganze zivile Infrastruktur und die Stra\u00dfen gesch\u00fctzt werden m\u00fcssten, insbesondere jene s\u00fcdlich der Hauptstadt Kiew.\u201c (France Press, 28.02.2022) Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, der ebenfalls Moskau besuchte und mit Putin sprach, sagte von dort aus: \u201eF\u00fcr uns Deutsche, aber auch f\u00fcr alle Europ\u00e4er ist klar, dass nachhaltige Sicherheit nicht gegen Russland, sondern nur mit Russland erreicht werden kann(\u2026) Deshalb muss es m\u00f6glich sein, eine L\u00f6sung zu finden, so schwierig und ernst die derzeitige Lage auch scheint.\u201c (RT, 15.02.2022) Trotzdem ist Europa \u2013 so, wie es die USA wollten &#8211; durch die Ukraine-Krise in die Klemme geraten. Die Europ\u00e4er waren nun zur Erkl\u00e4rung gen\u00f6tigt, sich komplett auf die Seite der Ukraine zu stellen und das Land mit milit\u00e4rischem Ger\u00e4t und High-Tech-Waffen zu unterst\u00fctzen. Auch wurden Sanktionen gegen Russland in den unterschiedlichsten Bereichen verh\u00e4ngt, und zwar in der Dimension eines umfassenden Krieges, ohne aber Truppen zu entsenden. Bundeskanzler Olaf Scholz sprieb am 26.02.2022 auf seinem Twitter-Account: \u201eDer russische \u00dcberfall markiert eine Zeitenwende. Er bedroht die Ordnung, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. (\u2026) In dieser Situation ist es unsere Pflicht, die Ukraine nach Kr\u00e4ften zu unterst\u00fctzen bei der Verteidigung gegen die Invasionsarmee von Putin.\u201c Deutschland beschloss, 1.000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen vom Typ Stinger zu liefern. Im Deutschen Bundestag erkl\u00e4rte Scholz: \u201eAber mit dem \u00dcberfall auf die Ukraine sind wir in einer neuen Zeit. Wir werden von nun an &#8211; Jahr f\u00fcr Jahr -mehr als 2% des Bruttoinlandsprodukts in unsere Verteidigung investieren.\u201c Deutschland werde in diesem Jahr 100 Milliarden Euro in milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung investieren. Das Ziel sei eine starke, moderne und fortschrittliche Armee, \u201edie uns zuverl\u00e4ssig sch\u00fctzen kann.\u201c (France Press, 27.02.2022) Nach dem russischen Milit\u00e4reinsatz k\u00fcndigte Scholz an, die Arbeiten an der Gaspipeline Nordstream 2, die von Russland \u00fcber die Ostsee nach Deutschland f\u00fchrt, einzustellen. EU-Au\u00dfenbeauftragter Josep Borrell erkl\u00e4rte am 27.02.2022, dass \u201edie Union beschlossen hat, der Ukraine milit\u00e4rische Hilfe zu leisten, einschlie\u00dflich Waffen im Wert von 450 Millionen Euro und Schutzausr\u00fcstung in der H\u00f6he von 50 Millionen Euro, die aus dem Fond der Europ\u00e4ischen Friedensfazilit\u00e4t sowie aus dem zwischenstaatlichen Fond finanziert werden soll.\u201c (Anadolu, 28.02.2022) Bei einer Dringlichkeitssitzung der Europ\u00e4ischen Union in Br\u00fcssel sagte Europaratspr\u00e4sident Charles Michel: \u201eDie Sanktionen werden sich auch auf uns auswirken, aber dies ist ein Preis, den wir der Verteidigung unserer Freiheit schulden.\u201c EU-Au\u00dfenminister Josep Borrell betonte: \u201eDies ist ein Moment, in dem das geopolitische Europa geboren wird. Die Katastrophe, mit der Europa heute konfrontiert ist, zwingt es mehr denn je, sich zu vereinen und zusammenzuarbeiten.\u201c EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen sagte: \u201eDas Schicksal der Ukraine steht auf dem Spiel, aber es geht auch um unser eigenes Schicksal.