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Allgemein Und jährlich grüßt das Murmeltier

Pünktlich zum Jahrestag der Anschläge vom 11.September 2001 entbrannt der Westen in seinem unnachgiebigen Versuch, den Islam und die Muslime zu verunglimpfen und sie ins Gedächtnis der Welt als Terroristen, zurückgebliebene Barbaren und intolerante Extremisten einzumeißeln, eine sich schon gebetsmühlenartig wiederholende Provokation nach der anderen.

Wahrlich, diejenigen, die Allah und Seinem Gesandten Ungemach zufügen – Allah hat sie im Diesseits und Jenseits verflucht und ihnen eine schmähliche Strafe bereitet (Sura Al-Ahzab 33, Aya 57)
Pünktlich zum Jahrestag der Anschläge vom 11.September 2001 entbrannt der Westen in seinem unnachgiebigen Versuch, den Islam und die Muslime zu verunglimpfen und sie ins Gedächtnis der Welt als Terroristen, zurückgebliebene Barbaren und intolerante Extremisten einzumeißeln, eine sich schon gebetsmühlenartig wiederholende Provokation nach der anderen. Mal waren es abscheuliche Karikaturen über den Propheten (s.a.s.), mal eine provokative öffentliche Enthauptung in einem Theaterstück und zuletzt eine mediale, pompöse Ankündigung der öffentlichen Verbrennung des Qur’an. Und nun haben die Muslime eine billige, schmutzige, mit Hass erfüllte, bewusst provokative Beleidigung des Propheten Muhammad (s.a.s.) in Form eines Filmes im Internet miterlebt.
Und wie nicht anders zu erwarten war, kam die Antwort von aufrichtigen Muslimen weltweit schnell und hat das politische Establishment in Washington und anderswo erschüttert.
Auf diese Antwort reagieren die säkularen Kommentatoren mit ihren üblichen Anschuldigungen, dass die Muslime Kritik nicht vertragen würden, der Islam intolerant sei und es keine Erklärung dafür gäbe, warum die Beleidigung des Propheten (s.a.s.) eine so leidenschaftliche Reaktion mit sich bringen würde. Die sogenannten Vertreter und Herrscher der Muslime lassen nicht lange auf sich warten und erklären auf Bitte der USA ihr tiefes Beileid für die Tötung des US-Botschafters in Libyen und drücken ihr Bedauern und ihre Entschuldigung für die Leidenschaft der Muslime aus. Der Islam sei eine Religion der Barmherzigkeit, und der Großteil der Muslime wäre friedlich und würde diese Leidenschaft nicht an den Tag legen.
Wir möchten im Schatten all dieser Ereignisse folgende Punkte aufführen, die der kolonialistische, ungläubige Westen und die sogenannten Vertreter der Muslime niemals vergessen sollten:
1. Die Beleidigung des Propheten (s.a.s.) war immer und wird immer für die Muslime absolut unakzeptabel sein. Dies ist ein nicht verhandelbarer Punkt für uns weltweit.
2. Mit diesem provokanten Video zeigt der Westen, mehr als alles andere, die verdorbene Natur ihrer säkularen Gesellschaften, die die Religion aus den Angelegenheiten des Lebens verbannt haben. Der moralische Zerfall ihrer Gesellschaften kommt täglich mehr zu Tage. In ihrer Anbetung des Säkularismus, opfern sie bereits ihren eigenen Gott Jesus (a.s.) vor dem Altar der Meinungs- und Kunstfreiheit in Form von Karikaturen, die unter die Gürtellinie gehen. Gleichzeitig beschweren sie sich über die zunehmende Respektlosigkeit der Menschen untereinander, über die Zersetzung ethischer und moralischer Werte, über den Untergang der Familie, über die Ausbeutung der Frau als sexuelles Objekt, über die Zunahme des Egoismus, über den Verlust sozialen Verhaltens und über die Verachtung von Lehrern oder dem Gesetz. Doch nur wenige Menschen werden erkennen, dass die Ursache für all dies im Verlust des Respektes vor dem Schöpfer der Welten liegt und in der Beleidigung des Propheten (s.a.s.) mündet. Wenn die Beleidigung des Propheten (s.a.s.), der für fast 2 Milliarden Menschen lieber ist als ihre Eltern, ihre Geschwister, ihre Kinder oder ihr Vermögen, als legitime Meinungsäußerung angesehen wird, öffnet dies unweigerlich diesem asozialen Verhalten in den säkularen Gesellschaften Tür und Tor.
