{"id":9599,"date":"2011-02-20T00:00:00","date_gmt":"2011-02-19T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9599"},"modified":"2026-06-17T06:24:06","modified_gmt":"2026-06-17T04:24:06","slug":"die-baia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9599","title":{"rendered":"Die Bai&#8217;a"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bai&#8217;a stellt eine Pflicht f\u00fcr die Gesamtheit der Muslime dar. Sie ist gleichzeitig ein Recht jedes Muslims, ob Mann oder Frau. Dass sie eine Pflicht darstellt, geht aus einer Vielzahl von Hadithen hervor, die dies belegen.<br>So sagt der Gesandte Allahs (s.) beispielsweise: &#8222;<strong>[&#8230;] wer stirbt und im Nacken keine Bai&#8217;a tr\u00e4gt, der stirbt einen Tod der Dschahiliyya.&#8220;<\/strong> (Von Muslim \u00fcberliefert)<br>Und dass es ein Recht f\u00fcr die Muslime ist, wird durch die Bai&#8217;a selbst belegt, da sie seitens der Muslime dem Kalifen geleistet wird und nicht umgekehrt.<br>Zahlreiche Hadithen best\u00e4tigen, dass die Muslime dem Gesandten (s.) die Bai&#8217;a geleistet haben. Bei al-Buchari wird von Ubada Ibn al-Samit berichtet, dass er sagte: &#8222;<strong>Wir leisteten dem Gesandten Allahs (s.) die Bai&#8217;a, auf dass wir h\u00f6ren und gehorchen in allem, was uns lieb und unlieb ist, dass wir die Befehlsgewalt denjenigen, die sie innehaben, nicht streitig machen und dass wir die Wahrheit aufrecht halten bzw. sie aussprechen, wo immer wir auch sind, und in Allah nicht den Tadel eines Tadelnden f\u00fcrchten.&#8220;<\/strong><br>Bei al-Bukhari wird auch von Ayyub \u00fcber Hafsa und Um Atiyya berichtet, dass sie sagte: <strong>&#8222;Wir leisteten dem Propheten (s.) die Bai&#8217;a, er schrieb uns vor, Allah (t.) nichts beizugesellen und verbot uns die Wehklage. Da zog eine Frau von uns ihre Hand zur\u00fcck und sprach: &#8222;Eine hat mich aber gl\u00fccklich getr\u00f6stet, ich m\u00f6chte sie daf\u00fcr belohnen.&#8220; Der Prophet schwieg dazu. Die Frau ging und kam wieder zur\u00fcck. [&#8230;]&#8220;<\/strong><br>Von Abu Huraira wird berichtet, dass er sagte: Es sprach der Gesandte Allahs (s.): <strong>&#8222;Drei Personen spricht Allah am Tag der Auferstehung nicht an, er reinigt sie nicht (von den S\u00fcnden) und schwere Strafe wird ihnen zuteil: Ein Mann an einem Wasserrest am Wegesrand, der ihn dem Reisenden vorenth\u00e4lt, und ein Mann, der einem Imam nur seiner Dunia wegen die Bai&#8217;a leistet &#8211; wenn er ihm das gibt, was er will, dann h\u00e4lt er die Bai&#8217;a ein, ansonsten erf\u00fcllt er sie nicht, und ein Mann, der am sp\u00e4ten Nachmittag jemandem eine Ware verkauft, bei Allah schw\u00f6rt, sie bereits um soviel verkauft zu haben, der andere glaubt es ihm und erwirbt sie daf\u00fcr, obwohl es nicht stimmt.&#8220;<\/strong> (Von Bukhari und Muslim \u00fcberliefert).<br>Al-Bukhari und Muslim berichten von Abdullah Ibn Umar, dass er sagte: <strong>&#8222;Wenn wir dem Gesandten Allahs (s.) die Bai&#8217;a leisteten, auf dass wir h\u00f6ren und gehorchen, sagte er uns immer: &#8218;Zu was du imstande bist.'&#8220;<\/strong><br>Al-Bukhari berichtet von Dscharir Ibn Abdillah, dass er sagte: <strong>&#8222;Ich gab dem Propheten (s.) die Bai&#8217;a, auf dass ich h\u00f6re und gehorche &#8211; er lehrte mich: &#8222;Zu was du imstande bist.&#8220; &#8211; und darauf, dass ich jedem Muslim aufrichtigen Rat gebe.