{"id":9588,"date":"2012-04-23T00:00:00","date_gmt":"2012-04-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9588"},"modified":"2012-04-23T00:00:00","modified_gmt":"2012-04-22T22:00:00","slug":"die-rolle-der-muslimischen-frau-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9588","title":{"rendered":"Die Rolle der muslimischen Frau: Teil I"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Die Rolle der muslimischen Frau zur Wiedererrichtung des islamischen Staates<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Kapitel 1 &#8211; Die Verantwortung der muslimischen Frauen basierend auf der islamischen Aqida<br>Allah (swt) sagt: \u201eUnd wer neben Allah einen anderen Gott anruft, f\u00fcr den er keinen Beweis hat, dessen Abrechnung liegt nur bei seinem Herrn. Gewi\u00df, den Ungl\u00e4ubigen wird es nicht wohl ergehen.&#8220; (Sure Al-Muminun, 23:117) \u201eGibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah? Sag: Bringt euren Beweis vor, wenn ihr wahrhaftig seid.&#8220; (Sure An-Naml, 27:64)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Jeder Mensch, gleich ob Mann oder Frau, ist f\u00fcr seine Taten vor Allah (swt) verantwortlich. Jedes Individuum wird \u00fcber die Aqida (Glaubensfundament), den Glauben, befragt. Vor Allah (swt) gibt es diesbez\u00fcglich keine Entschuldigung. Allah (swt) fordert einen eindeutigen Beweis (Burhaan) von jedem, der einen anderen Gott anruft. Dies bedeutet, dass jeder Mensch \u00fcber dieses Thema nachdenken und sich mit den beiden Begriffen, Burhaan und Sultan, die Allah (swt) im Qur&#8217;an gebraucht, auseinandersetzen mu\u00df. Allah (swt) fordert von uns \u201eDaleel Qatai&#8220; einen \u201eeindeutigen Beweis&#8220;, und verurteilt Vermutungen (Dhann).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Allah (swt) sagt: \u201eUnd die meisten von ihnen folgen nur Mutma\u00dfungen. Aber Mutma\u00dfungen n\u00fctzen nichts gegen\u00fcber der Wahrheit.&#8220; (Sure Yunus, 10:36) Allah (swt) sagt weiter: \u201eDie (wahren) Gl\u00e4ubigen sind ja diejenigen, die an Allah und Seinen Gesandten glauben und hierauf nicht zweifeln.&#8220; (Sure Al-Hugurat, 49:15)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Diese Verantwortlichkeit liegt sowohl beim Mann, als auch bei der Frau. Alle gl\u00e4ubigen Frauen in unserem heiligen Qur&#8217;an und in der Sira des Propheten Muhammads (sas) glaubten mit ihrem eigenen Verstand und ohne jegliche Zweifel an Allah (swt). Sie hielten daran fest, trotz des Elends, das sie aufgrund ihres Glaubens erleiden mussten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Im Qur&#8217;an verdeutlicht Allah (swt) dies anhand des Beispiels von Asiyah (ra), der Ehefrau des Pharaos, die im Gebet sprach: \u201eMein Herr, baue mir bei Dir ein Haus im (Paradies)garten, und errette mich von Fir&#8217;aun und seinem Werk, und errette mich von dem Volk der Ungerechten.&#8220; (Sure At-Tahrim, 66:11)<br>Allah (swt) verweist ebenfalls auf Maryam, Isas Mutter: \u201eUnd (auch von) Maryam, Imrans Tochter, die ihre Scham unter Schutz stellte, worauf Wir in sie von Unserem Geist einhauchten. Und sie hielt die Worte ihres Herrn und Seine B\u00fccher f\u00fcr wahr und geh\u00f6rte zu den (Allah) dem\u00fctig Ergebenen.&#8220; (Sure At-Tahrim, 66:12)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Diese Frauen litten auf dem Weg der Wahrheit unter jeglichen Erschwernissen, aber dennoch blieben sie standhaft und Allah (swt) lobt dies in Seinem (swt) Buch.