3. Von den Muslimen wird wie bereits üblich erwartet, anderen Völkern das Recht auf Beleidigung und Diffamierung als einen Teil ihrer Freiheiten zuzugestehen. Der Film folgt einer westlichen Tradition, die in der Vergangenheit zum Entstehen des Ku Klux Klans oder in Europa zur Verfolgung der Juden und Zigeuner mündete. Denn solche Filmemacher wie bei diesem Film missbrauchen ihre Freiheit der Meinungsäußerung dazu, Menschen zu dämonisieren. Es darf niemals vergessen werden, dass diese billigen Attacken nicht in einem Vakuum entstehen. Sie sind ein Propagandamittel in einer Welt, in der die USA und ihre Verbündeten wie England oder Frankreich muslimische Länder angreifen und sie ausbeuten, Muslime ohne Gerichtsverfahren oder Beweisaufnahme für Jahre hinter Gittern einsperren, Despoten und Tyrannen wie Bashar Al-Assad Zeit lassen, nach Lust und Laune zu Morden und zu Unterdrücken und in der Mainstream-Politiker aus den Verunglimpfungen und Beleidigungen billiges, politisches Kapital schlagen wollen. Dieses politische Verhalten steht diametral im Widerspruch zu den islamischen Werten, die die Beleidigung der Religionen insgesamt verbietet und die „Hassprediger“ bestraft, um eine Harmonisierung der Gesellschaft aus Menschen mit verschiedenen Glaubensrichtungen und Facetten erfolgreich über Jahrhunderte aufrecht zu erhalten.
4. Die eigentliche Tragödie bei dieser Angelegenheit ist es jedoch, dass die Muslime, die mit so einer Leidenschaft in solchen Fällen reagieren, keinen Staat und keine Regierung haben, die die Werte des Islam verteidigen und sie somit das Zepter selbst in die Hand nehmen. Denn die Reaktion sollte nicht sein, dass ein paar Individuen Botschaften überfallen, sie in Brand stecken oder einen US-Botschafter töten – was islamrechtlich verboten ist. Das, was eigentlich geschehen sollte, wäre, dass Muhammad Mursi in Ägypten, Mohamed el-Magariaf in Libyen, Asif Ali Zardari in Pakistan, Abdullah Al-Saud in Saudi Arabien, Tayyip Erdogan in der Türkei – und alle anderen sogenannten Führer in der muslimischen Welt – die Botschafter jener Länder aus den muslimischen Ländern vertreiben, die solche Beleidigungen erlauben und die diplomatischen Beziehungen zu ihnen kappen und keinen Tropfen Erdöl mehr an diese verkaufen. Die Herrscher der Muslime sind entweder ohne Rückgrat oder scheren sich einen Dreck um solche Beleidigungen und akzeptieren die leeren Lippenbekenntnisse von Barack Obama und Hillary Clinton über die Aktionen von Pastor Jones und anderen, die die Wut der islamischen Ummah in einen Zustand der Ohnmacht verwandeln. Auch ihre leeren Verurteilungen, seien diese auch noch so vehement ausgedrückt, bleiben nur leere Worte, wenn diesen keine Taten folgen. Ja, sie wagen es nicht einmal, irgendetwas über eine Verurteilung hinaus anzudrohen. Wir haben bereits im Falle Gaddafis gesehen, dass dieser alleine durch die Androhung von wirtschaftlichen Sanktionen gegen die Schweiz, von diesen eine offizielle Entschuldigung und Wiedergutmachung für die Inhaftierung seines Sohnes Hannibal Al-Gaddafi, der definitiv ein Verbrechen begangen hatte, erpressen konnte.
Wieso diese Zurückhaltung also? Wovor haben sie Angst? Was ist ihnen lieber: das Ansehen vor den USA und Europa oder das Ansehen bei Allah (s.w.t.)?
Sprich: Wenn eure Väter, eure Söhne, eure Brüder, eure Frauen, eure
Verwandten, das Vermögen, das ihr euch erworben habt, der Handel, dessen Niedergang ihr fürchtet, und die Wohnstätten, die euch wohl gefallen, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Kämpfen für Seine Sache, dann wartet zu, bis Allah mit Seinem Urteil kommt; und Allah weist den Frevlern nicht den Weg (Sura Al-Tauba 9, Aya 24)
5. Der Islam verbietet keine Debatten über seine Glaubenslehre oder seine Lebensordnung. Ganz im Gegenteil fordert der Islam zum Disput auf und hat es zur Verpflichtung gemacht, auf die beste Art und Weise zu debattieren. Nichtsdestotrotz haben Beleidigungen nichts mit der sachlichen Auseinandersetzung zu tun, sondern sind ein Ausdruck der Ohnmacht und ein Eingeständnis der Argumentationslosigkeit. Beleidigungen fangen nämlich da an, wo Argumente aufhören. Der Westen blendet gezielt eine sachliche Auseinandersetzung mit den Werten des Islam aus, da bereits feststeht, wer der Verlierer sein würde.