\u201c (Aljazeera, 01.03.2022) Wir sehen also, dass Europa in diesen Krieg hineingeritten wurde. Einen Krieg, der den Friedenszustand, in dem Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs lebte, zunichte gemacht hat und durch den nun Europa der russischen Bedrohung ausgesetzt ist. Abgesehen davon tr\u00e4gt es immense wirtschaftliche Verluste davon, da es Energieressourcen, n\u00e4mlich Gas und \u00d6l, verloren hat. So bezieht die EU etwa 40% ihres Erdgases und 27% ihres \u00d6ls aus Russland. Die USA m\u00f6chten, dass sich Europa ihnen zuwendet, damit es von ihrem Gas, das extrem teuer ist und eine mindere Qualit\u00e4t aufweist, abh\u00e4ngig wird. Schlie\u00dflich h\u00e4tte die Pipeline Nordstream 2 ein Drittel des externen Bedarfs Europas gedeckt und zu Kosten, die etwa 25% niedriger sind. Putin erkl\u00e4rte auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Scholz w\u00e4hrend ihres j\u00fcngsten Treffens in einem g\u00f6nnerhaften Ton gegen\u00fcber den Deutschen: \u201eDer deutsche Verbraucher, der Industrieverbraucher, der Haushaltsverbraucher bekommt Gas aus Russland, dessen Preis um den Faktor f\u00fcnf niedriger ist (als der aktuelle Preis). Der deutsche B\u00fcrger sollte in seinen Geldbeutel blicken und sich die Frage beantworten, ob er bereit ist, das drei- oder f\u00fcnffache f\u00fcr die W\u00e4rme zu zahlen. Wenn er das nicht machen will, dann soll er Herrn Schr\u00f6der danken, der das Projekt Nordstream 1 unterst\u00fctzt hat, durch das Deutschland etwa 55 Milliarden Kubikmeter Gas erh\u00e4lt und dieses Gas durch langfristige Vertr\u00e4ge bereitgestellt wird.\u201c (RT, 15.02.2022) Putin erw\u00e4hnte auch, dass Deutschland 60% des russischen Marktes halte. Und er tut dies nur, um Europa einen Anreiz zu geben, mit Russland zu kooperieren, damit es sich nicht auf die Seite Amerikas und gegen Russland stellt. Auch sicherte er den Europ\u00e4ern zu, dass Russland keine Ambitionen in Europa habe, um damit selbst von Seiten Europas sicher zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcnftens: Die Position Chinas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">China r\u00fcckte in dieser Angelegenheit sehr eng an Russland heran und st\u00e4rkte Moskau den R\u00fccken, indem Peking erkl\u00e4rte, die westlichen L\u00e4nder sollten die russischen Sicherheitsbedenken ernst nehmen. Zur Mobilisierung internationaler Unterst\u00fctzung f\u00fcr Russlands Politik gegen\u00fcber der Ukraine reiste Pr\u00e4sident Putin nach Peking (anl\u00e4sslich der olympischen Winterspiele) und traf sich am 02.02.2022 mit dem chinesischen Pr\u00e4sidenten. In einer vom chinesischen Staatschef und seinem russischen Amtskollegen unterzeichneten Erkl\u00e4rung, teilte China mit, dass es gegen einen Nato-Beitritt der Ukraine sei. Beide Staaten erkl\u00e4rten die Einheitlichkeit ihrer Position gegen\u00fcber der amerikanischen Hegemonie und forderten Multipolarit\u00e4t. Von beiden Staatsf\u00fchrern hie\u00df es, dass eine neue \u00c4ra in den internationalen Beziehungen eingeleitet worden sei. Sie unterzeichneten umfangreiche Vertr\u00e4ge zu chinesischen Investitionen in russisches Gas und \u00d6l und der Erh\u00f6hung des Handelsvolumens zwischen den beiden Staaten auf 200 Milliarden Dollar. Dennoch scheint China abzuwarten, wie sich die Dinge f\u00fcr Russland in der Ukraine entwickeln und ob Peking einen \u00e4hnlichen Schritt zur Annexion Taiwans