{"id":15706,"date":"2024-01-22T00:05:00","date_gmt":"2024-01-21T23:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=15706"},"modified":"2024-01-22T00:05:00","modified_gmt":"2024-01-21T23:05:00","slug":"der-islam-und-die-oekologische-herausforderung-teil-4-wie-der-kapitalismus-die-umwelt-schaedigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=15706","title":{"rendered":"Der Islam und die \u00f6kologische Herausforderung (Teil 4) &#8211; Wie der Kapitalismus die Umwelt sch\u00e4digt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kapitalismus besitzt mehrere inh\u00e4rente Merkmale, die Umweltsch\u00e4den verursachen oder verschlimmern. In diesem Abschnitt m\u00f6chten wir diese Merkmale untersuchen, wobei wir einige von ihnen n\u00e4her betrachten werden, um sie sp\u00e4ter mit dem islamischen System zu vergleichen.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Stichpunkte:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Dem Kapitalismus sind bestimmte Faktoren immanent, die Umweltsch\u00e4den verursachen oder zus\u00e4tzlich verst\u00e4rken. Dies geschieht durch Verschmutzung, r\u00fccksichtslose Ausbeutung von Ressourcen und Anh\u00e4ufung von Abfallprodukten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Im Kapitalismus werden Volkswirtschaften entsprechend ihrem Streben nach Wachstum beurteilt. Dabei liegt die oberste Priorit\u00e4t jeder Wirtschaft darin, m\u00f6glichst hohe Gewinne f\u00fcr die Unternehmen zu erzielen und nicht im Wohlergehen der Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Das globale Finanzsystem, das auf Zins, Zinseszins (rib\u0101) und Fiat-W\u00e4hrungen basiert, erm\u00f6glicht mancherorts ein exponentielles Wirtschaftswachstum. Dadurch nehmen allerdings auch die toxischen Auswirkungen exponentielle Dimensionen an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Der Kapitalismus st\u00fctzt sich auf den Konsumismus, der die Nachfrage nach zus\u00e4tzlichen G\u00fctern anheizt. Durch gekonntes Marketing wird die Verschwendung gef\u00f6rdert. Auf diese Weise werden Menschen st\u00e4ndig zum Kauf neuer Produkte animiert, nur weil es das \u201eneueste\u201c Telefon, die \u201emodernste\u201c Kleidung, das \u201eaktuellste\u201c Automodell usw. sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Im kapitalistischen System gibt es einen inh\u00e4renten Widerspruch &#8211; ein unl\u00f6sbares Dilemma: Einerseits muss sich alles dem Hauptziel unterordnen, um ewiges Wachstum und gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Gewinne zu erzielen &#8211; andererseits m\u00f6chte man aber auch Umweltschutz betreiben und Sch\u00e4den an Mensch und Natur vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Im Endeffekt ist die Wirtschaft im Kapitalismus jedoch immer darauf ausgerichtet, die k\u00fcnstlich aufgebl\u00e4hte Nachfrage zu befriedigen &#8211; egal um welchen Preis. Daher \u00e4hneln \u201eL\u00f6sungen\u201c f\u00fcr Umweltprobleme in diesem System eher dem L\u00f6schen von bereits lodernden Br\u00e4nden und nicht der Bek\u00e4mpfung der eigentlichen Brandursachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdert der Kapitalismus Krisenherde und sch\u00fcrt Konflikte bzw. Kriege, wodurch die Umwelt zus\u00e4tzlich gesch\u00e4digt wird. Vor allem der milit\u00e4risch-industrielle Komplex tr\u00e4gt massiv zur Umweltzerst\u00f6rung bei, da milit\u00e4risches Ger\u00e4t unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Schaden an Mensch und Natur anrichtet. Bei den meisten internationalen Konflikten geht es n\u00e4mlich darum, schw\u00e4chere Staaten zu kolonisieren, weshalb m\u00e4chtige Staaten oftmals nicht davor zur\u00fcckschrecken, zu milit\u00e4rischen Mitteln zu greifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Es ist ein System, das die Menschen entlang nationaler Grenzen trennt. Somit werden sie gen\u00f6tigt, sich