<br>Die erste Person, die den Islam annahm, war eine Frau, Khadijah (ra). Die erste M\u00e4rtyrerin im Islam war ebenfalls eine Frau, Sumayya (ra). In der Geschichte des Islam spielten die Frauen eine aktive und wichtige Rolle. Sie stellen ehrenhafte Beispiele f\u00fcr uns dar, die deutlich machen wie stark der Glaube einer aufrichtigen Frau sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Fatima (ra), Al Khattabs Tochter, nahm den Islam an, obwohl ihr Bruder Umar (r) zu dem Zeitpunkt immer noch ein Ungl\u00e4ubiger war. Es wurde berichtet, dass Umar (r) von Ibn Abbas gefragt wurde, auf welche Art und Weise er zum Islam gekommen ist.<br>Umar (r) sagte: \u201eDrei Tage nachdem Hamza (r) den Islam angenommen hat, ging ich aus dem Haus um einen Mann, dem Makhzumi-Stamm angeh\u00f6rend, zu treffen.&#8220; Ich fragte ihn: \u201eZiehst du den Glauben Muhammads dem deiner Vorv\u00e4ter vor?&#8220; Der Makhzumi antwortete: \u201eJemand der noch enger mit dir verwandt ist als ich es bin hat dies getan.&#8220; Ich fragte ihn wer dies sei. \u201eDeine Schwester und dein Schwager&#8220;, sagte der Makhzumi. Ich eilte zur\u00fcck und fand die Haust\u00fcr meiner Schwester verriegelt vor. Es drangen Stimmen nach au\u00dfen. Als die T\u00fcr sp\u00e4ter ge\u00f6ffnet war, trat ich ins Haus hinein und fragte: \u201eWas habe ich geh\u00f6rt?&#8220; Meine Schwester erwiderte: \u201eDu hast nichts geh\u00f6rt.&#8220; W\u00e4hrend wir diskutierten, schlug ich sie auf den Kopf, woraufhin sie trotzig sagte: \u201eWir bleiben weiterhin dabei, gleich ob es dir gef\u00e4llt oder nicht.&#8220; Ich war erf\u00fcllt mit Reue als ich sie bluten sah und sagte zu ihr: \u201eZeig mir die Schrift.&#8220; Umar (r) erz\u00e4hlte sodann das gesamte Ereignis. (Al-Isabah Fi Tamyeez Al Sahaba wurde k\u00fcnftig von Ibn-Hajar Al Asqalani als Al-Isabah zitiert).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Trotz des Widerstands ihres Bruders blieb Fatima (ra) standhaft in ihrem Glauben und lie\u00df sich auch von seinen Aggressionen nicht davon abbringen. Es gibt weitere Beispiele von Frauen, die aus eigener \u00dcberzeugung zum Glauben gekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Umm-Habiba (ra), Abu Sufyans Tochter, nahm den Islam an, obwohl ihr Vater zu dem Zeitpunkt ein Heide war. W\u00e4hrend sich Umm-Habiba im Exil befand und ihr Ehemann zum Christentum konvertierte, hielt sie standhaft am Islam fest. Ihr Ehemann Ubaidullah bin Jahash wanderte mit ihr nach Abessinien aus, um aufgrund des Islams nicht mehr verfolgt zu werden. Dort verleugnete er jedoch den Islam und konvertierte zum Christentum, der Religion der Abbessinier. Er versuchte sie zu \u00fcberreden ebenfalls zu konvertieren, woraufhin sie aber weiterhin am Islam festhielt. Genauso standhaft blieb sie auch nach all dem Leid, das sie im Exil ertragen musste (Tareekh Al Tabari).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Umm-Kulthum bint Ugba bin Abi Mait (ra) nahm ebenfalls den Islam an, obwohl ihre gesamte Familie an ihrem urspr\u00fcnglichen Vielg\u00f6tterglauben festhielten. Sie wanderte nach Medina aus, wo sie ihr Leben nach islamischen Regeln ausrichten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Viele Frauen nahmen den Islam an und wurden auf Grund dessen gefoltert. Eine der bekanntesten Frauen war die M\u00e4rtyrerin Sumayya bint Khubat (ra). Sie war Ammar bin Yasirs Mutter und die siebte Person, die den Islam angenommen hat. Der Al-Mughira Clan folterte sie. Mehrere Menschen wurden Augenzeugen dar\u00fcber, wie sie vor den Augen ihres Sohnes und ihres Mannes in der hei\u00dfen W\u00fcste Mekkas gefoltert wurde. Der Prophet (sas) tr\u00f6stete sie, indem er sagte: \u201eOh, ihr Yasirs, ertragt dieses Leid geduldig, denn Allah hat euch daf\u00fcr das Paradies versprochen.