{"id":9640,"date":"2012-04-08T00:00:00","date_gmt":"2012-04-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9640"},"modified":"2012-04-08T00:00:00","modified_gmt":"2012-04-07T22:00:00","slug":"das-gebot-der-gottergebenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9640","title":{"rendered":"Das Gebot der Gottergebenheit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Namen Allahs, des Allwissenden, des besten Gesetzgebers<br>Bei der Verk\u00fcndung oder auch nur bei der Praktizierung des Islam wird man oftmals mit verschiedensten Fragen konfrontiert.<br>Bei der Antwort handelt es sich jedoch meistens nur um eine einzige, da diese die Fragen von Grund auf kl\u00e4rt und beantwortet. Fragen wie etwa, wieso wir Muslime kein Schweinefleisch essen, warum wir keinen Alkohol trinken, warum wir im Ramadan fasten, warum der Muslim vier Frauen heiraten darf, warum sich die Muslima bedecken muss, warum im islamischen Staat dem Dieb und der Diebin \u2013 unter bestimmten Konditionen \u2013 die Hand abgeschnitten wird, warum Apostaten in letzter Konsequenz get\u00f6tet werden m\u00fcssen, warum Ehebrecher (bei Bezeugung durch vier rechtschaffene Muslime) gesteinigt werden, warum, warum, warum&#8230;<br>Die Kl\u00e4rung dieser Gestalt von Fragen ist hierbei essentiell, da sie nicht nur bei der Da&#8217;wa auftreten, sondern es sich bei der Antwort um eines der wichtigsten Konzepte des Islam handelt. Bei vielen Muslimen \u2013 vor allem bei denen, die im Westen aufgewachsen sind und hier leben \u2013 stecken diese Fragen tief im Unterbewusstsein. Sie trauen sich meistens nicht, solche Fragen zu stellen, da sie bef\u00fcrchten, verh\u00f6hnt zu werden oder aber die Antworten ihrer \u201eImame&#8220; und \u201eHodschas&#8220; befriedigen sie nicht wirklich.<br>Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als ob jede Frage ihre eigene (logische) Antwort h\u00e4tte, so sind dies meistens nicht die Antworten oder Erkl\u00e4rungen Allahs (s.w.t.), Der diese Gesetze aufgestellt hat, und auch nicht die Seines Gesandten Muhammad (s.), der uns den Islam \u00fcberbracht hat. Vielmehr sind es Erkl\u00e4rungsversuche, die mit Hilfe menschlicher logischer Schl\u00fcsse entwickelt werden. Dies, obwohl gerade die Gesetzgebung des Islam (die Schari&#8217;a) sich nicht auf Logik oder menschliches Ermessen st\u00fctzt und gar nicht st\u00fctzen darf. Es kann vielleicht eine Weisheit (Hikma) in einem Gesetz erkannt werden, doch muss diese Weisheit nicht zwangsl\u00e4ufig der Grund f\u00fcr das Gebot oder Verbot sein.<br>Wenn gefragt wird, warum zum Beispiel Schweinefleisch verboten ist, so f\u00e4llt dem einen oder anderen meistens nichts Besseres ein, als zu sagen, dass Schweine unreine Tiere seien, Krankheiten verursachen, sie verflucht worden seien oder sonstige Antworten verschiedenster Art, die einem spontan einfallen, obwohl uns Allah (s.w.t.) dieses Verbot mit keinem Wort begr\u00fcndet hat.<br>Die Natur dieser Fragen ist ein und dieselbe, womit es auch gen\u00fcgt, ein und dieselbe Antwort darauf zu geben. Dazu lehrt Allah (s.w.t.) den Menschen schon ganz am Anfang des Qur&#8217;an die grundlegende Konzeption. In Sura Al-Baqara (Die Kuh, 2) beschreibt er n\u00e4mlich sehr genau das Ereignis, bei dem Iblis zum Teufel und Ungl\u00e4ubigen wird. Allah (s.w.t.) befahl ihm, sich vor Adam (a.s.) niederzuwerfen und er weigerte sich:<br><strong>\u201eUnd als Wir zu den Engeln sprachen: &#8222;Werft euch vor Adam nieder&#8220;, da warfen sie sich nieder bis auf Iblis; er weigerte sich und war hochm\u00fctig. Und damit wurde er einer der Ungl\u00e4ubigen.