um Wasserwege, \u00d6l, Gas, Mineralien und vieles mehr zu streiten, anstatt zu kooperieren und die Sch\u00e4tze dieser Welt miteinander zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Solange Staaten untereinander um Ressourcen konkurrieren und materiell m\u00e4chtiger sein m\u00f6chten als ihre Nachbarn, wird ihre Zusammenarbeit zur Verringerung von Umweltsch\u00e4den wahrscheinlich nicht aufrichtig sein. Vielmehr werden sie sich gegenseitig verd\u00e4chtigen und Umweltschutzabkommen eher dazu zu missbrauchen, um die eigenen Rivalen zu knebeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Diverse Staaten in der muslimischen Welt &#8211; wie beispielsweise die Golfstaaten &#8211; verfolgen dieselben kapitalistischen Ziele und ahmen den Stil des Westens nach. Ihre egoistischen und luxuri\u00f6sen Bauvorhaben f\u00fchren zu extremer Vergeudung von Ressourcen und bringen den einfachen Menschen nur wenig Nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Infolgedessen wird offensichtlich, dass nicht nur der Kapitalismus als System versagt und die Menschheit im Stich gelassen hat, indem er ihre Beziehung zum Planeten vehement aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Vielmehr haben es auch die einflussreichen Staats- und Regierungschefs vers\u00e4umt, eine echte, verantwortungsvolle F\u00fchrungsrolle zu \u00fcbernehmen und ad\u00e4quate L\u00f6sungen anzubieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Die vorgeschlagenen L\u00f6sungen sind weder angemessen noch zielf\u00fchrend, da sie so gesetzt wurden, um im Rahmen des bestehenden Systems umgesetzt zu werden. Dabei war es eben dieses System, das dazu gef\u00fchrt hat, dass viele der Probleme \u00fcberhaupt erst entstanden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im n\u00e4chsten Schritt m\u00f6chten wir einige dieser Ursachen n\u00e4her betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Der Wachstumszwang des Kapitalismus<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kapitalismus hat einen eingebauten Wachstumszwang und ist auf ein endloses Wirtschaftswachstum angewiesen. Das bedeutet, dass die Produktion von Waren und Dienstleistungen stetig steigen muss. Dadurch soll verhindert werden, dass das kapitalistische System implodiert. Gleichzeitig dient das exponentielle Wachstum der Aufrechterhaltung eines Geldsystems, das urspr\u00fcnglich entwickelt wurde, um die Funktionsweise des Kapitalismus zu unterst\u00fctzen. Dieses Fiat-Geldsystem basiert auf dem Prinzip der kreditbasierten Geldsch\u00f6pfung. In anderen Worten: durch die Vergabe von Krediten, haben Banken die M\u00f6glichkeit, st\u00e4ndig neues Geld zu schaffen, was zu einer stetig wachsenden Geldmenge f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eben dieses unnat\u00fcrliche Streben nach ewigem Wachstum stellt die gr\u00f6\u00dfte Belastung f\u00fcr die Umwelt dar. Da die kapitalistische Wirtschaft jedoch unf\u00e4hig ist, ohne dieses unbegrenzte Wachstum zu \u00fcberleben, erzeugt sie auf einem begrenzten Planeten ein unl\u00f6sbares Dilemma. Dieses systembedingte Dilemma muss besser verstanden werden, wenn wir den derzeitigen Kurs \u00e4ndern wollen. Mittlerweile ist es dringend notwendig, den eingeschlagenen Kurs zu \u00e4ndern, da er zerst\u00f6rerisch und keineswegs nachhaltig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gebot des ewigen Wachstums ist die unmittelbare Ursache f\u00fcr die immense Zunahme der industriellen T\u00e4tigkeit und der damit verbundenen Abf\u00e4lle, die sich aus der bedenkenlosen Nutzung fossiler Brennstoffe ergeben. Infolgedessen leidet die gesamte Welt unter erh\u00f6hten Schadstoffbelastungen und der Unterbrechung nat\u00fcrlicher Kreisl\u00e4ufe wie des Kohlenstoff- und Stickstoffkreislaufs. Dabei sind diese Kreisl\u00e4ufe der Natur f\u00fcr die empfindliche Nahrungskette, von der das