{"id":9775,"date":"2013-12-18T00:00:00","date_gmt":"2013-12-18T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9775"},"modified":"2013-12-18T00:00:00","modified_gmt":"2013-12-18T00:00:00","slug":"riesiger-zwerg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9775","title":{"rendered":"Riesiger Zwerg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 26.11.2013 sorgte ein provokativer Flug zweier US-Kampflugzeuge f\u00fcr internationales Aufsehen. Die strategischen Bomber des Typs B-52, die mit bis zu zwanzig Atomsprengk\u00f6pfen best\u00fcckt werden k\u00f6nnen, durchkreuzten demonstrativ die von China neu geschaffene und zwischen der s\u00fcdlichsten Hauptinsel Japans und dem chinesischen Festland gelegene \u201eLuftverteidigung und Identifizierungszone&#8220;(ADIZ).<br>Nachdem das chinesische Milit\u00e4r in erh\u00f6hte Alarmbereitschaft versetzt wurde, machte sich die Sorge vor einer milit\u00e4rischen Konfrontation in der strategisch und wirtschaftlich bedeutsamen Region breit. W\u00e4hrend der Spiegel von einer \u201eaufgeheizten Stimmung&#8220; sprach, f\u00fchlte sich die sonst nicht gerade f\u00fcr Sensationsjournalismus bekannte FAZ gar an den Vorabend des ersten Weltkrieges erinnert. In apokalyptisch anmutendem Tonfall schrieb das Blatt am 07.12.2013: \u201eChina und Japan haben alte Rechnungen offen, so wie seinerzeit Deutschland und Frankreich nach dem Krieg von 1870\/71. Auch die B\u00fcndnisverflechtungen von damals sind da: Die Vereinigten Staaten von Amerika als Gro\u00dfmacht etwa ist mit Japan, Korea und Taiwan alliiert &#8211; und damit gewisserma\u00dfen gegen China und gegen Nordkorea.&#8220;<br>Bereits in den vergangenen Jahren wurde das hohe Konfliktpotential der Pazifikregion von Experten immer wieder betont. Dabei m\u00fcsse insbesondere China mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern als gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Fernen Ostens gesehen werden. Sp\u00e4testens durch die von Deng Xiaoping eingeleiteten Wirtschaftsreformen im Jahre 1979 wurden die Weichen f\u00fcr den rasanten Aufstieg des heutigen Exportweltmeisters gestellt. Parallel zum \u00f6konomischen Erfolg wuchsen die R\u00fcstungsausgaben auf ca. 143 Milliarden USD an und so gilt die Volksbefreiungsarmee mittlerweile als die schlagkr\u00e4ftigste in der Region. Im Jahre 2020 werde China sogar im Stande sein, das als abtr\u00fcnnig betrachtete Taiwan anzugreifen, so der \u201e2013 ROC National Defense Report&#8220; des taiwanesischen Verteidigungsministeriums. In einem aktuellen Bericht des Pentagons an den US-Kongress wird ebenfalls konstatiert, dass sich die chinesischen Anrainer durch die R\u00fcstungspolitik Pekings zunehmend bedroht s\u00e4hen. Selbst auf globaler Ebene m\u00fcsse in Zukunft immer st\u00e4rker mit dem Reich der Mitte gerechnet werden, da es durch seine wirtschaftliche und milit\u00e4rische St\u00e4rke auch seinen politischen Ambitionen zunehmend Geltung verschaffen k\u00f6nne. Vor diesem Hintergrund m\u00fcsse die am 23. November neu geschaffene und teilweise \u00fcber internationalen Gew\u00e4ssern gelegene chinesische Luftverteidigungszone ADIZ als Auftakt f\u00fcr die immer deutlicher zu Tage tretenden Machtanspr\u00fcche Pekings gesehen werden.