„Die Frau in der westlichen Gesellschaft ist frei und unabhängig. Sie kann sich ohne Zwang in allen Bereichen der Gesellschaft bewegen, ihre eigenen Entscheidungen treffen und ist völlig gleichberechtigt… Die Frau im Islam hingegen ist ungebildet, völlig entrechtet und unterdrückt.“
„Die Frau in der westlichen Gesellschaft ist frei und unabhängig. Sie kann sich ohne Zwang in allen Bereichen der Gesellschaft bewegen, ihre eigenen Entscheidungen treffen und ist völlig gleichberechtigt… Die Frau im Islam hingegen ist ungebildet, völlig entrechtet und unterdrückt.“
Diese propagandistischen Dogmen, die uns durch die Medien täglich überbracht werden, gelten im Westen als absolute Wahrheiten, deren ständige Wiederholung von einer kritisch-objektiven Hinterfragung ablenken soll.
Beschäftigt man sich jedoch mit den Grundlagen sowohl der westlichen als auch der islamischen Kultur und der jeweiligen Stellung der Frau darin, entlarvt man den propagandistischen Charakter dieser haltlosen Behauptungen sehr schnell.
Die Unterdrückung der Frau in der westlichen Kultur
Die Geschichte der westlichen Welt ist eine Geschichte der Entrechtung der Frau. Geprägt durch den christlichen Vorwurf, Eva trage die Schuld des „Sündenfalls“ und habe somit die Menschheit ins Verderben gestürzt, wird die Frau seit Anbeginn der europäischen Geschichte mit großem Misstrauen betrachtet und verteufelt. Thomas von Aquin, der als einer der großen Kirchenväter gilt, gab den Wert einer Frau im Verhältnis zu einem Mann mit „Dreißig zu Eins“ an – irgendwo zwischen Mensch und Tier. Die Frage, ob die Frau überhaupt eine Seele habe, wurde bis zur Zeit der „Aufklärung“ ernsthaft diskutiert. Die Geschichte der Hexenverfolgung ist mittlerweile so gut dokumentiert, dass man nur auf sie als größten Ausdruck der Frauenfeindlichkeit in der Geschichte zu verweisen braucht. Es versteht sich fast von selbst, dass die Frau als niederes Wesen keine gesetzlichen Rechte wie das Recht auf Besitz für sich beanspruchen konnte.
Während der sogenannten Aufklärung trennte sich die europäische Geistesgeschichte von vielen zuvor befolgten Vorstellungen und brach insbesondere mit der Vorstellung einer Herrschaft im Namen Gottes. Es entstand die Idee des Laizismus, welche die Trennung von weltlicher und geistlicher Macht vorsieht. Die Menschen gelangen zu der Überzeugung, sich ihre Gesetze aufgrund ihrer – ihres Erachtens nach – intellektuellen Fähigkeiten selbst machen und sich selbst regieren zu können. Die Situation der Frau verbesserte sich hierdurch allerdings nicht im Geringsten ganz im Gegenteil: Mit ihrer Grundlage, dass der Maßstab allen Handelns allein der Profit ist, machte die kapitalistische Gesellschaft die Frau endgültig zum Lust- und Vermarktungsobjekt, die eine dem Marktwert entsprechende Erscheinung vorzuweisen hatte. Die Werbung der kapitalistischen Gesellschaft macht sich diese Degradierung der Frau durchweg zu Eigen. Ob um ein Auto, eine Kaffeemaschine oder einen Schokoriegel geworben wird – ohne nackte oder wenigstens halbnackte Frauen geht in der Werbung nichts. Die Museen für alte und zeitgenössische Malerei geben ein Zeugnis dieser Degradierung, das man als Kunst bezeichnet. Frauen sind in dieser Gesellschaft einem durch Medien und Werbung kräftig geforderten Schlankheits-und Schönheitswahn ausgesetzt, der zunehmend Opfer fordert. Die Zahl der an Bulimie bzw. Magersucht Erkrankten, Tablettenabhängigen und Opfern der Schönheitschirurgie wächst ständig. Die Frau ist das Opfer der persönlichen Freiheit, die zu den Grundlagen der kapitalistischen Kultur gehört und sich in allen möglichen Ausschweifungen äußert. Die ständige sexuelle Reizüberflutung führt unweigerlich zu einer moralischen Anarchie, als deren Folgen Vergewaltigungen, Prostitution, die Zerstörung der Familie und eine zunehmende Anzahl von alleinerziehenden Müttern zu sehen sind. Die Ironie an der ganzen Geschichte ist die Tatsache, dass ausgerechnet der frauenfeindliche Westen dem Islam vorwirft, er würde die Frau durch das Tragen des Hijab auf ein Sexobjekt reduzieren! Es ist doch gerade der Islam, der die Prostitution und die Herabwürdigung der Frau verbietet. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes die Wahrheit verdreht.
