{"id":9604,"date":"2011-02-28T00:00:00","date_gmt":"2011-02-27T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9604"},"modified":"2026-06-17T06:23:07","modified_gmt":"2026-06-17T04:23:07","slug":"als-nichtmuslim-im-kalifat-leben-und-gesetze-zum-staatswesen-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9604","title":{"rendered":"Als Nichtmuslim im Kalifat leben und Gesetze zum Staatswesen (II)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Die Wirtschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Die W\u00e4hrung des Kalifats basiert zu hundert Prozent auf Gold und Silber, womit wirtschaftliche Stabilit\u00e4t sowohl im Binnenmarkt als auch im internationalen Handel gew\u00e4hrleistet wird. Inflation aufgrund von staatlicher Defizite und des Druckes ungedeckter Geldscheine gibt es nicht. Diese investitionsgepr\u00e4gte Wirtschaft, in der das Verm\u00f6gen stets im Umlauf ist (weil der Islam das Horten von Geldern und das Zinssparen verbietet), verbunden mit einer stabilen W\u00e4hrung, wird starkes Wirtschaftswachstum zur Folge haben und eine sehr hohe Besch\u00e4ftigungsrate.<br>Privatunternehmen werden keine nat\u00fcrlichen Ressourcen f\u00fcr sich beanspruchen k\u00f6nnen wie etwa Erd\u00f6l oder Erdgas. Diese Natursch\u00e4tze geh\u00f6ren dem Volk und werden von der Regierung verwaltet und die Einnahmen gelangen zum Staatsschatz (Bait ul-Mal). Einnahmen aus nat\u00fcrlichen Ressourcen m\u00fcssen f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Menschen verwendet werden. Das Repr\u00e4sentantenhaus bzw. die Ratsversammlung gibt der Regierung vor, wof\u00fcr das Geld ausgegeben werden soll.<br>Steuern im Kalifat d\u00fcrfen nur f\u00fcr Pflichtausgaben des Staates verh\u00e4ngt werden, wenn die Eink\u00fcnfte des Schatzhauses daf\u00fcr nicht ausreichen. Auch d\u00fcrfen sie nur auf \u00fcbersch\u00fcssiges Verm\u00f6gen eingehoben werden und nicht auf normale Eink\u00fcnfte wie Monatseinkommen oder \u00c4hnliches. Ebenso sind regressive Steuern wie Mehrwerts- oder Umsatzsteuer verboten. Die einzigen Lasten f\u00fcr Unternehmen sind jene f\u00fcr Ackerland (Uschr und Kharasch). Im Falle von Ushr betragen sie zehn bzw. f\u00fcnf Prozent des Ernteertrages und im Falle von Kharaj werden sie am durchschnittlichen Ertrag oder am Landwert bemessen und von Fachleuten in einer Weise festgelegt, die weder den Bauern \u00fcberlastet noch den Staat \u00fcbervorteilt. Nichtlandwirtschaftliche Unternehmen zahlen diese Abgaben nicht. Unternehmen, die Muslimen geh\u00f6ren, m\u00fcssen die Zakat entrichten, solche, die Nichtmuslimen geh\u00f6ren, sind davon befreit.<br>Verm\u00f6gende, m\u00e4nnliche, erwachsene Nichtmuslime m\u00fcssen eine nominelle Steuer, die sogenannte Dschizya, entrichten. Den Nichtmuslimen werden die vollen B\u00fcrgerrechte zugesprochen, sie sind vom Milit\u00e4rdienst ausgenommen, es sei denn, sie melden sich freiwillig, und zahlen ansonsten keine Steuern. Die Muslime haben die Zakat zu entrichten und m\u00fcssen auch die zus\u00e4tzliche Steuerlast tragen, die \u2013 wie erw\u00e4hnt &#8211; bei notwendigen Pflichtausgaben des Staates verh\u00e4ngt werden kann. Die Dschizya h\u00e4ngt vom Wohlstand des Einzelnen ab und wird in verschiedene Stufen unterteilt. Der Kalif Umar (r. a.) machte seinerzeit drei Abstufungen: vier Dinar f\u00fcr die Reichen, zwei Dinar f\u00fcr die Mittelklasse und einen Dinar f\u00fcr die arme Schicht. Die Jizya betr\u00e4gt in der Regel weniger als die Zakat. Daher ist die steuerliche Last f\u00fcr Nichtmuslime im Kalifat geringer als f\u00fcr Muslime.