&#8220; Sumayya (ra) war alt und schwach. Abu Jahl geh\u00f6rte ebenfalls zu denen, die sie folterten. Sie erlag den schweren Verletzungen der Folter, starb daran und wurde somit die erste M\u00e4rtyrerin im Islam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Des Weiteren gab es Harithah bint Al-Muammil (ra), die Schwester von Umm-Ubais, auch bekannt als Zunairah Al Romiyah. Sie war eine Sklavin und eine der fr\u00fchesten Anh\u00e4nger des Islam, wof\u00fcr sie ebenfalls gefoltert wurde. Abu Jahl schlug sie mehrmals, ebenso Umar (r), bevor er den Islam annahm. Nachdem sie den Islam angenommen und daf\u00fcr stark gefoltert wurde, verlor sie sogar ihr Sehverm\u00f6gen.<br>Die St\u00e4rke dieser Frauen, so wie auch vieler muslimischer Frauen heute, die aufgrund ihres Dins unterdr\u00fcckt werden, begr\u00fcndet sich in dem unersch\u00fctterlichen Bekenntnis an die Existenz Allahs (swt), den er uns im Qur&#8217;an anbefohlen hat. Diese Erkenntnis erlangen wir indem wir unseren Verstand dazu nutzen unsere Realit\u00e4t zu hinterfragen, um somit zu der eindeutigen Schlussfolgerung zu gelangen, dass Allah (swt) ohne Zweifel existiert. Der Qur&#8217;an fordert uns dazu auf, die Realit\u00e4t zu betrachten und \u00fcber die Sch\u00f6pfung nachzudenken, denn nur dann erkennen wir den eindeutigen Beweis, dass Allah (swt) existiert.<br>Allah (swt) sagt: \u201eIn der Sch\u00f6pfung der Himmel und der Erde und in dem Unterschied von Nacht und Tag liegen wahrlich Zeichen f\u00fcr diejenigen, die Verstand besitzen.&#8220; (Sure Al-i-Imran, 3:190)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Sobald der Mensch von Allah (swt) \u00fcberzeugt ist, wird er ebenfalls davon \u00fcberzeugt sein, dass der einzigartige Qur&#8217;an als Offenbarung von Allah (swt) herabgesandt wurde. Das Wunder des Qur&#8217;an wird durch die sprachliche Erhabenheit deutlich. Allah (swt) fordert diejenigen, die Zweifel daran haben, dass das Buch von Ihm (swt) stammt, auf, zumindest eine Sure hervorzubringen, die dem Qur&#8217;an \u00e4hnelt. Die Araber, die besonders stolz auf ihre Redegewandtheit und Ausdrucksweise waren, waren dieser Herausforderung nicht gewachsen. Kein Mensch war in mehr als 1400 Jahren je in der Lage diese Herausforderung zu bew\u00e4ltigen. Der Qur&#8217;an ist eindeutig die Offenbarung Allahs (swt). Es ist das Buch, welches all diejenigen f\u00fchrt, die aufrichtig danach streben Allah (swt) anzubeten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Muhammad (sas) \u00fcberbrachte die Botschaft des Qur&#8217;an die Menschheit und wurde von da an der Gesandte Allahs (swt). Der Qur&#8217;an ist ein Beweis daf\u00fcr, dass Muhammad (sas) der \u00dcberbringer dieser Botschaft war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Sobald die Aqida aus tiefster \u00dcberzeugung akzeptiert und verstanden wird, stellt sie die st\u00e4rkste Basis f\u00fcr unsere Gedanken und Handlungen dar. Alles was der Muslim denkt und f\u00fchlt und jede Tat, die er begeht, stammt aus der Aqida. Die Kriterien f\u00fcr seine Handlungen sind \u201eHalal und Haram&#8220;. Er unterl\u00e4sst Haramtaten und \u00fcbt die Handlungen aus, welche von Allah (swt) f\u00fcr Halal erkl\u00e4rt worden sind. Somit entwickelt der Muslim eine starke islamische Pers\u00f6nlichkeit.<br>Allah (swt) sagt im Qur&#8217;an: \u201eWer also falsche G\u00f6tter verleugnet, jedoch an Allah glaubt, der h\u00e4lt sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerrei\u00dfen gibt.&#8220; (Sure Al-Baqara, 2:256)<br>\u201eUnd Ich habe die Ginn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.&#8220; (Sure Ad-Dariyat, 51:56)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Diese Aya im Qur&#8217;an sagt eindeutig aus, was Allah (swt) von Seinen Gesch\u00f6pfen fordert. Wir wurden nur erschaffen, um Allah (swt) zu dienen. Wie tun wir das? Allah (swt) erkl\u00e4rt uns im Qur&#8217;an, dass die Verehrung durch den Gehorsam gegen\u00fcber Allahs (swt) Gesetzen und die v\u00f6llige Hingabe Seiner Lebensordnung (Din) erfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Allah (swt) spricht: \u201eSag: Mir ist befohlen worden, Allah zu dienen und dabei Ihm gegen\u00fcber aufrichtig im Din zu sein.