Leben selbst abh\u00e4ngt, unentbehrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Das Geldsystem<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachten wir das Geldsystem des kapitalistischen Wirtschaftssystems, stellen wir fest, dass es sich um ein Fiat-System handelt. Im Gegensatz zu den Anforderungen des islamischen Wirtschaftssystems, in dem die W\u00e4hrungseinheit auf Gold und Silber basieren muss, hat das Geld im Fiat-System keinen intrinsischen Wert und ist nicht durch reale G\u00fcter gedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In kapitalistisch organisierten Gesellschaften existiert eine inh\u00e4rente Tendenz zur Beeinflussung der Politikgestaltung durch diejenigen, die \u00fcber Kapital und monet\u00e4re Macht im Allgemeinen verf\u00fcgen. Infolgedessen steht die Politik heutzutage unter dem Einfluss kleiner Teile der Bev\u00f6lkerung und wird entsprechend verzerrt. Solche Partikularinteressen k\u00f6nnen am besten mithilfe eines Geldsystems gedeihen, das die Geldmenge k\u00fcnstlich vermehren kann. Im Gegensatz dazu bietet ein W\u00e4hrungssystem, das durch Sachwerte wie Gold und Silber gedeckt ist, solchen Manipulationen keinen fruchtbaren Boden. Da Edelmetalle von Natur aus begrenzt sind und durch vorangehenden Einsatz erst abgebaut werden m\u00fcssen, ist die beliebige Ausweitung ihrer Menge nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses k\u00fcnstlich geschaffene Geld (Fiat-Geld) kann f\u00fcr Projekte ausgegeben werden, die lediglich den Interessen von Unternehmen dienen. Indem zahlungskr\u00e4ftige Konzerne gezielt Lobbyarbeit betreiben, k\u00f6nnen sie Einfluss auf die politischen Entscheidungen nehmen. Kriegsausgaben sind ein Paradebeispiel f\u00fcr derartige Praktiken, die nur den Interessen der Waffenhersteller dienen. Dabei m\u00fcssen die R\u00fcstungsschmieden nicht darauf warten, dass eine Regierung die Steuern erh\u00f6ht. Stattdessen kann die Regierung \u00fcber Banken, die genau mit diesem Fiat-System arbeiten, einfach Defizitausgaben t\u00e4tigen, indem Schuldscheine an den Bankensektor ausgegeben werden. Im kapitalistischen System basiert die Funktionsweise der Banken auf dem Mindestreserve-Modell. Dadurch sind die Banken in der Lage, neue Kredite zu schaffen, auch wenn die Sparer vorher keine weiteren Einlagen get\u00e4tigt haben. Diese g\u00e4ngige Praxis f\u00fchrt allerdings dazu, dass sich das Geld noch weiter von jeglichem greifbaren Verm\u00f6genswert entkoppelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Falle eines Kredits besteht die Ironie darin, dass die Zinspflicht eine weitere Geldsch\u00f6pfung erforderlich macht, um die Zinsen bedienen zu k\u00f6nnen. Dadurch wird die Wechselwirkung zwischen beiden Kr\u00e4ften weiter hochgeschaukelt. Auf diese Weise entsteht ein Zwang zum immer gr\u00f6\u00dferen Wachstum, wobei die Gewinne aus diesen zus\u00e4tzlichen Waren und Dienstleistungen zur Bedienung der Schulden verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es liegt auf der Hand, dass das ungebremste und nicht nachhaltige Wachstum unz\u00e4hlige Umweltsch\u00e4den verursacht hat. Gleichzeitig bildet der Glaube an das ewige Wachstum und das Fiat-Geld die Grund\u00fcberzeugung des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Das Geflecht zwischen Schulden und Schuldendienst durch endlose Zinsen ist so m\u00e4chtig geworden, dass selbst Menschenleben und Umwelt nicht l\u00e4nger unverletzbar sind. In einer kapitalistischen Weltsicht steht das beschriebene finanzielle Zusammenspiel \u00fcber allem anderen, sogar \u00fcber allem Lebendigen. Betrachtet man nur die Kriege, die um Ressourcen gef\u00fchrt werden, wird dieser Zusammenhang offensichtlich. Dass im Irakkrieg Bomben mit angereichertem Uran abgeworfen wurden, wodurch hunderttausende an Krebs gestorben sind, d\u00fcrfte angesichts der finanziellen Interessen