{"id":9996,"date":"2015-08-11T00:00:00","date_gmt":"2015-08-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9996"},"modified":"2015-08-11T00:00:00","modified_gmt":"2015-08-10T22:00:00","slug":"alle-erlaubten-handlungen-erfordern-einen-beweis-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalifat1.com\/?p=9996","title":{"rendered":"Alle erlaubten Handlungen erfordern einen Beweis \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf diese Weise begr\u00fcnden sie, dass die Demokratie mit dem Islam vereinbar sei, der Qur&#8217;an diese erw\u00e4hne und der Gesandte (s.a.s.) sie befohlen habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong>Die Fehlerhaftigkeit dieser Gedanken<\/strong><br>Die oben ausgef\u00fchrten Fehlverst\u00e4ndnisse basieren auf einem grundlegend falschen Islamverst\u00e4ndnis, das es zu bereinigen gilt. In diesem Sinne werden im Folgenden wichtige Aspekte genauer analysiert:<br>1) Es gibt einen Unterschied zwischen den Ideen der Aqida, den sogenannten Glaubenslehren, und der Shari&#8217;a, den Gesetzen. Ebenso unterscheiden sich davon die Ideen im Zusammenhang mit Wissenschaft und Technik, Industrie und \u00c4hnlichem. Die Akzeptanz von Ideen wissenschaftlich-technologischer Natur ist erlaubt, so lange diese nicht im Widerspruch zum Islam stehen. Was Ideen im Zusammenhang mit Aqida und Shari&#8217;a betrifft, so ist es verboten diese zu akzeptieren, au\u00dfer jenen, die uns vom Gesandten Allahs (s.a.s.) durch das Buch Allahs oder die Sunna \u00fcberbracht wurden oder die vom Quran und der Sunna abgeleitet werden k\u00f6nnen. Der Beweis hierf\u00fcr ist eine \u00dcberlieferung bei Muslim, in welcher der Gesandte Allahs (s.a.s.) sprach:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\"><\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">\u201eIch bin nur ein Mensch wie ihr. Wenn ich euch also hinsichtlich eurer Religion etwas anordne, so befolgt es. Wenn ich euch jedoch etwas aufgrund meiner Meinung anordne, so bin ich nur ein Mensch.&#8220;<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Beweis ist der Hadith bez\u00fcglich der Best\u00e4ubung von Dattelpalmen, in dem berichtet wird, dass er (s.a.s.) sagte:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\"><\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">&#8222;Ihr seid besser bewandert in euren weltlichen Angelegenheiten.&#8220;<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb ist es erlaubt, Aspekte zu akzeptieren, die weder Aqida noch Shari&#8217;a betreffen, solange diese nicht dem Islam widersprechen. Was jedoch Teil der Aqida oder Shari&#8217;a ist, darf nur dem entnommen werden, womit der Gesandte Allahs (s.a.s.) kam. Alles andere ist ausgeschlossen. Die demokratischen Gesetze sind Gesetze zur L\u00f6sung menschlicher Probleme, weshalb diese der Gesetzgebung zuzuordnen sind. Demnach w\u00e4re es falsch, diese zu akzeptieren, solange sie nicht vom Gesandten Allahs (s.a.s.) stammen, da es sich nicht um Gesetze der Shari&#8217;a handelt.<br>2) Der Gesandte Allahs (s.a.s.) hat uns ausdr\u00fccklich verboten, Dinge anzunehmen, mit denen er nicht gekommen ist. Muslim berichtet von Aischa (r.a.), dass der Gesandte Allahs (s.a.s.) sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Wer in dieser unserer Sache etwas Neues einf\u00fchrt, das nicht dazu geh\u00f6rt, so ist es zur\u00fcckzuweisen.<\/strong>&#8222;<br>In einer anderen \u00dcberlieferung wird berichtet, dass Er (s.a.s.) sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;<strong>Wer etwas praktiziert, was nicht zu unserer Sache geh\u00f6rt, muss zur\u00fcckgewiesen werden.<\/strong>&#8222;<br>Bukhari berichtet von Abu Hurayra (r.a.), dass der Gesandte Allahs (s.a.s.) sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Wer etwas praktiziert, was nicht zu unserer Sache geh\u00f6rt, muss zur\u00fcckgewiesen werden.