&#8220;<\/strong><br>Und Dschunadah Ibn Abi Umayya berichtet: &#8222;Wir traten zu Ubada Ibn al-Samit ein, als er krank war, und baten ihn:<strong> &#8222;M\u00f6ge Allah dich l\u00e4utern, erz\u00e4hle uns einen Hadith, mit dem Allah dir Nutzen bringt, den du vom Propheten (s.) geh\u00f6rt hast. Da sprach er: &#8218;Der Prophet rief uns zur Bai&#8217;a auf und wir gaben sie ihm. Zu dem, wof\u00fcr er uns die Bai&#8217;a abnahm, z\u00e4hlte, dass wir h\u00f6ren und gehorchen in allem, was uns lieb und unlieb ist, im Leichten wie im Schwierigen, auch auf die Bevorzugung (der Befehlshaber) uns selbst gegen\u00fcber hin, und dass wir die Befehlsgewalt jenen, die sie innehaben, nicht streitig machen. Er erg\u00e4nzte: &#8218;Es sei denn, ihr seht einen offenkundigen Kufr, f\u00fcr den ihr von Allah einen klaren Beleg habt!&#8220;&#8220;<\/strong> (Von al-Buchari und Muslim \u00fcberliefert)<br>Die Bai&#8217;a f\u00fcr den Kalifen liegt also in H\u00e4nden der Muslime; es ist ihr Anrecht. Sie sind es, die die Bai&#8217;a leisten und durch ihre Bai&#8217;a wird das Kalifat f\u00fcr den Kalifen rechtlich vollzogen. Die Bai&#8217;a kann durch Handschlag erfolgen oder schriftlich. So berichtet Abdullah Ibn Dinar: &#8222;Ich sah wie Ibn Umar, als sich die Menschen auf Abd al-Malik einigten, folgendes schrieb: <strong>&#8222;Ich best\u00e4tige dem Diener Allahs Abd al-Malik, dem F\u00fchrer der Gl\u00e4ubigen, zu h\u00f6ren und zu gehorchen auf der Grundlage des Buches Allahs und der Sunna seines Gesandten, so ich dazu imstande bin.&#8220;<\/strong> Es ist auch zul\u00e4ssig, dass die Bai&#8217;a durch irgendein anderes Mittel erfolgt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Bai&#8217;a von einem geschlechtsreifen Menschen geleistet wird, da sie von einem Kind nicht zul\u00e4ssig ist.<br>So berichtet Abu Aqil Zahra Ibn Ma&#8217;bad von seinem Gro\u00dfvater Abdullah Ibn Hischam &#8211; er hatte den Propheten noch erlebt &#8211; dass sein<strong>e Mutter, Zainab Ibnat Hamid, mit ihm zum Propheten (s.) ging und ihm sagte: &#8222;O Gesandter Allahs, nimm die Bai&#8217;a von ihm!&#8220; Der Prophet antwortete: &#8218;Er ist noch klein&#8216;, dann streichelte er ihm den Kopf und betete f\u00fcr ihn.&#8220;<\/strong> (\u00dcberliefert von al-Bukhari)<br>Auch der Wortlaut der Bai&#8217;a ist nicht an gewisse Formulierungen gebunden. Sie muss jedoch f\u00fcr den Kalifen das Regieren nach dem Buche Allahs und der Sunna seines Gesandten beinhalten sowie das Gehorchen im Leichten und Schwierigen, im Lieb- und Unliebsamen f\u00fcr denjenigen, der die Bai&#8217;a gibt. Sobald der Bai&#8217;a-Leistende dem Kalifen die Bai&#8217;a geleistet hat oder das Kalifat f\u00fcr den Kalifen durch die Bai&#8217;a anderer Muslime vollzogen wurde, ist die Bai&#8217;a zu einem Treuegel\u00fcbde &#8222;im Nacken&#8220; jedes Bai&#8217;a-Leistenden geworden. Es ist ihm nicht erlaubt, sie zur\u00fcckzuziehen.<br>Mit dem Vollzug des Kalifats stellt sie einen Anspruch dar, bis er sie leistet. Sobald er sie geleistet hat, ist er daran gebunden. Wenn er sich aus der Bai&#8217;a zur\u00fcckziehen m\u00f6chte, ist ihm das nicht gestattet.