{"id":18200,"date":"2026-06-14T00:05:00","date_gmt":"2026-06-13T22:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=18200"},"modified":"2026-06-13T13:02:58","modified_gmt":"2026-06-13T11:02:58","slug":"der-unterschied-zwischen-der-bewahrung-des-koran-und-der-bewahrung-des-islam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=18200","title":{"rendered":"Der Unterschied zwischen der Bewahrung des Koran und der Bewahrung des Islam"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Koran ist das einzige offenbarte Buch, das bis heute im Originalzustand existiert, ohne dass je ein Mensch eine Ver\u00e4nderung vorgenommen h\u00e4tte. Die Verse, die wir heute rezitieren, sind exakt dieselben, die Allah (t.) seinem Gesandten (s.) offenbart hat, ohne dass von der Wahrheit etwas weggelassen oder eine L\u00fcge hinzugef\u00fcgt wurde. Das zeichnet den Koran vor allen anderen Schriften aus. Warum aber k\u00f6nnen wir mit Gewissheit behaupten, dass der Koran im Gegensatz zu Bibel und Thora unverf\u00e4lscht geblieben ist? Es ist Allah (t.) selbst, Der die Offenbarung sch\u00fctzt und vor jeglicher Verf\u00e4lschung bewahrt, denn Er sagt:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\">\u0625\u0650\u0646\u064e\u0651\u0627 \u0646\u064e\u062d\u0652\u0646\u064f \u0646\u064e\u0632\u064e\u0651\u0644\u0652\u0646\u064e\u0627 \u0627\u0644\u0630\u0650\u0651\u0643\u0652\u0631\u064e \u0648\u064e\u0625\u0650\u0646\u064e\u0651\u0627 \u0644\u064e\u0647\u064f \u0644\u064e\u062d\u064e\u0627\u0641\u0650\u0638\u064f\u0648\u0646\u064e<\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Gewiss, Wir sind es, die Wir die Ermahnung herabgesandt haben, und Wir werden wahrlich ihr Bewahrer sein.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">15:9<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mensch soll wissen, dass jeglicher Versuch, den Koran zu ver\u00e4ndern, zum Scheitern verurteilt ist. Alle Versuche in der Vergangenheit waren erfolglos und jeglicher Versuch in der Zukunft wird es ebenfalls sein. Noch immer existieren Koranexemplare, bei denen man davon ausgeht, dass es sich um Abschriften handelt, deren Anfertigung \u02bfU\u1e6fm\u0101n ibn \u02bfAff\u0101n (r.) w\u00e4hrend seiner Regierungszeit (644-656 n. Chr.) angeordnet hatte. Ob es sich tats\u00e4chlich um die Koranexemplare \u02bfU\u1e6fm\u0101ns handelt, k\u00f6nnen wir nicht mit letzter Gewissheit sagen. Allerdings wissen wir, dass es sehr alte Handschriften sind, die aus einer fr\u00fchen Phase der islamischen Geschichte stammen und sich mit dem Koran decken, der uns heute vorliegt. Anhand jahrhundertealter Koranb\u00fccher k\u00f6nnen wir feststellen, dass der Koran bis heute unver\u00e4ndert geblieben ist. So wurden in der University of Birmingham Seiten einer Koranhandschrift gefunden, die mittels der Radiokarbonmethode auf die Jahre zwischen 568 und 645 n. Chr. datiert wurden. Forscher gehen davon aus, dass die Koranfragmente kurz nach dem Tod des Gesandten Allahs (s.) entstanden sind. Unter Historikern gilt der Koran als seit dem 7. Jahrhundert unver\u00e4nderter Text.