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Allgemein Die wahre Freiheit

Wie allgemein bekannt ist, wird die Geschichte von den Siegern geschrieben. Tatsache ist aber auch, dass nicht nur die Geschichte, sondern auch die Sprache von den Siegern verändert wird. Begriffe werden neu definiert und je nach politischer Sicht positiv oder negativ geprägt.

Wie allgemein bekannt ist, wird die Geschichte von den Siegern geschrieben. Tatsache ist aber auch, dass nicht nur die Geschichte, sondern auch die Sprache von den Siegern verändert wird. Begriffe werden neu definiert und je nach politischer Sicht positiv oder negativ geprägt. Insbesondere in der Zeit des Kalten Krieges, zwischen der kapitalistischen Weltmacht und der kommunistischen, lief parallel zum Wettrüsten ein Kampf um Definitionen der internationalen Begriffe wie Freiheit, Demokratie, Terrorismus und Völkermord. Beide Weltmächte waren stets bemüht, sich mit den Begriffen Freiheit und Demokratie zu schmücken und die Begriffe Kapitalismus oder Kommunismus negativ zu prägen. Wenn heute jemand als Kapitalist bezeichnet wird, so könnte man es als Beleidigung auffassen – dies dank der jahrelangen Propaganda der Kommunisten.
Insbesondere nach dem Untergang des Warschauer Paktes beanspruchten die Kapitalisten die Begriffe Freiheit und Demokratie nach ihrer Vorstellung. Heutzutage werden diese Begriffe nur mit der westlich-kapitalistischen Ideologie in Zusammenhang gebracht.
Der wohl wichtigste Begriff in diesem Zusammenhang ist Freiheit. Denn kein anderes Wort wurde derart verbogen und angepasst. Laut Wikipedia bedeutet Freiheit die Möglichkeit ohne Zwang entscheiden zu können. Dies bedeutet, dass dem Menschen Willens- und Handlungsfreiheit gewährt werden sollte. Die Freiheit im europäischen Sinne entstand als Reaktion auf die Unterdrückung der Kirche im Mittelalter. Dies war die Geburtsstunde der persönlichen Freiheit, der Eigentumsfreiheit, der Meinungsfreiheit und der Religionsfreiheit. Durch die Habgier des Menschen hat sich die Eigentumsfreiheit am stärksten durchgesetzt und es entstand daraus der Kapitalismus, eines der menschen- und naturfeindlichsten Systeme der Geschichte. Die persönliche Freiheit führte zu Egoismus, die Meinungsfreiheit öffnete die Tore für Lügner und Betrüger, und die Religionsfreiheit verursachte Ungewissheit und gesellschaftliche Orientierungslosigkeit. Diese „Freiheiten“ sind nur ein Aushängeschild der kapitalistischen Ideologie. Es ist eine Werbung nach dem Motto „Bei uns bekommst du mehr“. Denn tatsächlich werden und können diese Freiheiten nicht gewährleistet werden, weil die mediale und politische Macht tatsächlich in den Händen einiger weniger Kapitalisten liegt. Gerade die Muslime spüren auf der ganzen Welt nichts von der Meinungsfreiheit, denn die Meinungen der Muslime und insbesondere jedes potentielle muslimische Sprachrohr werden systematisch unterdrückt. Auch in Europa und insbesondere in Deutschland steht die Meinungsfreiheit in einem engen Rahmen – für Muslime wie auch für Nichtmuslime. Die beiden letzten Bundespräsidenten mussten ihr Amt vermutlich deshalb niederlegen, weil sie ihre Meinung öffentlich kundtaten. Horst Köhler äußerte sich zum Afghanistaneinsatz und bezeichnete diesen entgegen der öffentlichen Meinung als Krieg um wirtschaftliche Interessen. Sein Nachfolger Christian Wulff ist mit seiner Meinung ebenfalls zu weit gegangen, als er den Islam zu Deutschland dazugehörend bezeichnete.
