{"id":9806,"date":"2012-08-17T00:00:00","date_gmt":"2012-08-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9806"},"modified":"2012-08-17T00:00:00","modified_gmt":"2012-08-16T22:00:00","slug":"ein-meilenstein-fuer-die-integration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9806","title":{"rendered":"Ein Meilenstein f\u00fcr die Integration"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto: Schavan (r.) bei der Einweihung des Zentrums in T\u00fcbingen<br>Mit einem sogenannten Festakt er\u00f6ffnete am 16.01.2012 das bundesweit erste \u201eZentrum f\u00fcr islamische Theologie&#8220; an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die CDU-Politikerin und amtierende Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Die studierte Philosophin und katholische Theologin betonte dabei die Wichtigkeit des Projekts und nannte das Institut \u201eeinen Meilenstein f\u00fcr die Integration&#8220;. Zudem sei das Islamzentrum der T\u00fcbinger Universit\u00e4t lediglich der Anfang in einem bisher beispiellosen Projekt in der Bundesrepublik und sogar in ganz Europa. Weiterhin seien n\u00e4mlich drei weitere Zentren dieser Art geplant, welche jeweils in M\u00fcnster\/Osnabr\u00fcck, Frankfurt und Erlangen entstehen sollen. Ausschlaggebend f\u00fcr die Umsetzung dieses Projekts war eine Empfehlung des \u201eWissenschaftsrates&#8220;, der dem Bund die Einrichtung solcher Zentren nahe legte.<br>Zweck dieser Islamzentren ist die Ausbildung \u201eaufgekl\u00e4rter islamischer Theologen&#8220;, welche anschlie\u00dfend als Imame und Religionslehrer in deutschen Moscheen und schulischen Einrichtungen fungieren sollen. Speziell f\u00fcr die Realisierung eines funktionierenden Islamunterrichts an deutschen Schulen werden in den n\u00e4chsten Jahren f\u00fcr rund 700.000 muslimische Sch\u00fcler 2.000 Lehrer ben\u00f6tigt. Die Er\u00f6ffnung des T\u00fcbinger Zentrums f\u00fcr islamische Theologie legt somit einerseits den Grundstein f\u00fcr das Projekt des schulischen Islamunterrichts; andererseits sollen die \u201eaufgekl\u00e4rten Imame&#8220; dem Einfluss konservativer Str\u00f6mungen in deutschen Moscheen entgegengewirken. Integrationspolitiker seien diesbez\u00fcglich \u00fcberzeugt, dass dadurch viel f\u00fcr die Integration der rund vier Millionen Muslime und der kommenden muslimischen Generationen in Deutschland getan werde. Schavan hofft ferner darauf, dass das neue Zentrum \u201edie gro\u00dfe Chance, auch den Dialog mit den christlichen Religionen zu f\u00f6rdern&#8220; biete. Des Weiteren soll durch die akademische Erfahrung im Umgang mit der Religion die Modernisierung der islamischen Theologie gef\u00f6rdert werden. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcsse den Nachwuchstheologen an der Universit\u00e4t klargemacht werden, dass der Glaube \u201egedacht werden muss&#8220; und dass Religion \u201eKl\u00e4rung und Aufkl\u00e4rung&#8220; brauche.<br>Einen sanften Eindruck, was Frau Schavan unter aufgekl\u00e4rtem Islam versteht, bieten fr\u00fchere Aussagen der (un)gl\u00e4ubigen Christin. Auf eine Anspielung seitens der \u201eTAZ&#8220; bez\u00fcglich der prek\u00e4ren Situation, dass eine islamische Theologiestudentin, welche das Kopftuch trage, durchaus auch in Erw\u00e4gung ziehen k\u00f6nnte, an deutschen Schulen zu unterrichten, antwortete Schavan: \u201eWenn sie Lehrerin werden will, muss sie sich entscheiden.