kaum eine Rolle gespielt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Der Konsumismus<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie k\u00f6nnte man jeden davon \u00fcberzeugen, sich freiwillig an endlosen Ausgaben zu beteiligen, nur um die R\u00e4der der derzeitigen Ordnung am Laufen zu halten? Relativ einfach: durch das Ph\u00e4nomen des Konsumismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat die Gesch\u00e4ftswelt Wege gefunden, das Konsumverhalten der Verbraucher massiv zu beeinflussen. Als Vorreiter dieser Manipulation des Konsumverhaltens gilt Edward Bernays, der Neffe von Sigmund Freud. Gekonnt nutzte er die Erkenntnisse seines Onkels \u00fcber die menschliche Psyche, um Verbraucher dazu zu bringen, Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchten, oftmals mit Geld, das sie nicht hatten. Diese Manipulationstechniken wurden \u00fcber die Jahrzehnte weiterentwickelt und verfeinert. Mittlerweile werden daf\u00fcr auch Algorithmen eingesetzt, sodass Tech-Giganten mithilfe von sozialen Medien das Konsumverhalten noch gezielter beeinflussen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tatsache, dass die Reall\u00f6hne seit den 1970er Jahren stagnieren, hat allerdings zu einem neuen Ph\u00e4nomen gef\u00fchrt. Damit die Verbraucher ihre Gewohnheiten nicht \u00e4ndern mussten und nach wie vor fr\u00f6hlich weiter konsumieren konnten, ist die private Verschuldung seither signifikant angestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses unnat\u00fcrliche und uneingeschr\u00e4nkte Streben nach aggressivem Wachstum f\u00fchrt h\u00e4ufig dazu, dass im Produktionsprozess minderwertige Materialien verwendet werden m\u00fcssen. Die Folgen dessen werden am Beispiel billig hergestellter Kleidung aus Fernost deutlich. Da aus Kostengr\u00fcnden allzu oft Acryl verwendet wird, gelangen beim Waschen mikroskopisch kleine Plastikfasern in den Wasserkreislauf, die von Fischen im Meer aufgenommen werden. Entweder sterben die Fische daran, oder das sch\u00e4dliche Mikroplastik landet schlie\u00dflich auf unseren Tellern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Der Geltungskonsum<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn beim Konsum nicht die Ware an sich entscheidend ist, sondern das Gef\u00fchl, das beim K\u00e4ufer durch den Erwerb des begehrten Objektes ausgel\u00f6st wird, dann erf\u00fcllt der Konsum einen umfassenderen Zweck. In diesem Fall wird konsumiert, um die Gef\u00fchle der Mitmenschen zu formen und die Gef\u00fchle des Konsumenten bez\u00fcglich seines Kaufverhaltens zu beeinflussen. Dieses Konzept l\u00e4sst sich am besten mit der Idee des \u201eGeltungskonsums\u201c (Conspicuous Consumption) erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der amerikanische \u00d6konom und Soziologe <strong>Thorstein Veblen<\/strong> pr\u00e4gte diesen Begriff in seinem Buch <strong>\u201eTheorie der feinen Leute\u201c<\/strong> (1899).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Geltungskonsum basiert auf der Idee, dass Menschen bestimmte Waren oder Dienstleistungen nicht nur wegen ihrer eigenen Bed\u00fcrfnisse konsumieren. Vielmehr dient der Konsum auch oder vor allem dazu, anderen Menschen im sozialen Umfeld den eigenen gehobenen Status zu demonstrieren. Diese Erkenntnis beruht darauf, dass Veblen in den G\u00fctern zwei Haupttypen von Nutzen definierte. Er unterschied dabei zwischen der \u201eBrauchbarkeit\u201c der G\u00fcter, d.