{"id":9584,"date":"2011-01-05T00:00:00","date_gmt":"2011-01-04T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9584"},"modified":"2011-01-05T00:00:00","modified_gmt":"2011-01-04T23:00:00","slug":"der-islamische-rechtsspruch-zur-bildlichen-darstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9584","title":{"rendered":"Der islamische Rechtsspruch zur bildlichen Darstellung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Jemand arbeitet in einem Beruf, der mit bildlichem Darstellen in Verbindung steht. Dabei hat er folgende T\u00e4tigkeiten zu vollziehen: Die Bearbeitung von Bildern und ihre Korrektur (dazu z\u00e4hlt: die Beseitigung von Falten, die Ver\u00e4nderung der Augenfarbe oder einiger anderer Gesichtsmerkmale etc.)&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jemand arbeitet in einem Beruf, der mit bildlichem Darstellen in Verbindung steht. Dabei hat er folgende T\u00e4tigkeiten zu vollziehen:<\/p>\n<div style=\"text-align: left;\">\n<ul>\n<li>Die Bearbeitung von Bildern und ihre Korrektur (dazu z\u00e4hlt: die Beseitigung von Falten, die Ver\u00e4nderung der Augenfarbe oder einiger anderer Gesichtsmerkmale etc.)<\/li>\n<li>Das Zeichnen von Personen- und Tierbildern, die der Realit\u00e4t \u00e4hneln.<\/li>\n<li>Die Verwendung fertiger Bilder und Zeichnungen beim Druck<\/li>\n<li>Die Verwendung von Bildern, Zeichnungen und Symbole anderer Graphiker, anstatt sie selbst zu erstellen.<\/li>\n<li>Das Zeichnen menschlicher und tierischer Symbole (beispielsweise Verkehrszeichen: wie z. B. Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcbergang, Feuerfluchtt\u00fcre oder das Hundeverbot auf Spazierwegen)<\/li>\n<li>Das Zeichnen menschlicher und tierischer K\u00f6rperteile als Symbole (wie z. B. zwei ineinandergreifende H\u00e4nde als Symbol des H\u00e4ndedrucks, einen Zeigefinger oder einen Pferdekopf als Symbol)<\/li>\n<li>Das Zeichnen der Bilder von Menschen und Tieren, die sich von der Realit\u00e4t unterscheiden (Karikaturen).<\/li>\n<li>Das Zeichnen von Zierbuchstaben f\u00fcr M\u00e4rchen, die in der Realit\u00e4t grunds\u00e4tzlich nicht vorkommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie lautet nun der diesbez\u00fcgliche islamische Rechtsspruch? Dies soll in der folgenden juristischen Er\u00f6rterung dargelegt werden:<br \/>\nBevor wir die Fragen des Zeichnens beantworten, wollen wir zwei Punkte unterstreichen:<\/p>\n<p>Erstens: Die untenstehenden Antworten betreffen den islamischen Rechtsspruch f\u00fcr das bildliche Darstellen, d. h. f\u00fcr das Zeichnen mit der Hand. Auf diese Bedeutung beziehen sich die Ausf\u00fchrungen in den Hadithen. Damit ist nicht das Abbilden mit einem Ger\u00e4t, d. h. mit einer Kamera, gemeint. Das Fotografieren mit einer Kamera ist erlaubt und ist von den Hadithen nicht betroffen.<\/p>\n<p>Zweitens: Die untenstehenden Antworten betreffen die zweidimensionalen, ebenen Abbildungen, die keinen Schatten besitzen. Abbildungen mit einem Schatten, also Statuen und Skulpturen, sind, wegen den dazu klar ergangenen Rechtsbeweisen, in allen F\u00e4llen verboten. Ausgenommen davon sind Kinderspielsachen, weil daf\u00fcr \u2013 wie am Ende der Antworten ausgef\u00fchrt \u2013 erlaubende Rechtsbelege existieren.