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass es so alte Fragmente gibt, zeugt davon, dass die Muslime schon sehr fr\u00fch Ma\u00dfnahmen ergriffen haben, um zu verhindern, dass Teile des Koran vergessen oder verf\u00e4lscht werden. Denn obwohl sie wussten, dass Allah (t.) der Bewahrer der Offenbarung ist, waren sie besorgt um den Koran und wollten nicht enden wie die Juden und Christen, die ihre Schriften verf\u00e4lscht hatten. Ein bestimmtes Ereignis setzte den Prozess der Sammlung und Bewahrung des Koran in Gang, n\u00e4mlich die Schlacht von Yam\u0101ma kurz nach dem Tod des Gesandten Allahs (s.) im Jahr 632 n. Chr. In der Schlacht ging es um die Bek\u00e4mpfung von Musailima ibn \u1e24ab\u012bb, der den Beinamen al-Ka\u1e0f\u1e0f\u0101b hatte, d. h. der L\u00fcgner, weil er sich als Prophet ausgab und den Leuten vormachte, Offenbarungen zu erhalten. Viele \u1e62a\u1e25\u0101ba, die den Koran auswendig kannten, starben in dieser Schlacht. Der schlagartige Verlust so vieler von ihnen lie\u00df die Muslime f\u00fcrchten, dass der Koran verlorengehen k\u00f6nnte, wenn in weiteren Schlachten noch mehr von ihnen st\u00fcrben. Auf Initiative von \u02bfUmar ibn al-\u1e2aa\u1e6d\u1e6d\u0101b (r.) beauftragte der Kalif Ab\u016b Bakr (r.) Zaid ibn \u1e6e\u0101bit (r.), den Hauptkoranschreiber des Propheten (s.), damit, die Koranschriftst\u00fccke, die der Gesandte Allahs (s.) seinen Koranschreibern diktiert und autorisiert hatte, zu sammeln, um sie an einem einzigen Ort aufzubewahren. Diese Aufgabe tolerierte keinen einzigen Fehler und lie\u00df Zaid (r.) vor der gro\u00dfen Verantwortung zur\u00fcckschrecken. Er sagte: \u201eBei Allah, wenn man mir die Aufgabe \u00fcbertragen h\u00e4tte, einen der Berge zu versetzen, w\u00e4re es nicht schwerer f\u00fcr mich gewesen als das, was man mir aufgetragen hat: den Koran zu sammeln\u201c (al-Bu\u1e2b\u0101r\u012b). Mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt sammelte Zaid (r.) alle Originalschriftst\u00fccke, die zun\u00e4chst bei Ab\u016b Bakr (r.), dann bei \u02bfUmar (r.) und schlie\u00dflich bei dessen Tochter \u1e24af\u1e63a (r.), die gleichzeitig eine Frau des Propheten (s.) war, aufbewahrt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zun\u00e4chst gab es den Koran nicht in Buchform als Mu\u1e63\u1e25af. Als immer mehr Gebiete f\u00fcr den Islam er\u00f6ffnet wurden, fand auch der Koran zunehmend Verbreitung und der Islam Anh\u00e4nger. Hierbei fiel dem Prophetengef\u00e4hrten \u1e24u\u1e0faifa ibn al-Yam\u0101n (r.) auf, dass die Leute der Levante (a\u0161-\u0160\u0101ms) und die Leute des Irak mit ihren verschiedenen Dialekten den Koran auf unterschiedliche Weise rezitierten. Da sagte er zum damaligen Kalifen \u02bfU\u1e6fm\u0101n (r.): \u201eO F\u00fchrer der Gl\u00e4ubigen, rette diese Umma, bevor sie \u00fcber das Buch uneins werden wie die Juden und Christen vor ihnen.\u201c (at-Tirmi\u1e0f\u012b). \u02bfU\u1e6fm\u0101n (r.) lie\u00df daraufhin von den originalen Schriftst\u00fccken Abschriften in Buchform anfertigen und befahl, in jede Region des islamischen Herrschaftsgebietes ein Koranexemplar zu senden. Gleichzeitig befahl er, alle anderen Koranexemplare, die in Umlauf waren, ob in Ausz\u00fcgen auf Bl\u00e4ttern oder als ganzes Buch, zu verbrennen. Mit diesem Vorgehen verhinderte \u02bfU\u1e6fm\u0101n (r.) Abweichungen, die zu einer Spaltung der Muslime h\u00e4tten f\u00fchren k\u00f6nnen, und vereinheitlichte die Rezitation des Koran bis zum heutigen Tag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Koran f\u00e4llt eine Besonderheit auf: Der Islam spornt die Muslime dazu an, ihn auswendig zu lernen. Wie will man eine Schrift verf\u00e4lschen, die von der ersten Stunde der Offenbarung bis heute auswendig gelernt und im Ged\u00e4chtnis