{"id":9943,"date":"2011-02-24T00:00:00","date_gmt":"2011-02-24T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9943"},"modified":"2011-02-24T00:00:00","modified_gmt":"2011-02-24T00:00:00","slug":"der-vorstoss-der-oesterr-frauenministerin-zum-burka-verbot-ein-weihnachtsgeschenk-an-die-muslime","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9943","title":{"rendered":"Der Vorsto\u00df der \u00f6sterr. Frauenministerin zum Burka-Verbot: ein Weihnachtsgeschenk an die Muslime?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 23. 12. 2009, kurz vor Heiligabend, hatte die \u00f6sterreichische Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP\u00d6) eine Bescherung der &#8222;anderen Art&#8220; f\u00fcr die Muslime im Lande vorbereitet. So erkl\u00e4rte sie, dass die Burka oder der Gesichtsschleier derzeit zwar \u201ekein Problem in \u00d6sterreich\u201c sei, sollte die Kleidungstradition allerdings zum Problem werden, w\u00fcrde sie &#8222;ein Verbot im \u00f6ffentlichen Raum pr\u00fcfen lassen&#8220;.<strong>Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen<\/strong>Am 23. 12. 2009, kurz vor Heiligabend, hatte die \u00f6sterreichische Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP\u00d6) eine Bescherung der &#8222;anderen Art&#8220; f\u00fcr die Muslime im Lande vorbereitet. So erkl\u00e4rte sie, dass die Burka oder der Gesichtsschleier derzeit zwar \u201ekein Problem in \u00d6sterreich\u201c sei, sollte die Kleidungstradition allerdings zum Problem werden, w\u00fcrde sie &#8222;ein Verbot im \u00f6ffentlichen Raum pr\u00fcfen lassen&#8220;.F\u00fcr viele Muslime in \u00d6sterreich kam diese Ank\u00fcndigung wie &#8222;aus heiterem Himmel&#8220;. So r\u00e4umte die Ministerin zwar selbst ein, dass die Burka derzeit kein Problem in \u00d6sterreich darstelle, trotzdem riss sie mit dieser Erkl\u00e4rung willk\u00fcrlich eine Diskussion zum Thema vom Zaun. Nach Frankreich, der Schweiz und Deutschland ist der Disput nun auch in \u00d6sterreich angekommen.\u00dcberraschend, ja Besorgnis erregend ist dabei die Tatsache, dass die Ministerin nicht nur von rechten Parteien Sch\u00fctzenhilfe erhielt, deren feindseliger Standpunkt dem Islam gegen\u00fcber allgemein bekannt ist, sondern auch von den f\u00fchrenden Repr\u00e4sentanten der christlichen Kirchen in \u00d6sterreich. So h\u00e4lt der katholische Grazer Di\u00f6zesanbischof Egon Kapellari die Ganzk\u00f6rperverschleierung f\u00fcr eine &#8222;Gef\u00e4hrdung des sozialen Friedens&#8220;, weil sie als &#8222;Kommunikationsverweigerung&#8220; empfunden werden k\u00f6nnte. Sein evangelischer Amtskollege B\u00fcnker sprach sich ebenfalls f\u00fcr ein Verbot aus, wenn die Burka &#8222;ein Symbol der Unterdr\u00fcckung&#8220; sei.Bemerkenswert &#8211; vor allem an den Ausf\u00fchrungen der Kirchenvertreter &#8211; ist dabei der Umstand, dass nur mit dem eigenen Empfinden bzw. mit dem Empfinden der nichtmuslimischen Bev\u00f6lkerung in \u00d6sterreich argumentiert wird, ohne sich in irgendeiner Weise mit dem Empfinden bzw. dem Motiv der Tr\u00e4gerinnen selbst auseinander zu setzen. Ist es nicht ein Hohn, wenn gerade Kirchenleute, also &#8222;Gottesm\u00e4nner&#8220; wie sie sich selbst bezeichnen, sich offen f\u00fcr das Verbot eines Kleidungsst\u00fccks aussprechen, das von den betreffenden Frauen als Gebot Gottes getragen wird? Ist es nicht \u00e4u\u00dferst bedenklich, wenn gerade von Kirchenseite das Verbot einer religi\u00f6sen Bekleidung bef\u00fcrwortet wird? Von der Tatsache, dass dabei die seitens des Westens und der Kirche vielger\u00fchmte