unternehmen k\u00f6nnte. In China wurden bereits Stimmen laut, dass \u201ees die g\u00fcnstigste Gelegenheit\u201c sei, Taiwan \u201ezur\u00fcckzugewinnen\u201c. Dies war auf der chinesischen Version von Twitter zu lesen. Auch lehnte China den Einsatz von Sanktionen gegen Russland ab, um im Falle einer gewaltsamen Einnahme Taiwans nicht \u00e4hnlichen Ma\u00dfnahmen gegen\u00fcberzustehen. Zudem verzichtete die Volksrepublik auf ein Veto gegen den Resolutionsentwurf zur Verurteilung der russischen Aggression. Von seinem Vetorecht machte China keinen Gebrauch, um einer westlichen Kampagne gegen sich vorzubeugen. Es entstand der Eindruck, dass China Russland nicht unterst\u00fctzen w\u00fcrde, als es kein Veto gegen den Resolutionsentwurf zur Verurteilung Russlands einlegte, wobei es Russland wegen der Invasion der Ukraine aber auch nicht kritisierte, sondern den Amerikanern die Schuld gab. Gleichzeitig aber erkl\u00e4rte China, dass es die Prinzipien der Souver\u00e4nit\u00e4t und der territorialen Integrit\u00e4t respektiere. In einem Telefongespr\u00e4ch mit seinem ukrainischen Amtskollegen sagte Chinas Au\u00dfenminister Wang Yi: \u201eAngesichts der aktuellen Krise fordert China Russland und die Ukraine auf, eine L\u00f6sung des Problems auf dem Verhandlungsweg zu finden, und es unterst\u00fctzt alle konstruktiven internationalen Bem\u00fchungen, die einer politischen L\u00f6sung f\u00f6rderlich sind.\u201c (Tass, 01.03.2022) Der chinesische Au\u00dfenminister teilte die Einw\u00e4nde seines Landes gegen die Sanktionen mit, indem er betonte: \u201eNicht nur, dass China keine Sanktionen als Mittel zur L\u00f6sung von Problemen unterst\u00fctzt, vielmehr stellt es sich noch vehementer gegen einseitige Sanktionen, die keine Grundlage im internationalen Recht haben.\u201c (Tass, 27.02.2022)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sechstens: Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Die USA waren \u201eerfolgreich\u201c darin, Russland in eine vollst\u00e4ndige bzw. fast vollst\u00e4ndige Invasion der Ukraine hineinzureiten. Russland wird dadurch f\u00fcr Jahre sowohl mit lokalen Spannungen als auch mit politischen, \u00f6konomischen und m\u00f6glicherweise auch mit milit\u00e4rischen Ersch\u00fctterungen konfrontiert sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich Russland mit der Besetzung der Ostukraine zufriedengibt oder ob es dar\u00fcberhinaus gr\u00f6\u00dfere Gebiete der Ukraine ganz oder teilweise okkupiert. Und es ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass dies den Verbleib Putins an der Macht beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Ebenso wird die Position Russlands auf internationaler B\u00fchne ins Wanken geraten, wenn nicht sogar ganz zusammenst\u00fcrzen! So hat sich unter amerikanischem und dann auch europ\u00e4ischem Druck die internationale Kampagne ausgeweitet, Russland als Aggressor hinzustellen, der souver\u00e4ne Staaten angreift. Dabei vergessen Europa und die USA ihre eigenen zahllosen \u00dcberf\u00e4lle auf souver\u00e4ne Staaten in Asien und Afrika \u2013 oder geben vor, es zu vergessen. All diese Staaten \u2013 Russland, die USA und Europa \u2013 entspringen n\u00e4mlich demselben Quell. Menschenleben haben f\u00fcr sie keinen Wert!