<\/p>\n<p><strong>Nun zu den Antworten auf die zugeschickten Fragen:<\/strong><br \/>\nDas Ver\u00e4ndern von Bildern und ihre Korrektur (d. h. die Beseitigung von Falten, die Ver\u00e4nderung der Augenfarbe oder einiger Gesichtsmekrmale etc.)<br \/>\nDas Zeichnen der Bilder von Menschen und Tieren, die der Realit\u00e4t \u00e4hnlich sind.<\/p>\n<p>Beides steht mit dem Zeichnen von Lebewesen in Verbindung bzw. mit dem Vornehmen h\u00e4ndischer Korrekturen auf Bildern von Lebewesen, wie das Entfernen von Falten oder bestimmter Gesichtsmerkmale.<br \/>\nDarauf trifft das in den Rechtsbelegen angef\u00fchrte Verbot zu, und zwar egal, ob mit der Hand und einem Stift oder mit der Maus eines Computerger\u00e4ts gezeichnet wird. Solange das Zeichnen mit menschlicher Anstrengung erfolgt, um ein Lebewesen abzubilden, trifft das Verbot zu. Al-Buchariy berichtet in einem Hadith von Ibn Abbas, der sagte: Es sprach der Gesandte Allahs (s):<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0645\u064e\u0646\u0652 \u0635\u064e\u0648\u064e\u0651\u0631\u064e \u0635\u064f\u0648\u0631\u064e\u0629\u064b \u0641\u064e\u0625\u0650\u0646\u064e\u0651 \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u064e \u0645\u064f\u0639\u064e\u0630\u0650\u0651\u0628\u064f\u0647\u064f \u062d\u064e\u062a\u064e\u0651\u0649 \u064a\u064e\u0646\u0652\u0641\u064f\u062e\u064e \u0641\u0650\u064a\u0647\u064e\u0627 \u0627\u0644\u0631\u064f\u0651\u0648\u062d\u064e \u0648\u064e\u0644\u064e\u064a\u0652\u0633\u064e \u0628\u0650\u0646\u064e\u0627\u0641\u0650\u062e\u064d \u0641\u0650\u064a\u0647\u064e\u0627 \u0623\u064e\u0628\u064e\u062f\u064b\u0627\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u201eWer ein Bild erstellt, den bestraft Allah so lange, bis er ihm die Seele einhaucht. Und niemals wird er ihm die Seele einhauchen k\u00f6nnen.&#8220;<\/strong> Auch berichtet Al-Buchariy \u00fcber den Weg des Ibn Umar, dass er Gesandte Allahs(s)sagte:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0625\u0650\u0646\u064e\u0651 \u0627\u0644\u064e\u0651\u0630\u0650\u064a\u0646\u064e \u064a\u064e\u0635\u0652\u0646\u064e\u0639\u064f\u0648\u0646\u064e \u0647\u064e\u0630\u0650\u0647\u0650 \u0627\u0644\u0635\u064f\u0651\u0648\u064e\u0631\u064e \u064a\u064f\u0639\u064e\u0630\u064e\u0651\u0628\u064f\u0648\u0646\u064e \u064a\u064e\u0648\u0652\u0645\u064e \u0627\u0644\u0652\u0642\u0650\u064a\u064e\u0627\u0645\u064e\u0629\u0650 \u064a\u064f\u0642\u064e\u0627\u0644\u064f \u0644\u064e\u0647\u064f\u0645\u0652 \u0623\u064e\u062d\u0652\u064a\u064f\u0648\u0627 \u0645\u064e\u0627 \u062e\u064e\u0644\u064e\u0642\u0652\u062a\u064f\u0645\u0652\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u201eDiejenigen, die diese Bilder erstellen, werden am Tage der Auferstehung gepeinigt. Man wird ihnen sagen: \u201aBelebt, was ihr erschaffen habt.'&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Zu den beiden weiteren Fragen:<br \/>\nDie Verwendung fertiger Bilder und Zeichnungen f\u00fcr den Druck<br \/>\nDie Verwendung von Bildern, Zeichnungen und Symbole anderer Graphiker, anstatt sie selbst zu zeichnen.