<\/strong>&#8222;,<br>woraufhin sie fragten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSind es die Perser und die R\u00f6mer?&#8220;<br>Er (s.a.s.) antwortete:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;<strong>Wer sonst unter den Leuten, au\u00dfer ihnen?<\/strong>&#8222;<br>Bukhari berichtet au\u00dferdem von Abu Said al-Khudri (r.a.), dass der Gesandte Allahs (s.a.s.) sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;<strong>Ihr werdet sicherlich den Wegen derjenigen folgen, die vor euch kamen, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck \u2013 und selbst wenn sie in das Loch einer Eidechse eintreten w\u00fcrden &#8211; ihr w\u00fcrdet ihnen folgen.<\/strong>&#8222;<br>Ich sagte: \u201eOh Gesandter Allahs! Sprichst du von den Juden und den Christen?&#8220; Er antwortete:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Von wem sonst?<\/strong>&#8222;<br>Diese Texte verbieten es uns eindeutig, etwas von anderen anzunehmen. Der erste Hadith (dieser wurde in zwei Versionen \u00fcberliefert) verbietet durch die Formulierung \u201e<strong>muss zur\u00fcckgewiesen werden<\/strong>&#8220; explizit und in klarer Weise das Annehmen von etwas Fremdem. Die beiden nachfolgenden Ahadith bedeuten implizit ebenfalls ein Verbot. Dieses Verbot umfasst die \u00dcbernahme von Verfassungstexten und \u2013paragraphen und Gesetzen, die nicht aus dem Islam stammen, da es sich hierbei um die Einf\u00fchrung und \u00dcbernahme von islamfremden Regelungen handelt. Es handelt sich demnach um die Nachahmung jener, die den Persern und den R\u00f6mern \u00e4hnlich sind, n\u00e4mlich den Briten und den Franzosen, welche ja von den R\u00f6mern abstammen. Deshalb ist es verboten, diese Gesetze und Regelungen anzunehmen.<br>3) Der Gesandte Allahs (s.a.s.) antwortete nie auf Fragen, die Gesetze betrafen, so lange sie nicht durch die Offenbarung dargelegt wurden. In der Regel wartete er, bis Allah (s.w.t.) ein solches Gesetz offenbarte. Bukhari berichtet von Ibn Mas&#8217;ud (r.a.), dass:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>der Gesandte Allahs nach der Seele gefragt wurde, doch er schwieg, bis der Vers offenbart wurde.&#8220; <\/strong><br>Bukhari berichtet auch von Jabir ibn Abdillah (r.a.), der sagte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Ich war einst krank und der Gesandte Allahs und Abu Bakr besuchten mich. Er (s.a.s.) kam zu mir, als ich bewusstlos war, er vollzog die Gebetswaschung und goss etwas von dem Wasser \u00fcber mich, woraufhin ich das Bewusstsein wiedererlangte und sagte: \u201eOh Gesandter Allahs! Was mache ich mit meinem Verm\u00f6gen?&#8220; Er sagte nichts zu mir, bis der Vers bez\u00fcglich der Erbschaft offenbart wurde.&#8220;<\/strong><br>Dies zeigt offensichtlich, dass es verboten ist, etwas anzunehmen, das nicht aus der Offenbarung stammt. Wenn sogar der Gesandte Allahs (s.a.s.) es ablehnte, seine Meinung bez\u00fcglich einer Angelegenheit kundzutun, bevor die Offenbarung ihn erreichte, so ist damit bewiesen, dass nichts angenommen werden darf, au\u00dfer dem, was der Offenbarung entstammt.<br>4) Allah (s.w.t.) hat uns befohlen, den Anweisungen des Gesandten Allahs (s.a.s.) folge zu leisten und uns von dem fernzuhalten, was er uns verboten hat. Allah (s.w.t.) sagt:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\"><\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Was nun der Gesandte euch gibt, das nehmt an; und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">59:7<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies bedeutet, dass wir nichts nehmen bzw. akzeptieren d\u00fcrfen, womit der Gesandte Allahs (s.a.s.) nicht zu uns gekommen ist. Was den Umkehrschluss von \u201e&#8230;was er euch untersagt&#8230;&#8220; angeht (der falsche Umkehrschluss w\u00fcrde