&nbsp;h. ihrer F\u00e4higkeit, \u201edie Arbeit zu erledigen\u201c, und der \u201eprestigeerzeugenden Funktion\u201c der G\u00fcter. Der zweite Nutzen besteht somit in der Eignung eines Gutes, zur Demonstration des eigenen Status innerhalb der Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Gedanke ist eng mit dem Konsumismus verkn\u00fcpft. Laut Veblen besteht die Funktion der <strong>Werbung<\/strong> darin, bei den Verbrauchern ein Verlangen nach G\u00fctern zu wecken, die dazu dienen, Status und <strong>Prestige<\/strong> zu demonstrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Mechanismus treibt den Wachstumsimperativ in erheblichem Ma\u00dfe voran. Der somit geweckte Wunsch \u201emit den anderen mitzuhalten\u201c bildet dabei eine Haupts\u00e4ule, auf die sich das kapitalistische System st\u00fctzt. Folglich misst man den eigenen Wohlstand und die eigene Zufriedenheit nicht l\u00e4nger an den eigenen Bed\u00fcrfnissen, sondern am Konsum der anderen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Ma\u00dfstab steht eindeutig im Gegensatz zu den Werten des Islam. Wie wir sp\u00e4ter noch er\u00f6rtern werden, beg\u00fcnstigt der Islam weder eine solche Einstellung noch ein solches Verhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.5 Die Unf\u00e4higkeit der Wirtschaft zu schrumpfen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Kapitalismus herrscht die Notwendigkeit, die Geldmenge fortw\u00e4hrend zu erh\u00f6hen, um den immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Schuldenberg und die immer h\u00f6heren Konsumausgaben zu bedienen. Dar\u00fcber hinaus gibt es allerdings auch weitere systemische Wachstumsfaktoren, die f\u00fcr den kapitalistischen Ansatz typisch sind. Offenkundig wurde dies insbesondere w\u00e4hrend der Gro\u00dfen Depression in den 1930er Jahren, aber auch die Stagnation der Reall\u00f6hne seit den 1970er Jahren verdeutlicht diese Probleme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine dieser systemischen Triebkr\u00e4fte ist die Unf\u00e4higkeit des kapitalistischen Wirtschaftsmodells, eine Stagnation des Wirtschaftswachstums zu \u00fcberstehen. Somit ist auch sie eine wichtige Triebkraft f\u00fcr die Aufrechterhaltung eines unnat\u00fcrlichen Wachstums, das die Umwelt weiter belastet. Denn wenn die Wirtschaft stagniert, droht eine Deflation oder ein allgemeiner Preisverfall. Diese Gefahr bereitet wiederum den wirtschaftlichen Entscheidungstr\u00e4gern gro\u00dfe Sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn im kapitalistischen System die Preise zu sinken beginnen, werden die politischen Entscheidungstr\u00e4ger nerv\u00f6s und warnen vor vielen akuten Problemen. Beispielsweise wird bef\u00fcrchtet, dass sinkende Preise eine Abw\u00e4rtsspirale ausl\u00f6sen w\u00fcrden, die zu einem immer geringeren Wachstum f\u00fchrt, weil die Verbraucher ihre K\u00e4ufe aufschieben, in der Hoffnung, dass die Preise weiter sinken werden. Indem sich dadurch die Geschwindigkeit wirtschaftlicher Transaktionen verlangsamt, f\u00fchrt dies zu einer negativen Verst\u00e4rkungsschleife. Da die politischen Entscheidungstr\u00e4ger oft nicht in der Lage sind, diesen Trend umzukehren, f\u00fchrt er f\u00fcr gew\u00f6hnlich zum Zusammenbruch der Wirtschaft. Ein derartiges Szenario konnte w\u00e4hrend der Gro\u00dfen Depression in Amerika in den 1930er Jahren beobachtet werden. Da dieser Trend auch globale Auswirkungen hatte, f\u00fchrte er neben einer Massenarbeitslosigkeit in den USA auch zum Aufstieg des Faschismus in Deutschland. Auch Japan erlebte ein \u00e4hnliches Schicksal als die Blasen-Wirtschaft im Jahr 1989 platzte und zu einem Einbruch der japanischen Wirtschaft f\u00fchrte. Die darauf folgende schwere und anhaltende Deflation wurde als das \u201everlorene Jahrzehnt\u201c bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem wurzelt jedoch tiefer und liegt nicht allein am Konsumverhalten. Hierbei handelt es sich um eine rein psychologische Zwangsjacke, die sich die Menschen teilweise freiwillig anlegen. Daher l\u00e4sst sich dieses Ph\u00e4nomen nicht ausschlie\u00dflich auf manipulatives Marketing zur\u00fcckf\u00fchren. An dieser Stelle muss man sich selbstverst\u00e4ndlich die Frage stellen: Warum ist es m\u00f6glich, dass sich die Massen zu