&#8220; (Sure Az-Zumar, 39:11)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>\u201eUnd so richte zwischen ihnen nach dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, sondern sieh dich vor ihnen vor, dass sie dich nicht der Versuchung aussetzen (abzuweichen) von einem Teil dessen, was Allah zu dir (als Offenbarung) herabgesandt hat!&#8220; (Sure Al-Ma&#8217;ida, 5:49)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Der Islam ist ein vollst\u00e4ndiger Din, eine komplette Lebensordnung, und Allah (swt) verurteilt diejenigen, die dem Islam nur teilweise nachgehen und ihn nicht als Ganzes betrachten.<br>Allah (swt) sagt: \u201eGlaubt ihr denn an einen Teil der Schrift und verleugnet einen anderen? Wer von euch aber solches tut, dessen Lohn ist nur Schande im diesseitigen Leben. Und am Tag der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe zugef\u00fchrt werden. Und Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.&#8220; (Sure Al-Baqara, 2:85)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Es ist dem Muslim nicht erlaubt, nur einige Teile des Dins zu praktizieren und den anderen Teil zu ignorieren. Eine muslimische Frau hat etliche Aufgaben zu erf\u00fcllen; sie ist eine Gl\u00e4ubige, die ihre pers\u00f6nliche Ibada Allah (swt) gegen\u00fcber t\u00e4tigen muss. Sie muss beten und fasten, die Hajj vollziehen und die Nawafil Handlungen aus\u00fcben, wodurch sie Allah (swt) n\u00e4her kommt. Sie liest im Qur&#8217;an, macht Dua, gibt Almosen und fastet. Sie muss ebenfalls ihren Verpflichtungen als Tochter nachkommen und ihren Eltern gegen\u00fcber Gehorsam leisten. Sie ist zus\u00e4tzlich eine Schwester, eine Nichte, eine Enkelin und muss diese Beziehungen im islamischen Rahmen pflegen. Sie ist eine Ehefrau und muss den Verantwortungen in der Ehe gerecht werden. Ebenso auch wenn sie Mutter wird. Auch in der Gesellschaft interagiert sie, indem sie dem Kalifen gehorcht. Sie studiert in der Schule oder in der Universit\u00e4t. Sie t\u00e4tigt ihre Eink\u00e4ufe auf dem Markt und anderswo; f\u00fcr all diese Beziehungen und Transaktionen gelten islamische Gesetze als Ma\u00dfstab. Es gibt keinen Bereich im Leben einer muslimischen Frau au\u00dferhalb der islamischen Regeln. Das Prinzip der islamischen Scharia, n\u00e4mlich das jede Handlung einen Beweis erfordert, verlangt von uns, sicherzugehen, dass jede Handlung, die wir begehen, mit dem Islam vereinbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Aischa (ra) berichtet, dass RasulAllah (sas) sagte: \u201eJede Handlung, die nicht auf unserer Ordnung (Angelegenheit) beruht, wird zur\u00fcckgewiesen.&#8220; [Bukhari]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Der Satz \u201eOh, ihr Gl\u00e4ubigen&#8220; richtet sich sowohl an M\u00e4nner als auch an Frauen, sodass die Worte \u201eOh, ihr gl\u00e4ubigen Frauen&#8220; nicht notwendig sind. Werden in der arabischen Sprache die M\u00e4nner direkt angesprochen, so gilt dies ebenfalls f\u00fcr die Frauen. Werden aber nur die Frauen erw\u00e4hnt, so betrifft es jedoch nicht die M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">+<br>Aus diesem Grund richten sich S\u00e4tze im Heiligen Qur&#8217;an wie \u201eOh, du Gl\u00e4ubiger&#8230;&#8220;, \u201eOh, ihr Menschen&#8230;&#8220;, \u201eUnd t\u00f6te nicht die Seele&#8230;&#8220;, \u201eUnd wer w\u00fcrde etwas besseres sagen als derjenige, der Allah dient, eine gute Tat vollbringt,&#8230;&#8220;, \u201eUnd gehorche Allah, und gehorche dem Gesandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt besitzen&#8230;&#8220;, \u201eUnd verrichte das Gebet und entrichte die Zakat&#8230;&#8220; oder S\u00e4tze aus den Ahadith des Gesandten Allahs (sas) wie \u201eEin Muslim ist der Bruder des anderen Muslims&#8230;&#8220;, \u201eDerjenige, der an Allah und den J\u00fcngsten Tag glaubt, soll Gutes sprechen oder schweigen.