&#8220;<\/strong> (Sure Al-Baqara, Aya 34)<br>Der Grund, warum Iblis sich weigerte, wird in Sure al-A&#8217;raf, Aya 12, folgenderma\u00dfen beschrieben:<br><strong>&#8222;Er sprach: &#8222;Was hinderte dich daran, dich niederzuwerfen, nachdem Ich es dir befohlen habe?&#8220; Er sagte: &#8222;Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber erschufst Du aus Lehm!&#8220;<\/strong><br>Iblis hatte niemals daran gezweifelt, dass Allah (s.w.t.) existiert. Doch indirekt hat er Seine Allwissenheit und Eigenschaft als alleiniger Gesetzgeber in Frage gestellt. Allah (s.w.t.), Der ihn und alles Andere erschaffen hat, befahl ihm etwas, doch er weigerte sich aus Hochmut. Er meinte zu wissen, worin der Befehl Allahs (s.w.t.) begr\u00fcndet lag und konnte diesen eben nicht nachvollziehen. Allerdings sollte klar sein, dass wenn Allah (s.w.t.) es nicht f\u00fcr n\u00f6tig gehalten hat, etwas zu erkl\u00e4ren oder n\u00e4her zu beschreiben, es auch keiner Begr\u00fcndung f\u00fcr den Vollzug der Anordnung bedarf, abgesehen davon, dass der beschr\u00e4nkte Verstand eines Gesch\u00f6pfes ohnehin nicht in der Lage ist, alles nachzuvollziehen.<br>Allah (s.w.t.), Der Allwissende und Allweise, will uns hierbei auf eine bestimmte Erkenntnis hinweisen, welche Iblis bewusst und aus Hochmut ablehnte. Diese Erkenntnis wird auch in Sure Al-Baqara, Aya 216, sehr deutlich, wo Allah, Der Allm\u00e4chtige, spricht:<br><strong>\u201eDas K\u00e4mpfen ist euch als Pflicht auferlegt worden, auch wenn es euch zuwider ist. Doch es kann sein, dass euch etwas zuwider ist, was gut f\u00fcr euch ist, und es kann sein, dass euch etwas lieb ist, was schlecht f\u00fcr euch ist. Und Allah wei\u00df, doch ihr k\u00f6nnt es nicht wissen.&#8220;<\/strong><br>Es ist die Eigenschaft Allahs (s.w.t.) als Allwissender und einziger Gesetzgeber, was uns Muslime konzeptionell und rational dazu veranlasst, nach Seinen Gesetzen \u2013 ohne wenn und aber \u2013 zu handeln. Im Grunde er\u00fcbrigen sich hiermit weitere Erkl\u00e4rungen im Grunde. Iblis war es, der aus \u00dcberzeugung diese Eigenschaften Allahs (s.w.t) in Frage stellte und aus Hochmut nicht akzeptierte.<br>Hierbei handelt es sich um eine fundamentale Konzeption des Islam. Sie ist Teil der islamischen &#8218;Aqida (\u00dcberzeugungsfundament) und ein Grundbaustein des Tauhid (reiner Monotheismus \/ Eingottglaube), da die Eigenschaft der Allwissenheit und die des Gesetzgebers zu den Attributen Allahs (s.w.t.) geh\u00f6ren, dessen bewusste und \u00fcberzeugte Ablehnung zum Unglauben (Kufr) f\u00fchrt &#8211; m\u00f6ge Allah (s.w.t.) uns davor bewahren.<br><strong>\u201eDarum f\u00fcrchtet nicht die Menschen, sondern f\u00fcrchtet Mich; und gebt nicht Meine Zeichen um einen geringen Preis hin. Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat &#8211; dies sind wahrlich die Ungl\u00e4ubigen.