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Allgemein Die Verzweiflung der Amerikaner wird immer offenkundiger

Es häufen sich die Berichte darüber, dass den unabhängigen Rebellengruppen in Syrien, die mehrheitlich der Freien Syrischen Armee zugerechnet werden, ein Ultimatum gestellt worden sei, sich der Syrischen Nationalarmee anzuschließen. Das Ultimatum käme seitens der USA, der Türkei und des Syrischen Nationalrates. Jede Widerstandsgruppierung, die sich weigere, sich unterzuordnen, würde als rechtswidrig bzw. feindlich eingestuft werden.

Es häufen sich die Berichte darüber, dass den unabhängigen Rebellengruppen in Syrien, die mehrheitlich der Freien Syrischen Armee zugerechnet werden, ein Ultimatum gestellt worden sei, sich der Syrischen Nationalarmee anzuschließen. Das Ultimatum käme seitens der USA, der Türkei und des Syrischen Nationalrates. Jede Widerstandsgruppierung, die sich weigere, sich unterzuordnen, würde als rechtswidrig bzw. feindlich eingestuft werden.
Wie wir bereits in einer früheren Analyse erwähnt hatten, handelt es sich bei der Syrischen Nationalarmee (SNA) um ein westliches Konstrukt zur Vereinigung sämtlicher Rebellengruppen in Syrien. Dieser Plan wurde erstmals während des letzten Ramadan vorgestellt, als Hillary Clinton die Türkei besucht hatte.
Bereits zuvor gab es seitens der Amerikaner mehrere Versuche, mithilfe des Syrischen Nationalrates und ihrer gekauften Offiziere in der Türkei die Freie Syrische Armee zu vereinigen. Doch sind diese Versuche alle kläglich gescheitert. Brigadegeneral Mustafa Al-Sheikh, der bereits zu Beginn dieses Jahres in die Türkei geflohen ist, hat ebenfalls versucht, die Freie Syrische Armee zu vereinigen; allerdings nicht mithilfe des Syrischen Nationalrates sondern durch den Obersten Militärrat. Auch er ist kläglich gescheitert. Ohne die Kontrolle über die oppositionellen Kräfte werden die USA nicht in der Lage sein, ihr Primärziel zu erreichen, welches darin besteht, den Militär- und Sicherheitsapparat des Regimes zu retten und Syrien durch eine einheitliche Übergangsregierung zu stabilisieren.
Die Amerikaner versuchen natürlich, die Glaubwürdigkeit des Syrischen Nationalrates dadurch zu erhöhen, dass sie ihm einen islamischen Anstrich verpassen und Personen einsetzen, die sowohl islamisch als auch souverän und unabhängig wirken sollen. Doch längst sind die Mujahideen nicht so naiv, auf scheinislamische Figuren reinzufallen oder zu glauben, dass die Amerikaner an einer wirklichen Unabhängigkeit Syriens interessiert wären. Darüber hinaus sind die Kämpfer der FSA ihren Kommandanten treu ergeben. Entsprechend wahren die meisten von ihnen hierdurch ihre Unabhängigkeit. Deshalb wird es den Amerikanern auch nicht gelingen, die Glaubwürdigkeit des Syrischen Nationalrates in irgendeiner Form zu stärken.
Die FSA betrachtet jedes ausländische Komitee auch deshalb mit großer Skepsis, weil diese in den vergangenen 18 Monaten in keiner Form an der Revolution in Syrien beteiligt waren – und nun tauchen sie aus dem Nichts auf. Für die Rebellen stellen diese gelenkten Komitees und Räte nichts weiter dar als die Interessensvertretungen von Individuen und fremden Mächten, die die Revolution in ihre Richtung lenken und für ihre Zwecke missbrauchen wollen.
Dies ist einer der Gründe, weshalb die westlichen Medien in jüngster Zeit vermehrt über die Anwesenheit jihadistischer Gruppierungen in Syrien berichten. Diese negative Berichterstattung zielt darauf ab, die FSA zu diskreditieren und ihr die Rechtmäßigkeit ihres bewaffneten Widerstands abzusprechen.
Doch für Muslime ist der Vollzug des Jihad eine Pflicht, um das eigene Leben, das Leben der Familie und sein Hab und Gut zu verteidigen. Für die überwiegende Mehrheit der FSA stellt der bewaffnete Widerstand gegen Assad und seine Schergen eine religiöse Verpflichtung dar. Was nun dem Westen in dieser Sache schlaflose Nächte bereitet, ist die Tatsache, dass der islamische Widerstand nach dem Sturz Assads mit aller Wahrscheinlichkeit die Errichtung eines Islamischen Staates anstreben wird, was große Teile der FSA bereits jetzt schon fordern.