<br>So berichtet al-Bukhari von Dschabir Ibn Abdillah, dass ein W\u00fcstenaraber dem Gesandten Allahs (s.) die Bai&#8217;a auf den Islam leistete. Dann wurde er krank. Er bat den Propheten: <strong>&#8222;Enthebe mich meiner Bai&#8217;a&#8220;, doch der Gesandte weigerte sich. Er kam ein zweites Mal zu ihm und bat: &#8222;Enthebe mich meiner Bai&#8217;a&#8220;<\/strong>, doch der Prophet weigerte sich auch diesmal. Daraufhin verlie\u00df er die Stadt. Da sprach der Gesandte Allahs (s.):<strong>&#8222;Medina ist wie ein Tiegel; das Schlechte wird abgesondert und das Gute gereinigt.&#8220;<\/strong><br>Und Nafi&#8216; erz\u00e4hlt: <strong>Abdullah Ibn Umar sprach zu mir: Ich h\u00f6rte den Gesandten Allahs (s.) sagen: &#8222;Wer seine Hand aus dem Gehorsam zieht, der trifft Allah am Tag der Auferstehung ohne eine Entschuldigung zu haben.&#8220;<\/strong> (Von Muslim \u00fcberliefert.)<br>Der Bruch der Bai&#8217;a, die man dem Kalifen geleistet hat, ist ein Gehorsamsentzug gegen\u00fcber Allah. Dies gilt allerdings nur, wenn die Bai&#8217;a, die man leistet, eine Vollzugs- oder Gehorsamsbai&#8217;a gegen\u00fcber einer Person ist, mit der die Muslime einverstanden sind und der sie auch die Bai&#8217;a geleistet haben. Wenn man aber anf\u00e4nglich einer Person die Bai&#8217;a leistet, doch wird die Bai&#8217;a f\u00fcr sie dann nicht vollzogen, weil die Muslime diese Person in ihrer Mehrheit abgelehnt haben, so kann man sich von ihr l\u00f6sen. Das Verbot im Hadith betrifft n\u00e4mlich den R\u00fcckzug von der Bai&#8217;a eines Kalifen und nicht von der Bai&#8217;a einer Person, der das Kalifat nicht \u00fcbertragen wurde.<br>Die Bai&#8217;a stellt eine Pflicht f\u00fcr die Gesamtheit der Muslime dar. Sie ist gleichzeitig ein Recht jedes Muslims, ob Mann oder Frau. Dass sie eine Pflicht darstellt, geht aus einer Vielzahl von Hadithen hervor, die dies belegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So sagt der Gesandte Allahs (s.) beispielsweise:<strong> &#8222;[\u2026] wer stirbt und im Nacken keine Bai\u2019a tr\u00e4gt, der stirbt einen Tod der Dschahiliyya.&#8220;<\/strong> (Von Muslim \u00fcberliefert)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dass es ein Recht f\u00fcr die Muslime ist, wird durch die Bai\u2019a selbst belegt, da sie seitens der Muslime dem Kalifen geleistet wird und nicht umgekehrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahlreiche Hadithen best\u00e4tigen, dass die Muslime dem Gesandten (s.) die Bai\u2019a geleistet haben. Bei al-Buchari wird von Ubada Ibn al-Samit berichtet, dass er sagte: <strong>&#8222;Wir leisteten dem Gesandten Allahs (s.) die Bai\u2019a, auf dass wir h\u00f6ren und gehorchen in allem, was uns lieb und unlieb ist, dass wir die Befehlsgewalt denjenigen, die sie innehaben, nicht streitig machen und dass wir die Wahrheit aufrecht halten bzw. sie aussprechen, wo immer wir auch sind, und in Allah nicht den Tadel eines Tadelnden f\u00fcrchten.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei al-Bukhari wird auch von Ayyub \u00fcber Hafsa und Um Atiyya berichtet, dass sie sagte: <em>&#8222;Wir leisteten dem Propheten (s.) die Bai\u2019a, er schrieb uns vor, Allah (t.) nichts beizugesellen und verbot uns die Wehklage. Da zog eine Frau von uns ihre Hand zur\u00fcck und sprach: &#8222;Eine hat mich aber gl\u00fccklich getr\u00f6stet, ich m\u00f6chte sie daf\u00fcr belohnen.