&#8220;<\/strong> (Sure Al-Ma&#8217;ida, Aya 44)<br>Dem Verhalten von Iblis steht die beispielhafte und bekannte Verhaltensweise von Ibrahim (a.s.) und seinem Sohn Isma&#8217;il (a.s.) entgegen. Als n\u00e4mlich Ibrahim (a.s.) einen Traum hatte, in dem Allah (s.w.t.) von ihm verlangte, seinen Sohn zu opfern, hat weder er selbst noch Isma&#8217;il (a.s.) sich geweigert, dem Befehl Allahs (s.w.t.) folge zu leisten. Vielmehr haben sie beide \u2013 aus \u00dcberzeugung \u2013 ohne zu z\u00f6gern gehandelt, obwohl sie nicht die geringste plausible Erkl\u00e4rung daf\u00fcr fanden. So sehnte sich Ibrahim jahrelang nach einem Nachkommen. Endlich schenkt ihm Allah einen Sohn und dann verlangt Er von ihm, diesen zu schlachten. Kann darin nach menschlichem Verstand irgendeine Logik gefunden werden?? Trotzdem haben sich Ibrahim und sein Sohn, diesem Befehl gehorcht, weil ihnen bewusst war, dass dieser Befehl von Gott, dem allwissenden Sch\u00f6pfer stammt, und somit keiner logischen Erkl\u00e4rung bedarf. Es ist ein Beweis der Gottergebenheit, sich in so einem Fall bedingungslos zu f\u00fcgen.<br><strong>&#8222;Dann gaben Wir ihm die frohe Botschaft von einem sanftm\u00fctigen Sohn. (101) &#8222;Als er alt genug war, um mit ihm zu arbeiten, sagte er: &#8222;&#8220;O mein Sohn, ich sehe im Traum, da\u00df ich dich schlachte. Nun schau, was meinst du dazu?&#8220;&#8220; Er sagte: &#8222;&#8220;O mein Vater, tu, wie dir befohlen wird; du sollst mich &#8211; so Allah will &#8211; unter den Geduldigen finden.&#8220;&#8220; (102) &#8222;Als sie sich beide (Allahs Willen) ergeben hatten und er ihn mit der Stirn auf den Boden hingelegt hatte, (103) &#8220; da riefen Wir ihm zu: &#8222;&#8220;O Abraham, (104) &#8222;&#8220;du hast bereits das Traumgesicht erf\u00fcllt.&#8220;&#8220; So belohnen Wir die, die Gutes tun. (105) &#8222;Wahrlich, das ist offenkundig eine schwere Pr\u00fcfung. (106) Und Wir l\u00f6sten ihn durch ein gro\u00dfes Schlachttier aus. (107) Und Wir bewahrten seinen Namen unter den k\u00fcnftigen Geschlechtern. (108) Friede sei auf Abraham! (109) So belohnen Wir die, die Gutes tun. (110) Er geh\u00f6rte zu Unseren gl\u00e4ubigen Dienern.&#8220;<\/strong> (Sure As-Saffat, Ayat 101-111)<br>Genau durch diese Einhaltung der Gebote und Verbote des Islam demonstriert der Muslim seine Dienerschaft, Ergebenheit und Unterwerfung gegen\u00fcber Allah (s.w.t.), au\u00dfer Dem es keine Gottheit gibt! Ibrahim (a.s.) und sein Sohn Isma&#8217;il (a.s.) handelten konsequent stets nach der Erkenntnis eines gl\u00e4ubigen Dieners und waren vollkommen davon \u00fcberzeugt, dass Allah (s.w.t.), Der Gewaltige und Allwissende, f\u00fcr Seine Diener nur das Beste bestimmt hat. Allah (s.w.t.) macht uns diesbez\u00fcglich mehrmals im Qur&#8217;an aufmerksam:<br>\u201eund gedenkt der Gnade Allahs gegen euch und des Bundes, den Er mit euch schlo\u00df, als ihr spracht: &#8222;Wir h\u00f6ren und gehorchen.&#8220; Und f\u00fcrchtet Allah; wahrlich, Allah wei\u00df, was die Herzen verbergen.&#8220; (Sure Al-Ma&#8217;ida, Aya 7)<br>Und auch in Sura an-Nur, Aya 51, spricht Allah (s.w.t.) \u00fcber die Gl\u00e4ubigen:<br><strong>\u201eDoch die Rede der Gl\u00e4ubigen, wenn sie zu Allah und Seinem Gesandten gerufen werden, damit Er zwischen ihnen richten m\u00f6ge, ist nichts Anderes als &#8222;Wir h\u00f6ren und wir gehorchen.&#8220; Und sie sind es, die Erfolg haben werden.