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Was die oben gestellte Frage betrifft, ob der Angriff zu einem dritten Weltkrieg f\u00fchren k\u00f6nnte, wie im Falle des Zweiten Weltkriegs nach dem Angriff Nazi-Deutschlands auf die Tschechoslowakei und ihrer Besetzung St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck im Jahr 1939, so sieht die Sache etwas anders aus. Denn der Ausbruch eines solchen Krieges w\u00e4re untrennbar an einen nuklearen Krieg gekn\u00fcpft, da diese Staaten \u00fcber Atomwaffen verf\u00fcgen. Doch vor dem Einsatz solcher Waffen w\u00fcrden sie tausendmal \u00fcberlegen, nicht weil es anderen damit Zerst\u00f6rung bringt \u2013 das z\u00e4hlt bei ihnen nicht -, sondern weil es sie selber treffen k\u00f6nnte. Schlie\u00dflich besitzen sie keinerlei Werte, au\u00dfer das, was ihnen Nutzen bringt, auch wenn es anderen schadet! Aljazeera ver\u00f6ffentlichte am 03.02.2022 ein Interview mit Lawrow, dem russischen Au\u00dfenminister. Als Antwort auf die Frage \u00fcber die Gefahr eines dritten Weltkrieges sagte er, dass die F\u00fchrer der f\u00fcnf st\u00e4ndigen Mitglieder eine Erkl\u00e4rung unterzeichnet h\u00e4tten, dass es zu keinem Weltkrieg kommen d\u00fcrfe. Denn dann w\u00e4re es ein nuklearer Krieg, in dem es keine Sieger g\u00e4be. Lawrow wies darauf hin, dass es US-Pr\u00e4sident Joe Biden war, der sagte, dass die Sanktionen gegen Russland die einzige Alternative zu einem dritten Weltkrieg seien. Doch Lawrows Staat sieht kein Hindernis darin, ein Atomkraftwerk zu bombardieren, solange der daraus resultierende Schaden weit entfernt von ihm und nahe anderer ist! Dazu ver\u00f6ffentlichte Aljazeera am heutigen Tage die folgende Nachricht: <em>Das pr\u00e4gnanteste Ereignis erlebte das Atomkraftwerk in der Stadt Zaporizhzia. Die Ukraine sprach von russischen Bombenangriffen, die zu Br\u00e4nden f\u00fchrten, welche sp\u00e4ter unter Kontrolle gebracht werden konnten. Nach ukrainischen Angaben f\u00fchrte es jedoch zu Todesopfern unter den Arbeitern. Das russische Verteidigungsministerium hingegen machte die ukrainischen Streitkr\u00e4fte daf\u00fcr verantwortlich<\/em>. (Aljazeera,04.03.2022)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Das sind die Gro\u00dfm\u00e4chte in der Welt von heute &#8211; Raubtiere! Der Starke frisst dabei den Schwachen. Und wenn um Hilfe gerufen wird, ist kein Helfer da. Die Geschichte wiederholt sich. Der Kampf der Gro\u00dfm\u00e4chte von heute ist eine Wiederholung des Kampfes zwischen den Persern und R\u00f6mern von gestern. Und dieses Problem kann nur so gerichtet werden, wie es zum ersten Mal gerichtet wurde: Durch das Regieren mit dem, was Allah (t) herabgesandt hat und durch den <em>\u011fih\u0101d <\/em>auf dem Wege Allahs. So wird der Schwache besch\u00fctzt und dem Unterdr\u00fcckten widerf\u00e4hrt Gerechtigkeit. Und so wird das Kalifat zur\u00fcckkehren, wie es uns der Gesandte Allahs (s) prophezeite:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\">\u00ab\u062b\u064f\u0645\u064e\u0651 \u062a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064f \u062e\u0650\u0644\u064e\u0627\u0641\u064e\u0629\u064b \u0639\u064e\u0644\u064e\u0649 \u0645\u0650\u0646\u0652\u0647\u064e\u0627\u062c\u0650 \u0627\u0644\u0646\u064f\u0651\u0628\u064f\u0648\u064e\u0651\u0629\u0650\u00bb<\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">&#8230;sodann wird das Kalifat nach dem Plan der Prophetenschaft entstehen.