{"id":9983,"date":"2015-07-03T00:00:00","date_gmt":"2015-07-03T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9983"},"modified":"2015-07-03T00:00:00","modified_gmt":"2015-07-03T00:00:00","slug":"verlautbarung-hizb-ut-tahrir-ruft-die-muslime-dazu-auf-ihre-stimme-zu-erheben-jedoch-nicht-durch-die-teilnahme-an-der-parlamentswahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9983","title":{"rendered":"Verlautbarung: Hizb ut Tahrir ruft die Muslime dazu auf, ihre Stimme zu erheben \u2013 jedoch nicht durch die Teilnahme an der Parlamentswahl"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Datum der Parlamentswahlen steht fest. Es sind vor allem die linken Parteien, die um die Stimmen der muslimischen W\u00e4hler k\u00e4mpfen, nachdem ausgerechnet diese Parteien jahrelang mit dem rechten Fl\u00fcgel darin wetteiferten, im Kampf gegen den Islam W\u00e4hlerstimmen zu gewinnen. Politiker, die sonst stets eine S\u00e4kularisierung der Muslime fordern, verteilen nun Flyer vor Moscheen &#8211; in der Hoffnung, die Muslime zur Wahlurne zu locken.<br>Ironischerweise trachten d\u00e4nische Politiker nach den Stimmen von Muslimen, die an die Sharia glauben, w\u00e4hrend die breite Masse der s\u00e4kularen Bev\u00f6lkerung D\u00e4nemarks unter Politikverdrossenheit leidet und die Umfragen zeigen, dass das Vertrauen in die Politiker auf einen historischen Tiefstand gesunken ist. Von Mal zu Mal haben die Wahlen gezeigt, dass die Demokratie ein Spiel ist, bei dem die Wirtschaftseliten stets die Sieger sind.<br>Erst k\u00fcrzlich wurde durch eine umfassende 4-Jahres-Studie \u00fcber das politische System &#8211; erstellt von zwei d\u00e4nischen Soziologen &#8211; best\u00e4tigt, dass \u201edie Herrschaft des Volkes&#8220; nicht mehr als ein Mythos ist. Einer der Autoren, Christoph Ellersgaard, sagt: \u201eDie parlamentarischen Abl\u00e4ufe im Folketing (d\u00e4nisches Parlament) sind relativ unbedeutend. Und die wichtigsten bzw. richtungweisenden Entscheidungen werden au\u00dferhalb des Parlaments beschlossen.&#8220;<br>Der Islam erkennt ein repr\u00e4sentatives Herrschaftssystem an und verlangt sogar, dass das Volk seine Repr\u00e4sentanten w\u00e4hlt, unter anderem durch Wahlen. Die Muslime w\u00e4hlten bereits ihre Repr\u00e4sentanten in Politik und anderen Angelegenheiten, als D\u00e4nemark noch aus despotischen F\u00fcrstent\u00fcmern bestand. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass bei Wahlen in s\u00e4kularen Systemen Politiker die Vollmacht erhalten, im Namen der W\u00e4hler Gesetze zu erlassen, im Islam hingegen das grundlegende Prinzip gilt, dass ausschlie\u00dflich der Sch\u00f6pfer die F\u00e4higkeit und das Recht besitzt, die Gesetze zu bestimmen.<br>Aus islamischer Sicht kommt es damit nicht infrage, an Parlamentswahlen teilzunehmen. Dar\u00fcber hinaus ist die Auswahl im gesamten politischen Spektrum auf Parteien beschr\u00e4nkt, die die islamischen Werte in jeder Hinsicht \u2013 von der Kleidung und Erziehung bis hin zur Politik \u2013 als ein Problem erachten, das bek\u00e4mpft werden muss. Dies wurde j\u00fcngst unter der linksgerichteten Regierung deutlich, deren Integrationspolitik sich von jener des rechten Fl\u00fcgels nicht wesentlich unterscheidet.<br>Bez\u00fcglich der Au\u00dfenpolitik konnten wir ebenfalls feststellen, dass sowohl der rechte als auch der linke Fl\u00fcgel im Parlament die Unterdr\u00fcckung und das T\u00f6ten von Muslimen in der islamischen Welt unterst\u00fctzen.<br>Die Behauptung, dass Muslime, die nicht w\u00e4hlen, den rechten Parteien einen Dienst erweisen w\u00fcrden, ist eine irref\u00fchrende Abschreckungskampagne.