Die kapitalistische Ideologie benötigt, um die eigene abschreckende Fratze zu verbergen, eine Tarnung, ähnlich dem Wolfe im Schafspelz. Wenn die Freiheit Frieden und Zufriedenheit bringen soll, dann scheitert die Freiheit im Sinne des westlichen Kapitalismus an der Realität und führt offensichtlich nicht zum Frieden und zur Zufriedenheit. Ist das Ziel der Freiheit die menschliche Zufriedenheit, so ist die höchstmögliche Zufriedenheit nur dann gewährleistet, wenn der Mensch richtig und gemäß seiner Überzeugung lebt und gleichzeitig die über ihn angewandten Gesetze auch mit seiner Überzeugung übereinstimmen. Je mehr Menschen in einer Gesellschaft von der Idee überzeugt sind, desto mehr Menschen leben in Harmonie mit der Gesellschaft. Das heißt, dass nur eine Gesellschaft, deren ideologische Grundlage auf einer rational bewiesenen Grundlage aufgebaut und mit der Natur des Menschen übereinstimmend ist, für Zufriedenheit und gesellschaftliche Harmonie sorgen kann. Hingegen bringt eine Gesellschaft, deren Grundlage lediglich auf der bloßen Freiheit im demokratisch-kapitalistischen Sinne aufbaut, keine Zufriedenheit und gesellschaftliche Harmonie. Vielmehr handelt es sich um eine Scheinfreiheit, welche lediglich eine Einladung zur Maßlosigkeit darstellt und in der Praktizierung nicht mit der Natur des Menschen übereinstimmt. Anstatt in Harmonie mit anderen Menschen zu leben, werden die Individuen zu Egoisten erzogen. Die Menschen sind dann nicht wirklich frei, sondern unterdrücken sich gegenseitig. Sie trachten nach Macht, Geld und Status, jedoch fast immer auf Kosten ihrer Mitmenschen. Sie befriedigen einfach nur ihre Triebe und kennen dabei keinen Halt – außer der eigenen Fantasie.
Der Bürger in der demokratisch-kapitalistischen Welt geht zu den Wahlen und gibt einen Teil seiner Freiheit an die Politiker ab, die dann in seinem Namen Gesetze erlassen, die er befolgen muss. Der Gesellschaftsvertrag im Sinne von Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) ist eine Abtretung des freien Willens an den Staat, der nicht daran gebunden ist, im Sinne des Wählers Gesetze zu erlassen. Die momentanen Gesetze sind somit nicht im Sinne der Wähler, sondern im Sinne des Staates und der Wenigen, die einen Vorteil daraus erzielen. Somit ist die Demokratie in Wirklichkeit eine parlamentarische Diktatur.
Nur eine Ideologie, deren Grundlage und deren Weltansicht weder auf einem Kompromiss noch auf einer Lüge fußen, kann alle Menschen durch Beweise überzeugen und zur persönlichen Zufriedenheit führen. Der Beweis für die Existenz des Schöpfers ist allgegenwärtig. Es bedarf einer enormen Propagandamaschinerie um die Existenz eines Schöpfers in Frage zu stellen. Denn obwohl jeder weiß, dass „nichts aus dem Nichts entsteht“, fragen sich viele Menschen nicht mehr ernsthaft, wie all die Materie, die Energien, die Naturgesetze und das Leben entstanden sind. Sie begnügen sich mit dem Dogma der Evolution.
Der Qur’an beweist darüber hinaus durch seine Herausforderung an die Menschheit, dass diese Offenbarung von Allah, dem Schöpfer aller Dinge, stammt. Allah, der Allmächtige, fordert die Menschheit in Sura Al-baqara 2, Aya 23 heraus, eine einzige Sura gleicher Art hervorzubringen. Die kleinste Sura besteht wohlgemerkt aus lediglich drei Versen. Selbst nach nunmehr 1400 Jahren konnten weder die Araber noch die Nichtaraber auch nur einen einzigen Vers hervorbringen, der dem qur’anischen Sprachstil das Wasser reichen kann. Damit ist rational bewiesen, dass der Qur’an vom allmächtigen Schöpfer offenbart wurde. Der neutral gesinnte Mensch, der weder Vorurteile noch irreführende Interessen in sich trägt, wird mit Gewissheit erfüllt und ergibt sich wohlwollend dem Herrn der Welten. Findet diese Überzeugung in einem islamischen Staat Anwendung, dessen Verfassung auf dem Qur’an beruht, dessen Oberhaupt ein durch die Muslime gewählter Kalif ist und dessen Gesetze ausschließlich aus der Offenbarung abgeleitet sind, so lebt dieser Mensch in einer höchstmöglichen Form der Zufriedenheit und somit tatsächlich frei von Irreführung, Egoismus und Ausbeutung. Er ist frei von der Herrschaft anderer Menschen und dient allein Allah, dem Schöpfer der Menschen.