<br>Die Institution des Kalifats kennt keine beitragspflichtigen Versicherungen, weder f\u00fcr medizinische Dienste (Krankenversicherung) noch f\u00fcr die Altersvorsorge (Rente) und auch nicht f\u00fcr sonstige staatliche Leistungen. Ein leistungsf\u00e4higes, modernes Gesundheitssystem muss den B\u00fcrgern kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Dies umfasst auch die zahn\u00e4rztliche Versorgung, Optikerkosten und Rezepte. Ein Rentensystem wie in westlichen L\u00e4ndern gibt es im Kalifat keines. Alte Menschen, Frauen, Kinder, Arbeitslose und jene mit Behinderungen m\u00fcssen finanziell von ihren unterhaltspflichtigen Angeh\u00f6rigen versorgt werden, sofern diese dazu in der Lage sind. Nur wenn die betroffenen Personen keine Angeh\u00f6rigen haben oder die Angeh\u00f6rigen dazu nicht imstande sind, greift der Staat unterst\u00fctzend ein und gew\u00e4hrt ihnen regelm\u00e4\u00dfigen, angemessenen Unterhalt. Rentenkrisen wie etwa gegenw\u00e4rtig in Gro\u00dfbritannien oder wie sie sich in Deutschland abzeichnen werden somit gar nicht erst entstehen k\u00f6nnen. Zu erw\u00e4hnen ist, dass Kinder und auch Behinderte Verm\u00f6gen besitzen k\u00f6nnen, das von einem Vormund f\u00fcr sie betreut wird.<br>Wie es in der langen islamischen Geschichte immer wieder der Fall gewesen ist, werden \u00fcbersch\u00fcssige Eink\u00fcnfte des Staates wie auch Einkommen aus dem Allgemeineigentum (z. B. Ertr\u00e4ge aus dem Verkauf von Bodensch\u00e4tzen, Rohstoffen etc.) an die Bev\u00f6lkerung ausgesch\u00fcttet. Diese Aussch\u00fcttungen kommen Muslimen wie auch Nichtmuslimen zugute. In manchen F\u00e4llen werden sie zu gleichen Teilen, in anderen \u2013 je nach Bed\u00fcrftigkeit &#8211; zu unterschiedlichen Teilen ausgesch\u00fcttet, gem\u00e4\u00df dem Koranvers: <strong>&#8222;[&#8230;] damit es (das Verm\u00f6gen) nicht blo\u00df unter den Reichen von euch uml\u00e4uft. [&#8230;]&#8220;<\/strong> (59:7)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><strong>Gesellschaftliches \/ \u00d6ffentliches Leben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Nichtmuslime werden nicht in Ghettos abgeschoben, um in einer armseligen Behausung mit niedrigen Staatsmitteln ihr Leben zu fristen. Muslime und Nichtmuslime werden T\u00fcr an T\u00fcr in einer nachbarlichen Gemeinschaft leben. Nachbarn haben einander gegen\u00fcber Rechte und Pflichten, sodass die Nachbarschaft in Frieden und Behaglichkeit gelebt werden kann. Ein Hort, in dem Kinder ohne Angst, missbraucht zu werden, spielen k\u00f6nnen. St\u00f6renfriede, Qu\u00e4lgeister und Umherstreunende sind in England zunehmends ein Problem, das auf Egoismus und Individualismus zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Muslime hingegen sind von solchen Gedanken nicht ergriffen und ganz im Gegenteil verantwortungsvoll ihrer Nachbarschaft gegen\u00fcber. Von Ibn Umar und Aisha wird berichtet, dass der Prophet Muhammad (s.a.s.) sagte: &#8222;Dschibril legte mir immer wieder den Nachbarn ans Herz, bis ich dachte, er w\u00fcrde ihm einen Anteil am Erbe zuschreiben.