<br>Die Botschaft von Hizb ut Tahrir an die Muslime in D\u00e4nemark lautet hingegen: Wir sind dazu verpflichtet, uns aktiv an der Gesellschaft zu beteiligen. Jedoch muss dies nach den Richtlinien des Islam erfolgen \u2013 ohne jeglichen Kompromiss mit unseren Prinzipien und Werten. Die Demokratie steht im fundamentalen Widerspruch zum Islam und sie ist ein sinkendes Schiff. Sogar ihre Bef\u00fcrworter verlieren zunehmend das Vertrauen in das System und schauen sich nach einer Alternative um.<br>Die Muslime in D\u00e4nemark m\u00fcssen k\u00fcnftig der anti-islamischen Integrationspolitik und der aggressiven Au\u00dfenpolitik standhalten, die von den aufeinander folgenden Regierungen in diesem Land verfolgt wird. Wir m\u00fcssen f\u00fcr unsere islamische Identit\u00e4t und unsere islamischen Werte eintreten und die Botschaft des Islam der Mehrheitsgesellschaft um uns herum verk\u00fcnden \u2013 in Wort und Tat. Auch sind wir dazu verpflichtet, uns f\u00fcr die Widererrichtung des Kalifats einzusetzen, der islamischen L\u00f6sung f\u00fcr die unz\u00e4hligen Probleme, denen die Muslime weltweit gegen\u00fcberstehen.<br>Folglich ruft Hizb ut Tahrir alle Muslime dazu auf, ihre Stimme zu erheben \u2013 jedoch nicht durch die Teilnahme an den Parlamentswahlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Datum der Parlamentswahlen steht fest. 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Von Mal zu Mal haben die Wahlen gezeigt, dass die Demokratie ein Spiel ist, bei dem die Wirtschaftseliten stets die Sieger sind.<br \/>\nErst k\u00fcrzlich wurde durch eine umfassende 4-Jahres-Studie \u00fcber das politische System &#8211; erstellt von zwei d\u00e4nischen Soziologen &#8211; best\u00e4tigt, dass \u201edie Herrschaft des Volkes&#8220; nicht mehr als ein Mythos ist. Einer der Autoren, Christoph Ellersgaard, sagt: \u201eDie parlamentarischen Abl\u00e4ufe im Folketing (d\u00e4nisches Parlament) sind relativ unbedeutend. Und die wichtigsten bzw. richtungweisenden Entscheidungen werden au\u00dferhalb des Parlaments beschlossen.&#8220;<br \/>\nDer Islam erkennt ein repr\u00e4sentatives Herrschaftssystem an und verlangt sogar, dass das Volk seine Repr\u00e4sentanten w\u00e4hlt, unter anderem durch Wahlen. Die Muslime w\u00e4hlten bereits ihre Repr\u00e4sentanten in Politik und anderen Angelegenheiten, als D\u00e4nemark noch aus despotischen F\u00fcrstent\u00fcmern bestand. 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Dies wurde j\u00fcngst unter der linksgerichteten Regierung deutlich, deren Integrationspolitik sich von jener des rechten Fl\u00fcgels nicht wesentlich unterscheidet.<br \/>\nBez\u00fcglich der Au\u00dfenpolitik konnten wir ebenfalls feststellen, dass sowohl der rechte als auch der linke Fl\u00fcgel im Parlament die Unterdr\u00fcckung und das T\u00f6ten von Muslimen in der islamischen Welt unterst\u00fctzen.<br \/>\nDie Behauptung, dass Muslime, die nicht w\u00e4hlen, den rechten Parteien einen Dienst erweisen w\u00fcrden, ist eine irref\u00fchrende Abschreckungskampagne.<br \/>\nDie Botschaft von Hizb ut Tahrir an die Muslime in D\u00e4nemark lautet hingegen: Wir sind dazu verpflichtet, uns aktiv an der Gesellschaft zu beteiligen. Jedoch muss dies nach den Richtlinien des Islam erfolgen \u2013 ohne jeglichen Kompromiss mit unseren Prinzipien und Werten. Die Demokratie steht im fundamentalen Widerspruch zum Islam und sie ist ein sinkendes Schiff. 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