6. Der Westen hat mit den Ideen der Freiheiten sich selbst ins Bein geschossen, denn die Auslegung dessen, was Freiheit ist und wann sie aufhört, ist offensichtlich politisch inspiriert. So verwundert es nicht, dass in westlichen Gesellschaften einem Journalisten die strafrechtliche Verfolgung droht, sollte dieser das „Existenzrecht“ Israels abstreiten und in einem Artikel seine Meinung über die unrechtmäßige Besetzung Palästinas kundtun und das Ausrufen des zionistischen Staates als widerrechtlich darstellen. Ebenso ist es in westlichen Ländern üblicherweise verboten und sogar strafbar, den Genozid an den Juden in Europa herunterzuspielen oder gar zu verharmlosen. Mit Beschluss des Verfassungsgerichtes fällt die Holocaustleugnung nämlich nicht unter das Recht der Meinungsfreiheit. Auch die Debatte über die religiöse Beschneidung von Jungen in Deutschland zeigt in beeindruckender Weise, wie schwierig es für die westlichen Gesellschaften ist, mit dem Argument der Freiheiten einen geraden und zielstrebigen Weg einzuschlagen. Wie ein kopfloses Huhn irren die Menschen umher, jeder mit seinen Argumenten und Auslegungen, die immer durch persönliche Empfindungen und Werte beeinflusst sind. Das Recht auf Erziehung einerseits und das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes andererseits, dann kommt noch die Sache mit der Religionsfreiheit ins Spiel, so dass es in diesem Wirrwarr kein Entkommen gibt. Schlussendlich wird die Diskussion meistens durch ein Urteil des Verfassungsgerichtes, welches ebenfalls nur die persönliche Meinung einer Handvoll Menschen ausdrückt, ein für alle Mal beendet.
7. Der Islam gibt all seinen Bürgern, ob es Muslime oder Nichtmuslime sind, beispiellose Rechte, die ihr Leben, ihren Glauben, ihre Würde und ihren Verstand unter Schutz stellen, wie es kein anderes System jemals erreicht hat. Gleichzeitig hält er jedoch an dem Recht fest, dass weder Allah noch sein Prophet (s.a.s.) beleidigt werden dürfen, und es gibt derzeit keinen Staat, der sich darum kümmert, diese noblen Rechte auf der internationalen Bühne zu etablieren.
Schließlich stellt sich die Frage, ob die Reaktion der Muslime und der islamischen Welt angemessen ist. Die Welle der Empörung innerhalb der Ummah ist ein Zeichen ihrer gemeinsamen Empfindung, die ihrer gemeinsamen islamischen Aqida entspringt. Es wäre bedenklich gewesen, wenn die Ummah gar nicht reagiert und dieses billige Video stillschweigend hingenommen hätte. Unabhängig davon, ob man nun die Reaktion der islamischen Welt befürwortet oder ablehnt, hat diese das immer noch vorhandene Potenzial der Ummah und ihre entschlossene Bereitschaft frei gelegt, sich für den Islam einzusetzen. Diese Bereitschaft ist seitens der Regierungen in der islamischen Welt jedoch nicht vorhanden, während die Ummah durchaus dieses Ziel verfolgt. Die Regierungen in der islamischen Welt und die Ummah verfolgen somit definitiv unterschiedliche Interessen. Und darin ist die Ursache zu sehen, weshalb die westlichen Regierungen ermutigt werden, anti-islamische Kampagnen wie dieses Video zu dulden, wenn nicht sogar bewusst zu fördern.
Den Staaten in der islamischen Welt fehlt jedes islamische Rückgrat. Sie nutzen ihre vorhandenen Kapazitäten lediglich dazu, die Interessen des Westens zu wahren und die Muslime einzuschüchtern und zu bremsen. Der Westen wird mit seinen Angriffen und Beleidigungen nicht aufhören, solange er sich der Loyalität der Regenten in der islamischen Welt sicher ist.
Diese Loyalität gilt es zu kappen. Und der einzige Weg dazu ist, die Herrscher des Unrechts zu beseitigen und das islamische Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums zu gründen, das den Regierenden im Westen auf sehr anschauliche und einprägende Weise zeigen wird, was es bedeutet, den Propheten des Islam auch nur mit einem einzigen Federstrich zu beleidigen.