&#8220;<br>Menschen d\u00fcrfen ihre Nachbarn nicht durch \u00fcberlaute Musik, nichtentsorgten M\u00fcll oder r\u00fccksichtsloses Parken entnerven oder sie gar verleumden. Vielmehr m\u00fcssen sie sich um das Wohlbefinden ihrer Nachbarn k\u00fcmmern und ihnen so gut wie m\u00f6glich helfen.<br>Asoziales Verhalten auf der Stra\u00dfe wird nicht geduldet. Die gerichtlichen Inspektoren (Qadi al-Hisbah) mit der Befugnis, augenblicklich ein Urteil zu f\u00e4llen, werden die Nachbarschaften durchstreifen \u2013 unterst\u00fctzt von Polizisten. Alkoholausschank in \u00f6ffentlichen Einrichtungen, wie Gasth\u00e4user oder Kneipen, ist verboten. Auf Personen, die betrunken oder zuchtlos auf der Stra\u00dfe angetroffen werden, steht eine hohe Strafe. Nichtmuslime allerdings d\u00fcrfen untereinander mit Alkohol Handel treiben und trinken, solange es in ihrer Privatsph\u00e4re geschieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><strong>Religion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Das Kalifat darf keine Nichtmuslime dazu zwingen oder dr\u00e4ngen, den Islam anzunehmen. Kirchen, Synagogen und Tempel stehen allesamt unter dem Schutz des Kalifats. Jene, die einer Religion angeh\u00f6ren und ihr folgen, k\u00f6nnen diese praktizieren, ohne Interferenzen oder Bel\u00e4stigungen seitens der Polizei oder Autorit\u00e4ten f\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Die Regierung wird nicht die Anh\u00e4nger und Prediger einer Religion ausspionieren oder damit drohen, ihre Kultst\u00e4tten zu schlie\u00dfen, wie es derzeit die britische und ebenso die deutsche Regierung tun.<br>Als einst das Kalifat \u00fcber Jerusalem herrschte, stand die heiligste Kirche des Christentums \u2013 die Kirche des Heiligen Grabes &#8211; unter seinem Schutz (siehe Bild). Die Schl\u00fcssel jener Kirche sind seit Jahrhunderten im Besitz der muslimischen Nusseibeh-Familie, die auch heute noch t\u00e4glich das Tor \u00f6ffnet und wieder schlie\u00dft.<br>[Die Grabeskirche in Jerusalem, eine der heiligsten St\u00e4tten des Christentums]<br>Dar\u00fcber hinaus stellt Sir Thomas Arnold in seinem Buch &#8222;Der Aufruf zum Islam&#8220; fest: &#8222;Nie ist uns etwas \u00fcber den Versuch zu Ohren gekommen, nichtmuslimische Gruppierungen zur Annahme des Islam zu zwingen oder gar von gezielter Verfolgung, um das Christentum auszul\u00f6schen. H\u00e4tten die Kalifen Derartiges vorgehabt, so h\u00e4tten sie mit Leichtigkeit das Christentum vernichten k\u00f6nnen; gleich dem, was dem Islam unter der Herrschaft Ferdinands und Isabellas in Spanien zustie\u00df. Mit der gleichen Methode, mit der Ludwig XIV. das Protestantentum zu einem Kredo machte, dessen Anh\u00e4nger zum Tode verurteilt wurden. Oder gar mit der Behaglichkeit, die Juden f\u00fcr 350 Jahre von England fernzuhalten.