der Muslime bewahrt wird? Die sich fortsetzende islamische Tradition des Auswendiglernens des Koran f\u00fchrt dazu, dass zu jeder Zeit Millionen von Muslimen den Koran aus dem Ged\u00e4chtnis rezitieren k\u00f6nnen. Die Bedeutung des Auswendiglernens darf niemals untersch\u00e4tzt werden, denn Schriftst\u00fccke k\u00f6nnen zerst\u00f6rt werden oder verlorengehen und B\u00fccher lassen sich verbieten. Aber wenn es eine Tradition des Auswendiglernens gibt und diese fortgesetzt wird, bleibt ein Text f\u00fcr alle folgenden Generationen erhalten. In diesem Sinne hei\u00dft es in einer \u00dcberlieferung: <strong>Und Ich habe dir das Buch gesandt, das nicht durch Wasser weggesp\u00fclt werden kann [\u2026]<\/strong>. (Muslim). In der Menschheitsgeschichte gibt es nichts Vergleichbares. Weder die Juden noch die Christen lernen ihre Schrift auswendig oder werden von ihrem Glauben dazu motiviert. Hierzu gibt es eine Begebenheit, die der Rechtsgelehrte al-Qur\u1e6dub\u012b in seiner Koranexegese (<em>tafs\u012br<\/em>) zum anfangs genannten Vers erw\u00e4hnt. Als der Kalif al-Ma\u02bem\u016bn eine Ratsversammlung abhielt, trat unter den versammelten Menschen ein Jude ein, der dem Kalifen aufgrund seiner gepflegten Erscheinung auffiel. Er rief ihn zu sich, fragte ihn, ob er Jude sei, und forderte ihn auf, den Islam anzunehmen. Er versprach ihn zu belohnen, sollte er Muslim werden, doch der Jude lehnte ab und hielt an seinem Glauben fest. Im darauffolgenden Jahr kam er als Muslim wieder und sprach redegewandt \u00fcber islamische Rechtswissenschaft. Als sich die Versammlung aufl\u00f6ste, fragte ihn al-Ma\u02bem\u016bn: \u201eWas war der Grund f\u00fcr deinen Islam?\u201c Der Mann antwortete: \u201eIch verlie\u00df dich und wollte die Religionen pr\u00fcfen. Du siehst, dass ich eine sch\u00f6ne Handschrift besitze. So nahm ich die Thora, fertigte drei Abschriften an, f\u00fcgte darin hinzu und lie\u00df weg, und brachte sie in das j\u00fcdische Gotteshaus \u2013 und sie wurden mir abgekauft. Dann nahm ich das Evangelium, fertigte drei Abschriften an, f\u00fcgte darin hinzu und lie\u00df weg, und brachte sie in das christliche Gotteshaus \u2013 und sie wurden mir abgekauft. Dann nahm ich den Koran, fertigte drei Abschriften an, f\u00fcgte darin hinzu und lie\u00df weg, und brachte sie zu den Buchh\u00e4ndlern. Sie pr\u00fcften sie, und als sie die Hinzuf\u00fcgungen und Weglassungen darin fanden, warfen sie sie weg und kauften sie nicht. Da erkannte ich, dass dies ein bewahrtes Buch ist, und dies war der Grund f\u00fcr meinen \u00dcbertritt zum Islam.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damals war die gr\u00f6\u00dfte Sorge der Prophetengef\u00e4hrten (<em>\u1e63a\u1e25\u0101ba<\/em>) (r.), dass der Koran verlorengehen k\u00f6nnte. Heute ist hingegen das gr\u00f6\u00dfte Problem, dass das, was der Koran an Rechtsspr\u00fcchen beinhaltet, nicht in seiner Gesamtheit umgesetzt wird. Die Bewahrung des Koran ist zwar garantiert, aber damit ist nicht automatisch die Bewahrung des Islam gew\u00e4hrleistet. Wir k\u00f6nnen den Koran in einem Tresor einschlie\u00dfen und diesen Tresor rund um die Uhr bewachen lassen, um den Koran zu bewahren, aber wir k\u00f6nnen dadurch nicht verhindern, dass die Menschen ihn uminterpretieren, um falsche, vom Islam abweichende Verst\u00e4ndnisse in Umlauf zu bringen, oder dass Muslime Gebote und Verbote nicht kennen, wodurch es zu einer Diskrepanz