<br \/>\nMit anderen Worten werden in diesem Fall die Bilder nicht von der fragenden Person selbst gezeichnet, sondern von anderen \u00fcbernommen. Darauf trifft der Rechtsspruch des Bildbesitzes zu, der sich in drei Arten \u00e4u\u00dfert:<\/p>\n<p>a) Wenn man sie \u00fcbernimmt, um sie an Gebetsorten anzubringen, wie beispielsweise auf Gebetsteppichen, Moscheevorh\u00e4ngen, auf Werbungen bzw. Bekanntgaben von Moscheen oder \u00c4hnliches, so ist dies verboten und nicht erlaubt. Beleg daf\u00fcr ist unter anderem Folgendes:<br \/>\nDer Hadith von Ibn Abbas, dass der Gesandte (s) sich weigerte die Kaaba zu betreten, bis die darin befindlichen Bildnisse beseitigt wurden. Dies ist ein juristisches Indizium f\u00fcr das apodiktische Verbot, Bildnisse an Gebetsorten anzubringen. Somit ist dies ein Rechtsbeleg f\u00fcr das Bilderverbot in Moscheen:<br \/>\nSo \u00fcberliefert Imam Ahmad von Ibn Abbas:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0623\u064e\u0646\u064e\u0651 \u0627\u0644\u0646\u064e\u0651\u0628\u0650\u064a\u064e\u0651 \u0635\u064e\u0644\u064e\u0651\u0649 \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u064f \u0639\u064e\u0644\u064e\u064a\u0652\u0647\u0650 \u0648\u064e\u0633\u064e\u0644\u064e\u0651\u0645\u064e \u0644\u064e\u0645\u064e\u0651\u0627 \u0631\u064e\u0623\u064e\u0649 \u0627\u0644\u0635\u064f\u0651\u0648\u064e\u0631\u064e \u0641\u0650\u064a \u0627\u0644\u0652\u0628\u064e\u064a\u0652\u062a\u0650 \u064a\u064e\u0639\u0652\u0646\u0650\u064a \u0627\u0644\u0652\u0643\u064e\u0639\u0652\u0628\u064e\u0629\u064e \u0644\u064e\u0645\u0652 \u064a\u064e\u062f\u0652\u062e\u064f\u0644\u0652 \u0648\u064e\u0623\u064e\u0645\u064e\u0631\u064e \u0628\u0650\u0647\u064e\u0627 \u0641\u064e\u0645\u064f\u062d\u0650\u064a\u064e\u062a\u0652\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u201eAls der Prophet (s) die Bilder in der Kaaba sah, trat er nicht ein und befahl sie wegzuwischen.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>b) Wenn man die von anderen gezeichneten Bilder \u00fcbernimmt und einf\u00fcgt, um sie nicht an Gebetsorten anzubringen, so ist dies zul\u00e4ssig, wie die dazu ergangenen Beweise belegen:<br \/>\n&#8211; Allerdings ist diese Vorgehensweise unerw\u00fcnscht (Makruh), wenn es sich um prominente Orte handelt, die Respekt oder Ehrfurcht abverlangen, wie Wohnungsvorh\u00e4nge, Erl\u00e4uterungs- und Darstellungsmaterialien kultureller Institutionen, Hemden, die man tr\u00e4gt, Kleidungsst\u00fccke und \u00c4hnliches. Dazu z\u00e4hlen auch Schulen, B\u00fcror\u00e4ume, Werbungen, die nicht mit dem Gottesdienst verbunden sind, das Aufh\u00e4ngen solcher Bilder an der Hauptwand eines Zimmers oder deren Tragen zur Versch\u00f6nerung des Aussehens und \u00e4hnliche Dinge. All dies gilt als unerw\u00fcnscht (Makruh).<br \/>\n&#8211; Werden die \u00fcbernommenen Bilder nicht an Gebetsorten und auch nicht an prominenten Orten angebracht, wie z. B. auf Fu\u00dfbodenteppichen, die man betritt, auf Bettw\u00e4sche, Matratzen etc., die man zum Schlafen und Liegen ben\u00fctzt, oder an Kissen, auf die man sich st\u00fctzt, oder auch Zeichnungen an B\u00f6den, die betreten werden, und \u00c4hnliches, so gilt all dies als erlaubt (Mubah).