&#8220;<br>Im September 2005 hat ein Antrag, der es Muslimen in Kanada erlauben soll, Familienstreitigkeiten gem\u00e4\u00df der Shari&#8217;a beizulegen, f\u00fcr Entsetzen und Proteste gesorgt, obwohl es in Kanada Christen und Juden seit 1991 gestattet ist, Familienangelegenheiten vor einem Art Glaubenstribunal zu kl\u00e4ren. Schlie\u00dflich wurde der Antrag mit Bezug auf Kanadas Bekenntnis zum s\u00e4kularen Grundsatz abgelehnt. Das Kalifat \u2013 im krassen Gegensatz zur Intoleranz der s\u00e4kularen Staaten \u2013 r\u00e4umt Nichtmuslimen das Recht ein, \u00fcber eigene Richter und Gerichte zu verf\u00fcgen, um die Angelegenheiten ihrer Religion und ihres privaten Lebens zu regeln. Sir Thomas Arnold hebt in seinem Buch &#8222;Aufruf zum Islam&#8220; hervor, dass unter den Osmanischen Kalifen der christliche Patriarch und die gro\u00dfe Synode all ihre Glaubensangelegenheiten ohne die Einmischung des Staates kl\u00e4ren konnten; etwas, das es unter der vorherigen byzantinischen Herrschaft nicht gegeben hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><strong>Internationale Beziehungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Das Kalifat wird nicht auf Grundlage von Lug und Trug in den Krieg ziehen. Die einzigen Gr\u00fcnde, Krieg zu f\u00fchren, sind: besetzten islamischen Boden zu befreien, das Unrecht und die materiellen Hindernisse zu beseitigen, die der Verk\u00fcndung des Islam im Wege stehen. Obwohl die USA und Gro\u00dfbritannien ebenfalls die Beseitigung von Unrecht als Grund f\u00fcr ihren \u00dcberfall auf den Irak angef\u00fchrt haben, weist die Realit\u00e4t ein v\u00f6llig anderes Bild auf. Der Gebrauch von angereichertem Uran, das Foltern und T\u00f6ten von Zivilisten, die Ersetzung einer Unrechtsherrschaft durch eine andere und der hemmungslose Ausbeutung der Bodensch\u00e4tze eines Landes w\u00e4ren f\u00fcr das Kalifat undenkbar. Stets war es in der Vergangenheit so, dass das Kalifat die Herzen und den Verstand der Menschen des eroberten Gebietes f\u00fcr sich gewann. Nie wurden sie misshandelt und nie wurden sie ausgebeutet, um ihre Reicht\u00fcmer f\u00fcr den Hauptsitz des Kalifats zu bunkern, so wie es bei Imperien und westlichen Kolonialm\u00e4chten der Fall ist.<br>In seinem Buch &#8222;Kitab Al-Kharadsch&#8220; berichtet Abu Yusuf Folgendes: &#8222;Nachdem Abu Ubaida mit den Bewohnern Syriens \u00fcbereinkam die Dschizya und den Khardsch eintrieb, kam ihm zu Ohren, dass die Byzantiner ihre Truppen aufgestockt hatten, um ihn anzugreifen. Dies hinterlie\u00df bei Abu Ubaida und den Muslimen ihre Wirkung. Er schickte den Gouverneuren der St\u00e4dte, mit deren B\u00fcrgern er Frieden geschlossen hatte, Nachricht, dass die Dschizya und der Kharadsch den Menschen zur\u00fcckgegeben werden soll. Die R\u00fcckgabe soll mit folgender Mitteilung erfolgen: &#8218;Hiermit geben wir euch das Geld zur\u00fcck, dass ihr uns entrichtet habt, da zu uns die Nachricht kam, dass feindliche Truppen sich auf einen Angriff auf uns vorbereiten. Jedoch, so Gott uns den Sieg gegen die Feinde beschert, werden wir unser Versprechen und unseren Vertrag mit euch einhalten.&#8216; Als diese Mitteilung die Schutzbefohlenen erreichte und sie ihr Geld zur\u00fcckerhielten, sagten sie den Muslimen: &#8218;M\u00f6ge Allah euch zu uns zur\u00fcckkehren lassen und euch den Sieg \u00fcber eure Feinde bescheren.'