<br>Als besonders brisant gilt in diesem Kontext die Tatsache, dass in dem von der ADIZ eingeschlossenen Gebiet die sogenannte Senkaku-Inselgruppe liegt, welche sowohl von China, als auch von Japan beansprucht wird. Nachdem die USA im Jahre 1972 die besagten Inseln an japanische Spekulanten ver\u00e4u\u00dferten, formulierten die Chinesen formell ihren Anspruch auf die im Jahre 1894 und 1895 vom japanischen Kaiserreich annektierten Eilande. Im Herbst 2012 erkl\u00e4rte die japanische Regierung die drei unbewohnten Inseln zu japanischem Hoheitsgebiet. Hierauf folgte eine Protestwelle, die sich in antijapanischen Demonstrationen in einigen Metropolen Chinas \u00e4u\u00dferte. Peking hielt als Ausdruck seiner Entschlossenheit eine Reihe von Seeman\u00f6vern ab, wodurch eine Spirale gegenseitiger Provokationen in Gang gesetzt wurde. Japan demonstrierte zuletzt im November 2013 seine St\u00e4rke durch eine gro\u00df angelegte Milit\u00e4r\u00fcbung, an der rund 34.000 Soldaten japanischer Land-, Luft- und Seestreitkr\u00e4fte beteiligt waren. Insbesondere der massive Einsatz von hochmodernen Antischifsraketen des Typs 88, \u00fcberraschte die chinesische Admiralit\u00e4t und offenbarte die Verletzlichkeit der eigenen maritimen Streitkr\u00e4fte.<br>Vor diesem Hintergrund muss die von China geschaffene Luftverteidigungszone zun\u00e4chst als Teil des Kr\u00e4ftemessens zwischen China auf der einen und Japan und S\u00fcdkorea auf der anderen Seite verstanden werden. Denn die von der \u00d6ffentlichkeit kaum erw\u00e4hnte Tatsache der Existenz einer \u201eKoreanischen Luftverteidigung und Indentifizierungszone&#8220; (KADIZ), welche bereits in den 50er Jahren von den USA errichtet wurde, belegt die gewichtige Rolle S\u00fcdkoreas im Kampf der M\u00e4chte im pazifischen Raum. Die koreanische Antwort auf Chinas derzeitige Initiative bestand in der signifikanten Erweiterung der eigenen Luftverteidigungszone, tief in das Ostchinesische Meer hinein. Seoul zeigt sich auf diese Weise als starker Widersacher Chinas und gleichzeitig als Teil einer starken Allianz, welche die Pazifikregion dominiert und die dortige Nachkriegsordnung aufrechterh\u00e4lt. Diese Ordnung wurde nach dem Sieg \u00fcber Japan im Jahre 1945 durch die Schaffung einer Reihe von US-Protektoraten in der Region realisiert, welche von einer enormen Dichte amerikanischer Streitkr\u00e4fte gepr\u00e4gt waren. So nutzte die US-Navy besonders die Archipele der Philippinen, Malaysias und Indonesiens als Marinest\u00fctzpunkte und errichtete Flugbasen in Thailand, S\u00fcdkorea und Japan. Insgesamt befanden sich in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mehrere Hunderttausend US-Soldaten auf den im pazifischen Raum verteilten St\u00fctzpunkten. Auch w\u00e4hrend der Phase der verst\u00e4rkten Emanzipierung jener Staaten und ihrer formellen Entlassung in die Unabh\u00e4ngigkeit sicherten die USA durch verschiedenste Abkommen den Erhalt ihrer St\u00fctzpunkte in der Region. So befinden sich beispielsweise auf Basis des im Jahre 1960 zwischen den USA und Japan geschlossenen bilateralen Sicherheitsvertrages immer noch 47.000 US-Soldaten auf japanischem Boden. Auch die Pazifikflotte der USA, welche als st\u00e4rkster Flottenverband der Welt gilt, h\u00e4lt regelm\u00e4\u00dfig Man\u00f6ver mit seinen Verb\u00fcndeten im ostpazifischen Raum ab.