&#8220;<\/strong><br>F\u00fcr uns Muslime und Tr\u00e4ger der islamischen Botschaft bedeutet dies, falls wir auf solche Fragen eingehen m\u00fcssen, dass wir stets versuchen sollen, die Diskussion auf die Beweisf\u00fchrung des Islam zu lenken, anstatt zu jedem Gesetz mit \u201elogischen&#8220; Argumenten Stellung nehmen zu wollen. Nachdem jemand von der islamischen &#8218;Aqida \u2013 der Existenz Allahs (s.w.t.), der Authentizit\u00e4t des Qur&#8217;an und von der Gesandtschaft Muhammads (s.a.s.) \u2013 \u00fcberzeugt worden ist, er\u00fcbrigt sich die weitere Debatte \u00fcber den Sinn der einzelnen islamischen Gesetze. Denn Allah (s.w.t.) sagt im Qur&#8217;an in Sura Al-Ahzab, Aya 33 eindeutig:<br><strong>\u201eWeder ein gl\u00e4ubiger Mann noch eine gl\u00e4ubige Frau haben, wenn Allah und Sein Gesandter etwas entschieden haben, in ihrer Angelegenheit noch eine Wahl. Und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, der befindet sich in deutlichem Irrtum.&#8220;<\/strong><br>Des Weiteren muss darauf hingewiesen werden, dass der Ursprung der Gesetzgebung des Islam und der des Westens zwei absolut verschiedene sind, was auch erkl\u00e4rt, warum solche Fragen \u00fcberhaupt in den Diskussionen auftreten: Islam bedeutet Hingabe bzw. Unterwerfung, womit gemeint ist, dass derjenige, der den Islam auslebt, &#8211; der Muslim also &#8211; sich Allah (s.w.t.), Dem Sch\u00f6pfer aller Dinge, ergibt und unterwirft, Ihm somit dient und schlie\u00dflich erkannt hat, dass er weder aufgrund seines beschr\u00e4nkten Verstandes, noch seiner Neigungen und instinktiven Bed\u00fcrfnisse das Recht hat, eine Gesetzgebung zu entwerfen. Dementsprechend bezeugt der Muslim auch, dass es keine Gottheit gibt &#8211; keinen Anbetungsw\u00fcrdigen, keinen Gesetzgeber, keinen, dem ganz bestimmte absolute Attribute zustehen \u2013 au\u00dfer Allah (s.w.t.).<br><strong>\u201eHast du nicht jene gesehen, die behaupten, an das zu glauben, was zu dir herabgesandt wurde und an das, was vor dir herabgesandt wurde; dennoch wollen sie die G\u00f6tzen als Richter (Gesetzgeber) heranziehen, wo ihnen doch befohlen wurde, nicht an sie zu glauben; und wahrlich will der Teufel sie weit in die Irre f\u00fchren!&#8220;<\/strong> (Sura An-Nisaa&#8216;, Aya 60)<br><strong>\u201e[&#8230;] Die Rechtsprechung (Gesetzgebung) liegt allein bei Allah. Befohlen hat Er, dass ihr keinem anderen dient, au\u00dfer Ihm alleine. Das ist der wahrhaft richtige Din (Lebensordnung), jedoch wissen es die meisten Menschen nicht!&#8220;<\/strong> (Sura Yusuf, Aya 40)<br>W\u00e4hrend im Islam Allah (s.w.t.) entscheidet, was erlaubt (halal) und was verboten (Haram), was gut und was schlecht, was richtig und was falsch, was sch\u00f6n und was unsch\u00f6n ist, fordert indes die westlich-kapitalistische Ideologie genau das Gegenteil: n\u00e4mlich, dass die Menschen sich ihre Neigungen und das Profit-Nutzen-Denken zur Grundlage ihrer Gesetzgebung und ihres Handlungsma\u00dfstabs machen sollen, wovor uns Allah (s.w.t.) in Sura al-ma&#8217;ida, Aya 49, ausdr\u00fccklich warnt:<br><strong>\u201e[&#8230;] und folge nicht ihren Neigungen, und sei vor ihnen auf der Hut, damit sie dich nicht bedr\u00e4ngen und von einem Teil dessen, was Allah zu dir herabgesandt hat, wegtreiben. [&#8230;]&#8220;<\/strong><br>Und auch in Sura Al-Dschathiya, Aya 18, spricht Allah (s.w.t.):<br><strong>\u201eAlsdann brachten Wir dich auf einen klaren Weg in der Angelegenheit (des Din &#8211; der Lebensordnung). Drum folge ihr und folge nicht den Neigungen der Unwissenden.