Religionsfreiheit und pers\u00f6nliche Freiheit, zu denen ja gerade die Kleidungswahl z\u00e4hlt, mit F\u00fc\u00dfen getreten wird, ganz zu schweigen.Nach der untermauerten Rechtsmeinung von Hizb-ut-Tahrir stellt die Gesichtsbedeckung kein Gebot f\u00fcr die muslimische Frau dar. Trotzdem handelt es sich dabei um die Rechtsmeinung einiger anerkannter Gelehrter, die als solche respektiert werden muss. F\u00fcr die Muslime ist es deswegen eine Pflicht, sich bei dieser Diskussion klar hinter ihre Gesichtsschleier tragenden Schwestern zu stellen und sie nicht im Stich zu lassen, denn sie erf\u00fcllen ihrer Meinung nach ein Gebot Gottes.Auch fragt man sich zu Recht, warum dieses Thema seitens der westlichen Politiker \u00fcberhaupt aufgeworfen wird, wenn es derzeit gar kein Problem in Europa darstellt, wie sie es selbst bekunden? Von beispielsweise \u00fcber 6,5 Millionen Muslimen in Frankreich tragen nach franz\u00f6sischen Angaben ganze 365 (!) Frauen den Gesichtsschleier. Warum also diese Diskussion? Warum dieser permanente Angriff auf religi\u00f6se islamische Symbole? Erst das Kopftuch, dann das Minarett und jetzt der Gesichtsschleier? Handelt es sich dabei etwa um \u201ePr\u00e4ventivschl\u00e4ge\u201c gegen einen vermeintlichen &#8222;Vormarsch des Islam&#8220;?Den Muslimen in Europa muss klar werden, dass die westlichen Politiker mit diesen Angriffen den Islam an sich im Visier haben. Es geht nicht um ein Geb\u00e4ude, es geht auch nicht um ein Kleidungsst\u00fcck, sondern um die Tatsache, dass diese und andere Dinge Symbole des Islam, d. h. der bedingungslosen Unterwerfung unter den Willen Gottes verk\u00f6rpern. Das ist der Umstand, der dem s\u00e4kularen Europa fundamental gegen den Strich geht. Deswegen stellt die Solidarisierung der Muslime mit ihren Gesichtsschleier tragenden Schwestern im Grunde eine Solidarisierung mit dem Islam dar.Die Erkl\u00e4rung der \u00f6sterreichischen Frauenministerin sollte aber auch jene unter den Muslimen wachrufen, die bis jetzt auf die Unterst\u00fctzung der Sozialdemokratischen Partei \u00d6sterreichs bei der Durchsetzung der Rechte der Muslime gebaut haben. So war es gerade eine Vertreterin dieser Partei, die den Vorsto\u00df zu einem Burka-Verbot unternommen hat. Wo ist also die \u201eIslamfreundlichkeit\u201c der SP\u00d6 geblieben? Wurden damit nicht gerade jene unter den Muslimen eines Besseren belehrt, die lautstark f\u00fcr die SP\u00d6 Wahlwerbung betreiben, ja sogar f\u00fcr diese Partei kandidieren? Gerade dieser Vorsto\u00df der SP\u00d6 sollte ein Ansto\u00df zum Umdenken sein.<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\"><\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">&#8222;Ihr, die ihr glaubt! H\u00f6rt auf Allah und den Gesandten, wenn er euch zu etwas aufruft, das euch Leben spendet, und wisset, dass Allah zwischen den Menschen und sein Herz tritt, und dass ihr vor Ihm versammelt werdet. Und h\u00fctet euch vor einer Drangsal, die gewiss nicht blo\u00df jene unter euch treffen wird, die Unrecht getan haben. Und wisset, dass Allah streng im Strafen ist.&#8220;<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">8:24-25<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>08. 01. 1431 n.H. 25. 12. 2009 n.Chr.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>m 23. 12. 2009, kurz vor Heiligabend, hatte die \u00f6sterreichische Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP\u00d6) eine Bescherung der &#8222;anderen Art&#8220; f\u00fcr die Muslime im Lande vorbereitet. 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