<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Starke wird dort schwach sein, bis das Recht von ihm eingeholt wird, wie es der rechtgeleitete Kalif Ab\u016b Bakr al-\u1e62idd\u012bq in <em>Kanz al-<\/em><em>\u02bfumm\u0101l f\u012b sunan al-aqw\u0101l wa l-af\u02bf\u0101l <\/em>konstatierte. So wird von <em>\u02bf<\/em>Abdull\u0101h ibn <em>\u02bf<\/em>Ak\u012bm berichtet, der sagte: <em>Als Ab<\/em><em>\u016b<\/em><em> Bakr die bai<\/em><em>\u02bf<\/em><em>a<\/em><em> geleistet wurde, bestieg er die Kanzel und blieb eine Stufe unter jener stehen, auf der der Gesandte (s) zu sitzen pflegte. Dann sagte er: \u201eDer Schwache unter euch ist bei mir der St\u00e4rkste, bis ich sein Recht f\u00fcr ihn eingeholt habe. Und der Starke unter euch ist bei mir der Schw\u00e4chste, bis ich das Recht von ihm eingeholt habe<\/em>.\u201c Auf diese Weise wird das Gute sich in der St\u00e4tte des Islam ausbreiten.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\">\u0648\u064e\u064a\u064e\u0648\u0652\u0645\u064e\u0626\u0650\u0630\u064d \u064a\u064e\u0641\u0652\u0631\u064e\u062d\u064f \u0627\u0644\u0652\u0645\u064f\u0624\u0652\u0645\u0650\u0646\u064f\u0648\u0646\u064e * \u0628\u0650\u0646\u064e\u0635\u0652\u0631\u0650 \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u0650 \u064a\u064e\u0646\u0652\u0635\u064f\u0631\u064f \u0645\u064e\u0646\u0652 \u064a\u064e\u0634\u064e\u0627\u0621\u064f \u0648\u064e\u0647\u064f\u0648\u064e \u0627\u0644\u0652\u0639\u064e\u0632\u0650\u064a\u0632\u064f \u0627\u0644\u0631\u064e\u0651\u062d\u0650\u064a\u0645\u064f<\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Und an jenem Tage werden die Gl\u00e4ubigen sich freuen &#8211; \u00fcber den Sieg Allahs. Er verleiht den Sieg, wem Er will. Und Er ist der Erhabene, der Barmherzige.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">30:4-5<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">01. \u0160a<em>\u02bf<\/em>b\u0101n 1443 n. H.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">04.03.2022 n. Chr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Frage: Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die aktuelle Ukraine-Krise eigentlich eine Krise zwischen Russland und dem Westen ist und nicht nur ein Streit zwischen der Ukraine und Russland. Manche vergleichen es mit der st\u00fcckweisen Besetzung der Tschechoslowakei durch Nazideutschland im Jahr 1939 und dann Polens, bis es zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam. K\u00f6nnte der Angriff Russlands am 24.02.2022 auf die Ukraine, der bis jetzt andauert, zu einem Weltkrieg f\u00fchren? Sind die Reaktionen aus Amerika und Europa, Sanktionen ohne milit\u00e4risches Eingreifen zu verh\u00e4ngen, diesem Angriff angemessen? Oder soll Russland damit schrittweise in den ukrainischen Sumpf gezogen werden, um schlie\u00dflich dort unterzugehen? Und wenn ja, welchen Zweck hat das? Im Voraus dankend!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"author":45,"featured_media":14322,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[902,1289,2132,2269,2627],"class_list":["post-14321","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politische-fragen-und-antworten","tag-frage-antwort","tag-invasion","tag-putin","tag-russland","tag-ukraine"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/45"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14321"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14321\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/14322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}