&#8220;<br>Das Kalifat wird Nichtmuslime dazu anspornen, zu Besuch zu kommen, an seinen Universit\u00e4ten zu studieren und Handel zu treiben. Wirtschaftliche und kulturelle Abkommen werden dies zus\u00e4tzlich erleichtern. Nichtmuslime aus Staaten, mit denen das Kalifat einen Vertrag hat, k\u00f6nnen ohne Visum einreisen. Sie werden &#8222;Mu&#8217;ahid&#8220; genannt und genie\u00dfen vollen Schutz im Staate, \u00e4hnlich den Schutzbefohlenen. Auch einst str\u00f6mten Gelehrte und Wissenschaftler aus Europa ins Kalifat und studierten an den Universit\u00e4ten von Cordoba, Kairo und Bagdad.<br>Die Armee des Kalifats hat sich im Krieg an strikte Vorgaben zu halten. Weder werden sie aus Wut gegen den Feind k\u00e4mpfen noch aus Hass; sondern einzig und allein um das Wohlgefallen ihres Sch\u00f6pfers zu erlangen. Greueltaten wie im Konzentrationslager Abu Ghraib oder wie in Srebrenica wird es im Kalifat nicht geben. In der Schlacht von Khandaq (Grabenschlacht) war Ali (der sp\u00e4ter Kalif wurde) kurz davor, einen feindlichen Soldaten zu t\u00f6ten, als dieser ihm ins Gesicht spuckte. Statt ihn nun erst recht zu t\u00f6ten, senkte er jedoch sein Schwert, denn er wollte nicht aus Wut heraus handeln. Dies ist nur ein Beispiel f\u00fcr die hohe Moral eines Soldaten in der Armee des Islamischen Staates.<br>Wie bereits erw\u00e4hnt sind Nichtmuslime nicht dazu verpflichtet, Milit\u00e4rdienst zu leisten, dennoch d\u00fcrfen sie der Armee beitreten, wenn sie m\u00f6chten. Im Kriegsfall ist es den Muslimen eine Pflicht zu k\u00e4mpfen und die Nichtmuslime vor jeglicher Bedrohung zu besch\u00fctzen.<br>Folter jeglicher Art gegen\u00fcber irgendeiner Person, Kriegsgefangene mit inbegriffen, ist strikt verboten und wer solches tut, hat mit schwerer Bestrafung zu rechnen. Gest\u00e4ndnisse, die durch Folter erzwungen wurden \u2013 ob nun im Kalifat oder au\u00dferhalb \u2013 ist vor einem islamischen Gericht als Beweismittel nicht zul\u00e4ssig.<br>Weder Nachrichtendienste noch die Polizei des Kalifats d\u00fcrfen B\u00fcrger des Staates ausspionieren, ob Muslime oder Nichtmuslime. Das Mitschneiden von h\u00e4uslichen Gespr\u00e4chen oder ihres Mobilfunks ist verboten und ebenfalls vor Gericht nicht zul\u00e4ssig. Einzige Ausnahme sind verd\u00e4chtige Personen, so genannte &#8222;Ahl ar-Riyab&#8220;. Dies sind Leute, die in verd\u00e4chtiger Weise Kontakte zu Vertretern feindlicher oder potenziell feindlicher Staaten pflegen. Um solche Leute observieren zu k\u00f6nnen, bedarf es aber eines Gerichtsbeschlusses, der vom gerichtlichen Inspektor (Qadi Al-Hisba) ausgestellt werden muss, nachdem dieser sich durch entsprechende Belege von der Notwendigkeit dieser Ma\u00dfnahme \u00fcberzeugen konnte. Ansonsten ist eine Observierung in keinem Falle zul\u00e4ssig.<br>An all dem erkennt man, dass es im Kalifat nach streng rechtsstaatlichen Prinzipien zugehen wird. Prinzipien, die sogar in modernen westlichen Staaten Ihresgleichen suchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die W\u00e4hrung des Kalifats basiert zu hundert Prozent auf Gold und Silber, womit wirtschaftliche Stabilit\u00e4t sowohl im Binnenmarkt als auch im internationalen Handel gew\u00e4hrleistet wird. Inflation aufgrund von staatlicher Defizite und des Druckes ungedeckter Geldscheine gibt es nicht. 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