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Verlautbarungen Die Korruption des Systems führt unweigerlich zur Korruption der Lösungen – Eine Politik der Verarmung: Das Geschenk der Herrscher an das Volk des Jemen zum Opferfest

Die Regierung von Shaya Al-Zindani verabschiedete am Dienstag, dem 19. Mai 2026, eine neue wirtschaftliche Maßnahme, mit der sie den Zoll-Dollar-Wechselkurs um mehr als 100 % anhob.

Presseverlautbarung

Die Korruption des Systems führt unweigerlich zur Korruption der Lösungen

Eine Politik der Verarmung: Das Geschenk der Herrscher an das Volk des Jemen zum Opferfest

(Übersetzt)

Die Regierung von Shaya Al-Zindani verabschiedete am Dienstag, dem 19. Mai 2026, eine neue wirtschaftliche Maßnahme, mit der sie den Zoll-Dollar-Wechselkurs um mehr als 100 % anhob – von 750 Rial auf 1.550 Rial. Gleichzeitig erhöhte sie den Preis für einen 20-Liter-Kanister Diesel um 24,5 %, wodurch dieser von 29.500 auf 36.000 Rial hochschnellte. Anschließend versuchte sie, dem Volk des Jemen Sand in die Augen zu streuen, indem sie den Angestellten des öffentlichen Sektors eine Lebenshaltungskostenzulage von 20 % gewährte, ihnen die ausstehenden jährlichen Gehaltserhöhungen für die Jahre 2021 bis 2024 zubilligte und seit über 13 Jahren blockierte Gehaltsstufenanpassungen umsetzte.

Dies waren die ersten Amtshandlungen des Ministeriums von Shaya Al-Zindani seit seiner Bildung infolge der militärischen Ereignisse, die den Südjemen Anfang 2026 erschütterten – jene Ereignisse, die im Januar 2026 zur Flucht von Aidarous al-Zubaidi nach Abu Dhabi führten. Soll dies wahrhaftig das Geschenk an das jemenitische Volk anlässlich des gesegneten Opferfests sein?

Welch bodenlose Rücksichtslosigkeit offenbart sich hier! Welch eklatante Verachtung für das Leid der Menschen! Erst vervielfachen sie die Preise, um der Bevölkerung im Anschluss ein paar kümmerliche Brotkrumen hinzuwerfen, die nicht einmal ausreichen, um eine Familie auch nur für wenige Tage zu ernähren. Und dabei gerieren sie sich auch noch als Wohltäter eines Volkes, das durch Hunger, bittere Armut und Entbehrungen ohnehin schon völlig ausgezehrt ist.

Dies markiert bereits die dritte Anhebung des Zoll-Dollars: von 250 Rial auf 500 Rial im Juli 2021 und anschließend von 500 Rial auf 750 Rial im Januar 2023. Hat auch nur eine einzige dieser Maßnahmen das Leben der Menschen jemals verbessert? Haben sie nicht ganz im Gegenteil verheerenden Schaden angerichtet, bedingt durch explodierende Preise im Zuge des rasanten Dollar-Anstiegs, der heute bei 1.550 Rial steht? Gepaart mit der Erhöhung der Diesel- und Benzinpreise im vergangenen Monat führt all dies naturgemäß zu einem flächendeckenden Anstieg der Preise für Güter und Dienstleistungen. Kann ein lächerlicher Aufschlag von 20 % diese Explosion der Lebenshaltungskosten ernsthaft kompensieren? Und wer sorgt eigentlich für all jene Menschen, die nicht im Staatsdienst stehen und von dieser Zulage keinen einzigen Cent sehen? Diese katastrophalen Maßnahmen wurden ergriffen, nachdem die Zentralbank kläglich daran gescheitert war, jene Liquidität sicherzustellen, die das Ministerium von Al-Zandani benötigt hätte, um die Gehälter der Staatsbediensteten, der Armee und der Sicherheitskräfte zu zahlen und so seiner grundlegenden Pflicht gegenüber den ihm Anvertrauten nachzukommen.

Es ist schier unerklärlich, warum so fanatisch an jenen kapitalistischen Wirtschaftspolitiken festgehalten wird, die bereits vor der Jahrtausendwende eingeleitet wurden, Lebensgrundlagen sowie Ressourcen vernichteten und nicht im Geringsten dazu in der Lage waren, die Lebensbedingungen der Menschen zum Besseren zu wenden – geschweige denn, eine Wirtschaft zu sanieren, die von Tag zu Tag weiter in den Abgrund stürzt. Diese sich ständig wiederholenden Zwangsmaßnahmen, die von den aufeinanderfolgenden Ministerien der sogenannten „Legitimität“ verhängt werden, sind maßgeschneiderte Diktate des Internationalen Währungsfonds (IWF). Dieser ist nach langer Abwesenheit wieder auf den Plan getreten, um die Wirtschaft des Südjemens an sich zu reißen – nicht etwa, um sie zu reformieren, sondern um sie gezielt zu ruinieren und die absolute Kontrolle über den Reichtum und die Ressourcen des Landes zu erlangen. Es handelt sich hierbei um bösartige kapitalistische Rezepte, die einzig und allein der weiteren Unterwerfung von Land und Leuten dienen.