&#8220;<\/strong><br>Die s\u00e4kularistische Idee besagt, dass die Religion von den Staatsangelegenheiten getrennt werden soll; sprich Allah (s.w.t.), Der Herrscher \u00fcber Himmel und Erde und was zwischen ihnen ist, soll nicht mehr das Entscheidungsrecht \u00fcber das \u00f6ffentliche Gesellschaftsleben der Menschen haben. Vielmehr soll der Islam auf die eigenen vier W\u00e4nde beschr\u00e4nkt werden. Abgesehen davon, dass dies eine der gr\u00f6\u00dften Ungerechtigkeiten gegen\u00fcber Allah (s.w.t.), dem Absoluten, dem Unabh\u00e4ngigen, von dem alles abh\u00e4ngt, darstellt, ist es auch eine Ungerechtigkeit gegen\u00fcber dem Menschen selbst.<br>Es ist schon schlimm genug, dass eine Vielzahl von Menschen nicht einmal auf individueller Ebene des Lebens nach Seiner frohen Botschaft handeln, oder schlimmer noch, den Gesandten der L\u00fcge bezichtigen und die Existenz Gottes ablehnen, obwohl Er (s.w.t.) sie erschaffen, ihnen ihr Leben und ihren Unterhalt geschenkt, dazu noch ein Paradies versprochen und vor einer H\u00f6lle gewarnt hat. Ferner verweigert man Allah (s.w.t.) das Ihm zustehende Recht, dass Seine universelle und f\u00fcr alle Menschen gerechte Gesetzgebung im Gesellschaftsleben und den zwischenmenschlichen Beziehungen umgesetzt wird.<br><strong>\u201eAber nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht eher gl\u00e4ubig sein, bis sie dich zum Richter in Allem erheben, was unter ihnen strittig ist, sie sodann in ihrem Herzen keine Bedenken mehr gegen deine Rechtsprechung hegen und sich vollends in Ergebenheit f\u00fcgen.&#8220;<\/strong> (Sura An-Nisaa&#8216;, Aya 65)<br>Neben der Tatsache, dass Allah (s.w.t.) uns Muslimen auferlegt hat, nicht nur in unserem privaten Leben, sondern auch auf die Gesellschaft Seine Gesetze anzuwenden, sollten wir uns vor Augen f\u00fchren, dass einzig und allein nur Seine Gesetze der Menschheit Harmonie und Zufriedenheit bescheren k\u00f6nnen.<br>Wenn man nur einmal das westliche System n\u00e4her betrachtet, wird man erkennen, dass es nichts anderes als eine Zumutung f\u00fcr die Menschheit ist, bestehend aus subjektiv gepr\u00e4gten Meinungen einer bestimmten Menschengruppe. Denn die hoch gepriesene und schon fast verg\u00f6tterte s\u00e4kulare Regierungsform der Demokratie setzt voraus, dass das Volk die Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber die Gesetzgebung inne hat und folglich entscheiden darf, was moralisch bzw. ethisch richtig oder falsch ist. Fakt ist jedoch, dass die Werte, Moral und Ethik einer s\u00e4kularistischen Gesellschaft, die ja den Grundma\u00dfstab zur Festlegung von Gesetzen bilden und \u2013 wie sie es behaupten &#8211; logisch und rational ergr\u00fcndet werden, sich im Laufe der Zeit und von Ort zu Ort wandeln und dementsprechend nie wirklich falsch oder richtig sind, bzw. sein k\u00f6nnen.<br>In der Soziologie wird dies als \u201eWandel der Gesellschaft&#8220; oder \u201eProzess der Zivilisation&#8220; bezeichnet, was nichts anderes meint, als dass die Werte und Normen einer s\u00e4kularisierten Gesellschaft einem st\u00e4ndigen Wandel unterworfen sind. Dies ist nicht verwunderlich, da die Quelle der Erkenntnisse der von Menschen hervorgebrachten Ideologien entweder auf den historischen Erfahrungen (Empirismus) oder auf dem beschr\u00e4nkten Verstand (Rationalismus) der menschlichen Gesetzgeber basieren. Sie versuchen somit, die Eigenschaft Allahs (s.w.t.) als Gesetzgeber sich selber zuzuschreiben und sich somit \u00fcber Ihn, Dem Gewaltigen, zu erheben. Dies f\u00fchrt zu Schirk (Vielg\u00f6tterei), da dieses Attribut nur Ihm, dem Gepriesenen, zu steht.