{"id":9647,"date":"2012-09-14T00:00:00","date_gmt":"2012-09-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9647"},"modified":"2012-09-14T00:00:00","modified_gmt":"2012-09-13T22:00:00","slug":"khubaib-ibn-adiy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9647","title":{"rendered":"Khubaib ibn `Adiy"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgende Geschichte ist ein weiteres Zeugnis von der Lauterkeit, St\u00e4rke, Entschlossenheit, Zielstrebigkeit, Aufopferungsbereitschaft und Loyalit\u00e4t der Prophetengef\u00e4hrten (Sahaba) insbesondere Khubaib ibn &#8218;Adiys. Sie verk\u00f6rpern die hervorragendsten Tugenden; Tugenden und Handlungen um derentwillen Allah (s.w.t.) zufrieden mit ihnen ist.<br>Khubaib ibn &#8218;Adiy geh\u00f6rte dem Stamm Aws von Medina an. Er geh\u00f6rte also zu den Ansaar. Seit dem Tage der Hijrah des Propheten (s.a.s.) nach Medina und seinem Eintritt in den Islam, besuchte er den Propheten (s.a.s.) regelm\u00e4\u00dfig. Seine Seele und sein Bewusstsein waren rein, und sein Glaube war fest. Er wurde von Hassan Ibn Thaabit, einem islamischen Poeten, folgenderma\u00dfen beschrieben: \u201eEr sah unter den Ansaar wie ein Falke aus. Allah gab ihm einen adligen Charakter und gute Sitten&#8220;. Als die Flagge in der Schlacht von Badr gehoben wurde, war er da &#8211; ein mutiger Krieger und waghalsiger K\u00e4mpfer.<br>Unter den G\u00f6tzendienern, die er mit seinem Schwerte w\u00e4hrend der Schlacht t\u00f6tete, war Al-Haarith Ibn &#8218;Amr Ibn Nawfal. Nachdem die Schlacht vorbei war und die besiegten, gedem\u00fctigten K\u00e4mpfer der Quraish nach Mekka flohen, erfuhren die S\u00f6hne von Al-Haarith, dass ihr Vater get\u00f6tet wurde. Sie merkten sich den Namen des T\u00e4ters, Khubaib Ibn &#8218;Adiy, sehr gut und brannten ihn in ihre Herzen ein.<br>Die Muslime kehrten von Badr nach Medina zur\u00fcck und bauten eifrig ihre neue Gemeinde weiter aus. Khubaib war ein wahrer Diener und ein frommer Verehrer der islamischen Glaubensordnung. Er verinnerlichte das Streben nach Vollkommenheit und diente mit dem Geist eines leidenschaftlichen Liebhabers; er betete des Nachts, fastete am Tag und lobte Allah, den Herrn der Welten.<br>Als der Prophet (s.a.s.) eines Tages n\u00e4here Informationen \u00fcber die Pl\u00e4ne der Mekkaner in Erfahrung bringen wollte, bereitete er eine Expedition vor. Hierzu suchte er sich zehn seiner Gef\u00e4hrten (r.a.) aus, unter anderem Khubaib, und ernannte &#8218;Aasim ibn Thaabit zum Anf\u00fchrer. Der Trupp machte sich auf den Weg zu seinem Ziel, bis er eine Stelle zwischen &#8218;Asafaan und Mekka erreichte. Die Meldung \u00fcber den muslimischen Vorsto\u00df erreichte eine Sippe aus dem Stamm der Hudhail, die Bani Hayaan genannt wurden. Sie wiederum bereiteten 100 ihrer besten Speerm\u00e4nner vor und zogen aus, um sich den Sahaba entgegenzustellen.<br>Sie h\u00e4tten sie fast verloren, wenn nicht einer von ihnen einige fallen gelassene Dattelkerne im Sand entdeckt h\u00e4tte. Er hob sie auf, erkannte ihre Herkunft und rief laut: \u201eDies sind Dattelkerne aus Yathrib (Medina). Lasst uns diesen folgen und sie werden uns mit Sicherheit f\u00fchren&#8220;. Sie folgten den Dattelkernen und mit der erstaunlichen Navigationsf\u00e4higkeit, f\u00fcr die die Araber bekannt waren, entdeckten sie aus einer gewissen Distanz den Trupp der Prophetengef\u00e4hrten. &#8218;Aasim, der Expeditionsf\u00fchrer, bemerkte, dass sie beobachtet wurden und befahl seinen Gef\u00e4hrten, sich auf den Berggipfel zu begeben. Die 100 feindlichen Speerm\u00e4nner n\u00e4herten sich, umzingelten den Fu\u00df des Berges und belagerten die Muslime. Sie forderten sie auf, sich zu ergeben, nachdem sie ihnen versicherten, ihnen kein Leid zuzuf\u00fcgen. Die zehn Sahaba drehten sich zum Anf\u00fchrer &#8218;Aasim Ibn Thaabit Al-Asch&#8217;ariy und warteten auf seinen Befehl. Dieser sagte dann: \u201eWas mich betrifft, bei Allah, ich werde mich nie den G\u00f6tzendienern unterwerfen. M\u00f6ge Allah dem Propheten \u00fcber uns Bescheid geben&#8220;.