bedeuten: Was der Gesandte (s.a.s) nicht direkt untersagt, das ist erlaubt), so ist dieser nicht anwendbar und wird durch andere Texte der Shari&#8217;a, welche das Annehmen von etwas Unislamischem verbieten, nichtig gemacht. So sagt Allah (s.w.t.):<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\"><\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Aber nein, bei deinem Herrn! Sie glauben nicht eher, bis sie dich \u00fcber das richten lassen, was zwischen ihnen umstritten ist<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">4:65<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch sagt Er (s.w.t.):<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\"><\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Sie w\u00fcnschen sich in Entscheidungsfragen an falsche G\u00f6tter zu wenden, wo ihnen doch befohlen wurde, es abzulehnen.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">4:60<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Des Weiteren kann die Aussage des Gesandten Allahs (s.a.s.) angef\u00fchrt werden:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-hadith-block\"><p class=\"hadith-block-arabic\"><span class=\"hadith-block-arabic-content\"><\/span><\/p><p class=\"hadith-block-trans-ref\"><span class=\"hadith-block-translation\">&#8222;Jede Handlung, die nicht zu uns geh\u00f6rt, muss zur\u00fcckgewiesen werden.&#8220;<\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies trifft auf jeden Umkehrschluss zu. Um dies zu verdeutlichen, sei folgendes Beispiel genannt:<br>Allah (s.w.t.) sagt:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\"><\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Und zwingt eure Sklavinnen nicht zur Unzucht, wo sie doch keusch bleiben wollen.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">24:33<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der falsche Umkehrschluss w\u00e4re, dass &#8211; falls sie nicht keusch bleiben wollten &#8211; es erlaubt w\u00e4re, sie zur Unzucht zu zwingen. Dieses Verst\u00e4ndnis steht aber im Widerspruch zu anderen Offenbarungstexten und muss deshalb abgelehnt werden. So sagt Allah (s.w.t.) an anderer Stelle:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\"><\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">und n\u00e4hert euch nicht der Unzucht<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">17:32<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Umkehrschluss ist deshalb beim erw\u00e4hnten Vers:<\/p>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-kommy-quran-block\"><p class=\"quran-block-arabic\"><span>\ufd3f<\/span><span class=\"quran-block-arabic-content\"><\/span><span>\ufd3e<\/span><\/p><p class=\"quran-block-trans-ref\"><span class=\"quran-block-translation\">Und zwingt eure Sklavinnen nicht zur Unzucht, wo sie doch keusch bleiben wollen.<\/span><span class=\"quran-block-reference\"><span>[<\/span><span class=\"quran-block-reference-content\">59:7<\/span><span>]<\/span><\/span><\/p><\/section>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">nicht m\u00f6glich und f\u00fchrt zu einem falschen Islamverst\u00e4ndnis. Ein Islamverst\u00e4ndnis, dass es islamfremden Ideen erlaubt, Eingang in den Islam zu finden. Dar\u00fcber hinaus vermittelt das falsche Verst\u00e4ndnis indirekt die gef\u00e4hrliche Einstellung, dass der Islam nicht komplett sei.<br>Deshalb muss in Fragen der Aqida und Shari&#8217;a alles abgelehnt werden, was nicht aus den Offenbarungsquellen stammt. Dies ist die korrekte Bedeutung des Verses. Und nur so ist die Reinheit der islamischen Ideen und Gesetze zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die oben ausgef\u00fchrten Fehlverst\u00e4ndnisse basieren auf einem grundlegend falschen Islamverst\u00e4ndnis, das es zu bereinigen gilt. 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