&#8220; Der Prophet schwieg dazu. Die Frau ging und kam wieder zur\u00fcck. [\u2026]&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Abu Huraira wird berichtet, dass er sagte: Es sprach der Gesandte Allahs (s.): <strong>&#8222;<\/strong><strong>Drei Personen spricht Allah am Tag der Auferstehung nicht an, er reinigt sie nicht (von den S\u00fcnden) und schwere Strafe wird ihnen zuteil: Ein Mann an einem Wasserrest am Wegesrand, der ihn dem Reisenden vorenth\u00e4lt, und ein Mann, der einem Imam nur seiner Dunia wegen die Bai\u2019a leistet &#8211; wenn er ihm das gibt, was er will, dann h\u00e4lt er die Bai\u2019a ein, ansonsten erf\u00fcllt er sie nicht, und ein Mann, der am sp\u00e4ten Nachmittag jemandem eine Ware verkauft, bei Allah schw\u00f6rt, sie bereits um soviel verkauft zu haben, der andere glaubt es ihm und erwirbt sie daf\u00fcr, obwohl es nicht stimmt.&#8220; <\/strong>(Von Bukhari und Muslim \u00fcberliefert).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Al-Bukhari und Muslim berichten von Abdullah Ibn Umar, dass er sagte: &#8222;<em>Wenn wir dem Gesandten Allahs (s.) die Bai\u2019a leisteten, auf dass wir h\u00f6ren und gehorchen, sagte er uns immer: <strong>&#8218;<\/strong><\/em><strong>Zu was du imstande bist.&#8216;<\/strong><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Al-Bukhari berichtet von Dscharir Ibn Abdillah, dass er sagte: <em>&#8222;Ich gab dem Propheten (s.) die Bai\u2019a, auf dass ich h\u00f6re und gehorche &#8211; er lehrte mich: <\/em><strong>&#8222;Zu was du imstande bist.&#8220; <\/strong><em>&#8211; und darauf, dass ich jedem Muslim aufrichtigen Rat gebe.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und Dschunadah Ibn Abi Umayya berichtet: <em>&#8222;Wir traten zu Ubada Ibn al-Samit ein, als er krank war, und baten ihn: &#8222;M\u00f6ge Allah dich l\u00e4utern, erz\u00e4hle uns einen Hadith, mit dem Allah dir Nutzen bringt, den du vom Propheten (s.) geh\u00f6rt hast. Da sprach er: &#8218;Der Prophet rief uns zur Bai\u2019a auf und wir gaben sie ihm. Zu dem, wof\u00fcr er uns die Bai\u2019a abnahm, z\u00e4hlte, dass wir h\u00f6ren und gehorchen in allem, was uns lieb und unlieb ist, im Leichten wie im Schwierigen, auch auf die Bevorzugung (der Befehlshaber) uns selbst gegen\u00fcber hin, und dass wir die Befehlsgewalt jenen, die sie innehaben, nicht streitig machen. Er erg\u00e4nzte: <\/em><strong>&#8218;Es sei denn, ihr seht einen offenkundigen Kufr, f\u00fcr den ihr von Allah einen klaren Beleg habt!&#8216;<\/strong><em>&#8218;<\/em><em>&#8222;<\/em> (Von al-Buchari und Muslim \u00fcberliefert)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bai\u2019a f\u00fcr den Kalifen liegt also in H\u00e4nden der Muslime; es ist ihr Anrecht. Sie sind es, die die Bai\u2019a leisten und durch ihre Bai\u2019a wird das Kalifat f\u00fcr den Kalifen rechtlich vollzogen. Die Bai\u2019a kann durch Handschlag erfolgen oder schriftlich. So berichtet Abdullah Ibn Dinar: &#8222;Ich sah wie Ibn Umar, als sich die Menschen auf Abd al-Malik einigten, folgendes schrieb: <em>&#8222;Ich best\u00e4tige dem Diener Allahs Abd al-Malik, dem F\u00fchrer der Gl\u00e4ubigen, zu h\u00f6ren und zu gehorchen auf der Grundlage des Buches Allahs und der Sunna seines Gesandten, so ich dazu imstande bin.&#8220;<\/em> Es ist auch zul\u00e4ssig, dass die Bai\u2019a durch irgendein anderes Mittel erfolgt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Bai\u2019a von einem geschlechtsreifen Menschen geleistet wird, da sie von einem Kind nicht zul\u00e4ssig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So berichtet Abu Aqil Zahra Ibn Ma&#8217;bad von seinem Gro\u00dfvater Abdullah Ibn Hischam &#8211; er hatte den Propheten noch erlebt &#8211; dass seine Mutter, Zainab Ibnat Hamid, mit ihm zum Propheten (s.) ging und ihm sagte: <em>&#8222;O Gesandter Allahs, nimm die Bai\u2019a von ihm!