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Konzeptionen Ein Aufruf an die muslimische Jugend

Wenn wir jedoch die heutige Gemeinschaft der Muslime – vor allem die im Westen geborenen und aufgewachsenen muslimischen Jugendlichen – betrachten, so sehen wir genau das Gegenteil: viele von ihnen tragen Namen glorreicher und edler Gefährten oder auch die der Propheten, handeln jedoch dem Islam und den Befehlen Allahs (s.w.t.) komplett zuwider. Einige sind in ihrem Denken und Handeln sogar dekadenter als westliche Jugendliche.

„Ihr Menschen, dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, auf dass ihr gottesfürchtig sein möget!“ (Sura Al-Baqara, Âya 21)
Bei der Verkündung des Islam standen dem Propheten Muhammad (s.a.s) zahlreiche junge Gefährten zur Seite. Erwachsene waren Ausnahmen. Die Jugendlichen waren es, die mit Eifer und Entschlossenheit für das Wohlgefallen Allahs (s.w.t.) ihre Zeit, ihr Leben und Alles, was ihnen lieb war, aufopferten.
Wenn wir jedoch die heutige Gemeinschaft der Muslime – vor allem die im Westen geborenen und aufgewachsenen muslimischen Jugendlichen – betrachten, so sehen wir genau das Gegenteil: viele von ihnen tragen Namen glorreicher und edler Gefährten oder auch die der Propheten, handeln jedoch dem Islam und den Befehlen Allahs (s.w.t.) komplett zuwider. Einige sind in ihrem Denken und Handeln sogar dekadenter als westliche Jugendliche.
Die gleichgültige und verantwortungslose Haltung gegenüber dem Leben ist bei der Mehrheit der jugendlichen Muslime zur Regel geworden. Der Ausdruck „Spaß-Gesellschaft“, mit dem sonst die heutige nichtmuslimische Jugend charakterisiert wird, trifft nun auch bei vielen Muslimen zu. Sie werden nämlich von genau dieser kapitalistisch orientierten Gesellschaft beeinflusst, sodass sie den gleichen Idealen und Vorbildern nacheifern, welche die westliche Gesellschaft vorgibt und ihre Medien als nachahmenswerte Persönlichkeiten propagieren. Viel Geld, schnelle und teure Autos, hübsche Frauen, riesige Häuser – am besten noch ein Swimmingpool; all das sind Dinge, die sich die Menschen heutzutage wünschen, weil sie darin die Erlangung der Glückseligkeit sehen. Ob es nun berühmte Rapper, Profisportler, bekannte Schauspieler oder sonstige Prominente des Showbusiness sind – die Mehrheit der muslimischen Jugend kennt den Lebenslauf solcher Gestalten mit Abstand viel besser als die der Propheten oder der Gefährten – falls sie letztere überhaupt kennen.
Heutzutage lässt sich ein Muhammad nur noch Mo nennen, ein ‚Abdullah nur noch Abdul; ein Mustafa nur noch Musti, ein Sayfullah nur noch Sayfi. Den Taten nach zu urteilen, sind die meisten von ihnen es auch gar nicht Wert, solch ehrenhafte und vorzügliche Namen zu tragen. Doch gerade diese traurige Tatsache sollte uns zu denken geben. Wieso war die Jugend des Islam einst so glorreich und heldenhaft und ist heute so heruntergekommen und orientierungslos?
Allah (s.w.t.) spricht zu uns im edlen Qur’an:
„Ihr seid die beste Gemeinschaft, die den Menschen je hervorgebracht wurde. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrecht und glaubt an Allah […].“ (Sűra Âli ‚Imrân, Âya 110)
Weder wird das Rechte geboten noch das Unrecht angeprangert, ganz abgesehen davon, dass die Mehrheit nicht einmal die grundlegenden Pflichten des Islam einhält. Sie sind vielmehr damit beschäftigt, den trügerischen Verlockungen des Diesseits nachzulaufen, ihren Trieben und innersten Gelüsten freien Lauf zu lassen und alles daran zu setzen, den maximalen Faktor an Spaß und Genuss zu erreichen. Während es normalerweise Nicht-Muslime sind, die auf Partys gehen und sich betrinken, sich mit Drogen vollpumpen und außereheliche Beziehungen führen, sind es heute leider auch viele jugendliche Muslime, die solche Schandtaten begehen.