&#8220; Auf die explizite Frage, ob sie als Lehrerin ihr Kopftuch ablegen m\u00fcsse, entgegnete Schavan diesem Szenario mit einem unverbl\u00fcmten \u201eJa&#8220;. Dies l\u00e4ge daran, dass das Kopftuch nicht lediglich ein religi\u00f6ses Symbol darstelle; somit sei das besagte Kleidungsst\u00fcck auch nicht mit der Kippa eines Juden gleichzusetzen. Die Haltung Schavans \u00fcberrascht keineswegs, war sie es doch, die ihrer Zeit als Kulturministerin Baden-W\u00fcrttembergs das Kopftuch als Ausdruck kultureller Abgrenzung bewertete und es darum f\u00fcr muslimische Lehrerinnen verbot, w\u00e4hrend katholische Nonnen weiter im vollen Habit Unterricht erteilen durften. Eine Position, zu der die Theologin auch in ihrem aktuellen Posten als Bildungsministerin offen steht. So sagte sie diesbez\u00fcglich: \u201eGenau. Ich w\u00fcrde es heute wieder tun. Denn ich bin nach wie vor der Meinung, die Lehrerin ist eine Vertreterin des Staates.&#8220; In einem Interview mit der Zeit legte sie ihre feindliche Einstellung gegen\u00fcber dem Islam offen dar, indem sie ausf\u00fchrte, dass sie die Gewalt im Namen der Religion und die Feststellung, Religion und Politik seien eins, abschrecke. Ein Grund f\u00fcr die staatliche Finanzierung islamischer Lehrst\u00fchle an deutschen Universit\u00e4ten sei, das Verh\u00e4ltnis zwischen Religion und Politik zu kl\u00e4ren. Denn wenn es so w\u00e4re, dass sich Islam und Demokratie widerspr\u00e4chen, dann m\u00fcsste sich der Muslim entweder von seinem Glauben oder von Europa verabschieden!<br>Das, was Annette Schavan hier diplomatisch als \u201ekl\u00e4ren&#8220; bezeichnet, ist in Wahrheit eine Aufforderung, den Islam in das kapitalistisch\u2013s\u00e4kulare Korsett zu zwingen. Bleiben sollen nur noch rudiment\u00e4re Inhalte der islamischen Theologie und damit ein Islam, der diese Bezeichnung nicht mehr verdient.<br>Der Islam darf jedoch keinesfalls unter dem Diktat einer anderen Ideologie neu erfunden werden. Sowohl die Demokratie als auch die kulturelle Integration in die St\u00e4tte des Unglaubens (Dar al-Kufr) als auch s\u00e4mtliche Dialogversuche im Rahmen der westlichen Agenda als auch die Lossagung von eindeutigen islamischen Verpflichtungen wie dem Jihad, dem t\u00e4glichen Gebet und den Kleidungsvorschriften der muslimischen Frau sind unvereinbar mit dem Islam.<br>Die Demokratie ist ein Regierungssystem, welches zum einen auf der Trennung von Staat und Religion basiert und zum anderen den Menschen &#8211; in Form des Parlamentes oder der Volksabstimmung &#8211; zum Souver\u00e4n erhebt.<br>Allah (s. w. t.) sagt jedoch im Qur&#8217;an:<br>Die Gesetzgebung obliegt einzig Allah. Er hat befohlen, nur ihm zu dienen.<br>(Sura 12, Aya 40)<br>Was nun das Bestreben des deutschen Staates anbelangt, die Muslime von bestimmten Aspekten des Islam abzubringen, da diese den Interessen der Kuffar widersprechen, so wird auch dieser Versuch von uns Muslimen kategorisch abgelehnt.<br>Allah (s. w. t.) droht im Qur&#8217;an in deutlicher Weise jenen, die einen Kompromiss wagen:<br>Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen Teil? F\u00fcr diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es aber keine andere Vergeltung au\u00dfer Schande in diesem Leben und am Tage der Auferstehung werden sie der strengsten Bestrafung zugef\u00fchrt werden.<br>Des Weiteren ziemt es sich nicht f\u00fcr einen Muslim, sich im kulturellen Sinne in eine St\u00e4tte des Unglauben zu integrieren oder sich auf irgendeine andere Art und Weise fremden Ideologien anzun\u00e4hern.