{"id":9563,"date":"2012-11-18T00:00:00","date_gmt":"2012-11-17T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9563"},"modified":"2012-11-18T00:00:00","modified_gmt":"2012-11-17T23:00:00","slug":"geschichten-der-ehrenwerten-sahaba-abu-aql-r-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9563","title":{"rendered":"Geschichten der ehrenwerten Sahaba &#8211; Abu Aql (r.a.)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der hohe Stellenwert der Sahaba im Islam und ihre Wertsch\u00e4tzung bei den Muslimen kommen nicht von Ungef\u00e4hr. Die Sahaba (r.a.) haben sich ab dem ersten Moment ihres Bekenntnisses zum Islam zutiefst mit dem Propheten (s.a.s.) verbunden gef\u00fchlt und sind ihren islamischen Pflichten in voller Ergebenheit nachgeeilt. Sie haben den Gro\u00dfteil ihres Lebens mit dem Propheten verbracht und sind ihm (s.a.s.) auf Schritt und Tritt gefolgt. Sie haben f\u00fcr die Erh\u00f6hung des Wortes Allahs und f\u00fcr die Verk\u00fcndung des Islam an die gesamte Menschheit die gr\u00f6\u00dften nur erdenklichen Opfer gebracht. Es konnten sie weder Verleumdung noch Folter vom Einsatz f\u00fcr den Islam abbringen. Ganz im Gegenteil &#8211; sie verstanden es als gro\u00dfe Ehre, im Dienste des Islam mit ihrem Leben zu zahlen \u2013 in tiefer Hoffnung auf Allahs Wohlgefallen. Ihr Selbstverst\u00e4ndnis und ihre Aufopferungsbereitschaft beruhen auf ihrer Ergebenheit Allah (s.w.t.) gegen\u00fcber. Nach dem Gesandten Muhammad (s.a.s.) sind sie unsere gr\u00f6\u00dften Vorbilder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Unser heutiger Sahabi, Abu Aql (r.a.), war finanziell sehr schwach. Umso st\u00e4rker war er jedoch hinsichtlich seiner Gottergebenheit und Opferbereitschaft f\u00fcr den Islam. In seiner Jahiliyya hie\u00df er Abdul-Uzza &#8211; Diener von Uzza, einem bekannten G\u00f6tzen im vorislamischen Mekka. Seine Liebe zu dieser Statue, die sich selbst weder schaden noch n\u00fctzen konnte, schien unermesslich gro\u00df zu sein. Doch unmittelbar nach seinem \u00dcbertritt zum Islam entwickelte Abu Aql (r.a.) einen unglaublichen Hass auf diesen G\u00f6tzen, sodass der Gesandte (s.a.s.) ihm neben dem Namen Abdur-Rahman den Spitznamen Aduwwul-Awsan gab, was so viel bedeutet wie \u201eder Feind der G\u00f6tzen&#8220;.<br>Seinem Namen gerecht werdend, nahm er gemeinsam mit dem Propheten (s.a.s.) an allen Schlachten gegen die G\u00f6tzendiener teil. Das Wenige, was er an Materiellem hatte, spendete er f\u00fcr den Islam.<br>Als der Prophet (s.a.s.) eines Tages zu einer gro\u00dfz\u00fcgigen Spende f\u00fcr die Sache Allahs aufrief, spendete unter anderem Abdur-Rahman ibn Auf (r.a.) die H\u00e4lfte seines Besitzes von 8.000 Dirham und \u00fcbergab es dem Propheten, der (s.a.s.) folgendes Bittgebet f\u00fcr ihn sprach: \u201eAllah m\u00f6ge das segnen, was du als Spende gegeben hast und auch das, was du zu Hause gelassen hast&#8220;. Es wird \u00fcberliefert, dass sich sein Besitz durch den Segen dieses Bittgebetes um ein Vielfaches vermehrte. So soll nach seinem Tode jede seiner Frauen 1\/8 von seinem hinterlassenen Verm\u00f6gen erhalten haben, was f\u00fcr jede ca. 160.000 Dirham bedeutete. Auch Asim Ibn Adiyy (r.a.) spendete gro\u00dfz\u00fcgig, etwa 20 Tonnen Datteln, sodass der Gesandte (s.a.s.) auch f\u00fcr ihn das genannte Bittgebet sprach.<br>Als die Heuchler von diesen gro\u00dfz\u00fcgigen Spenden erfuhren, waren sie einerseits erstaunt und andererseits voller Missgunst und Groll. So verleumdeten sie die aufrichtigen Spenden der Sahaba als einen Akt der Angeberei und Prahlerei. Auch Abu Aql (r.a.), der nicht viel besa\u00df, trat vor und sprach zum Propheten (sa.s.): \u201eOh Gesandter Allahs, vorgestern Abend habe ich gegen Bezahlung einen Dattelgarten bew\u00e4ssert. Ich habe 2 Sa&#8216; (das entspricht ca. 6 kg Datteln) verdient. 1 Sa&#8216; habe ich bei meiner Familie gelassen und 1 Sa&#8216; habe ich dir gebracht, damit du es auf Allahs Weg ausgibst&#8220;. Der Prophet (s.a.s.) sagte zu ihm, er solle die Datteln auf den Boden h\u00e4ufen.