<br>Neben der unverminderten milit\u00e4rischen Omnipr\u00e4senz der Vereinigten Staaten handelt es sich bei ihren ehemaligen Protektoraten und heutigen Verb\u00fcndeten zudem um hochger\u00fcsteten Nationen. So besitzt das als pazifistisch geltende Japan mit 59,3 Milliarden USD den f\u00fcnfth\u00f6chsten R\u00fcstungsetat der Welt und liegt mit damit mit einem Staat wie Gro\u00dfbritannien gleichauf. Das Land ist im Gegensatz zu vielen anderen Staaten mit hohen R\u00fcstungsausgaben aufgrund seinen hochindustrialisierten Strukturen und der heimischen R\u00fcstungsindustrie in der Lage, seine Milit\u00e4rkapazit\u00e4ten innerhalb k\u00fcrzester Zeit um ein vielfaches zu erh\u00f6hen. Da Japan die entsprechende Expertise und Infrastruktur besitzt, k\u00f6nnte es im Ernstfall selbst eine massive atomare Aufr\u00fcstung binnen weniger Monate realisieren. Bereits im Jahre 2006 deutete Tokyo seine diesbez\u00fcgliche F\u00e4higkeit im Zusammenhang mit den nordkoreanischen Atomwaffentests an. J\u00fcngst k\u00fcndigte zudem Ministerpr\u00e4sident Shinzo Abe in einer Rede vor dem heimischen Parlament \u201edas Ende der pazifistischen&#8220; Doktrin seines Landes an und so ist in den kommenden Jahren mit einer intensiven Aufr\u00fcstung der Offensivkr\u00e4fte Japans zu rechnen. Experten rechnen gar mit einer Verdoppelung des Milit\u00e4retats, wodurch das Land der aufgehenden Sonne im internationalen Ranking nur knapp hinter China Platz drei belegen w\u00fcrde. Auch S\u00fcdkorea besitzt mit seiner 680.000 Mann starken Armee und einem R\u00fcstungsetat von 31,7 Milliarden USD, also einem fast doppelt so hohem wie dem der T\u00fcrkei, \u00fcber eine der schlagkr\u00e4ftigsten Armeen der Welt. Das hochindustrialisierte Land besitzt unter anderem die weltweit gr\u00f6\u00dften Schiffswerften und produziert eigenst\u00e4ndig U-Boote, Fregatten und Zerst\u00f6rer. Die koreanische R\u00fcstungsindustrie, die inzwischen zu den international gr\u00f6\u00dften geh\u00f6rt, beliefert von Maschinengewehren bis hin zu Panzern modernstes Kriegsger\u00e4t selbst an NATO-Staaten. Die Angaben des \u201eStockholm International Peace Research Institute&#8220; (SIPRI), welche von einer Verzehnfachung der R\u00fcstungsexporte seit 2006 sprechen, belegen die F\u00e4higkeit S\u00fcdkoreas im Kriegsfall seine 4,5 Millionen Reservisten entsprechend ausr\u00fcsten zu k\u00f6nnen. J\u00fcngst intensivierte Seoul zudem seine Kooperation mit dem sich ebenfalls in der antichinesischen Allianz befindendem Taiwan. Der Inselstaat besitzt mit seinen 23,34 Millionen Einwohnern und j\u00e4hrlichen Milit\u00e4rausgaben von rund 12,5 Milliarden USD einen der h\u00f6chsten Pro-Kopf-Milit\u00e4retats der Welt. Taipeh verf\u00fcgt f\u00fcr seine Gr\u00f6\u00dfe eine \u00fcber unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig starke Luftwaffe und Marine, welche auf eigens produzierte Kriegsschiffe zur\u00fcckgreifen kann. Mit seinen 200 Patriot-PAC 2 Luftabwehrraketen kann sein Milit\u00e4r feindliche Kampfjets zerst\u00f6ren, noch bevor diese in den taiwanesischen Luftraum eindringen.<br>Japan, S\u00fcdkorea und Taiwan bilden jedoch nur den ersten Verteidigungsring in der antichinesischen Allianz. Hinzu kommen in der pazifischen Peripherie Australien, Indonesien, Thailand und die Philippinen, welche sich offen zu der amerikanischen Containment-Politik zum Nachteil Chinas bekennen. Selbst ohne milit\u00e4rische US-Unterst\u00fctzung k\u00f6nnte diese Allianz China Paroli bieten und so wird klar, dass die Volksrepublik nicht im Stande ist, aggressive Expansionspolitik zu betreiben. Da sich diese Umklammerung durch die Konkurrenten Russland und Indien auch auf dem asiatischen Festland fortsetzt, befindet sich Peking in einer geopolitisch h\u00f6chst ung\u00fcnstigen Lage, die das Land zwingt, eine Doktrin der Selbsterhaltung zu verfolgen.