dieser kulturellen Krankheit verleiten lassen? Um diese Frage beantworten zu k\u00f6nnen, reicht es nicht aus, nur das kapitalistische Wirtschaftssystem zu untersuchen. Zwar etablierte sich das kapitalistische Wirtschaftssystem im sp\u00e4ten 18. Jahrhundert und basiert vermeintlich auf den einflussreichen Schriften des schottischen Aufkl\u00e4rers Adam Smith, sein Ursprung liegt jedoch in der materialistischen Weltanschauung. Diese hatte sich bereits zuvor herausgebildet und stellt die eigentliche Quelle des Kapitalismus dar. Daher muss die materialistische Weltanschauung n\u00e4her untersucht werden, um dieser Frage auf den Grund zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Grundlage f\u00fcr den wirtschaftlichen Aspekt der modernen westlichen Zivilisation bilden jene Werte, die sich im Laufe der westeurop\u00e4ischen Entwicklung durchgesetzt haben. Diese Werte sind aus den K\u00e4mpfen der Aufkl\u00e4rung gegen die vorherige Ordnung der Kirche und der Monarchien hervorgegangen. Da die Menschen in Westeuropa jahrhundertelang im Namen der Religion unterjocht wurden, war es unvermeidlich, dass sie schlie\u00dflich rebellierten. Nach Jahrhunderten wollten die Massen den Status quo nicht l\u00e4nger ertragen und ersetzten die Unterwerfung unter die religi\u00f6se Autorit\u00e4t durch die Unterwerfung unter das eigene Ich. Materialismus und eine uneingeschr\u00e4nkte Befriedigung des eigenen Ichs waren die Folgen, die zu endlosen materiellen Bed\u00fcrfnissen f\u00fchrten. Ab diesem Punkt wurde die Befriedigung der eigenen W\u00fcnsche zum ultimativen Ziel derer, die von dieser ideologischen Weltanschauung \u00fcberzeugt waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.6 Ein System, das Abfall f\u00f6rdert<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das kapitalistische System f\u00f6rdert die Verschwendung auf vielf\u00e4ltige Weise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Februar 2021 wurde publiziert, dass britische Superm\u00e4rkte j\u00e4hrlich Lebensmittel im Wert von 190 Millionen Mahlzeiten einfach wegwerfen.[1]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihre auf Zinsfinanzierung basierende Kaufkraft verschafft den gro\u00dfen Supermarktketten enorme Marktdominanz, wodurch sie die Erzeuger erpressen k\u00f6nnen, um Lebensmittel sehr billig und in \u00dcberschussmengen zu erhalten.[2]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2018 wurde berichtet, dass sich das Bekleidungsunternehmen Burberry dazu entschloss, alte Best\u00e4nde (Kleidung, Accessoires, Parf\u00fcm) im Wert von 32,3 Mio. Euro zu vernichten, da dies profitabler sei. Wider Erwarten stellt Burberry keinen Einzelfall dar, sondern eher die g\u00e4ngige Praxis. Viele Modeunternehmen sind der Meinung, dass das Vernichten alter Best\u00e4nde profitabler sei, als den Markt mit billigen Produkten zu f\u00fcllen. Ironischerweise behauptete das Unternehmen, dadurch einen positiven Beitrag f\u00fcr die Umwelt geleistet zu haben. Burberry hatte n\u00e4mlich einen Weg gefunden, jene W\u00e4rmeenergie einzufangen, die bei der Verbrennung der kostbaren Produkte entsteht. Die immense Verschwendung von Ressourcen, die sich aus der \u00dcberproduktion ergibt, wurde gekonnt kleingeredet.[3]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.7 Das Unverm\u00f6gen der derzeitigen L<\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>sungen<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten der aktuell diskutierten L\u00f6sungen zielen darauf ab, den Klimawandel zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie haben nicht die Absicht, Konflikte zu beenden oder die korrupten Regierungen in der muslimischen Welt abzusetzen. Ebenso wenig befassen sie sich mit anderen akuten Problemen wie fortw\u00e4hrender Umweltverschmutzung, ungeregelter Abwasserentsorgung oder diversen anderen Bedrohungen, die