&#8220;, \u201eSich Wissen anzueignen ist eine Pflicht f\u00fcr jeden Muslim.&#8220;, \u201eVerbreitet den Friedensgru\u00df unter euch&#8220; usw. sowohl an M\u00e4nner als auch an Frauen, obwohl im Arabischen die maskuline Form verwendet wird. Hier\u00fcber sind sich die islamischen Gelehrten einig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Es gibt gewisse Regeln, die nur M\u00e4nner einhalten m\u00fcssen und genauso Regeln, nur Frauen betreffend. M\u00e4nner sind Besch\u00fctzer und Versorger der Frauen. M\u00e4nner zahlen die Brautgabe und haben das Recht zur Scheidung. Sie m\u00fcssen im Gegensatz zu den Frauen, keine vorgegebene Zeitspanne (Iddat) abwarten, nachdem die Ehefrau verstorben ist oder nach der Scheidung. Die Aura (Sattar) einer Frau unterscheidet sich ebenfalls von der des Mannes. Genauso auch wie das Gesetz bez\u00fcglich der Zeugenaussage. Die Frau kann zu bestimmten Zeiten (Menstruation, Wochenbett,&#8230;) weder beten, noch fasten, der Mann jedoch schon. Die Aufteilung des Erbes f\u00e4llt f\u00fcr Mann und Frau ebenfalls unterschiedlich aus. Die Regeln f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen sind in der Scharia verankert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Es stellt f\u00fcr uns eine Pflicht dar, uns mit diesen Regeln auseinander zu setzen, damit wir diese auch gewissenhaft umsetzen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen uns nicht damit entschuldigen, dass wir etwas nicht wussten, denn Allah (swt) hat uns befohlen, nur nach dem Islam zu handeln und jede Tat, die vom Kufr stammt, abzulehnen. Um diesem Befehl nachzukommen, m\u00fcssen wir uns Wissen aneignen (Fard ayn). Die ist eine Verpflichtung f\u00fcr alle Muslime, M\u00e4nner und Frauen. Es gibt viele \u201eFaraidh&#8220;, bei denen sich alle Muslime einig sind, wie fasten, beten, Hajj etc., aber auch andere, die vernachl\u00e4ssigt werden oder den Menschen nicht einmal bewusst sind. Unsere Pflicht ist es, uns bez\u00fcglich der \u201eFaraidh&#8220;, die wir erf\u00fcllen m\u00fcssen, Wissen anzueignen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Die Pers\u00f6nlichkeit eines gl\u00e4ubigen Muslims basiert auf der islamischen Aqida. Unsere Gedanken und Emotionen sollten durch den Islam gesteuert werden, sodass dies in unseren Handlungen und unserem Verhalten sichtbar wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Allah (swt) sagt: \u201eWeder f\u00fcr einen gl\u00e4ubigen Mann noch f\u00fcr eine gl\u00e4ubige Frau gibt es, wenn Allah und Sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, die M\u00f6glichkeit, in ihrer Angelegenheit zu w\u00e4hlen. Und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, der befindet sich in deutlichem Irrtum.&#8220; (Sure Al-Ahzab, 33:36)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Die Beziehung zwischen Glaube und Tat wird durch folgende Aya klar: \u201eAber nein, bei deinem Herrn! Sie glaubten nicht eher, bis sie dich \u00fcber das richten lassen, was zwischen ihnen umstritten ist, und hierauf in sich selbst keine Bedr\u00e4ngnis finden durch das, was du entschieden hast, und sich in voller Ergebung f\u00fcgen.&#8220; (Sure An-Nisa, 4:65)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Mensch, gleich ob Mann oder Frau, ist f\u00fcr seine Taten vor Allah (swt) verantwortlich. Jedes Individuum wird \u00fcber die Aqida (Glaubensfundament), den Glauben, befragt. 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