<br>Als die lauernden Heuchler Abu Aqls Spende erblickten und seine aufrichtige Gro\u00dfz\u00fcgigkeit aufgrund ihrer krankhaften Herzen missdeuteten, begannen sie, ihn zu verspotten: \u201eDamit Abu Aql zusammen mit den Reichen erw\u00e4hnt wird, hat er 1 Sa&#8216; Datteln gebracht. Hat Allah die Datteln, die Abu Aql gebracht hat, denn \u00fcberhaupt n\u00f6tig?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Noch bevor jemand hierauf reagieren konnte, offenbarte Allah (s.w.t.) die folgende Aya:<br>\u201eDiejenigen, die da jene Gl\u00e4ubigen schelten, die freiwillig Almosen geben, wie auch jene, die nichts (zu geben) finden als ihre eigene Leistung, und sie deswegen verh\u00f6hnen, denen wird Allah ihren Hohn vergelten, und ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein.&#8220; (Sura At-Tauba, Aya 79)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Hiernach zogen sich die Heuchler besch\u00e4mt zur\u00fcck und Abu Aqls Trauer verstrich.<br>Die grenzenlose Opferbereitschaft Abu Aqls zeigt sich weiterhin in der Schlacht von Yamama, als die Muslime unter der F\u00fchrung des Kalifen Abu Bakr (r.a.) gegen Musaylima, dem L\u00fcgner, und seinen Stamm k\u00e4mpften. Musaylima lehnte sich auf und behauptete, er sei ebenso ein Prophet wie Muhammad (s.a.s.). Allahs Fluch auf ihm!<br>In dieser Schlacht war Abu Aql relativ fr\u00fch verwundet und kampfunf\u00e4hig, sodass man ihn vom Felde abzog und in ein Zelt brachte. Als die Schlacht jedoch an Heftigkeit zunahm und die Kampfst\u00e4rke der Muslime schwand, rief Ma&#8217;n Ibn Adiy (r.a.) zu den Ansar:<br>\u201eF\u00fcrchtet Allah! F\u00fcrchtet Allah! Verlasst nicht euren Graben, kehrt zur\u00fcck und stellt euch dem Feind! Kommt auf diese Seite, kommt auf diese Seite!&#8220;<br>Die Muslime, die diese Worte vernahmen, formierten sich und bereiteten sich auf einen erneuten Angriff vor.<br>Abu Aql, der ebenfalls die Stimme Ma&#8217;ns vernommen hatte, wollte aufstehen um sich den Ansar anzuschlie\u00dfen. Dass er eigentlich nicht mehr imstande war, auf den Beinen zu stehen, war mehr als offensichtlich. Einige riefen:<br>\u201eO Abu Aql, was machst du? Du kannst nicht k\u00e4mpfen!&#8220;<br>\u201eH\u00f6rt ihr nicht? Sie rufen mich!&#8220;, antwortete Abu Aql.<br>\u201eSie rufen die Ansar, nicht die Verletzten&#8220;,<br>entgegneten sie. Abu Aql antwortete wie folgt:<br>\u201eIch bin auch einer der Ansar. Auch wenn ich kriechen muss, werde ich der Einladung Folge leisten.&#8220;<br>Er raffte sich zusammen, band sich den R\u00fccken und stand auf. Er nahm sein Schwert in die rechte Hand und rannte zu den Ansar. Er eiferte seinen Freunden nach und rief ihnen zu:<br>\u201eOh Ansar, kehrt so wieder zur\u00fcck, wie ihr am Tage von Hunayn zu dem Feind zur\u00fcckgekehrt seid und gewonnen habt.&#8220;<br>Daraufhin griffen sie mit gro\u00dfem Mut den Feind erneut an und dr\u00e4ngten ihn wieder zur\u00fcck.<br>Den Zustand Abu Aqls zu diesem Zeitpunkt beschreibt Abdullah ibn Umar wie folgt:<br>\u201eIn der Schlacht erfasste zeitweise mein Blick Abu Aql. Sein verletzter Arm hatte sich von seiner Schulter getrennt und fiel auf den Boden. Dar\u00fcber hinaus hatte er sich noch 14 t\u00f6dliche Wunden zugezogen. Als letztlich der Feind Allahs geschlagen und Musaylima get\u00f6tet wurde, eilte ich zu Aql. Er machte seine letzten Atemz\u00fcge. Mit lispelnder Stimme erkundigte er sich nach dem Ausgang der Schlacht. Ich sagte ihm: \u201aAllahs Feind wurde besiegt&#8216;. Daraufhin hob er seinen Finger und konnte noch \u201aAlhamdulillah&#8216; sagen&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der hohe Stellenwert der Sahaba im Islam und ihre Wertsch\u00e4tzung bei den Muslimen kommen nicht von Ungef\u00e4hr. Die Sahaba (r.a.) haben sich ab dem ersten Moment ihres Bekenntnisses zum Islam zutiefst mit dem Propheten (s.a.s.) verbunden gef\u00fchlt und sind ihren islamischen Pflichten in voller Ergebenheit nachgeeilt. 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