bereits heute das Leben der Menschen beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stattdessen zielen die L\u00f6sungen vor allem darauf ab:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; den Einsatz fossiler Brennstoffe bei der Energieerzeugung zu verringern,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; einen effizienteren Energieverbrauch der Technologie zu erreichen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Materialien in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe zu recyceln, um die Anh\u00e4ufung biologisch nicht abbaubarer Kunststoffe zu verringern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All die genannten Absichten sind durchaus willkommene Initiativen. Wenn man allerdings das Ausma\u00df des Problems erkannt hat, wie dies von den politischen Entscheidungstr\u00e4ger in den f\u00fchrenden Volkswirtschaften der Welt behauptet wird, dann sind die L\u00f6sungen v\u00f6llig unzureichend. Sie \u00e4hneln einem Tropfen auf den hei\u00dfen Stein, da sie sich nicht mit dem Konsumverhalten, dem milit\u00e4risch-industriellen Komplex oder der Ausrichtung des Wirtschaftswachstums auf Kosten von praktisch allem anderen befassen. Sie richten den Fokus nicht auf die Nachfrageseite der Wirtschaft, sondern nur auf die Angebotsseite und ihre Folgeerscheinungen. Dar\u00fcber hinaus bleiben die Vorteile, die durch derartige Initiativen erreicht werden k\u00f6nnen, in ihrer Wirkung begrenzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bez\u00fcglich der Absichtserkl\u00e4rung zur Verringerung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe, um international vereinbarte CO2-Ziele zu erreichen, sollte Folgendes erw\u00e4hnt werden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; F\u00fcr viele Staaten spielt die Energiesicherheit eine ebenso wichtige Rolle wie der Wunsch, alternative Energiequellen zu nutzen. Dies gilt f\u00fcr die meisten Staaten Europas, die derzeit bef\u00fcrchten, aufgrund ihrer Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas erpressbar zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; In demokratischen Gesellschaften stehen Regierungen oft unter dem Einfluss der Lobbyarbeit von Konzernen und anderen Dreht\u00fcr-Effekten. Daher sind sie nur selten dazu bereit, zu weniger umweltsch\u00e4dlichen Energiequellen \u00fcberzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Diese beiden Punkte erkl\u00e4ren, warum einige politische Entscheidungstr\u00e4ger die Kernkraft als Alternative zur Verbrennung fossiler Brennstoffe vorschlagen, obwohl die Risiken nicht unbedenklich sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Bei globalen Konferenzen und internationalen Klimazielen behaupten die f\u00fchrenden Staaten der Welt, dass sie nach L\u00f6sungen suchen w\u00fcrden, in Wirklichkeit konkurrieren sie jedoch um die geopolitische F\u00fchrung. Zwar sind die kapitalistischen Staaten die am weitesten entwickelten L\u00e4nder der Welt, aber gleichzeitig haben sie auch die bisher gr\u00f6\u00dften Umweltsch\u00e4den verursacht. Daher k\u00f6nnen sie nicht als ehrliche Vermittler angesehen werden, wenn es darum geht, umweltvertr\u00e4gliche L\u00f6sungen zu finden. Auch China kann in dieser Angelegenheit nicht als ehrlicher Vermittler betrachtet werden. Zwar hat China ein beispielloses Wirtschaftswachstum erlebt, produziert derzeit aber auch mehr CO2-Emissionen als jedes andere Land der Welt. Daher sollten alle vorgeschlagenen Klimaziele und Reformen mit Skepsis betrachtet werden. Denn oftmals dienen sie in Wirklichkeit als n\u00fctzliches Mittel, um das Wirtschaftswachstum der \u00fcbrigen Welt zu hemmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bezug auf die Verbesserungen in der Technologie gilt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Jene Technologien, die eine echte Verbesserung der Energieeffizienz