Dieser Umstand ist der Hauptgrund, weshalb sämtliche Waffenlieferungen, die aus der Türkei und aus Jordanien an die Rebellen gelangen, strengen Kontrollen unterliegen und erst nach gründlicher Überprüfung der jeweiligen Gruppierungen und ihrer ideologischen Orientierung erfolgen. Jene Gruppen, die zur Errichtung eines Islamischen Staates aufrufen oder sich gegen eine Demokratisierung Syriens aussprechen, erhalten keine Waffen und müssen sich aus eigener Kraft finanzieren.
Für den Westen im Allgemeinen und die USA im Besonderen ist es vor diesem Hintergrund von enormer Wichtigkeit, die islamisch orientierten Kommandeure des Widerstandes durch westlich gesinnte zu ersetzen, um so ihren Einfluss nicht zu verlieren und in gewohnt postkolonialer Manier ihre treuen Agenten über die islamischen Länder walten zu lassen.
Da sämtliche Versuche der Vergangenheit gescheitert sind, die Rebellengruppen davon zu überzeugen, sich unter einer vom Westen gelenkten Führung zusammenzuschließen, gehen die ungläubigen Kolonialisten in ihrer bodenlosen Verzweiflung nun dazu über, den islamischen Widerstand durch Einschüchterungsmanöver zum Einlenken zu zwingen.
Vergangenen Monat gab eine der größten Fraktionen der Freien Syrischen Armee – die Tauheed Brigade – ihre Zustimmung bekannt, sich der Syrischen Nationalarmee anzuschließen. Gerade einmal drei Tage später zogen sie sich hiervon wieder zurück.
Der westliche Plan sieht vor, die SNA zur repräsentativen militärischen Einheit Syriens aufzubauen und mit Waffen zu versorgen um Assad von seinem Thron zu drängen. Als Generäle und andere hohe Offiziere kommen natürlich nur Verräter am Islam und andere Agenten des Westens infrage, die die Geschicke strikt nach westlichen Vorgaben lenken und die Interessen der ungläubigen Kolonialisten wahren.
Eine Schlüsselfigur in diesem Plan stellt Manaf Tlass dar, einer der ersten militärischen Überläufer mit großem Einfluss, der als Kommandeur in der SNA fungieren soll. Manaf Tlass ist der Sohn von Mustafa Tlass, der von 1972 bis 2002 der syrische Verteidigungsminister war. Unter seiner Leitung wurden mehrere islamische Bewegungen zerschlagen und Tausende Menschen auf brutalste Weise massakriert, wie z. B. 1982 in Hama.
Die Amerikaner werden ihre Anstrengungen daran setzen, den Einfluss der SNA in Syrien auszubauen und die verschiedenen Rebellengruppen regelrecht zu zwingen, sich in den kommenden Wochen der FSA unterzuordnen. Just in diesem Moment sind die Gesandten des Syrischen Nationalrats bereits im gesamten Land unterwegs, um die Fraktionen des Widerstands dazu zu bewegen, sich der SNA anzuschließen. Doch jetzt schon haben viele Gruppen, die von diesem Plan mitbekommen haben, ihn klar zurückgewiesen – so wie sie auch zuvor sämtliche Pläne des Westens zurückgewiesen hatten.
Sobald die amerikanischen Wahlen im November vorüber sind und Obama sein Präsidentenamt verteidigen sollte, wird er sich voll und ganz darauf konzentrieren, der SNA zum Erfolg zu verhelfen und durch sie die Kontrolle über Syrien zurückzuerlangen.
Sowohl der Syrische Nationalrat als auch die Syrische Nationalarmee als auch ihre Unterstützer und Handlanger sollen wissen, dass sich die Muslime Syriens nicht hinters Licht führen lassen werden, so wie sie sich auch in der Vergangenheit nicht haben hinters Licht führen lassen. Ihren ganzen Erfolg haben sie einzig und allein Allah (s.w.t.) zu verdanken. Das ist ihnen auch bewusst, und deshalb verlassen sie sich ausschließlich auf Ihn (s.w.t.) und auf niemanden sonst. Und schon bald werden sie mit Allahs Erlaubnis Assad zu Fall bringen.
Der Gesandte (s.a.s.) sagt in einem Hadith: „Ein Mu’min wird nicht zweimal vom selben Loch gestochen.“ Gemeint ist hier, dass der Mu’min nicht zweimal in dieselbe Falle tappt. Denn die Muslime haben sämtliche von Menschenhand erschaffenen Systeme durchlaufen. Sowohl freiwillig als auch unfreiwillig und aufgezwungen; Demokratie, Kapitalismus, Kommunismus und Diktatur. Die Muslime haben erkannt, dass die wahre Lösung ihrer Probleme einzig und allein in der umfassenden Anwendung des Islam liegt.
Und so haben auch die Muslime Syriens die Wichtigkeit der Herrschaft des Islam über ihr Land erkannt, denn sie haben folgende ehrwürdige Hadithe verinnerlicht:
„Seht, die Wohnstätte der Gläubigen ist Al-Sham.“ (Ahmad) und
„Die Wohnstätte des Islam ist Al-Sham.“ (Al-Tabarani)