Die westliche Frauenbewegung, die sich einem gleichmacherischen Kampf zur „Befreiung der Frau“ gewidmet hat, bewirkt im Endeffekt das genaue Gegenteil von dem, was sie sich auf die Fahne geschrieben hat. Das Bild der Frau in der westlichen Gesellschaft hat sich dahingehend verändert, dass die Frau sich nur noch dann als vollwertige Frau erachten darf, wenn sie berufstätig ist und nach einer gewissen Weile Kinder auf die Welt bringt, diese während einer kurzen Elternzeit im Eiltempo bis zum Krippenalter aufzieht, an die Krippe abgibt um hierauf sofort wieder ihrer Karriere nachzugehen. Als Folge sehen sich die meisten Frauen überfordert und denken gar nicht erst daran, Kinder zu kriegen und konzentrieren sich ausschließlich auf die sogenannte Karriere. Dieses Bild der Frau spiegelt sich in der äußerst niedrigen Geburtenzahl in den westlichen Gesellschaften wider. Dabei ist dieser Prozess mittlerweile unumkehrbar geworden. Das heißt, dass beispielsweise die Deutschen in absehbarer Zeit aussterben werden, selbst wenn sie jetzt anfangen würden, wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen, denn der Zerfallsprozess ist bereits zu weit vorangeschritten, als dass sich die Bevölkerungszahl erholen könnte. Das Bild der modernen Frau führt somit zu Millionen von unerfüllten Kinderwünschen aufgrund der Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung und beruflichem Abstieg. Gleichzeitig stirbt die Bevölkerung aus.
Die Frau in der islamischen Kultur
Die islamische Kultur widerspricht sowohl in ihren Grundlagen als auch in ihrer Betrachtung der Stellung der Frau der kapitalistischen Kultur diametral. Die islamische Kultur beruht auf der Grundlage des rational gefestigten Glaubens an Allah, Den allmächtigen Schöpfer von Mensch, Leben und Universum, der den Menschen durch seine Propheten und Gesandten Offenbarungen und durch Muhammad (s.a.s.) als letzten Propheten eine Lebensordnung mit einer umfassenden Gesetzgebung gegeben hat, die jedes Problem des täglichen Lebens löst. Der Islam betrachtet die Frau ebenso wie den Mann in erster Linie als Menschen, der sich für seine Handlungen am jüngsten Tag vor Allah verantworten muss.
Die religiösen Pflichten obliegen ebenso wie die Verantwortlichkeit vor Allah (s.w.t.) Männern wie Frauen gleichermaßen. In den intellektuellen Fähigkeiten besteht kein Unterschied zwischen Männern und Frauen. Der Islam hat als Teil seiner Lebensordnung unter anderem das Gesellschaftssystem festgelegt, das die Beziehungen zwischen Männern und Frauen im privaten wie im öffentlichen Leben definiert. Das Ziel der Einhaltung dieser Gesetze ist für jeden Muslim und jede Muslime, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Der Islam räumt der Frau eine hohe Position in ihrer Funktion als Ehefrau und Mutter ein. Ihre Leistungen in der frühen islamischen Erziehung ihrer Kinder werden in ihrer Wichtigkeit für den Aufbau einer Gesellschaft erkannt und von Allah 8s.w.t.) belohnt.
Die Frau hat ebenso wie der Mann die Pflicht, sich das grundlegende Wissen über ihre Lebensordnung anzueignen und ist darüber hinaus aufgefordert, sich zusätzliches Wissen anzueignen. Sie kann studieren und mit der Erlaubnis ihres Mannes einem Beruf nachgehen. Sie hat das Recht, selbst über ihren Besitz zu bestimmen und Handel zu treiben.
Sie hat ebenfalls das Recht, am öffentlichen und politischen Leben teilzunehmen und etwa das Amt einer Richterin zu übernehmen, wenn sie die notwendigen Qualifikationen aufweist.
Frauen haben in der islamischen Geistesgeschichte und insbesondere in der Überlieferung des Hadith eine herausragende Rolle gespielt.
Die Frau durch die Entblößung ihres Körpers zu degradieren oder aus ihren Reizen Profit zu schlagen, wie es in der westlichen Kultur üblich ist, widerspricht den islamischen Maßstäben absolut und in jeder Hinsicht. Die Frau wird dadurch in der Gesellschaft nicht als Lustobjekt, sondern als menschliches Wesen betrachtet und ausgehend von ihren Handlungen beurteilt, nicht ausgehend von einem vermeintlichen Schönheitsideal.