{"id":9872,"date":"2012-03-03T00:00:00","date_gmt":"2012-03-03T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9872"},"modified":"2012-03-03T00:00:00","modified_gmt":"2012-03-03T00:00:00","slug":"absage-der-kalifatskonferenz-erklaerung-zur-pressekonferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9872","title":{"rendered":"Absage der Kalifatskonferenz &#8211; Erkl\u00e4rung zur Pressekonferenz"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ehrenwerte Geschwister, sehr geehrte Damen und Herren!Aus gewichtigen Gr\u00fcnden sahen wir uns leider gen\u00f6tigt die Kalifatskonferenz am 10. M\u00e4rz in \u00d6sterreich abzusagen. Einige dieser Gr\u00fcnde sind in der folgenden Presseerkl\u00e4rung von D. I. Shaker Assem, dem Mediensprecher von Hizb-ut-Tahrir, angef\u00fchrt.Wir bitten um Verst\u00e4ndnis und um euren Dua.Euer KonferenzteamIm Folgenden die Erkl\u00e4rung<strong>Im Namen Allahs, des Erbarmungsvollen des Barmherzigen<\/strong>Meine sehr verehrten Damen und Herren,ich hei\u00dfe sie recht herzlich zu unserer heutigen Pressekonferenz willkommen, in der wir im Namen unserer Organisation zu den Ereignissen rund um die geplante Kalifatskonferenz und ebenso zu dem von Kardinal Sch\u00f6nborn gegen uns erteilte Predigtverbot im Afro-Asiatischen Institut Stellung nehmen m\u00f6chten.Hizb-ut-Tahrir ist bekanntlich eine politische Partei, deren Ideologie der Islam und deren Ziel die Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise durch die Wiedererrichtung des islamischen Staates \u2013 des Kalifats \u2013 in der islamischen Welt ist.Die Methode zur Erreichung dieses Zieles ist aus unserer religi\u00f6sen \u00dcberzeugung heraus eine absolut gewaltfreie. Jede Ver\u00e4nderung muss im Kopf der Menschen beginnen, unsere einzige Waffe ist das Wort.Wir laden zum Islam als Lebensordnung ein. Dieser beinhaltet Regelungen f\u00fcr s\u00e4mtliche Bereiche menschlichen Handelns und bietet unserer \u00dcberzeugung nach die richtigen L\u00f6sungen f\u00fcr die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Probleme, unter denen die Menschheit heute leidet.Mit der von uns geplanten Kalifatskonferenz wollten wir eben diese L\u00f6sungen vorstellen und das Kalifat als Staatsmodell einer breiteren \u00d6ffentlichkeit bekannt machen. Deshalb wurde diese Konferenz von uns auch \u00f6ffentlich beworben, weil wir gerade mit Nichtmuslimen in \u00d6sterreich in einen ungezwungenen \u2013 auch kritischen &#8211; Dialog treten wollten, um ihnen die Angst vor dem Islam zu nehmen und die falschen Vorurteile bei ihnen abzubauen. Gerade wegen des \u00e4u\u00dferst negativen Islambildes in der westlichen \u00d6ffentlichkeit, halten wir so einen Dialog f\u00fcr besonders wichtig.Denn gerade im Hinblick auf den arabischen Fr\u00fchling und die Umbr\u00fcche in der islamischen Welt ist erkennbar, dass der politische Islam eine immer wichtigere Rolle einnehmen wird. So haben bei den ersten Wahlen im Nach-Mubarak-\u00c4gypten die so genannten \u201eIslamisten\u201c \u00fcber siebzig Prozent der Stimmen erzielt. Ein klarer Beweis daf\u00fcr, dass die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung den Islam im Staat verwirklich sehen will.Und dies sind nur die Vorzeichen einer grundlegenden Ver\u00e4nderung, die letztlich mit Sicherheit zur Gr\u00fcndung des Kalifats f\u00fchren werden. Die R\u00fcckkehr des Kalifats ist so sicher, wie Sie hier vor mir sitzen, meine sehr verehrten Damen und Herren.Nun stellt sich die Frage, wie der Westen und vor allem Europa als direkter Nachbar der islamischen Welt damit umgehen wird? Will man weiter den