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Allgemein Ein Meilenstein für die Integration

Mit einem sogenannten Festakt eröffnete am 16.01.2012 das bundesweit erste „Zentrum für islamische Theologie“ an der Universität Tübingen. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die CDU-Politikerin und amtierende Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Die studierte Philosophin und katholische Theologin betonte dabei die Wichtigkeit des Projekts und nannte das Institut „einen Meilenstein für die Integration“.

Foto: Schavan (r.) bei der Einweihung des Zentrums in Tübingen
Mit einem sogenannten Festakt eröffnete am 16.01.2012 das bundesweit erste „Zentrum für islamische Theologie“ an der Universität Tübingen. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die CDU-Politikerin und amtierende Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Die studierte Philosophin und katholische Theologin betonte dabei die Wichtigkeit des Projekts und nannte das Institut „einen Meilenstein für die Integration“. Zudem sei das Islamzentrum der Tübinger Universität lediglich der Anfang in einem bisher beispiellosen Projekt in der Bundesrepublik und sogar in ganz Europa. Weiterhin seien nämlich drei weitere Zentren dieser Art geplant, welche jeweils in Münster/Osnabrück, Frankfurt und Erlangen entstehen sollen. Ausschlaggebend für die Umsetzung dieses Projekts war eine Empfehlung des „Wissenschaftsrates“, der dem Bund die Einrichtung solcher Zentren nahe legte.
Zweck dieser Islamzentren ist die Ausbildung „aufgeklärter islamischer Theologen“, welche anschließend als Imame und Religionslehrer in deutschen Moscheen und schulischen Einrichtungen fungieren sollen. Speziell für die Realisierung eines funktionierenden Islamunterrichts an deutschen Schulen werden in den nächsten Jahren für rund 700.000 muslimische Schüler 2.000 Lehrer benötigt. Die Eröffnung des Tübinger Zentrums für islamische Theologie legt somit einerseits den Grundstein für das Projekt des schulischen Islamunterrichts; andererseits sollen die „aufgeklärten Imame“ dem Einfluss konservativer Strömungen in deutschen Moscheen entgegengewirken. Integrationspolitiker seien diesbezüglich überzeugt, dass dadurch viel für die Integration der rund vier Millionen Muslime und der kommenden muslimischen Generationen in Deutschland getan werde. Schavan hofft ferner darauf, dass das neue Zentrum „die große Chance, auch den Dialog mit den christlichen Religionen zu fördern“ biete. Des Weiteren soll durch die akademische Erfahrung im Umgang mit der Religion die Modernisierung der islamischen Theologie gefördert werden. Grundsätzlich müsse den Nachwuchstheologen an der Universität klargemacht werden, dass der Glaube „gedacht werden muss“ und dass Religion „Klärung und Aufklärung“ brauche.
Einen sanften Eindruck, was Frau Schavan unter aufgeklärtem Islam versteht, bieten frühere Aussagen der (un)gläubigen Christin. Auf eine Anspielung seitens der „TAZ“ bezüglich der prekären Situation, dass eine islamische Theologiestudentin, welche das Kopftuch trage, durchaus auch in Erwägung ziehen könnte, an deutschen Schulen zu unterrichten, antwortete Schavan: „Wenn sie Lehrerin werden will, muss sie sich entscheiden.“ Auf die explizite Frage, ob sie als Lehrerin ihr Kopftuch ablegen müsse, entgegnete Schavan diesem Szenario mit einem unverblümten „Ja“. Dies läge daran, dass das Kopftuch nicht lediglich ein religiöses Symbol darstelle; somit sei das besagte Kleidungsstück auch nicht mit der Kippa eines Juden gleichzusetzen. Die Haltung Schavans überrascht keineswegs, war sie es doch, die ihrer Zeit als Kulturministerin Baden-Württembergs das Kopftuch als Ausdruck kultureller Abgrenzung bewertete und es darum für muslimische Lehrerinnen verbot, während katholische Nonnen weiter im vollen Habit Unterricht erteilen durften. Eine Position, zu der die Theologin auch in ihrem aktuellen Posten als Bildungsministerin offen steht. So sagte sie diesbezüglich: „Genau. Ich würde es heute wieder tun. Denn ich bin nach wie vor der Meinung, die Lehrerin ist eine Vertreterin des Staates.“ In einem Interview mit der Zeit legte sie ihre feindliche Einstellung gegenüber dem Islam offen dar, indem sie ausführte, dass sie die Gewalt im Namen der Religion und die Feststellung, Religion und Politik seien eins, abschrecke. Ein Grund für die staatliche Finanzierung islamischer Lehrstühle an deutschen Universitäten sei, das Verhältnis zwischen Religion und Politik zu klären. Denn wenn es so wäre, dass sich Islam und Demokratie widersprächen, dann müsste sich der Muslim entweder von seinem Glauben oder von Europa verabschieden!
Das, was Annette Schavan hier diplomatisch als „klären“ bezeichnet, ist in Wahrheit eine Aufforderung, den Islam in das kapitalistisch–säkulare Korsett zu zwingen. Bleiben sollen nur noch rudimentäre Inhalte der islamischen Theologie und damit ein Islam, der diese Bezeichnung nicht mehr verdient.