<br \/>\nBelege daf\u00fcr sind u. a. die folgenden:<br \/>\n&#8211; Der bei Muslim \u00fcberlieferte Hadith von Abu Talha, in dem es hei\u00dft: \u201eIch h\u00f6rte den Gesandten Allahs(s)sagen:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0644\u0627 \u062a\u062f\u062e\u0644 \u0627\u0644\u0645\u0644\u0627\u0626\u0643\u0629 \u0628\u064a\u062a\u0627\u064b \u0641\u064a\u0647 \u0643\u0644\u0628 \u0648\u0644\u0627 \u0635\u0648\u0631\u0629\u00bb<\/p>\n<p><strong>&#8222;Die Engel betreten kein Haus, in dem sich ein Hund oder ein Bild befindet.&#8220;<\/strong> In einer weiteren \u00dcberlieferung bei Muslim f\u00fcgt der Prophet(s)hinzu:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\" style=\"text-align: left;\">\u00ab\u0625\u0644\u0627 \u0631\u0642\u0645\u0627\u064b \u0641\u064a \u062b\u0648\u0628\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u201eEs sei denn, eine Zeichnung auf einem Gewand.&#8220;<\/strong> Dies belegt, dass ein auf ein Gewand gezeichnetes Bild davon ausgenommen ist. Somit bedeutet der Hadith im Sinngehalt (Mafhum), dass die Engel ein Haus betreten, in dem sich eine Zeichnung auf einem Gewand befindet.<\/p>\n<p>Dies bedeutet also, dass das ebene Bild, d. h. die \u201eZeichung auf einem Gewand&#8220;, zul\u00e4ssig ist, weil die Engel ein Haus, in dem sich ein ebenes Bild befindet, betreten. Es existieren jedoch weitere Hadithe, die die Art dieser Zul\u00e4ssigkeit n\u00e4her darlegen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8211; Der bei Al-Buchariy tradierte Hadith von Aischa (r), in dem sie sagt:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\" style=\"text-align: left;\">\u00ab\u062f\u064e\u062e\u064e\u0644\u064e \u0639\u064e\u0644\u064e\u064a\u064e\u0651 \u0627\u0644\u0646\u064e\u0651\u0628\u0650\u064a\u064f\u0651 \u0635\u064e\u0644\u064e\u0651\u0649 \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u064f \u0639\u064e\u0644\u064e\u064a\u0652\u0647\u0650 \u0648\u064e\u0633\u064e\u0644\u064e\u0651\u0645\u064e \u0648\u064e\u0641\u0650\u064a \u0627\u0644\u0652\u0628\u064e\u064a\u0652\u062a\u0650 \u0642\u0650\u0631\u064e\u0627\u0645\u064c \u0641\u0650\u064a\u0647\u0650 \u0635\u064f\u0648\u064e\u0631\u064c \u0641\u064e\u062a\u064e\u0644\u064e\u0648\u064e\u0651\u0646\u064e \u0648\u064e\u062c\u0652\u0647\u064f\u0647\u064f \u062b\u064f\u0645\u064e\u0651 \u062a\u064e\u0646\u064e\u0627\u0648\u064e\u0644\u064e \u0627\u0644\u0633\u0650\u0651\u062a\u0652\u0631\u064e \u0641\u064e\u0647\u064e\u062a\u064e\u0643\u064e\u0647\u064f\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u201eDer Prophet (s) trat zu mir ein, als sich ein Tuchgewand im Hause befand, auf dem Bilder abgebildet waren. Da verf\u00e4rbte sich das Gesicht des Propheten (s), er nahm das Tuch in die Hand und zerriss es.