{"id":9613,"date":"2013-01-18T00:00:00","date_gmt":"2013-01-17T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9613"},"modified":"2013-01-18T00:00:00","modified_gmt":"2013-01-17T23:00:00","slug":"die-stellung-der-frau-in-der-westlich-kapitalistischen-und-in-der-islamischen-gesellschaft-im-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9613","title":{"rendered":"Die Stellung der Frau in der westlich-kapitalistischen und in der islamischen Gesellschaft im Vergleich"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDie Frau in der westlichen Gesellschaft ist frei und unabh\u00e4ngig. Sie kann sich ohne Zwang in allen Bereichen der Gesellschaft bewegen, ihre eigenen Entscheidungen treffen und ist v\u00f6llig gleichberechtigt&#8230; Die Frau im Islam hingegen ist ungebildet, v\u00f6llig entrechtet und unterdr\u00fcckt.&#8220;<\/strong><br>Diese propagandistischen Dogmen, die uns durch die Medien t\u00e4glich \u00fcberbracht werden, gelten im Westen als absolute Wahrheiten, deren st\u00e4ndige Wiederholung von einer kritisch-objektiven Hinterfragung ablenken soll.<br>Besch\u00e4ftigt man sich jedoch mit den Grundlagen sowohl der westlichen als auch der islamischen Kultur und der jeweiligen Stellung der Frau darin, entlarvt man den propagandistischen Charakter dieser haltlosen Behauptungen sehr schnell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><strong>Die Unterdr\u00fcckung der Frau in der westlichen Kultur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Die Geschichte der westlichen Welt ist eine Geschichte der Entrechtung der Frau. Gepr\u00e4gt durch den christlichen Vorwurf, Eva trage die Schuld des \u201eS\u00fcndenfalls&#8220; und habe somit die Menschheit ins Verderben gest\u00fcrzt, wird die Frau seit Anbeginn der europ\u00e4ischen Geschichte mit gro\u00dfem Misstrauen betrachtet und verteufelt. Thomas von Aquin, der als einer der gro\u00dfen Kirchenv\u00e4ter gilt, gab den Wert einer Frau im Verh\u00e4ltnis zu einem Mann mit \u201eDrei\u00dfig zu Eins&#8220; an &#8211; irgendwo zwischen Mensch und Tier. Die Frage, ob die Frau \u00fcberhaupt eine Seele habe, wurde bis zur Zeit der \u201eAufkl\u00e4rung&#8220; ernsthaft diskutiert. Die Geschichte der Hexenverfolgung ist mittlerweile so gut dokumentiert, dass man nur auf sie als gr\u00f6\u00dften Ausdruck der Frauenfeindlichkeit in der Geschichte zu verweisen braucht. Es versteht sich fast von selbst, dass die Frau als niederes Wesen keine gesetzlichen Rechte wie das Recht auf Besitz f\u00fcr sich beanspruchen konnte.<br>W\u00e4hrend der sogenannten Aufkl\u00e4rung trennte sich die europ\u00e4ische Geistesgeschichte von vielen zuvor befolgten Vorstellungen und brach insbesondere mit der Vorstellung einer Herrschaft im Namen Gottes. Es entstand die Idee des Laizismus, welche die Trennung von weltlicher und geistlicher Macht vorsieht. Die Menschen gelangen zu der \u00dcberzeugung, sich ihre Gesetze aufgrund ihrer \u2013 ihres Erachtens nach \u2013 intellektuellen F\u00e4higkeiten selbst machen und sich selbst regieren zu k\u00f6nnen. Die Situation der Frau verbesserte sich hierdurch allerdings nicht im Geringsten ganz im Gegenteil: Mit ihrer Grundlage, dass der Ma\u00dfstab allen Handelns allein der Profit ist, machte die kapitalistische Gesellschaft die Frau endg\u00fcltig zum Lust- und Vermarktungsobjekt, die eine dem Marktwert entsprechende Erscheinung vorzuweisen hatte. Die Werbung der kapitalistischen Gesellschaft macht sich diese Degradierung der Frau durchweg zu Eigen. Ob um ein Auto, eine Kaffeemaschine oder einen Schokoriegel geworben wird \u2013 ohne nackte oder wenigstens halbnackte Frauen geht in der Werbung nichts. Die Museen f\u00fcr alte und zeitgen\u00f6ssische Malerei geben ein Zeugnis dieser Degradierung, das man als Kunst bezeichnet. Frauen sind in dieser Gesellschaft einem durch Medien und Werbung kr\u00e4ftig geforderten Schlankheits-und Sch\u00f6nheitswahn ausgesetzt, der zunehmend Opfer fordert. Die Zahl der an Bulimie bzw. Magersucht Erkrankten, Tablettenabh\u00e4ngigen und Opfern der Sch\u00f6nheitschirurgie w\u00e4chst st\u00e4ndig. Die Frau ist das Opfer der pers\u00f6nlichen Freiheit, die zu den Grundlagen der kapitalistischen Kultur geh\u00f6rt und sich in allen m\u00f6glichen Ausschweifungen \u00e4u\u00dfert. Die st\u00e4ndige sexuelle Reiz\u00fcberflutung f\u00fchrt unweigerlich zu einer moralischen Anarchie, als deren Folgen Vergewaltigungen, Prostitution, die Zerst\u00f6rung der Familie und eine zunehmende Anzahl von alleinerziehenden M\u00fcttern zu sehen sind. Die Ironie an der ganzen Geschichte ist die Tatsache, dass ausgerechnet der frauenfeindliche Westen dem Islam vorwirft, er w\u00fcrde die Frau durch das Tragen des Hijab auf ein Sexobjekt reduzieren! Es ist doch gerade der Islam, der die Prostitution und die Herabw\u00fcrdigung der Frau verbietet. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes die Wahrheit verdreht.<br>Die westliche Frauenbewegung, die sich einem gleichmacherischen Kampf zur \u201eBefreiung der Frau&#8220; gewidmet hat, bewirkt im Endeffekt das genaue Gegenteil von dem, was sie sich auf die Fahne geschrieben hat. Das Bild der Frau in der westlichen Gesellschaft hat sich dahingehend ver\u00e4ndert, dass die Frau sich nur noch dann als vollwertige Frau erachten darf, wenn sie berufst\u00e4tig ist und nach einer gewissen Weile Kinder auf die Welt bringt, diese w\u00e4hrend einer kurzen Elternzeit im Eiltempo bis zum Krippenalter aufzieht, an die Krippe abgibt um hierauf sofort wieder ihrer Karriere nachzugehen. Als Folge sehen sich die meisten Frauen \u00fcberfordert und denken gar nicht erst daran, Kinder zu kriegen und konzentrieren sich ausschlie\u00dflich auf die sogenannte Karriere. Dieses Bild der Frau spiegelt sich in der \u00e4u\u00dferst niedrigen Geburtenzahl in den westlichen Gesellschaften wider. Dabei ist dieser Prozess mittlerweile unumkehrbar geworden. Das hei\u00dft, dass beispielsweise die Deutschen in absehbarer Zeit aussterben werden, selbst wenn sie jetzt anfangen w\u00fcrden, wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen, denn der Zerfallsprozess ist bereits zu weit vorangeschritten, als dass sich die Bev\u00f6lkerungszahl erholen k\u00f6nnte. Das Bild der modernen Frau f\u00fchrt somit zu Millionen von unerf\u00fcllten Kinderw\u00fcnschen aufgrund der Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung und beruflichem Abstieg. Gleichzeitig stirbt die Bev\u00f6lkerung aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><strong>Die Frau in der islamischen Kultur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Die islamische Kultur widerspricht sowohl in ihren Grundlagen als auch in ihrer Betrachtung der Stellung der Frau der kapitalistischen Kultur diametral. Die islamische Kultur beruht auf der Grundlage des rational gefestigten Glaubens an Allah, Den allm\u00e4chtigen Sch\u00f6pfer von Mensch, Leben und Universum, der den Menschen durch seine Propheten und Gesandten Offenbarungen und durch Muhammad (s.a.s.) als letzten Propheten eine Lebensordnung mit einer umfassenden Gesetzgebung gegeben hat, die jedes Problem des t\u00e4glichen Lebens l\u00f6st. Der Islam betrachtet die Frau ebenso wie den Mann in erster Linie als Menschen, der sich f\u00fcr seine Handlungen am j\u00fcngsten Tag vor Allah verantworten muss.<br>Die religi\u00f6sen Pflichten obliegen ebenso wie die Verantwortlichkeit vor Allah (s.w.t.) M\u00e4nnern wie Frauen gleicherma\u00dfen. In den intellektuellen F\u00e4higkeiten besteht kein Unterschied zwischen M\u00e4nnern und Frauen. Der Islam hat als Teil seiner Lebensordnung unter anderem das Gesellschaftssystem festgelegt, das die Beziehungen zwischen M\u00e4nnern und Frauen im privaten wie im \u00f6ffentlichen Leben definiert. Das Ziel der Einhaltung dieser Gesetze ist f\u00fcr jeden Muslim und jede Muslime, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Der Islam r\u00e4umt der Frau eine hohe Position in ihrer Funktion als Ehefrau und Mutter ein. Ihre Leistungen in der fr\u00fchen islamischen Erziehung ihrer Kinder werden in ihrer Wichtigkeit f\u00fcr den Aufbau einer Gesellschaft erkannt und von Allah 8s.w.t.) belohnt.<br>Die Frau hat ebenso wie der Mann die Pflicht, sich das grundlegende Wissen \u00fcber ihre Lebensordnung anzueignen und ist dar\u00fcber hinaus aufgefordert, sich zus\u00e4tzliches Wissen anzueignen. Sie kann studieren und mit der Erlaubnis ihres Mannes einem Beruf nachgehen. Sie hat das Recht, selbst \u00fcber ihren Besitz zu bestimmen und Handel zu treiben.<br>Sie hat ebenfalls das Recht, am \u00f6ffentlichen und politischen Leben teilzunehmen und etwa das Amt einer Richterin zu \u00fcbernehmen, wenn sie die notwendigen Qualifikationen aufweist.<br>Frauen haben in der islamischen Geistesgeschichte und insbesondere in der \u00dcberlieferung des Hadith eine herausragende Rolle gespielt.<br>Die Frau durch die Entbl\u00f6\u00dfung ihres K\u00f6rpers zu degradieren oder aus ihren Reizen Profit zu schlagen, wie es in der westlichen Kultur \u00fcblich ist, widerspricht den islamischen Ma\u00dfst\u00e4ben absolut und in jeder Hinsicht. Die Frau wird dadurch in der Gesellschaft nicht als Lustobjekt, sondern als menschliches Wesen betrachtet und ausgehend von ihren Handlungen beurteilt, nicht ausgehend von einem vermeintlichen Sch\u00f6nheitsideal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Frau in der westlichen Gesellschaft ist frei und unabh\u00e4ngig. 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