<br><strong>\u201eW\u00fcnschen sie etwa die Rechtsprechung aus der Zeit der Unwissenheit? Wer aber richtet besser als Allah f\u00fcr ein Volk mit wirklicher Einsicht?&#8220;<\/strong> (Sura Al-Ma&#8217;ida , Aya 50)<br>Au\u00dferdem ist hier schon der erste gro\u00dfe und fatale Fehler gemacht worden, da nicht nur das Denkfundament nicht tiefgr\u00fcndig \u00fcberpr\u00fcft worden ist, sondern dar\u00fcber hinaus alle Erkenntnisse, die aus diesem Denkfundament entnommen werden. St\u00e4ndig werden sie n\u00e4mlich von der subjektiven Sicht und den Neigungen des Einzelnen beeinflusst. So liegen alle daraus folgenden Gesetzte und Werte \u201eim Auge des Betrachters&#8220;. Wenn z.B. im Dschungel einem Kannibalen gesagt wird, dass das essen von Menschenfleisch falsch sei, wird dieser genau das Gegenteil behaupten, da er die f\u00fcr ihn daraus resultierenden Vorteile erkennt und nur wenige Nachtteile darin sieht.<br>Hingegen wird er vielleicht den im Westen lebenden Hobbyj\u00e4ger als Barbaren bezeichnen, welcher Tiere erschie\u00dft, um deren K\u00f6pfe im Wohnzimmer als Troph\u00e4e aufzuh\u00e4ngen und den Rest des K\u00f6rpers wegwirft, ohne vom Fleisch etwas zu verzehren. Aus dem Blickwinkel des Kannibalen, der vom Drang nach Nahrung getrieben wurde, Menschenfleisch zu essen, stellt das Hobbyjagen eine grobe Rechtswidrigkeit, ja sogar eine Verhaltensperversion dar.<br>Auf diese Weise k\u00f6nnen eine Vielzahl von Beispielen herangezogen werden, die untermauern, dass Gesetze eine komplexe und objektive Betrachtung ben\u00f6tigen, damit sie auch universell und f\u00fcr alle Menschen gerecht sein k\u00f6nnen. \u00dcber diese Komplexit\u00e4t und Objektivit\u00e4t verf\u00fcgt jedoch niemand au\u00dfer Allah (s.w.t.), Der Allm\u00e4chtige, Sch\u00f6pfer und Herrscher \u00fcber alle Dinge. Nur Er ist f\u00e4hig, Gesetzte hervorzubringen und festzulegen, die sowohl f\u00fcr das Individuum als auch f\u00fcr die Gesellschaft gerecht sind. Es ist hierbei zweifelsohne verst\u00e4ndlich, dass der Sinn vieler Gesetze auf den ersten Blick nicht ganz ersichtlich ist. Ein Kleinkind, das beim Arzt mit einer Spritze geimpft werden soll, versteht auch nicht, dass eine Impfung &#8211; auch wenn sie schmerzt &#8211; gut f\u00fcr ihn ist. Somit sollte es doch selbstverst\u00e4ndlich sein, dass ein Mensch nicht alles nachvollziehen kann, was Allah (s.w.t.), Der mit unendlichem Abstand \u00fcber mehr Wissen als der Mensch verf\u00fcgt, an Gesetzen festgelegt hat.<br>Auch wenn der beschr\u00e4nkte Verstand des Menschen nicht jedes einzelne Gesetz nachvollziehen kann \u2013 genau wie auch Iblis nicht den Befehl zur Niederwerfung gegen\u00fcber Adam (a.s.) nachvollziehen konnte \u2013, sind trotzdem alle Gesetze Allahs (s.w.t.) die besten, die f\u00fcr die Menschheit jemals auserkoren wurden. Nicht nur, dass sie der menschlichen Natur entsprechen und perfekt f\u00fcr ein harmonisches Leben abgestimmt sind; wurde die Gesetzgebung des Islam, die Schari&#8217;a, vom Sch\u00f6pfer des Universums offenbart und f\u00fcr das harmonische Zusammenleben der Menschen erstellt. Wer k\u00f6nnte denn f\u00fcr die Menschen bessere Gesetzte erlassen, als Allah (s.w.t.), ihr Sch\u00f6pfer?