<br>Dieses Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zwischen China und seinen pazifischen Rivalen spiegelt sich ebenso in der wirtschaftlichen Situation wieder. Denn w\u00e4hrend Japan, Taiwan und S\u00fcdkorea gemeinsam ein Exportvolumen von circa 1700 Milliarden USD aufweisen, ist die Ausfuhr Chinas nur unwesentlich h\u00f6her, obwohl es eine sechs Mal so gro\u00dfe Bev\u00f6lkerung besitzt. Auch das Bruttoinlandsprodukt des Exportweltmeisters liegt bei entsprechender Pro-Kopf-Berechnung weit unter dem Japans, Taiwans und S\u00fcdkoreas zur\u00fcck. Dar\u00fcber hinaus ist Chinas Wirtschaft nach wie vor von ausl\u00e4ndischen Investoren wie VW, Mercedes oder Apple abh\u00e4ngig. Die solide Wirtschaftsleistung seiner Rivalen hingegen ist gr\u00f6\u00dftenteils auf einheimische Konzerne wie Toyota, Mitsubishi, Samsung, Sony, KIA, LG oder Daewoo zur\u00fcckzuf\u00fchren. Allein die Tatsache mehrerer hundert Milliarden schwerer Investitionen des abtr\u00fcnnigen Taiwans in China belegt, dass Peking sogar am Nabel seiner Feinde h\u00e4ngt. Hinzu kommen die enorme Exportabh\u00e4ngigkeit des \u201echinesischen Wirtschaftswunders&#8220; und die Schw\u00e4che des eigenen Binnenmarktes. Eine Tatsache, die besonders durch die im Jahre 2008 ausgel\u00f6ste Wirtschaftskrise deutlich vor Augen gef\u00fchrt wurde. Der Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger Paul Krugman sagte diesbez\u00fcglich: \u201eDie Zeichen sind nun nicht mehr zu \u00fcbersehen: China befindet sich in einer sehr problematischen Situation. Wir sprechen nicht von einem geringen R\u00fcckschlag, sondern von etwas Fundamentalem. Die gesamte Art des Landes zu wirtschaften, das \u00f6konomische System, welches drei Jahrzehnte beeindruckendes Wachstum vorzuweisen hat, ist an seine Grenzen gesto\u00dfen. Man k\u00f6nnte sagen, das chinesische Modell steht kurz davor, gegen eine gro\u00dfe Mauer zu prallen und dass die einzige Frage darin besteht, wie schlimm die bevorstehende Krise sein wird.&#8220; Im Gegensatz zu Japan, Taiwan und S\u00fcdkorea, die eine breite Mittelschicht aufweisen k\u00f6nnen, existiert im Reich der Mitte zus\u00e4tzlich ein enormes Wohlstandsgef\u00e4lle. So befindet sich laut einer Studie der Boston Consulting Group rund 70% des Verm\u00f6gens in den H\u00e4nden von gerade einmal 0,2% der Bev\u00f6lkerung. W\u00e4hrend in den Metropolen an Chinas Ostk\u00fcste ein Wolkenkratzer nach dem anderen hochgezogen wird, leben Millionen von Chinesen nach wie vor unterhalb der Armutsgrenze. \u201eMan darf nicht vergessen, dass der gegenw\u00e4rtige Erfolg Chinas darauf basiert, dass 300 Millionen Menschen eine Milliarde unterbezahlte Arbeiter ausbeuten. Das Rechtssystem ist unfair und die ungerechte Verteilung des Reichtums verkompliziert die Situation zus\u00e4tzlich&#8220;, so der renommierte Soziologie-Professor Zhou Xiaosheng der chinesischen Renmin Universit\u00e4t. Die vorprogrammierten sozialen Spannungen \u00e4u\u00dferten sich in den vergangenen Jahren in zahlreichen Demonstration und Unruhen in den l\u00e4ndlichen Gebieten Zentralchinas; es kann also keinesfalls von einer sozio-politischen Stabilit\u00e4t der chinesischen Gesellschaft gesprochen werden.