zwischen dem bewahrten Koran und der Praktizierung des Islam kommt. Den Islam k\u00f6nnen wir nicht einfach in einen Tresor legen wie den Koran, um ihn zu sch\u00fctzen, sondern bewahren ihn, indem wir ihn praktizieren. Wir Muslime sind die Bewahrer des Islam. Diese Aufgabe k\u00f6nnen wir nur erf\u00fcllen, wenn wir \u2013 analog zum Koran \u2013 nichts vom Islam weglassen und nichts Fremdes hinzuf\u00fcgen. Aber genau das ist im Laufe der islamischen Geschichte geschehen: Die Umma wich immer mehr von der islamischen Lebensweise ab, bis sie den Zustand von heute erreicht hat. Diese Entwicklung l\u00e4sst sich aber wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen, denn der Koran ist nicht ohne Grund bewahrt geblieben und beinhaltet zusammen mit der Sunna alles, was eine islamische Lebensweise wiederherstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bewahrung des Islam erfolgt durch seine vollst\u00e4ndige Praktizierung. Beginnt die Umma diesbez\u00fcglich nachl\u00e4ssig zu werden, entsteht ein Teufelskreis. Was an islamischen Rechtsspr\u00fcchen nicht umgesetzt wird, ger\u00e4t in der Umma mit der Zeit in Vergessenheit. Islamisches Wissen geht dadurch verloren und nichtislamische Verst\u00e4ndnisse werden unbewusst \u00fcbernommen, was wiederum zur Folge hat, dass die Muslime sich in ihrem Handeln immer weniger am Islam orientieren, sondern an einer nichtislamischen westlichen Lebensweise. Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr besteht darin, dass ihnen die S\u00fcnde nicht einmal mehr bewusst ist. So haben die Muslime nahezu 1.400 Jahre in einem Kalifat gelebt, also die l\u00e4ngste Zeit ihrer Geschichte. Nachdem es zerst\u00f6rt und 1924 abgeschafft wurde, ersetzten es die Kolonialm\u00e4chte durch zahlreiche Nationalstaaten, die bis heute die islamische Welt entstellen. Das Kalifat geh\u00f6rt somit seit \u00fcber einem Jahrhundert nicht mehr zur Realit\u00e4t der Muslime und die Mehrheit verga\u00df diese verpflichtende Staatsform. Die Muslime wussten lange nichts mit dem Begriff Kalifat anzufangen und viele hatten sogar noch nie davon geh\u00f6rt. Man musste das Kalifat wieder ins Bewusstsein der Muslime r\u00fccken, das all die Jahrhunderte zuvor eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit war und das die einzige Garantie f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Praktizierung des Islam und dessen Bewahrung ist. Genau diese Staatsform, an der das Schicksal der Umma h\u00e4ngt, hatten die Muslime einfach vergessen, weil sie nicht mehr Teil ihrer Realit\u00e4t war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einem Muslim ist es aktuell unm\u00f6glich, den Islam vollst\u00e4ndig zu praktizieren, auch wenn manche vielleicht den Eindruck haben, dass es m\u00f6glich sei, indem man betet, fastet, Zakat zahlt, die Pilgerfahrt vollzieht oder sich gute Tugenden aneignet. Jedem muss klar sein, dass sich mehrere tausend Koranverse und Hadithe nicht nur mit den Gottesdiensten (<em>\u02bfib\u0101d\u0101t<\/em>) befassen, sondern alle Bereiche des menschlichen Lebens betreffen. Der Islam ist eine Lebensordnung und keine Religion wie Juden- und Christentum. Wenn sich die Muslime nur auf die Umsetzung eines Teils der islamischen Rechtsspr\u00fcche beschr\u00e4nken, k\u00f6nnen sie den Islam nicht vollst\u00e4ndig bewahren. Als Muslim wird man jedoch mit dem Problem konfrontiert, dass man den Islam als Individuum gar nicht umfassend anwenden kann, weil viele Rechtsspr\u00fcche in den staatlichen Aufgabenbereich fallen wie das Wirtschafts- oder das Strafsystem. Die Bewahrung des Islam ist deshalb eine kollektive Pflicht aller Muslime. Sie m\u00fcssen die Rahmenbedingungen f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Praktizierung des Islam schaffen, d.