<br>Die Speerm\u00e4nner begannen sodann, ihre Speere zu werfen. &#8218;Aasim, der Anf\u00fchrer der Sahaba, wurde verwundet und starb als M\u00e4rtyrer. Ebenso fielen weitere sieben Sahaba als M\u00e4rtyrer. Die \u00fcbrigen drei Sahaba kamen runter nachdem man ihnen Sicherheit versprochen hatte. Als aber Khubaib und Zaid Ibn Ad-Dithinnah festgebunden wurden, erkannte der dritte von ihnen den Verrat und entschied sich, dort zu sterben, wo auch &#8218;Aasim und seine Gef\u00e4hrten gefallen waren. Auch er fiel als M\u00e4rtyrer.<br>Khubaib und Zaid wurden von den verr\u00e4terischen Speerm\u00e4nnern nach Mekka verschleppt. Man erhoffte sich, sie dort verkaufen zu k\u00f6nnen. Der Name Khubaib erreichte jedes Geh\u00f6r. Die S\u00f6hne von Al-Haarith Ibn &#8218;Aamir erinnerten sich sehr gut an den Namen und waren von Boshaftigkeit und Hass \u00fcberw\u00e4ltigt. Sie beeilten sich, ihn zu kaufen. Die meisten Bewohner Mekkas, die ihre V\u00e4ter und F\u00fchrer in der Schlacht von Badr verloren hatten, stritten dar\u00fcber, wer ihn denn kaufen d\u00fcrfe, denn jeder von ihnen wollte Rache an den Muslimen nehmen. Einige andere G\u00f6tzendiener nahmen Khubaibs Gef\u00e4hrten Zaid Ibn Ad-Dithinnah und ordneten an, ihn schwer zu foltern. Khubaib vertraute sein Leben Allah an, dem Herrn der Welten. Er wandte sich mit einer starken Seele, beruhigt und furchtlos, dem Gebet zu, das von einer inneren Ruhe (Sakina) begleitet war.<br>Die G\u00f6tzendiener brachten ihm schlie\u00dflich die Nachricht \u00fcber den Tod seines Gef\u00e4hrten Zaid Ibn Ad-Dithinnah (m\u00f6ge Allah mit ihm zufrieden sein). Sie hofften, auf diese Weise seinen Willen zu brechen. Schlie\u00dflich gingen sie dazu \u00fcber, mit ihm \u00fcber seinen Glauben zu verhandeln, wobei sie ihm versprachen, sein Leben zu schonen, wenn er von seinem Glauben an Muhammad (s.a.s.) und Seinem Herrn abl\u00e4sst. Doch vergebens, Khubaib blieb absolut standhaft.<br>Khubaib (r.a.) blieb unnachgiebig und so entschlossen sie sich, ihn zu t\u00f6ten. Sie brachten ihn an einen Ort, der At-Tan&#8217;iim genannt wird; hier sollte er get\u00f6tet werden. Als sie dort ankamen, bat Khubaib um Erlaubnis, noch zwei Rak&#8217;at beten zu d\u00fcrfen. Sie erlaubten ihm dies mit der leisen Hoffnung, dass er es sich vielleicht doch noch anders \u00fcberlegen w\u00fcrde und dem Glauben an Allah und Seinen Gesandten abschw\u00f6ren w\u00fcrde.<br>Khubaib aber betete mit Ernsthaftigkeit, Sanftm\u00fctigkeit und Demut. Er sp\u00fcrte die S\u00fc\u00dfe des Glaubens im Inneren seiner Seele, sodass er sich w\u00fcnschte, ununterbrochen weiterbeten zu k\u00f6nnen. Jedoch wandte er sich den Mekkanern zu und sprach: \u201eBei Allah, w\u00e4re es nicht deshalb, weil ihr denkt, ich f\u00fcrchtete den Tod, so w\u00fcrde ich mit dem Beten fortfahren&#8220;. Dann hob er seine H\u00e4nde gen Himmel und sprach: \u201eO Allah, erfasse ihre Zahl, vernichte sie alle und lass niemanden von ihnen \u00fcbrig!&#8220;. Dann sah er ihre Gesichter scharf an und fing an zu singen: \u201eWenn ich als M\u00e4rtyrer sterbe, k\u00fcmmert es mich nicht, auf welche Art ich meinen Tod f\u00fcr Allahs Sache erfahre. Wenn Er will, wird er die getrennten Gliedma\u00dfen segnen.