<br>Unter Ber\u00fccksichtigung all dieser Faktoren wird deutlich, dass sich China entgegen aller anderweitigen Behauptungen nicht auf einem aggressiven Expansionskurs befindet. Die milit\u00e4rische Umklammerung, die wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit von westlichen Investoren und Absatzm\u00e4rkten, sowie der \u00e4u\u00dferst fragile soziale Frieden des Landes offenbaren die politische Schw\u00e4che der Volksrepublik. Eine Schw\u00e4che, welche sich auch in der aktuellen Reaktion der chinesischen Regierung auf die fast t\u00e4glichen Provokationen seiner Anrainer und der USA \u00e4u\u00dfert. W\u00e4hrend die USA, S\u00fcdkorea und Japan wiederholt die chinesische Luftverteidigungszone missachteten, verletzten taiwanesische Kampflugzeuge die ADIZ innerhalb weniger Wochen ganze drei\u00dfig Mal. Abseits der nicht gerade beeindruckenden \u201eMachtdemonstration&#8220; Chinas, welche in der Aussendung seines einzigen und von der ehemaligen Sowjetunion ausgemusterten Flugzeugtr\u00e4gers in die betroffenen Gew\u00e4sser bestand, spricht auch die rhetorische Reaktion chinesischer Offizieller und Kommentatoren f\u00fcr sich. So lie\u00df das Verteidigungsministerium Chinas lediglich verlauten, es habe die amerikanischen Bomber \u201ebeobachtet&#8220; und \u201eidentifiziert&#8220;, ungeachtet der Tatsache, dass fliegende B-52 Bomber unter Umst\u00e4nden selbst mit blo\u00dfem Auge gesichtet werden k\u00f6nnen. Ausf\u00fchrungen, die nur noch durch die Aussage des Professors Sun The der Tsinghua-Universit\u00e4t in Peking \u00fcbertroffen werden k\u00f6nnen: \u201eWenn die USA noch einmal zwei oder drei derartige Fl\u00fcge ansetzen, dann wird China gezwungen sein, zu reagieren.&#8220; Wie ernst es die chinesische F\u00fchrung meint, wird sich in Zukunft sicherlich zeigen; schlie\u00dflich sagte US-Vizepr\u00e4sident Joe Biden v\u00f6llig unverbl\u00fcmt, dass die Vereinigten Staaten die von China beanspruchte Zone \u201enicht anerkennen&#8220; w\u00fcrden. Auch werden amerikanische Milit\u00e4rflugzeuge \u201eweiter normal fliegen, ohne auf die Zone R\u00fccksicht zu nehmen&#8220;, so ein weiterer US-Beamter des B\u00fcros des Vizepr\u00e4sidenten.<br>Die Ank\u00fcndigung seitens der USA, die ADIZ nicht anzuerkennen und weiterhin seine Luftwaffe in Chinas Vorgarten uneingeschr\u00e4nkt operieren zu lassen, offenbart das tats\u00e4chliche Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis beider L\u00e4nder. China besitzt weder die konventionellen milit\u00e4rischen Mittel, noch den politischen Willen, den Kampf gegen die Vereinigten Staaten und seine Verb\u00fcndeten aufzunehmen. Das wichtigste Anliegen der chinesischen Regierung besteht vielmehr darin, \u201eseine eigene Bev\u00f6lkerung zu ern\u00e4hren&#8220;, wie es einst der ehemalige Staatspr\u00e4sident Hu Jintao gegen\u00fcber Angela Merkel betonte. Das Reich der Mitte ist mit seinen enormen Problemen weit davon entfernt, die USA als Supermacht abzul\u00f6sen und so entpuppt sich der \u201eRote Drache&#8220; bei genauerer Betrachtung nur als riesiger Zwerg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26.11.2013 sorgte ein provokativer Flug zweier US-Kampflugzeuge f\u00fcr internationales Aufsehen. 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