&nbsp;h. einen Staat, dessen Aufgabe darin besteht, den Islam durch Anwendung der Scharia zu bewahren, wie es der Gesandte Allahs (s.) seinerzeit getan hat. Er hinterlie\u00df den Muslimen ein Kalifat, das 1.400 Jahre existierte und die Praktizierung des Islam gew\u00e4hrleistete. Mit dem Verschwinden des Kalifats verschwand ein wesentlicher Teil des Islam aus der Realit\u00e4t der Muslime, weil die Anwendung zahlreicher Rechtsspr\u00fcche wegfiel. Deshalb ist die Bewahrung des Islam untrennbar an das Kalifat gekn\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst der Gesandte Allahs (s.) geriet ohne den islamischen Staat an seine Grenzen, wenn es darum ging, den Muslimen die Praktizierung des Islam zu erm\u00f6glichen. Denn wenn wir auf die Anf\u00e4nge des Islam zur\u00fcckblicken, sehen wir, dass die Muslime in Mekka den Islam nur heimlich oder gar nicht praktizieren konnten. Der Gesandte (s.) konnte nichts dagegen unternehmen und musste zusehen, wie Muslime verfolgt, eingesperrt, gefoltert und get\u00f6tet wurden. Er selbst war in Mekka nicht sicher und konnte einmal sogar Mekka nur unter dem Schutz des G\u00f6tzenanbeters al-Mu\u1e6d\u02bfam ibn \u02bfAd\u012b wieder betreten, nachdem er in der Stadt \u1e6c\u0101\u02beif um Beistand gebeten hatte und von dort vertrieben wurde. Der Wendepunkt war die Gr\u00fcndung des islamischen Staates in Medina, der die Lage der Muslime und des Islam grundlegend ver\u00e4nderte. H\u00e4tte der Islam ohne diesen Staat bestehen k\u00f6nnen oder w\u00e4re er m\u00f6glicherweise von den Qurai\u0161 vernichtet worden und nie \u00fcber die Grenzen Mekkas hinausgekommen? Wie lange h\u00e4tten die Muslime in Mekka ohne Staat existieren und den Islam gegen die Angriffe der Qurai\u0161 verteidigen k\u00f6nnen? H\u00e4tten sie nach dem Tod des Gesandten (s.) den Islam ohne ein Kalifat aufrechterhalten und bewahren k\u00f6nnen? Wir k\u00f6nnen uns durchaus denken, dass der Islam ohne das Kalifat keine Chance gehabt h\u00e4tte. Der Staat war f\u00fcr den Islam eine existenzielle Notwendigkeit und er ist es noch heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bewahrung des Koran und die Bewahrung des Islam sind nicht identisch. W\u00e4hrend der Koran von Allah (t.) bewahrt wird, sind es die Muslime, die f\u00fcr die Bewahrung des Islam verantwortlich sind und daf\u00fcr sorgen m\u00fcssen, dass er umgesetzt wird.<\/p>\n","protected":false},"author":92,"featured_media":18199,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[30],"tags":[3048,1303,1550,2145],"class_list":["post-18200","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-grundlagen","tag-bewahrung","tag-islam","tag-koran","tag-quran-3"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/92"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18200"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18200\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18201,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18200\/revisions\/18201"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/18199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}