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Tuchgewand war als Vorhang am Hauseingang angebracht. Das Verf\u00e4rben des Antlitz des Propheten (s) und das Zerrei\u00dfen des Vorhangs ist als Unterlassungsaufforderung zu verstehen, den Vorhang an der T\u00fcr anzubringen, wenn sich Bilder darauf befinden. Verkn\u00fcpft man nun diesen Hadith mit der Zul\u00e4ssigkeit, dass Engel ein Haus betreten, in dem sich Bilder (Zeichungen auf einem Gewand) befinden, so belegt dies, dass die Unterlassungsaufforderung nicht apodiktisch ergangen ist und es sich somit um eine unerw\u00fcnschte Tat handelt. Da sich die Bilder auf einem Vorhang befanden, der an der T\u00fcr &#8211; also an einem prominenten Ort &#8211; angebracht war, leitet man daraus ab, dass das Anbringen von Bildern an prominenten Orten unerw\u00fcnscht (Makruh) ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8211; Der bei Ahmad tradierte Hadith von Abu Huraira in dem Gabriel, Friede sei mit ihm, dem Gesandten Allahs (s) sagt:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0648\u064e\u0645\u064f\u0631\u0652 \u0628\u0650\u0627\u0644\u0633\u0650\u0651\u062a\u0652\u0631\u0650 \u064a\u064f\u0642\u0652\u0637\u064e\u0639\u0652 \u0641\u064e\u064a\u064f\u062c\u0652\u0639\u064e\u0644\u064e \u0645\u0650\u0646\u0652\u0647\u064f \u0648\u0650\u0633\u064e\u0627\u062f\u064e\u062a\u064e\u0627\u0646\u0650 \u062a\u064f\u0648\u0637\u064e\u0622\u064e\u0646\u0650\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span class=\"arabicfont\">\u201eUnd befehle, dass der Vorhang zerrissen wird und man zwei Kissen, auf die man sich st\u00fctzt, daraus macht.&#8220;<\/span> Gabriel befahl also dem Propheten (s), den Vorhang vom prominenten Ort, an dem er angebracht war, zu entfernen und daraus zwei St\u00fctzkissen zu machen. Dies bedeutet, dass die Verwendung von Bildern, die von anderen gezeichnet wurden, an nicht prominenten Orten erlaubt ist.<\/p>\n<p>Zu den beiden Fragen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Zeichnen von Menschen- und Tiersymbolen (z. B. Verkehrsschilder wie beispielsweise \u201eFu\u00dfg\u00e4nger\u00fcbergang&#8220;, \u201eFeuerfluchtt\u00fcre&#8220; oder \u201eHundeverbot auf Spazierwegen&#8220;).<br \/>\nDas Zeichnen von menschlichen und tierischen K\u00f6rperteilen (wie z. B. zwei ineinandergreifende H\u00e4nde als Symbol des H\u00e4ndedrucks, einen Zeigefinger oder einen Pferdekopf als Symbol)<\/p>\n<p>Die Antwort darauf ist wie folgt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn die zu zeichnenden Symbole auf das Bild eines Lebewesens hinweisen, so ist es verboten. Den die Hadithe beschreiben die verbotene bildliche Darstellung als die Darstellung von Lebewesen. Diese Beschreibung trifft auf die ganze oder halbe Darstellung zu, oder die Darstellung eines Kopfes mit dem eindeutige K\u00f6rperteile, wie H\u00e4nde oder \u00c4hnliches, verbunden sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Weisen die Symbole jedoch nicht auf die Darstellung eines Lebewesens hin, wie das Zeichnen einer blo\u00dfen Hand, eines Fingers, der auf eine Sache zeigt, zweier H\u00e4nde, die zum Handschlag ineinandergreifen, oder \u00c4hnliches, so trifft das Verbot darauf nicht zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was das Zeichnen eines blo\u00dfen Kopfes anlangt, der nicht mit eindeutigen K\u00f6rperteilen verbunden ist, so gibt es dar\u00fcber juristische Meinungsverschiedenheiten. Bei mir \u00fcberwiegt jedoch die Auffassung, dass das Zeichnen eines blo\u00dfen Kopfes, der mit keinem anderen K\u00f6rperteil verbunden ist, nicht verboten ist. Dies geht aus den Hadithen hervor, die