„Hast du den gesehen, der seine persönliche Neigung zu seiner Gottheit macht (dem er gehorcht)? Könntest du wohl für ihn verantwortlich sein? Meinst du etwa, dass die meisten von ihnen hörten oder verständen? Sie sind wie das Vieh – Nein, sie sind noch (viel) weiter vom Weg abgeirrt.“ (Sura Al-Furqân, Âyât 43-44)
„Und Wir haben wahrlich viele Dschinn (Geschöpfe aus Feuer) und Menschen erschaffen, deren Ende die Hölle sein wird! Sie haben Herzen, mit denen sie nicht begreifen, und sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen, und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören; sie sind wie das Vieh; nein, sie irren noch weiter (vom Weg) ab. Ihnen ist wahrlich alles gleichgültig.“ (Sura Al-A’râf, Âya 179)
Obwohl die Muslime den Imaan an die Existenz Allahs (s.w.t.), an das Paradies (Dschanna) und die Hölle (Dschahannam) verinnerlicht haben sollten, handeln die meisten von ihnen nach dem Maßstab der Westmenschen, nämlich nach dem Nutzen-Schaden-Prinzip, der nur auf das Diesseits bezogen ist. Sie versuchen aus jeder Handlung den größtmöglichen Profit herauszuholen oder sie unterlassen die Handlung, wenn sie darin keinen Profit sehen. Diese falsche Denkweise entspringt dem Säkularismus, aus dem der Kapitalismus erwachsen ist. Im Islam lernt der Mensch hingegen, dass der Vollzug oder die Unterlassung einer Handlung einzig und allein davon abhängt, ob etwas von Gott erlaubt oder verboten wurde und nicht vom persönlichen Nutzen, der sich aus der Handlung ergeben könnte. So wird ein Muslim keinen Zins für sein Geld bei der Bank annehmen – obwohl er dadurch „Profit“ machen würde -, denn er weiß, dass Allah es ihm verboten hat.
Betrachtet man die meisten Nicht-Muslime, so erfährt man schnell, dass sie im Grunde genommen gar nicht die Existenz des Schöpfers ablehnen. Das, was sie ablehnen, ist, sich Ihm, Dem Schöpfer, zu fügen und Seinen Befehlen Folge zu leisten. Sie sind so stark auf das Diesseits fixiert, dass sie sich aus Hochmut keine Gedanken – und wenn, nur sehr oberflächlich – darüber machen, was sie nach dem Tode erwartet. Obwohl Allah (s.w.t.) Derjenige ist, der das Universum erschuf und die Menschen versorgt, verharren sie in dem Irrglauben, auf Allah (s.w.t.) nicht angewiesen zu sein und ohne Seine Hilfe ihr Leben ordnen zu können. Durch ihr Beharren auf ihrer Eitelkeit und ihrem Hochmut versiegeln sich ihre Herzen und sie werden taub, stumm und blind für die Wahrheit.
„Wahrlich, den Ungläubigen ist es gleich, ob du sie warnst oder nicht warnst: sie glauben nicht. Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihr Gehör; und über ihren Augen liegt ein Schleier; ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil sein.“ (Sura Al-Baqara, Âyât 6-7)
Ob jemand an die Existenz eines Schöpfers und an eine Rechenschaftsablegung glaubt oder nicht, ist für sie völlig irrelevant, solange dies keinen Einfluss auf ihren eigenen Lebensstil hat und sich keiner in ihr Leben einmischt.