<br>Es gibt gen\u00fcgend Beispiele, die dies in der Realit\u00e4t best\u00e4tigen: Angenommen, ein Elektroger\u00e4t ben\u00f6tigt eine Bedienungsanleitung. Wer k\u00f6nnte eine bessere Bedienungsanleitung erstellen, als der, der das Ger\u00e4t hergestellt hat und sich mit allen Details auskennt? Wer k\u00f6nnte besser entscheiden, was f\u00fcr die Funktion und die Lebensdauer des Ger\u00e4ts vorteilhaft bzw. nachteilig ist, als der Hersteller selber? Wer also k\u00f6nnte besser entscheiden, was f\u00fcr das Gesch\u00f6pf gut oder schlecht ist, als sein Sch\u00f6pfer h\u00f6chstpers\u00f6nlich?!<br><strong>&#8222;Kennt Er den denn nicht, den Er erschaffen hat? Und Er ist der Nachsichtige, der Allkundige.&#8220;<\/strong> (Sura Al-Mulk 67, Aya 14)<br><strong>\u201eIst nicht Allah der gerechteste aller Richter?&#8220;<\/strong> (Sura At-Tin, Aya 8)<br>Deswegen rufen wir alle Muslime dazu auf, der besten Gesetzgebung, der Gesetzgebung Allahs (s.w.t), wieder Geltung auf Erden zu verschaffen und an der Wiedererrichtung des rechtgeleiteten Kalifats mitzuarbeiten, das genau diese Gesetzgebung in der Gesellschaft implementieren wird!<br>Ihr Muslime, lasst uns dieser ehrenvollen Pflicht nachgehen, f\u00fcr deren Vernachl\u00e4ssigung Allah (s.w.t.) vor einer gro\u00dfen Strafe warnt! Lasst uns zusammen die ehrenhafte Aufgabe \u00fcbernehmen, f\u00fcr die Allah (s.w.t.) einen sch\u00f6nen Platz im Paradies verspricht! Lasst uns zusammen daf\u00fcr arbeiten, dass die Unrechtsherrscher und ihre Vasallen hinweggefegt werden und der Islam \u00fcber alle anderen Weltanschauungen und Ideologien obsiegt! Sucht dabei Hilfe in Standhaftigkeit und Gebet &#8211; wahrlich, Allah (s.w.t.) ist mit den Standhaften!<br><strong>\u201eSprich: &#8222;Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten.&#8220; Wenn ihr euch jedoch abwendet, so wisset, dass nur seine B\u00fcrde auf ihm ruht und eure B\u00fcrde auf euch. Und wenn ihr ihm gehorcht, seid ihr rechtgeleitet; doch dem Gesandten obliegt nur die deutliche Verk\u00fcndung. Verhei\u00dfen hat Allah denen von euch, die glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewisslich zu Nachfolgern auf Erden machen wird, so wie Er die, welche vor ihnen lebten, zu Nachfolgern machte; und dass Er gewisslich ihren Din (den Islam) befestigen wird, den Er f\u00fcr sie gutgehei\u00dfen und auserw\u00e4hlt hat; und dass Er gewisslich ihre Furcht in Sicherheit verwandeln wird: Nur Mir alleine dienen sie und sie stellen Mir nichts zur Seite. Wer danach aber leugnet, so sind dies wahrlich die Frevler.&#8220;<\/strong> (Sura An-Nur, Ayat 54-55)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Antwort handelt es sich jedoch meistens nur um eine einzige, da diese die Fragen von Grund auf kl\u00e4rt und beantwortet.<\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":1500,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-9640","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-islam"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9640"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9640\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kalifat1.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}