<br>Allah (s. w. t.) verdeutlicht in Seinem edlen Buch:<br>Die da glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit vermengen &#8211; sie sind es, die Frieden haben sollen und die rechtgeleitet sind. (Sura 6, Aya 82)<br>Auch der interreligi\u00f6se Dialog gem\u00e4\u00df der westlichen Agenda widerspricht dem Islam in jeder Hinsicht. So zielt dieser unter anderem darauf ab, Gemeinsamkeiten zwischen den sogenannten Weltreligionen zu betonen, Differenzen zu verschleiern und den Wahrheitsanspruch des Islam zu untergraben.<br>Und Allah (s. w. t.) macht die Fronten zwischen Glaube und Unglaube deutlich:<br>Ihr habt bereits ein vortreffliches Beispiel an Abraham und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: \u201eWir haben nichts mit euch noch mit dem zu schaffen, was ihr statt Allah anbetet. Wir verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar f\u00fcr immer Feindschaft und Hass entstanden, (so lange) bis ihr einzig an Allah glaubt!<br>(Sura 60, Aya 4)<br>Die Muslime sind sich dessen bewusst. Es ist mit der Erlaubnis Allahs (s.w.t.) eine Zeit der R\u00fcckbesinnung auf den Islam angebrochen. Dies stellt eine deutliche Tatsache dar, die sich bei der Ummah auf der ganzen Welt ebenso zeigt wie bei den Muslimen in Deutschland und anderen westlichen Staaten. Die Muslime halten zunehmend an ihrer Ideologie fest, w\u00e4hrend die j\u00fcngsten Entwicklungen die h\u00e4ssliche Fratze der westlichen Ideologie offenlegen \u2013 klar erkennbar f\u00fcr jedermann. Jeder Muslim, der den Zustand der politischen Naivit\u00e4t und Blau\u00e4ugigkeit hinter sich gelassen hat, ist sich des globalen Konflikts zwischen Islam und Kapitalismus bewusst. Um das Wiedererwachen der islamischen Ummah aufzuhalten, bedarf es gr\u00f6\u00dferer Anstrengungen als den Aufbau von Islamzentren, in denen lediglich unwissenschaftlich relativiert wird und Werke verwirrter Philosophen wie Ibn Sina gelehrt werden. Jene Muslime, die diesbez\u00fcglich keine klare Vorstellung besitzen oder sich gar auf diese Islamzentren freuen, sollten sp\u00e4testens jetzt die Realit\u00e4t solcher Indoktrinationszentren, in denen den Menschen der Unglauben nahegelegt wird, als deutliches Zeichen f\u00fcr den Kampf der Kulturen erkennen, auf dass auch dieses Projekt kl\u00e4glich scheitert.<br>Der ehemaligen Vizepr\u00e4sidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) Annette Schavan empfehlen wir, zur besseren Reflexion ihres Islamprojekts, einen Blick nach China zu werfen. Dort wurde unter der Regie der kommunistischen Partei das wichtigste Dogma, n\u00e4mlich die unbefleckte Empf\u00e4ngnis, aus der christlichen Lehre gestrichen. Dieser Dolchsto\u00df der chinesischen Regierung hatte kein geringeres Ziel als die Vernichtung der christlichen Integrit\u00e4t. Jeder \u00fcberzeugte Katholik w\u00fcrde sich nach Kr\u00e4ften dieser Willk\u00fcr entgegensetzen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sollte sich darauf einstellen, dass auch jeder \u00fcberzeugte Muslim in Deutschland opponieren wird, falls die sogenannten Integrationsprojekte bzw. Manipulationsversuche kein Ende finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem sogenannten Festakt er\u00f6ffnete am 16.01.2012 das bundesweit erste \u201eZentrum f\u00fcr islamische Theologie&#8220; an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die CDU-Politikerin und amtierende Bundesbildungsministerin Annette Schavan. 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