das Abschneiden des Kopfes einer Statue erlauben, damit diese dann einem Baume gleicht. Dazu z\u00e4hlt beispielsweise der Hadith des Abu Huraira, in welchem der Erzengel Gabriel zum Propheten sagt, dass die Statue nicht mehr verboten sei, wenn ihr der Kopf abgeschlagen werde:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0641\u0645\u0631 \u0628\u0631\u0623\u0633 \u0627\u0644\u062a\u0645\u062b\u0627\u0644 \u0627\u0644\u0630\u064a \u0641\u064a \u0628\u0627\u0628 \u0627\u0644\u0628\u064a\u062a \u0641\u0644\u064a\u0642\u0637\u0639 \u0644\u064a\u0635\u064a\u0631 \u0643\u0647\u064a\u0626\u0629 \u0627\u0644\u0634\u062c\u0631\u0629\u00bb<\/p>\n<p>\u201eUnd befehle, dass der Statue, die sich an der T\u00fcr des Hauses befindet, der Kopf abgeschlagen wird, so dass sie der Form eines Baumes gleicht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab&#8230; \u0641\u064e\u0645\u064f\u0631\u0652 \u0628\u0650\u0631\u064e\u0623\u0652\u0633\u0650 \u0627\u0644\u062a\u0650\u0651\u0645\u0652\u062b\u064e\u0627\u0644\u0650 \u064a\u064f\u0642\u0652\u0637\u064e\u0639\u0652 \u0641\u064e\u064a\u064f\u0635\u064e\u064a\u064e\u0651\u0631\u064e \u0643\u064e\u0647\u064e\u064a\u0652\u0626\u064e\u0629\u0650 \u0627\u0644\u0634\u064e\u0651\u062c\u064e\u0631\u064e\u0629\u0650&#8230;\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u201e&#8230; und befehle, dass der Kopf der Statue abgeschlagen wird, so dass diese der Form eines Baumes gleicht. &#8230;&#8220;<\/strong> Von Ahmad tradiert.<\/p>\n<p>Dieser Hadith bedeutet, dass der Kopf alleine und der Rest der Statue alleine f\u00fcr sich gesehen nicht verboten sind. Hier kann man nicht einwenden, dass sich die Erlaubnis blo\u00df auf den K\u00f6rper der Statue, deren Kopf abgeschlagen wurde beziehe, nicht aber auf den abgeschlagenen Kopf selbst. Der Kopf bleibe also verboten. Dies kann deswegen nicht eingewendet werden, weil Gabriels Befehl an den Propheten (s) den Kopf der Statue abzuschlagen bedeutet, dass das Abschlagen erlaubt ist. Konsequenterweise muss auch das, was sich daraus ergibt (n\u00e4mlich beide abgeschlagenen Statuenteile), ebenfalls erlaubt sein.<br \/>\nAn dieser Stelle sei erw\u00e4hnt, dass die Hanbaliten und Malikiten den blo\u00dfen Kopf erlauben. Bei den Schafiiten hingegen existiert diesbez\u00fcglich ein Meinungsunterschied. Die meisten ihrer Gelehrten verbieten den blo\u00dfen Kopf. Andere unter ihnen erlauben ihn.<\/p>\n<p>Nun zu den beiden letzten Fragen:<br \/>\nDas Zeichnen der Bilder von Personen und Tieren, die der Realit\u00e4t nicht \u00e4hnlich sind (Karikaturen).<br \/>\nDas Zeichnen der Zierbuchstaben von M\u00e4rchen, die in der Realit\u00e4t grunds\u00e4tlich nicht vorhanden sind.<br \/>\nDie Antwort darauf ist die, dass diese Darstellungen, auch wenn sie nicht der Realit\u00e4t \u00e4hneln, verboten sind, solange sie auf ein seelenbehaftetes Lebewesen hindeuten. Denn die Textbelege treffen darauf zu. So hat der Prophet (s) in dem Hadith, der bei Muslim \u00fcberliefert wird, Aischa befohlen, den an der T\u00fcr befindlichen Vorhang zu zerrei\u00dfen, weil sich Darstellungen von Pferden mit Fl\u00fcgel darauf befanden. Nat\u00fcrlich existieren Pferde mit Fl\u00fcgel in der Realit\u00e4t nicht.