Der Islam darf jedoch keinesfalls unter dem Diktat einer anderen Ideologie neu erfunden werden. Sowohl die Demokratie als auch die kulturelle Integration in die Stätte des Unglaubens (Dar al-Kufr) als auch sämtliche Dialogversuche im Rahmen der westlichen Agenda als auch die Lossagung von eindeutigen islamischen Verpflichtungen wie dem Jihad, dem täglichen Gebet und den Kleidungsvorschriften der muslimischen Frau sind unvereinbar mit dem Islam.
Die Demokratie ist ein Regierungssystem, welches zum einen auf der Trennung von Staat und Religion basiert und zum anderen den Menschen – in Form des Parlamentes oder der Volksabstimmung – zum Souverän erhebt.
Allah (s. w. t.) sagt jedoch im Qur’an:
Die Gesetzgebung obliegt einzig Allah. Er hat befohlen, nur ihm zu dienen.
(Sura 12, Aya 40)
Was nun das Bestreben des deutschen Staates anbelangt, die Muslime von bestimmten Aspekten des Islam abzubringen, da diese den Interessen der Kuffar widersprechen, so wird auch dieser Versuch von uns Muslimen kategorisch abgelehnt.
Allah (s. w. t.) droht im Qur’an in deutlicher Weise jenen, die einen Kompromiss wagen:
Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen Teil? Für diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es aber keine andere Vergeltung außer Schande in diesem Leben und am Tage der Auferstehung werden sie der strengsten Bestrafung zugeführt werden.
Des Weiteren ziemt es sich nicht für einen Muslim, sich im kulturellen Sinne in eine Stätte des Unglauben zu integrieren oder sich auf irgendeine andere Art und Weise fremden Ideologien anzunähern.
Allah (s. w. t.) verdeutlicht in Seinem edlen Buch:
Die da glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit vermengen – sie sind es, die Frieden haben sollen und die rechtgeleitet sind. (Sura 6, Aya 82)
Auch der interreligiöse Dialog gemäß der westlichen Agenda widerspricht dem Islam in jeder Hinsicht. So zielt dieser unter anderem darauf ab, Gemeinsamkeiten zwischen den sogenannten Weltreligionen zu betonen, Differenzen zu verschleiern und den Wahrheitsanspruch des Islam zu untergraben.
Und Allah (s. w. t.) macht die Fronten zwischen Glaube und Unglaube deutlich:
Ihr habt bereits ein vortreffliches Beispiel an Abraham und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: „Wir haben nichts mit euch noch mit dem zu schaffen, was ihr statt Allah anbetet. Wir verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft und Hass entstanden, (so lange) bis ihr einzig an Allah glaubt!
(Sura 60, Aya 4)
Die Muslime sind sich dessen bewusst. Es ist mit der Erlaubnis Allahs (s.w.t.) eine Zeit der Rückbesinnung auf den Islam angebrochen. Dies stellt eine deutliche Tatsache dar, die sich bei der Ummah auf der ganzen Welt ebenso zeigt wie bei den Muslimen in Deutschland und anderen westlichen Staaten. Die Muslime halten zunehmend an ihrer Ideologie fest, während die jüngsten Entwicklungen die hässliche Fratze der westlichen Ideologie offenlegen – klar erkennbar für jedermann. Jeder Muslim, der den Zustand der politischen Naivität und Blauäugigkeit hinter sich gelassen hat, ist sich des globalen Konflikts zwischen Islam und Kapitalismus bewusst. Um das Wiedererwachen der islamischen Ummah aufzuhalten, bedarf es größerer Anstrengungen als den Aufbau von Islamzentren, in denen lediglich unwissenschaftlich relativiert wird und Werke verwirrter Philosophen wie Ibn Sina gelehrt werden. Jene Muslime, die diesbezüglich keine klare Vorstellung besitzen oder sich gar auf diese Islamzentren freuen, sollten spätestens jetzt die Realität solcher Indoktrinationszentren, in denen den Menschen der Unglauben nahegelegt wird, als deutliches Zeichen für den Kampf der Kulturen erkennen, auf dass auch dieses Projekt kläglich scheitert.
Der ehemaligen Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) Annette Schavan empfehlen wir, zur besseren Reflexion ihres Islamprojekts, einen Blick nach China zu werfen. Dort wurde unter der Regie der kommunistischen Partei das wichtigste Dogma, nämlich die unbefleckte Empfängnis, aus der christlichen Lehre gestrichen. Dieser Dolchstoß der chinesischen Regierung hatte kein geringeres Ziel als die Vernichtung der christlichen Integrität. Jeder überzeugte Katholik würde sich nach Kräften dieser Willkür entgegensetzen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sollte sich darauf einstellen, dass auch jeder überzeugte Muslim in Deutschland opponieren wird, falls die sogenannten Integrationsprojekte bzw. Manipulationsversuche kein Ende finden.