Freies Feedback

Was können wir auf unserer Webseite noch verbessern?

Allgemein Die Revolutionen in der arabischen Welt

Der Aufstand der Mutigen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen und Syrien lässt den Hadith des Propheten (s) in neuem Lichte erscheinen: „…Sodann wird eine Gewaltherrschaft folgen. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen lässt, dann wird Allah sie aufheben, wenn er sie aufheben will. Sodann folgt ein Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums.“

Der Aufstand der Mutigen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen und Syrien lässt den Hadith des Propheten (s) in neuem Lichte erscheinen: „…Sodann wird eine Gewaltherrschaft folgen. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen lässt, dann wird Allah sie aufheben, wenn er sie aufheben will. Sodann folgt ein Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums.“
So Allah (t) will, stehen wir vor den Toren eines großartigen Kalifats, das die Welt verändern wird. Diese Übergangsphase von der Gewaltherrschaft hin zum islamischen Staat wird die Umma viel kosten. Jede Geburt ist schmerzhaft. Das ist der Preis, den die Muslime zahlen müssen. Sei es im Sinne einer Strafe, weil sie das Buche Allahs lange Zeit nur rezitierten statt es umzusetzen, oder im Sinne einer Gnade, um sie für das kommende Kalifat vorzubereiten. Die brutale Härte der Regime, die ihr Ende kommen sehen, trennt innerhalb der Muslime die Spreu vom Weizen, die Aufrichtigen von den Heuchlern, die Mutigen von den Feiglingen. Mehr noch, haben diese Revolutionen viele Feiglinge zu Mutigen gemacht und die Hoffnung auf den Sieg der Gläubigen von neuem in die tot geglaubte Umma eingehaucht. So spricht der Barmherzige:
„Allah will den Zustand der Gläubigen nicht so belassen, wie ihr ihn gerade vorfindet. Vielmehr will Er das Gute vom Schlechten trennen.“ (Sura 3, Aya 179)
Der Ausleseprozess wird in nächster Zeit so lange voranschreiten, bis sich eine islamische Avantgarde herauskristallisiert, welche die Umma aus der jahrzehntelangen Erniedrigung befreien wird – mit der Hilfe Allahs. Nicht irgendein Kalifat wird gegründet, sondern eines nach dem Plan des Prophetentums – entsprechend müssen die Männer, auf deren Schultern diese neue Weltmacht gegründet wird, jenen ähneln, die es vor gut 1400 Jahren geschafft haben. Männer wie die Gefährten des Gesandten (s), die sich nur vor dem Herrn der Welten niederwerfen und keinen Kompromiss, so klein er auch sein mag, mit irgend einer anderen Macht akzeptieren. Ihre Qibla ist die Kaaba, nicht das Weiße Haus. Sie sind sanft, nachsichtig und barmherzig zu den Gläubigen, während sie sich hart und unbeugsam den Feinden Allahs entgegensetzen – auch wenn es Leib und Leben kostet. Entweder der Sieg über die Ungläubigen oder der Sieg im Jenseits durch den Märtyrertod. Viele der friedlichen Demonstranten in den arabischen Revolutionen führen die Gebetswaschung durch, verabschieden ihre Eltern und schließen sich jenen an, die auf den Straßen der islamischen Welt die Angst abgeschüttelt haben und rufen: „Auf zum Paradies! Mit Millionen von Märtyrern!“, „Zu deinen Diensten, o Allah, hier bin ich!“, „Kein Gott außer Allah und unser Herrscher ist der Feind Allahs!“
Der Westen und seine medialen und politischen Handlanger sind in Aufruhr geraten. Weder Mühe noch Geld werden gespart, um diese Revolutionen in Scheinrevolutionen zu verwandeln. Tag und Nacht wird versucht, die beiden großen Errungenschaften von 1924 nicht zu verlieren: den Säkularismus und die Nationalstaaten. Die Rückkehr des Islams in seiner politischen Form und damit einhergehend die Rückkehr der Scharia als alles umfassende Gesetzgebung, das Niederreißen der nationalen Grenzen und die damit einhergehende Einheit der islamischen Umma bedeutet definitiv das Ende der westlichen Hegemonie auf der Welt. Sowohl für die Muslime als auch für die kapitalistischen Großmächte geht es hier um die alles entscheidende Schicksalsfrage, letztlich um Leben und Tod von ganzen Zivilisationen. Der Westen ist deshalb bereit, die verhassten Herrscher auf die Müllhalde der Geschichte zu werfen, nicht jedoch die Systeme, mit denen sie regiert haben. Die Gesichter werden ausgetauscht, die säkularen Verfassungen unwichtigen Veränderungen unterzogen und Parlamentswahlen zugelassen – alles jedoch im Würgegriff von Säkularismus und Nationalismus. Ziel ist es, den Sturm der arabischen Revolutionen unbeschadet zu überstehen, die losgetretene Welle gegen die arabischen Diktatoren so zu kanalisieren, dass sie keineswegs die westlich installierten Systeme zur Gänze hinwegschwemmt und Sykes-Picot damit Vergangenheit werden lässt. Die islamische Umma soll durch die Hoffnung auf Demokratie, den Gang zur Wahlurne, die vorübergehend etwas gelockerte Gesetzgebung in den nächsten Tiefschlaf versetzt werden. Wieder soll die westliche Hegemonie über Jahrzehnte sichergestellt werden, dieses Mal allerdings unter anderen Vorzeichen – nicht mithilfe von einzelnen Diktatoren, sondern durch ein ganzes Kollektiv von Kollaborateuren, die sich an den Schaltstellen des Staates festsetzen und die Agenda des Westens in Parlament, Justiz und Militär durchsetzen. Hinzu kommen die Medien, welche für die intellektuelle Manipulation und die Aufrechterhaltung der demokratischen Fassade sorgen.
In dieser schwierigen Phase sind die Träger der islamischen Botschaft in besonderer Weise gefragt. Sie sind es, die aufklären können, indem sie die Pläne der westlichen Großmächte aufdecken und Alternativen aufzeigen. Sie sind es, die den Zorn der islamischen Umma in die korrekte Bahn lenken, um das wahre und langfristige Interesse der Muslime zu erreichen – weit weg von der Diktatur des Parlaments, hin zur Dienerschaft Allahs (swt) durch die Errichtung eines Kalifats. Zeit und Mühe, Geld und eigenes Leben müssen dabei geopfert werden. Das Kalifat wird nicht auf einem Goldtablett serviert, sondern zum Trotze der Welt etabliert.
„Er ist es, der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der wahren Lebensordnung gesandt hat, um sie über alle anderen Lebensordnungen obsiegen zu lassen.“ (Sura 48, Aya 28)