<br \/>\nSo \u00fcberliefert Muslim von Aischa (r), die sagte:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0642\u064e\u062f\u0650\u0645\u064e \u0631\u064e\u0633\u064f\u0648\u0644\u064f \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u0650 \u0635\u064e\u0644\u064e\u0651\u0649 \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u064f \u0639\u064e\u0644\u064e\u064a\u0652\u0647\u0650 \u0648\u064e\u0633\u064e\u0644\u064e\u0651\u0645\u064e \u0645\u0650\u0646\u0652 \u0633\u064e\u0641\u064e\u0631\u064d \u0648\u064e\u0642\u064e\u062f\u0652 \u0633\u064e\u062a\u064e\u0651\u0631\u0652\u062a\u064f \u0639\u064e\u0644\u064e\u0649 \u0628\u064e\u0627\u0628\u0650\u064a \u062f\u064f\u0631\u0652\u0646\u064f\u0648\u0643\u064b\u0627 \u0641\u0650\u064a\u0647\u0650 \u0627\u0644\u0652\u062e\u064e\u064a\u0652\u0644\u064f \u0630\u064e\u0648\u064e\u0627\u062a\u064f \u0627\u0644\u0652\u0623\u064e\u062c\u0652\u0646\u0650\u062d\u064e\u0629\u0650 \u0641\u064e\u0623\u064e\u0645\u064e\u0631\u064e\u0646\u0650\u064a \u0641\u064e\u0646\u064e\u0632\u064e\u0639\u0652\u062a\u064f\u0647\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u201eDer Gesandte Allahs (s) kam von einer Reise zur\u00fcck. Ich hatte meine T\u00fcr mit einem Gewand verh\u00e4ngt, auf dem Pferde mit Fl\u00fcgel abgebildet waren. Da befahl er mir es zu zerrei\u00dfen.&#8220;<\/strong><br \/>\nAn dieser Stelle m\u00f6chte wir wiederholen, was wir bereits am Anfang der Antworten erw\u00e4hnt haben: Bei den verbotenen Zeichnungen handelt es sich nicht um solche, die f\u00fcr Kinder bestimmt sind. Wenn die Zeichnungen f\u00fcr Kinder bestimmt sind, wie Kinderkarikaturen oder Phantasiezeichnungen f\u00fcr Kinder, oder Dinge, die Kinder besch\u00e4ftigen, belustigen oder belehren sollen, so sind sie alle erlaubt. Dies geht aus den Textbelegen klar hervor, wie beispielsweise aus den folgenden:<br \/>\nAbu Dawud berichtet von Aischa (r), die sagte:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0642\u064e\u062f\u0650\u0645\u064e \u0631\u064e\u0633\u064f\u0648\u0644\u064f \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u0650 \u0635\u064e\u0644\u064e\u0651\u0649 \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u064f \u0639\u064e\u0644\u064e\u064a\u0652\u0647\u0650 \u0648\u064e\u0633\u064e\u0644\u064e\u0651\u0645\u064e \u0645\u0650\u0646\u0652 \u063a\u064e\u0632\u0652\u0648\u064e\u0629\u0650 \u062a\u064e\u0628\u064f\u0648\u0643\u064e \u0623\u064e\u0648\u0652 \u062e\u064e\u064a\u0652\u0628\u064e\u0631\u064e \u0648\u064e\u0641\u0650\u064a \u0633\u064e\u0647\u0652\u0648\u064e\u062a\u0650\u0647\u064e\u0627 \u0633\u0650\u062a\u0652\u0631\u064c \u0641\u064e\u0647\u064e\u0628\u064e\u0651\u062a\u0652 \u0631\u0650\u064a\u062d\u064c \u0641\u064e\u0643\u064e\u0634\u064e\u0641\u064e\u062a\u0652 \u0646\u064e\u0627\u062d\u0650\u064a\u064e\u0629\u064e \u0627\u0644\u0633\u0650\u0651\u062a\u0652\u0631\u0650 \u0639\u064e\u0646\u0652 \u0628\u064e\u0646\u064e\u0627\u062a\u064d \u0644\u0650\u0639\u064e\u0627\u0626\u0650\u0634\u064e\u0629\u064e \u0644\u064f\u0639\u064e\u0628\u064d \u0641\u064e\u0642\u064e\u0627\u0644\u064e \u0645\u064e\u0627 \u0647\u064e\u0630\u064e\u0627 \u064a\u064e\u0627 \u0639\u064e\u0627\u0626\u0650\u0634\u064e\u0629\u064f \u0642\u064e\u0627\u0644\u064e\u062a\u0652 \u0628\u064e\u0646\u064e\u0627\u062a\u0650\u064a&#8230;\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u201eDer Gesandte Allahs (s) kam von der Schlacht von Tabuk oder Khaibar zur\u00fcck. \u00dcber einen Kasten (bzw. Kammer) war ein Vorhand gezogen. Da kam ein Windsto\u00df und legte den Kasten (bzw. die Kammer) frei. In ihm befanden sich Aischas Spielpuppen. Da fragte der Gesandte Allahs: \u201aWas ist das, o Aischa?&#8216;. Sie antwortete: \u201aMeine Puppen.&#8216; &#8230;&#8220;<\/strong><br \/>\nDer Hadith von Aischa (r), den Al-Buchariy tradiert, in dem sie sagt:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab\u0643\u064f\u0646\u0652\u062a\u064f \u0623\u064e\u0644\u0652\u0639\u064e\u0628\u064f \u0628\u0650\u0627\u0644\u0652\u0628\u064e\u0646\u064e\u0627\u062a\u0650 \u0639\u0650\u0646\u0652\u062f\u064e \u0627\u0644\u0646\u064e\u0651\u0628\u0650\u064a\u0650\u0651 \u0635\u064e\u0644\u064e\u0651\u0649 \u0627\u0644\u0644\u064e\u0651\u0647\u064f \u0639\u064e\u0644\u064e\u064a\u0652\u0647\u0650 \u0648\u064e\u0633\u064e\u0644\u064e\u0651\u0645\u064e&#8230;\u00bb<\/p>\n<p>\u201eIch spielte mit meinen M\u00e4dchen beim Propheten(s)&#8230;&#8220;. D. h. mit ihren Spielpuppen, die wie M\u00e4dchen aussahen.<br \/>\nDer Hadith von Rabic Bint Mucawwidh Al-Ansariyya (r), den Al-Buchariy mit Tradentenstrang herausbrachte:<\/p>\n<p class=\"arabicfont\">\u00ab&#8230;\u0648\u064e\u0646\u064e\u062c\u0652\u0639\u064e\u0644\u064f &#8211; \u0648\u0641\u064a \u0631\u0648\u0627\u064a\u0629 \u0645\u0633\u0644\u0645 \u0648\u0646\u0635\u0646\u0639 &#8211; \u0644\u064e\u0647\u064f\u0645\u0652 \u0627\u0644\u0644\u064f\u0651\u0639\u0652\u0628\u064e\u0629\u064e \u0645\u0650\u0646\u0652 \u0627\u0644\u0652\u0639\u0650\u0647\u0652\u0646\u0650 \u0641\u064e\u0625\u0650\u0630\u064e\u0627 \u0628\u064e\u0643\u064e\u0649 \u0623\u064e\u062d\u064e\u062f\u064f\u0647\u064f\u0645\u0652 \u0639\u064e\u0644\u064e\u0649 \u0627\u0644\u0637\u064e\u0651\u0639\u064e\u0627\u0645\u0650 \u0623\u064e\u0639\u0652\u0637\u064e\u064a\u0652\u0646\u064e\u0627\u0647\u064f \u0630\u064e\u0627\u0643\u064e \u062d\u064e\u062a\u064e\u0651\u0649 \u064a\u064e\u0643\u064f\u0648\u0646\u064e \u0639\u0650\u0646\u0652\u062f\u064e \u0627\u0644\u0652\u0625\u0650\u0641\u0652\u0637\u064e\u0627\u0631\u0650\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u201e&#8230; und wir machen \u2013 in der \u00dcberlieferung bei Muslim hei\u00dft es: \u201aund wir erzeugen&#8216; \u2013 f\u00fcr sie Spielzeuge aus Stoff. Wenn sie (die Kinder) um Essen weinen, geben wir sie ihnen, damit sie sich bis zur Essenszeit gedulden.&#8220;<\/strong>. D. h. sie lenkten die Kinder mit Spielzeug bis zur Essenszeit ab.<br \/>\nAlle diese Hadithe erlauben das Kinderspielzeug, auch wenn es die Form einer Statue hat, die ein Lebewesen darstellt. Mit besserem Grund sind dann ebene Bilder erlaubt &#8211; egal, was sie darstellen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jemand arbeitet in einem Beruf, der mit bildlichem Darstellen in Verbindung steht. 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