&#8220; Der Prophet antwortete: <\/em><strong>&#8218;Er ist noch klein&#8216;<\/strong><em>, dann streichelte er ihm den Kopf und betete f\u00fcr ihn.&#8220;<\/em> (\u00dcberliefert von al-Bukhari)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der Wortlaut der Bai\u2019a ist nicht an gewisse Formulierungen gebunden. Sie muss jedoch f\u00fcr den Kalifen das Regieren nach dem Buche Allahs und der Sunna seines Gesandten beinhalten sowie das Gehorchen im Leichten und Schwierigen, im Lieb- und Unliebsamen f\u00fcr denjenigen, der die Bai\u2019a gibt. Sobald der Bai\u2019a-Leistende dem Kalifen die Bai\u2019a geleistet hat oder das Kalifat f\u00fcr den Kalifen durch die Bai\u2019a anderer Muslime vollzogen wurde, ist die Bai\u2019a zu einem Treuegel\u00fcbde &#8222;im Nacken&#8220; jedes Bai\u2019a-Leistenden geworden. Es ist ihm nicht erlaubt, sie zur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Vollzug des Kalifats stellt sie einen Anspruch dar, bis er sie leistet. Sobald er sie geleistet hat, ist er daran gebunden. Wenn er sich aus der Bai\u2019a zur\u00fcckziehen m\u00f6chte, ist ihm das nicht gestattet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So berichtet al-Bukhari von Dschabir Ibn Abdillah, dass ein W\u00fcstenaraber dem Gesandten Allahs (s.) die Bai\u2019a auf den Islam leistete. Dann wurde er krank. Er bat den Propheten: <em>&#8222;Enthebe mich meiner Bai\u2019a&#8220;<\/em>, doch der Gesandte weigerte sich. Er kam ein zweites Mal zu ihm und bat: <em>&#8222;Enthebe mich meiner Bai\u2019a&#8220;<\/em>, doch der Prophet weigerte sich auch diesmal. Daraufhin verlie\u00df er die Stadt. Da sprach der Gesandte Allahs (s.):<strong>&#8222;Medina ist wie ein Tiegel; das Schlechte wird abgesondert und das Gute gereinigt.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und Nafi&#8216; erz\u00e4hlt: Abdullah Ibn Umar sprach zu mir: Ich h\u00f6rte den Gesandten Allahs (s.) sagen: <strong>&#8222;Wer seine Hand aus dem Gehorsam zieht, der trifft Allah am Tag der Auferstehung ohne eine Entschuldigung zu haben.&#8220;<\/strong> (Von Muslim \u00fcberliefert.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bruch der Bai&#8217;a, die man dem Kalifen geleistet hat, ist ein Gehorsamsentzug gegen\u00fcber Allah. Dies gilt allerdings nur, wenn die Bai\u2019a, die man leistet, eine Vollzugs- oder Gehorsamsbai\u2019a gegen\u00fcber einer Person ist, mit der die Muslime einverstanden sind und der sie auch die Bai\u2019a geleistet haben. Wenn man aber anf\u00e4nglich einer Person die Bai\u2019a leistet, doch wird die Bai\u2019a f\u00fcr sie dann nicht vollzogen, weil die Muslime diese Person in ihrer Mehrheit abgelehnt haben, so kann man sich von ihr l\u00f6sen. Das Verbot im Hadith betrifft n\u00e4mlich den R\u00fcckzug von der Bai\u2019a eines Kalifen und nicht von der Bai\u2019a einer Person, der das Kalifat nicht \u00fcbertragen wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bai&#8217;a stellt eine Pflicht f\u00fcr die Gesamtheit der Muslime dar. Sie ist gleichzeitig ein Recht jedes Muslims, ob Mann oder Frau. 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