bewirken, sollten begr\u00fc\u00dft werden. So sind weniger umweltsch\u00e4dliche Transportmittel oder effizientere Heiz- und K\u00fchlsysteme \u00e4u\u00dferst willkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Die Technologie ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Einerseits k\u00f6nnte der technologische Fortschritt zu umweltfreundlicheren Autos oder Mikrochips f\u00fchren, andererseits k\u00f6nnten Menschen in einer Konsumgesellschaft dazu verleitet werden, die Technologie nicht zweckgem\u00e4\u00df zu nutzen. Somit haben effizientere Technologien nicht zwingend nur Vorteile f\u00fcr die Umwelt. Effizientere Automotoren bedeuten beispielsweise, dass weniger Kraftstoff verbraucht wird, wodurch das Autofahren billiger werden kann. Infolgedessen k\u00f6nnten die Menschen dazu verleitet werden, unn\u00f6tig mehr zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Dar\u00fcber hinaus existieren auch weitere Aspekte des technologischen Fortschritts, die den Energieverbrauch unverhofft in die H\u00f6he treiben k\u00f6nnen. Ein solcher Aspekt l\u00e4sst sich anhand eines modernen Ph\u00e4nomens veranschaulichen &#8211; den Kryptow\u00e4hrungen. So verbraucht allein \u201eBitcoin\u201c etwa 0,55 % der weltweiten Stromproduktion, was dem Energieverbrauch eines Landes wie Schweden oder Malaysia entspricht.[4]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Der Wettlauf um technologische \u00dcberlegenheit hat einen neuen Kolonialismus angespornt. Mittlerweile existiert ein \u201eWettr\u00fcsten\u201c bei \u201egr\u00fcner Technologie\u201c. Auch im 21. Jahrhundert versuchen m\u00e4chtige Staaten, Ressourcen zu pl\u00fcndern. Allerdings haben es die heutigen Kolonialisten unter anderem auf Lithium abgesehen, w\u00e4hrend sie im 19. und 20. Jahrhundert Kriege um \u00d6l und Gas gef\u00fchrt haben. Obwohl sich zahlreiche Menschen anstrengen und mit Hilfe von Wissenschaft und Technologie neue L\u00f6sungen zu finden hoffen, wird eine Tatsache allzu oft \u00fcbersehen: Technologische Ver\u00e4nderungen innerhalb des bestehenden falschen und verdorbenen kapitalistischen Rahmens werden keine L\u00f6sung bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tats\u00e4chlich werden Umweltprobleme durch mehrere Faktoren verursacht; dazu z\u00e4hlen wirtschaftliche, politische und milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen sowie individuelle Werte. Daher k\u00f6nnen L\u00f6sungen nur durch einen radikalen Wandel der gesellschaftlichen Werte und Systeme erreicht werden. Ein derartiger Wandel w\u00fcrde wiederum die Werte und Verhaltensweisen des Individuums pr\u00e4gen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[1] Aufgedeckt: UK&#8217;s largest supermarkets throw away enough food for 190 million meals each year, Independent, 27 Feb 2021, https:\/\/www.independent.co.uk\/news\/uk\/home-news\/supermarket-waste-food-poverty-b1807617.html<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[2] Tesco fordert von seinen Lieferanten Preissenkungen bis zum 10. Juli, Reuters, 3. Juli 2020,<a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/uk-tesco-suppliers-idUKKBN24422F\">https:\/\/www.reuters.com\/article\/uk-tesco-suppliers-idUKKBN24422F<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[3] Burberry verbrennt Taschen, Kleidung und Parf\u00fcm im Wert von Millionen, BBC online, 19. Juli 2018, https:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/business-44885983<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[4] Siehe: https:\/\/cbeci.org<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser 6-teiligen Serie befasst sich Dr. Abdul Wahid mit den \u00f6kologischen Herausforderungen und ihren Ursachen. Gleichzeitig beleuchtet er die zahlreichen Gipfeltreffen, die versucht haben, das Problem anzugehen. 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