„Diese sind es, die das Irregehen gegen die Rechtleitung eingetauscht haben, doch ihr Handel brachte ihnen weder Gewinn, noch werden sie rechtgeleitet. Ihr Beispiel ist dem Beispiel dessen gleich, der ein Feuer anzündete; und als es nun alles um ihn herum erleuchtet hatte, ließ Allah ihr Licht verschwinden und ließ sie in Finsternissen zurück, und sie sahen nichts; taub, stumm und blind waren sie und kehrten nicht um.“ (Sura Al-Baqara, Âyât 16-18)
Es geht hierbei nicht darum, aus welchem Blickwinkel die Nichtmuslime das Leben betrachten, sondern was daraus resultiert; sie haben sich für dieses kurze und vergängliche Leben entschieden und sich einen bestimmten Handlungsmaßstab zueigen gemacht, der schließlich auch auf die muslimische Jugend übertragen wurde. Sowohl Brüder als auch Schwestern sind von der westlichen Denkweise stark beeinflusst worden.
Der Tenor der muslimischen Jugend gleicht dem der Nichtmuslime: „Ich bin noch jung und will meine Jugend genießen“ oder „Man lebt nur einmal“, usw. Letzterem muss man zustimmen, denn man lebt wirklich nur einmal; und zwar nur einmal auf dieser Welt, womit die Möglichkeit ausgenutzt werden sollte, um Allahs (s.w.t.) Wohlgefallen zu erlangen und sich für das ewige Leben vorzubereiten.
Normalerweise handelt ein Mensch gemäß seiner Überzeugungsgrundlage (‚Aqida). Jedoch gleichen heute die meisten Muslime Menschen, die an Schizophrenie leiden – Menschen mit einer gespaltenen Persönlichkeit also. Ihr Bekenntnis zum Islam und zur islamischen Weltsicht hat nicht konsequenter Weise zur Folge, dass sie auch ihre Handlungen nach den Ge- und Verboten des Islam ausrichten und nach dem Prinzip des Erlaubten (Halâl) und Verbotenen (Harâm) handeln. Die Handlungsweise der meisten von ihnen gleicht der eines Westmenschen: sie verstoßen gegen die Befehle Allahs (s.w.t.) und handeln nach dem weltlichen Prinzip des Nutzens und Schadens – in eigenem Ermessen.
Doch Allah (s.w.t.) weist uns im Qur’an gerade auf diesen Unterschied zwischen einem Muslim und einem Ungläubigen hin:
„[…] Sprich: .“ (Sura Al-An’âm, Âya 50)
„Der Fall der Beiden (des Ungläubigen und des Gläubigen) ist wie der des Blinden und Tauben und des Sehenden und Hörenden. Sind nun beide wohl in der gleichen Lage? Wollt ihr denn nicht darüber nachdenken?“ (Sura Hud, Âya 24)
„Und dem, der sich jedoch von Meiner Warnung abkehrt, wird ein Leben in Drangsal beschieden sein, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihn blind vor Uns führen. Er wird sagen: Er wird sprechen: “ (Sura Tâ Ha, Âyât 124-127)
Ihr Jugendliche des Islam!
Lasst uns nicht wie die Ungläubigen taub, stumm und blind sein; lasst uns nicht die Zeichen Allahs (s.w.t.) missachten; lasst uns nicht vom vergänglichen Leben geblendet werden, womit uns der Teufel wahrlich nur in die Irre leiten möchte!