Kopf in den Sand stecken, sich der Realit\u00e4t verweigern und das eigene s\u00e4kulare Modell als einzig heilstiftend lobpreisen? Oder will man endlich vom hohen Ross heruntersteigen, auf die Muslime unvoreingenommen zugehen und sich mit dem Islam als staatspr\u00e4gende Lebensordnung sachlich auseinandersetzen? Ist nicht gerade hier ein Dialog besonders wichtig?Abseits von der politisch-ideologischen Ausrichtung, die der Einzelne haben mag, geht es vor allem auch um einen sachlichen Diskurs \u00fcber die L\u00f6sungsmodelle f\u00fcr die vielen Krisen, mit denen die Welt heute zu k\u00e4mpfen hat. Weder hat der Kommunismus funktioniert noch hat der Kapitalismus zum Wohle der Menschheit gef\u00fchrt, wie wir es heute sehen k\u00f6nnen. Da w\u00e4re es doch eigentlich an der Zeit, sich mit alternativen L\u00f6sungsmodellen auseinanderzusetzen.Mit der Kalifatskonferenz wollten wir eines dieser L\u00f6sungsmodelle vorstellen und in einen sachlichen Dialog eintreten, auf dass sich die Menschen ein eigenes Bild machen und selbst entscheiden, was von diesem Staatsmodell zu halten ist. Weder wollten wir provozieren noch f\u00fcr eine so aufgeheizte Stimmung sorgen. Wir wollten den sachlichen Dialog. Diesen will man hier aber offenbar nicht. Auch sind wir durch mehrere Ma\u00dfnahmen, die in der letzten Woche seitens der Beh\u00f6rden gegen die Konferenz gesetzt worden sind, zur Erkenntnis gelangt, dass sich offenbar der Staat selbst durch diese Konferenz herausgefordert f\u00fchlt. Und das ist etwas, was wir \u00fcberhaupt nicht wollen.Aus diesen Gr\u00fcnden haben wir uns nach reiflicher \u00dcberlegung und interner Beratung entschieden, dass die Konferenz nicht stattfinden soll. Es ist schade, dass ein sachlicher Dialog in \u00d6sterreich zu diesem Thema offenbar nicht m\u00f6glich ist.Man sollte sich in diesem Lande auch fragen, wo die viel gepriesene Meinungsfreiheit geblieben ist? Wird sie nur dem gew\u00e4hrt, der sich im politischen Mainstream befindet, dem anderen aber, der Kritik an den fundamentalen Regeln \u00e4u\u00dfert, verweigert? Wird damit nicht ein fundamentaler Wert der hiesigen Gesellschaft zu Grabe getragen? Nichts ist gef\u00e4hrlicher f\u00fcr den Fortbestand eines Gesellschaftssystems, als wenn die Unantastbarkeit seiner fundamentalen Regeln in Frage gestellt wird.Hizb-ut-Tahrir strebt keine Ver\u00e4nderung in \u00d6sterreich oder in einem anderen westlichen Land an und konzentriert ihre T\u00e4tigkeit auf die islamische Welt. Wir wollen auch keinesfalls einen politischen Kampf gegen die hiesigen Regierungen f\u00fchren. Wir wollten einen offenen Dialog mit den Menschen, der uns leider verweigert wurde.Wir empfinden es auch als schade, dass uns im Afro-Asiatischen Institut durch Kardinal Sch\u00f6nborn ein Predigtverbot erteilt wurde. Vor allem, weil dadurch eine \u00c4ra von \u00fcber 36 Jahren zu Ende geht, in denen wir die Freitagsansprache regelm\u00e4\u00dfig in den R\u00e4umen des Instituts abgehalten haben. Obwohl die Leitung des Afros unsere Weltanschauung nicht teilt, war ein offener und sachlicher Disput stets m\u00f6glich gewesen. Es ist schade, dass auch dieser nun beendet wurde.Nichtsdestotrotz werden wir uns auch weiterhin f\u00fcr einen Dialog einsetzen und jedem die Hand reichen, der sie annehmen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus gewichtigen Gr\u00fcnden sahen wir uns leider gen\u00f6tigt die Kalifatskonferenz am 10. M\u00e4rz in \u00d6sterreich abzusagen. Einige dieser Gr\u00fcnde sind in der folgenden Presseerkl\u00e4rung von D. I. 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