In einer beispiellosen Zurschaustellung von Gleichgültigkeit angesichts der sich stetig verschlechternden Lebensbedingungen gratulierte der Vorsitzende des achtköpfigen Präsidialrats – nur drei Tage nach der drastischen Erhöhung von Zoll-Dollar und Diesel – dem gläubigen Volk zum „Tag der jemenitischen Einheit“. Und dies, während die Menschen vor Hunger zugrunde gehen, von der Preisexplosion erdrückt werden, im Krisenstrudel versinken und machtlos zusehen müssen, wie jegliche öffentliche Grundversorgung vor ihren Augen kollabiert, während die Mächtigen in unverschämtem Luxus und Privilegien schwelgen. Die meisten von ihnen leben mitsamt ihren Familien längst im sicheren Ausland, während das Volk die gesamte Last des Leidens allein tragen muss.

Ihr Anwohner des Jemen im Allgemeinen, und insbesondere in den Gebieten unter der Herrschaft der Regierung Al-Zandani! Diese Herrscher teilen euer Leid nicht, und sie fühlen euren Schmerz nicht. Sie verschanzen sich in ihren Elfenbeintürmen. Ihr Lebensstandard hat nicht das Geringste mit dem euren gemein. Sie beziehen exorbitante Gehälter in Fremdwährungen, die eure Bezüge um ein Vielfaches übersteigen – Bezüge, die euch unter den Händen zerrinnen, kaum dass ihr sie erhalten habt. Dieser elende Zustand wird so lange fortbestehen, bis ihr endlich aus eurer Lethargie erwacht, unsere mahnenden Worte verinnerlicht und messerscharf zwischen dem kapitalistischen Wirtschaftssystem, das euch in den Ruin getrieben hat, und der Wirtschaftsordnung des Islam unterscheidet. Eine Ordnung, in der der Herrscher ein fürsorglicher Hirte ist, der die volle Verantwortung für seine Herde trägt, und kein plündernder Steuereintreiber, der die Menschen ausraubt und sie in die bittere Armut treibt.

Auf der anderen Seite ergeht es den Menschen im Jemen, die unter der Kontrolle der Huthi-Miliz leben, in keiner Weise besser. Vielmehr wetteifern beide Herrschaftsstrukturen regelrecht darin, wer dem Volk größeren Schaden zufügen kann. Sie haben sich nicht nur auf eine Politik der systematischen Verarmung und des Aushungerns beschränkt, sondern jeden einzelnen Aspekt des Lebens vergiftet, sodass das Dasein im Jemen schlichtweg unerträglich geworden ist: von bitterer Armut und Hunger über ständige Angst und willkürliche Inhaftierungen bis hin zum totalen Zusammenbruch der Infrastruktur. Und über all dem thront das schlimmste aller Verbrechen: die Aufhebung der šarīʿa und das Regieren mit Gesetzen, die nicht von Allah (t) herabgesandt wurden. Dies ist für jeden, der über Verstand und Einsicht verfügt, offenkundig. Wie abscheulich ist doch das, was sie tun!

«مَا مِنْ وَالٍ يَلِي رَعِيَّةً مِنَ الْمُسْلِمِينَ فَيَمُوتُ وَهُوَ غَاشٌّ لَهُمْ إِلَّا حَرَّمَ اللَّهُ عَلَيْهِ الْجَنَّةَ»

“Es gibt keinen, der den Muslimen in Verantwortung vorsteht und in einem Zustand stirbt, in dem er sie betrogen hat, ohne, dass Allah ihm das Paradies verwehrt.”

Und Hizb-ut-Tahrir – der Lotse, der sein Volk nicht belügt – ruft euch unablässig dazu auf, gemeinsam mit ihr für die Errichtung des zweiten Kalifats gemäß dem Plan des Prophetentums zu arbeiten. Ein Staat, dessen Führer erst dann ruhen werden, wenn die Bedürfnisse des Volkes vor ihren eigenen gestillt sind.

«اللَّهُمَّ مَنْ وَلِيَ مِنْ أَمْرِ أُمَّتِي شَيْئاً فَشَقَّ عَلَيْهِمْ فَاشْقُقْ عَلَيْهِ، وَمَنْ وَلِيَ مِنْ أَمْرِ أُمَّتِي شَيْئاً فَرَفَقَ بِهِمْ فَارْفُقْ بِهِ»

„O Allah! Wer auch immer in einer Angelegenheit meiner Umma mit Macht betraut wird und sie mit Härte behandelt, den behandle (auch) Du mit Härte; und wer auch immer in einer Angelegenheit meiner Umma mit Macht betraut wird und sie mit Sanftmut behandelt, den behandle (auch) Du mit Sanftmut.“[Ṣaḥīḥ Muslim]

Einzig und allein das Kalifat wird die Umma retten, Wohlergehen verbreiten, die elementaren Bedürfnisse seiner Bürger sichern und es ihnen ermöglichen, in Wohlstand und Sicherheit zu leben. Doch heute, unter dem Joch dieser ungerechten Herrscher, verschlimmert sich die Lage von Tag zu Tag.

﴿وَمَنْ أَعْرَضَ عَنْ ذِكْرِي فَإِنَّ لَهُ مَعِيشَةً ضَنْكًا

Wer sich jedoch von Meiner Ermahnung abwendet, der wird ein schweres Leben haben.[20:124]

Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Jemen