„Allah verfluchte ihn (den Teufel)! Und er erwiderte: Und wer sich Satan statt Allah zum Freund nimmt, der hat wahrlich offenkundig verloren; er macht ihnen Versprechungen und erweckt Begierden in ihnen, und was Satan ihnen verspricht, ist (nichts anderes als) Trug. Diese (er und die ihm folgen) haben die Hölle zur Herberge, und sie werden keinen Ausweg daraus finden.“ (Sura An-Nisa‘, Âyât 118-121)
„Das Leben in dieser Welt ist wahrlich nichts als ein Spiel und Vergnügen. Und wahrlich, die Wohnstätte des Jenseits ist für jene besser, die gottesfürchtig sind. Wollt ihr (das) denn nicht begreifen?“ (Sura Al-An’âm, Âya 32)
Fürchtet Allah (s.w.t.), Der uns mit dem Islam beschenkte und uns die Rechtleitung gab! Denn es wird ein Tag kommen, an dem wir uns wünschen werden, Ihn gefürchtet zu haben! Es wird ein Tag kommen, an dem wir hoffen werden, Ihn gefürchtet zu haben! Es wird ein Tag kommen, an dem wir froh sein werden, Ihn gefürchtet zu haben! So lasst es nicht zu spät sein, liebe Geschwister, denn wenn der Tag einmal gekommen ist, dann wird es kein Zurück mehr geben! So spricht Allah (s.w.t.) im Qur’an: „Und warne hiermit diejenigen, die da fürchten, dass sie vor ihrem Herrn versammelt werden – wo sie außer Ihm keinen Beschützer noch Fürsprecher haben werden -, auf dass sie doch gottesfürchtig werden mögen!“ (Sura Al-An’am, Âya 51)
„Und wenn du nur sehen könntest, wie sie vor das Feuer gestellt werden! Dann werden sie sagen: Nein, das, was sie ehemals zu verhehlen pflegten, ist ihnen nun klar geworden. Doch wenn sie auch zurückgebracht würden, kehrten sie ganz gewiss bald zu dem ihnen Verbotenen zurück. Und sie sind gewiss Lügner.“ (Sura Al-An’am, Âyât 27-28)
„Und an dem Tag wird der Ungerechte sich in die Hände beißen und sagen: Wahrlich, der Satan pflegt den Menschen stets im Stich zu lassen.“ (Sura Al-Furqan 25, Âyât 26-29)
„Lass dich nicht trügen durch das (gewinnbringende) Umherreisen der Ungläubigen in den Ländern. Ein kurzer Genuss – dann ist die Hölle ihre Herberge, und schlimm ist diese Lagerstätte! Wer jedoch seinen Herrn fürchtet – denen werden Gärten zuteil sein, durcheilt von Bächen; ewig werden sie darin bleiben, eine Bewirtung von Allah – und was bei Allah bereitsteht, ist für die Frommen besser!“ (Sura Âli ‚Imrân, Âyât 196-198)
Ihr Muslime! All die materiellen Dinge, die uns die ungläubigen, kapitalistischen Gesellschaften als erstrebenswert darzubieten versuchen, werden im Jenseits absolut keinen Wert haben; wir werden mit Geld und Reichtum uns das Paradies nicht erkaufen können; wir werden mit schnellen und teuren Autos vor der Hölle nicht fliehen können; und auch die riesigen Häuser mit Swimmingpools werden uns keinen Schutz mehr bieten können!
Es ist nicht verboten, all diese Dinge zu besitzen; doch das einzige, was uns im Jenseits wirklich was nützen wird, sind unsere Gottesfurcht und die gottgefälligen Taten, nach denen wir in erster Linie streben sollten, um somit das Wohlgefallen Allahs (s.w.t.), Des Gewaltigen, zu erlangen!
„Ausgeschmückt ist den Menschen die Liebe zu den Begierden, nach Frauen, Söhnen, aufgehäuften Mengen an Gold und Silber, schönen Pferden, Vieh und Saatfeldern. Das ist der Genuss im diesseitigen Leben. Doch bei Allah ist die schönste Heimstätte. Sprich: Für diejenigen, die gottesfürchtig sind, werden bei ihrem Herrn Gärten sein, durcheilt von Bächen, ewig darin zu verweilen, und vollkommen gereinigte Gattinnen und das Wohlgefallen Allahs! Wahrlich, Allah sieht Seine Diener wohl, die sagen: “ (Sura Âli ‚Imrân, Âyât 14-16)
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