&#8220;<br>Sie errichteten ein riesiges Kreuz aus einem Palmenstamm und banden Khubaib daran fest. Wom\u00f6glich war es das erste Mal in der arabischen Geschichte, dass ein Todgeweihter gekreuzigt wurde.<br>Die G\u00f6tzendiener bereiteten ihre Lanzen und Schwerter vor dem gekreuzigten Khubaib vor. Khubaib jedoch strahlte eine erstaunliche Ruhe aus und verschloss nicht einmal seine Augen. Dann begannen die Speere ihn zu durchsto\u00dfen und die Schwerter sein Fleisch in St\u00fccke zu rei\u00dfen. Ein F\u00fchrer der Quraisch n\u00e4herte sich ihm und sagte: \u201eW\u00e4re es dir nicht lieber, wenn Muhammad an deiner Stelle w\u00e4re und du stattdessen gesund und sicher bei deinen Verwandten w\u00e4rst?&#8220; Dann erst brach Khubaib wie ein Gewittersturm aus und schrie seinen M\u00f6rdern zu: \u201eBei Allah, es w\u00e4re mir verhasst bei meinen Verwandten und S\u00f6hnen zu sein und weltliche Gesundheit und Wohlergehen zu genie\u00dfen, w\u00e4hrend den Propheten (s.a.s.) auch nur ein d\u00fcnner Dorn st\u00e4che&#8220;. Das waren dieselben verbl\u00fcffenden und starken Worte, die Zaid einen Tag zuvor ausgesprochen hatte.<br>An diesem Tag sagte Abu Sufyan, der bis dahin noch nicht den Islam angenommen hatte, seinen Kopf sch\u00fcttelnd und in Erstaunen versetzt: \u201eBei Allah! Noch nie habe ich jemanden gesehen, der einen anderen so liebt wie die Gef\u00e4hrten Muhammads Muhammad (s.a.s.) lieben.&#8220;<br>Khubaibs Worte waren so provokativ, dass die Speere und Schwerter nun mit noch mehr Wut und Grausamkeit seinen K\u00f6rper zerfleischten.<br>Nicht weit vom Geschehen entfernt, flogen Bussarde und andere Greifv\u00f6gel umher, als ob sie darauf warteten, dass die Schl\u00e4chter ihre Aufgabe beenden und die Stelle verlassen, damit sie \u00fcber die Leiche herfallen k\u00f6nnen. Doch sie drehten pl\u00f6tzlich ab, als ob es ihnen befohlen wurde.<br>Die Quraisch kehrten zu ihren H\u00e4usern in Mekka zur\u00fcck, w\u00e4hrend der sterbende K\u00f6rper des Khubaib zur\u00fcckblieb und von einer Gruppe von Speerm\u00e4nnern der Quraisch bewacht wurde. Als sie Khubaib am Palmenkreuz aufrichteten und festmachten, wandte er (r. a.) sein Gesicht zum Himmel und bat seinen gro\u00dfartigen Herrn: \u201eO Allah! Wir haben die Mission deines Gesandten erf\u00fcllt. Berichte ihm am fr\u00fchen Morgen dar\u00fcber, was uns zugesto\u00dfen ist.&#8220;<br>Allah erh\u00f6rte sein Gebet. In Medina war der Prophet (s.a.s.) von einem starken Gef\u00fchl ger\u00fchrt, denn seine Gef\u00e4hrten mussten eine harte Schicksalspr\u00fcfung durchmachen, und er konnte fast den gekreuzigten K\u00f6rper von einem der beiden sehen. Sofort sandte der Prophet (s.a.s.) Al-Miqdaad Ibn &#8218;Amr und Az-Zubair Ibn Al-&#8218;Awaam zu ihnen. Sie bestiegen ihre Pferde und ritten los um den Ort noch schnell zu erreichen. Allah f\u00fchrte sie zu ihrem gew\u00fcnschten Ziel. Sie machten Khubaibs K\u00f6rper los und legten ihn auf eine saubere Stelle.<br>M\u00f6ge Allah (s.w.t.) uns vor derartigem Ungemach bewahren; sollten wir doch damit gepr\u00fcft werden, so m\u00f6ge Er (s.w.t.) uns Standhaftigkeit verleihen, wie Er sie Khubaib ibn &#8218;Adiy verliehen hat. Amin!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die folgende Geschichte ist ein weiteres Zeugnis von der Lauterkeit, St\u00e4rke, Entschlossenheit, Zielstrebigkeit, Aufopferungsbereitschaft und Loyalit\u00e4t der Prophetengef\u00e4hrten (Sahaba) insbesondere Khubaib ibn `Adiys. 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